Rainers kleiner Weltausschnitt

Yamaha FZR 600

Yamaha FZR 600

Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
bauliche Änderungen 
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Literatur und Medien Tipps


Sonntag, 1. April 2007, Saisonstart

Am Freitag und Samstag habe ich bereits mein Motorrad aus der Garage geholt und erste technische Überprüfungen durchgeführt. Ich kann es halt kaum erwarten.

Samstag dann die Batterie eingebaut und die elektrische Anlage überprüft. Hupe - geht. Blinker links - funktioniert. Blinker rechts funktioniert. Dann die Frontbeleuchtung. Standlicht - o.k. Abblendlicht - o.k. Fernlicht auch o.k. Rücklicht - nix, garnix. Also die beiden Fassungen mit den beiden Rücklichtbirnen zur Kontrolle heraus. Beide Birnen sind defekt - wieder nur der Glühfaden für das Rücklicht, der Glühfaden für das Bremslicht ist an beiden Birnen intakt. Also beide Birnen austauschen. Uuuups. Keine Ersatzbirnen mehr im Haus.

Also nochmal schnell mit dem Automobil los. Bei einem der grossen Drei, (die haben um die Uhrzeit noch auf) keine solche Birnen vorrätig. Zum Glück ist genau gegenüber ein anderer der grossen Drei. Also dann dahin. Der junge Verkäufer begreift nicht was für ein Leuchtmittel ich benötige. Selbst mit der Bestellnummer aus dem Katalog kommt er nicht zurecht. Zum Glück entdecke ich eine passende Bechriftung in den Regalen. Dann sind die Passenden gefunden. Zurück nachhause und eingebaut.

Hier muss ich mir wirklich was einfallen lassen. Am besten LEDs, die werden wahrscheinlich nicht kaputt gehen.

Kurvenschlumpf so um 13:30 Uhr zuhause abholen - auf die B15 Richtung Wasserburg - nach wenigen Kilometern Stopp - Kurvenschlumpf muss nochmal zurück - Motoröl nachfüllen - dann wieder auf die B 15 bis Wasserburg - dann auf die B 304 Richtung Obing - Seebruck am Chiemsee - Bad Endorf - vorbei am Simssee - letzter Stop in Stefanskirchen, kurz vor Rosenheim - Verabschiedung in Stefanskirchen aufm Parkplatz von nem Motorradhändler



Donnerstag, 5. April 2007, eine Chiemgaurunde

Rosenheim - B15 - Schechen - Taufkirchen - Treffen mit Agnomic - eigeltlich wollten wir uns bei einem MacD* treffen, aber mitten in dem Ort begegnen wir uns und beschließen nach kurzem Gespräch zu einem Cafe zu fahren - Heissgetränk und erst mal etwas Ratschen im Freien in der Sonne - Ruck Zuck ist ne Stunde verplaudert - dann weiter über Velden - kurze Pinkelpause kurz vor Buchbach, da es in der Eisdiehle keine Toilette gab

Pinkelpause.

Pinkelpause.Bild von Agnomic
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- Buchbach - herrliche Nebenstrecken - Schwindegg - Haag - Wasserburg - Obing - auf Nebenstrecke nach Seebruck am Chiemsee - "Trinkelpause" in einer Gaststätte am See - hier treffen sich am Wochenende viele motorisierte 2-Rad-Fahrer

Die Motorräder auf Parkplatz am Chiemsee.

Die Motorräder auf Parkplatz am Chiemsee.Bild von Agnomic
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Blick zum Chiemsee.

Blick zum Chiemsee.Bild von Agnomic
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dann nach einer Weile weiter nach - Bad Endorf - Rosenheim - Schechen - Verabschiedung von Agnomic an der B15



Dienstag, 10. April 2007, eine Probefahrt

Da ich nun mal neugierig bin auf ne Suzuki GSXR 750 fahre ich heute noch einen Umweg zu einem Händler meines Vertrauens, zumal ich auch noch eine paar andere Fragen, habe die ich dort klären möchte.

Nachdem alle anderen Dinge geklärt waren, kommt meine Frage ob der eine Suzuki GSXR 750 zur Verfügung hat, auf der ich mal Probesitzen kann. Meint er nur Nein, er hätte nur eine Suzuki GSXR 1000 Modell 2007, die wäre von der Sitzposition fast genauso. Ich solle mal draussen warten, er käme gleich mit dem Fahrzeug.

Also ich an die frische Luft und ein wenig gewartet. Dann ein heiseres Brüllen eines gerade gestarteten Motorradmotores. Das ist das Gerät. Wieder mal mit einer 4 in 2 Auspuffanlage aus der ein agressiver heiserer Sound entweicht.

Ein mächtig beeindruckendes Fahrzeug, alleine schon von ansehen. Dann eine erstes Probesitzen. Es scheint mir besser zugefallen, als auf einer Yamaha R1 (welches Modell weiss ich nicht mehr) . Auf einer solchen habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Na, zur Sitzposition meint der Händler, dass die Fahrerfussrasten noch mehrfachverstellbar seien. Öha, das an einem Serienmotorrad.

Den Seitenständer dann wieder auszuklappen ist etwas fummelig, wenn man noch auf dem Fahrzeug sitzt. Aber es ist ja ein Fahrzeug und kein "Standzeug".

"Darf ich mal fahren" höre ich mich sagen. "Klar" höre ich. Brauchst was von mir. "Nö, nö bring se heil wieder." "Beim Starten die Kupplung ziehen", meint er noch "sonst startet der Motor nicht." Ich kann es kaum glauben. Na dann, also schön. Mit leicht zitternden Händen meinen Helm aufgesetzt und die Motorradhandschuhe angezogen.

Zündschlüssel rumgedreht, Druck auf den Starterknopf und das Treibwerk erwacht prompt zum Leben. Wo ist der Lichtschalter fürs Fahrlicht ? Gibt es nicht. Fahrlicht ist immer an. Dafür aber nen Schalter für ne Warnblinkanlage. Neumodischer SchnickSchnack, aber bestimmt in manchen Situationen hilfreich.

Dann geht es langsam und vorsichtig vom Hof. "Heiligs Blechle", was hat die schon untenrum Leistung. da zerren maximal 136 kW bei 12000 min-¹ mit einem maximalen Drehmoment von 117 Nm bei 10000 min-¹. Den Vergleich zu meiner FZR 600 lasse ich mal lieber. Oder ? Egal: 67kW bei 10500 min-¹ mit Drehmoment 66 Nm bei Drehzahl 8500 min-¹. Unglaublich viele Eindrücke zu diesem Fahrzeug stürmen auf den ersten Metern auf mich ein. Erst mal ganz ruhig und mit mäßigen Gaseinsatz, erst mal nicht über 5000 min-¹, auf der Landstrasse Richtung Berge. Ah, auch eine hydraulische Kupplung verbaut. Das Überholen auf der Landstasse ist mit einem kleinen Dreh am Gasdrehgriff spielerisch erledigt. Die Leistung scheint schier unerschöplich.

Die Rückblickspiegel verdienen diesen Namen eigentlich nicht, denn in diesen ist alles Mögliche zu sehen, nur nicht das was, hinter mir und dem Fahrzeug zu sehen ist.

Hat das Fahrzug eigentlich eine Tankanzeige ? Ich habe jedenfalls keine entdeckt. Wie komm ich an die Reserve ran, wenn der Sprit knapp wird ? Keine Ahnung. Ein etwas ungutes Gefühl beschleicht mich. Bin ich doch schon einmal bei einer Probefahrt wegen Spritmangels liegengeblieben. Na, es wird schon gut gehen. Auf dem Tacho entdecke ich, dass das Fahrzeug noch keine 800km alt ist. Ein Ganganzeige gibt es auch.

Der Weg geht über die B 304, die deutsche Alpenstrasse. Nach einigen freien Stücken und Ortsdurchfahrten, die ersten Kurven, die mal die Sitzposition besser erleben lassen. Das Sitzgefühl ist gut. Ich fühle mich wohl auf dem Fahrzeug. Doch ich bleibe Vorsichtig mit dem Gerät.

In den Kurveneingängen neigt das Fahrzeug beim leichten Anbremsen zum leichten Aufstellen. Aber nicht weiter tragisch. Keine Ahnung welcher Hersteller die Reifen, die ab Werk montiert sind, geliefert hat.

Die Bremsen vorne haben einen glasklaren Druckpunkt und sind sehr feinfühlig zu dosieren. Aber die können auch deftig zupacken. Wow.

Ich fahre über Marquartstein nach Unterwössen, weiter nach Brem. In Brem drehe ich dann um. Nun die gleiche Strecke wieder zurück.

Nun werde ich etwas mutiger. Die Serpentinen bergab lassen sich problemlos nehmen. Das Fahrzeug lässt sich willig in die Kurven legen, wenn ich auch den Eindruck habe, dass mein altes kleines FZR Mädchen williger in engen Kurven ist. Aber das kann täuschen stehen doch 201kg vollgetankte FZR 600 Modell 1989 gegen 172kg Leergewicht bei der GSXR 1000 Modell 2007. Es könnte an dem breiten Reifen hinten liegen (190/50ZR17 (73W) auf 6.00x17 Felge), aber das ist Spekulation.

Auf dem Rückweg lass ich den Motor mal höher drehen. So bis 10000 min-¹ . Was eine Geräuschkulisse. Der Sound erinnert mich ein wenig an den heiseren Auspuffklang eines älteren 911er Porsches. Nur wirkt es an diesem Motorrad viel agressiver auf mich.

Nun bei betriebswarmem Motor stelle ich fest, dass es mir an den Füssen warm wird. Die Abwärme des Motors stahlt, auch bei zügiger Fahrweise, direkt auf die Füsse des Fahrers. Das ist bei kalter Witterung sicherlich angenehm. Im Sommer aber wird das bestimmt unangenehm. Und es fällt mit ein Motorgeräusch auf der rechten Seite des Aggregates auf. Es scheint fast, als würde ein Ventil ein leichtes Geräusch von sich geben.

Dann zurück auf dem Hof des Motorradhändlers stelle ich das Gerät mit bedacht ab. Ich drehe den Zündschlüssel rum und der Motor stellt die Arbeit ein.

Zurück im Laden melde ich mich zurück mit den Worten und einem fetten Grinsen im Gesicht: " Alles Heil zurück.". Ich mache noch auf das Aufstellen beim Anbremsen und das Geräusch aus dem Motor aufmerksam. Der Besitzer des Ladens meint nur er wäre sie noch nicht gefahren.

Ein tolles Erlebnis. Mir persönlich hat dieses Motorrad viel zu viel Leistung für die Strasse. Hier ist mir weniger lieber, ne 750er eben.



Samstag, 13. April 2007, neue Vorderradgabelfedern

Nun fahre ich mit Wilbers Austauschfedern.

Hatte ich zwar einen deutlicheren Unterschied erwartet, aber in den Feinheiten treten dann die spürbaren Verbesserungen zutage.

Ich hatte eine deutlich härte Gabel erwartet, die in die Handgelenke haut. Aber mitnichten. Dergleichen ist nicht zu spüren !

Am Samstag Abend auf der Autobahn bei sehr schneller Fahrt hatte ich als erstes den Eindruck, dass das Fahrwerk ruhiger und ausgeglichener wirkt. Mit den alten Feder kam mir das Fahrwerk nervöser vor.



Sonntag, 14. April 2007, die Testfahrt auf schlechter Wegstrecke

Am Sonntag früh auf meiner Morgenrunde habe ich mir extra Steckenabschnitte mit betont schlechter Fahrbahndecke ausgesucht. z. B. zwischen Brannenburg und Oberaudorf. Anbremsen von Kurven mit Schlaglöchern nun ohne Durchschlagen der Gabel.

Eine heftige Querrille auf dem Streckenabschnitt in dem Fahrstreifen wurde von mir bewusst in mäßiger Schräglage angefahren - dies wird klag los weggesteckt, das Fahrwerk bleibt ruhig in der Bahn. Mit den alten Federn war ausgleichen erforderlich.

Auf Streckenabschnitten mit in Längsrillen gefräster Fahrbahndecke, meine ich das Fahrwerk bliebe auch ruhiger, aber da kann ich mich auch täuschen. Kann auch Einbildung sein. Hatte 2 oder 3 so Stellen auf der Strecke.

Resümee: Der Umbau hat sich gelohnt und ist uneingeschränkt weiter zu empfehlen.

Wichtig für den Fahrer nach dem Umbau - in den Feinheiten liegen die deutlichen Vorteile !

Nachtrag: Ich denke darüber nach die Federbeinvorspannung des Original-Zentralfederbeins mal eine Raste härter einzustellen. Na, mal sehen. Erst mal mit diesem Setup weiter fahren.

Ich habe mich entschlossen noch ne kleine Abendrunde zu drehen. Durch das Leitzachtal dachte ich. Also dann los. Es kommen mir jede Menge Kräder entgegen die auf dem Weg nachhause in Richtung München sind.

Vor dem Einbiegen in das Leitzachtal, dann ein Supersportmotorrad vor mir. Erst mal weit voraus. Na mal sehen.

Ich komme immer näher ran. 2 Underseatauspuffrohre, LED Rücklichtund die Form der hinteren Blinker deuten auf ein Yamaha R-Modell hin. Der Fahrer trägt eine Dain*-Jacke, Jeans und Turnschuhe, selbige dienen scheinbar als Schräglagentaster.

Nach einigen engeren Kurven bin ich dann dicht dran. Er schaut oft in den Rückspiegel was das wohl hinter ihm herumrollert. Auf den Geraden zieht er mir locker davon und in den Ortschaften auch. Besonders dort fährt der Kollege viel zu schnell finde ich. Da lass ich abreissen. Und dann auch noch Überholen im Überholverbot kurz vor 'ner Ortschaft. Nein danke - das riskiere ich nicht und lass ihn ziehen.



Mittwoch, 24. April 2007, Feierabendausfahrt bei einem Motorradhändler in der Nähe von Rosenheim

Um 18:00 Uhr soll es los gehen. Gemeint damit ist das Einfinden am Startort in Schechen. Insgesamt werden es 4 Fahrzeuge. 2 Honda Fireblades, ne Kleine in Rot und ne Grosse im MotoGP Design - die Tourguides - auf Vorführmaschinen des Motorradhändlers. Eine BMW und meine FZR 600.

Nach dem Eintreffen erst mal Begrüssung und Vorstellen der heute doch wenigen Mitfahrer. Von Schechen aus geht es eher gemütlich los. Ist auch besser so, da wir unsere Fahrstile ja noch nicht kennen.

Es geht zuerst nach Prutting - da wird noch was in einer anderen Werkstatt abgegeben. Ein Luftfilter glaub ich. Dann geht es über Land weiter nach Bad Endorf, weiter nach Prien und über Aschau mit etwas gesteigertem Tempo - das Tempo passt für mich - nach Sachrang und weiter nach Sebi. Dort warten wir kurz auf die noch Fehlenden.

Weiter nach Niederndorf. Dort muss ich erstmal Tanken zum günstigeren Kurs als in Deutschland. Diemal mal ohne extra lange Schlangen vor den Zapfsäulen. Nach dem Tanken geht es dann parallel zum Inn nach Nußdorf. Dort Verabschiedet sich die BMW mit ihrer Besatzung und an der Abzweigung nach Rosenheim in Brannenburg klinke ich mich aus um über Bad Feilnbach nachhause zu fahren.

Zuhause ankommen ist die Sonne dann fast untergegangen. Alles in allem eine nette Ausfahrt, da werd ich wohl wieder mitfahren.

Beim nächsten mal sollen wohl so an die 12 Maschinen zusammenkommen. Man wird sehen.



Dienstag, 1. Mai 2007, eine Feiertagstour mit Brisch

Treffen um 11:00 Uhr mit Brisch bei mir zuhause, zum ausgiebigen Frühstücken. Brisch und seine Triumph Speed Triple erscheinen pünktlich wie die Maurer. Nun erst mal Frühstücken und Plaudern. Zwischendurch noch ein kleiner Unfall mit dem Kaffee. Um 14:00 Uhr geht es dann los - Richtung Bad Feilnbach - aber nicht durch den Ort, was ich eigentlich vorhatte. Aus der Distanz sind reichlich Autos zu sehen. Da droht dichter Verkehr und vielleicht sogar eine Sperrung. Vermutlich eine 1. Mai Feier. Daher auch der dichte Feiertagsverkehr mit Autos, Motorrädern, Fahrradfahrern und Fussgängern auf den Strassen. Überholen ist fast nicht möglich.

Weiter über Hundham - in einem Ort dann doch ein Sperrung durch die Feuerwehr. Was ist den nun los ? Wir müssen anhalten. Und sehen dann nach kurzen Halt, dass die Burschen des Ortes versuchen den Maibaum aufzustellen. Reichlich Drindl und Krachlederne sind zu sehen. Weiter nach Aurach - Bayrischzell - durch das Thierseetal - durch Landl - vorbei am Thiersee - Ebbs - Sebi - kurz vorm Walchsee eine Ziggipause für den Raucher. Dann weiter über Kössen nach Reit im Winkl.

Dann über die B 305 vorbei am Weitsee, der ziemlich leer ist. In der Nähe von Inzell dann auf die B 306, vorbei an der Weißbachschlucht.

Dann eine Sperrung wegen Baustelle, der meinen Plan zunichte macht über Schneitzelreuth zu fahren, dann halt vorbei am Thumsee. Dort schaue ich mich um, ob ich was von dem Waldbrand entdecke, der in den Nachrichten vor einigen Tagen gemeldet wurde.

Weiter durch Bad Reichenhall nach Bischhofswiesen.

Durch Berchtesgaden in Richtung der Abzweigung zur Rossfeldhöhenstrasse. Ich halte nach einer Tankstelle Ausschau, aber weit und breit ist keine zu sehen. Dann ist der Ort auch schon zuende und ich hab immer noch kein Benzin bekommen. Na egal, so lange ist die Höhenstrasse ja nicht. Also weiter. Hier wird der Verkehr deutlich weniger. Diesmal fahre ich die andere Richtung über Öberau auf die Höhenstrasse.

Rossfeldhöhenstrasse - eine Pause auf 900 Höhenmeter.

Rossfeldhöhenstrasse - eine Pause auf 900 Höhenmeter.
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Panorama mit Motorrädern im Gegenlicht - das Kehlsteinhaus im Hintergrund.

Panorama mit Motorrädern im Gegenlicht - das Kehlsteinhaus im Hintergrund.
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Noch vor der Mautstelle eine Foto- und Ziggipause für Brisch auf ca. 900 Höhenmetern. Die Aussicht ist fantastisch. Das Kehlsteinhaus ist gut zu sehen. Nach ein paar 5 Minuten dann weiter auf die Rossfeldhöhenstrasse. An der Mautstelle sind dann 3,50 EUR fällig. Ich entdecke einen Aufkleber der Höhenstrasse, er soll 50 Cent kosten, aber ich erwerbe ihn nicht. Er gefällt mir schlicht einfach nicht. Auf der Strecke ist fast kein Verkehr.

Zurück nach Berchtesgaden. Tanken an einer Tanke italienischer Marke zwischen Berchtesgaden und Bischhofswiesen. Die Spritpreise finde ich schon unverschämt. Aber was soll ich machen. Ich muss Tanken.

Nach kurzer Pause zum Helmvisierreinigen und "eine Rauchen" weiter nach Bischhofswiesen - Bad Reichenhall - entlang der Strasse beim Thumsee sind noch Feuerwehrschläuche von dem Waldbrand zu sehen.

Weiter Richtung Inzell. Dann an der Abzweigung auf wieder die B 305 und den gleichen Weg zurück den wir zuvor genutzt haben. Nur ist nun der Verkehr erheblich weniger geworden. Und die Strecke macht nun mehr Spass.

Zwischen Reit im Winkl und Kössen schicke ich den Brisch mal voraus durch ein kurviges Bergabstück. *grinsel*

Nach dem Walchsee fahren wir über Niederndorf weiter über Oberaudorf - Flintsbach - Brannenburg - Bad Feilnbach - zurück nach Rosenheim zu mir nachhause. Dort packt Brisch seinen Rucksack, den er bei mir zuhause zurückgelassen hat. Nach einer kleinen Pause macht er sich auf den Weg nachhause in Richtung München.

Ich bin so ca. 300km gefahren. Ein schöner Tag !



1. GENESIS-Board Treffen - 17. Mai 2007 bis 20. Mai 2007 in Barntrup bei DkV-Logo

Donnerstag, 17.5.2007

Heute ist Packen angesagt. Für diesen Ausflug ist nun die Feuerprobe für meine neue Hecktasche angesagt. Tankrucksackoberteil und Hecktasche mit allen Utensilien lege ich aufs Gästebett, um erst mal zu schauen was so alles mit muss nach meiner Checkliste und was dann doch zuhause bleiben muss. Fast alles passt in die Hecktasche. Ich bin regelrecht verblüfft, was da so alles rein geht. Selbst ein großes Handtuch und das Mitbringsel für "DerkleineVampir" passt locker noch dazu. Perfekt.

Nachdem es den ganze Tag hier in Rosenheim regnet und auch bis zu meiner Abfahrt keine Besserung in Sicht ist, werde ich besser mal meine alten Regen-Überhandschuhe mit Panzerklebeband abdichten. Die Methode hab ich mir von einem unserer Besuche abgeschaut.

Die Wetterkarte zeigt klar, dass das Regengebiet am vorüberziehen ist, nur wenn ich warte bis es vorbei ist, ist mein Zug weg. Also hilft es nix, ich werde mich in Regenkombi, Überstiefel und Überhandschuhe einpellen müssen.

Drunter noch lange Unterhosen und langärmeliges Shirt, weil es hier doch recht frisch ist.

So um 20:00 Uhr ist Abfahrt in Rosenheim. Es geht auf die Autobahn. Über den Irschenberg Richtung München.

Durch die beladene Hecktasche verändert sich das Fahrverhalten spürbar, aber durchaus kontrollierbar. Eine gewisse Nervosität am Vorderrad ist wahrzunehmen, aber es fühlt sich unkritisch an. Vielleicht hätte ich einiges doch besser in den Tankrucksack packen sollen. Bei der Rückfahrt werde ich besser darauf achten.

Angekommen am Terminal werde ich nach meiner Fahrkarte gefragt, die ich ausgedruckt dabei habe. Das Exemplar für die Bahn muss ich unterschreiben, dann bekomme ich 4 Gurte für die Verzurrung von meinem Motorrad. Nun heißt es Warten und erst mal aus den Regenklamotten heraus schälen und diese provisorisch einpacken. Um 20:40 Uhr beginnt die Verladezeit für Motorräder. Und es geht pünktlich los.

Das Anbringen des 4. Verzurrgurtes macht mir schon Sorge, denn ich habe keine Soziusfussrasten mehr montiert, an dessen linkem Halter ich den 4. Gurt anbringen könnte. Nun das sollen dann eben die Spezialisten der Bahn erledigen.

Nach problemlosen Verladen und Bezug des Abteils ist blauer Himmel zu sehen. Das Abteil ist von mir und noch einem Motorradfahrer belegt. Eine sehr übersichtliche 2er Belegung im Abteil. Ich verteile meine nassen Regenklamotten zum Trockenen im Abteil. Die Regenkombi ist schnell trocken, lediglich die Überhandschuhe und Überstiefel brauchen lange, bis sie auf der Heizung liegend abgetrocknet sind. Meine Lederhandschuhe sind trotz Panzerbandflickereien an den Überhandschuhen auch feucht geworden und werden auch auf der Heizung liegend im Abteil getrocknet.

Um 21:51 Uhr fährt der Zug pünktlich los.

Mein Mitreisender ist ein Neuling, was das Kradln angelangt. Gerade mal 3100km berichtet er, hat er bisher gefahren. Und das mit ner neuen GSX-R 750. Er gibt nen Rotwein aus und wir schauen ein Video mit Denzel Washington auf seinem Notebook, bis der Akku seine Kapazitätsgrenze erreicht hat. Für mich ist es genug und ich möchte dann versuchen zu Schlafen, aber es geht nicht. Ich kann nicht Schlafen, auch der Gehörschutz hilft dabei nicht. So vergeht die Zeit und ich wälze mich von einer Seite auf die andere.

Freitag, 18.5.2007

Ankunft in Hildesheim um 04:57 Uhr. Nachdem ich nicht geschlafen habe und auch das Frühstück besser nicht als solches bezeichnet werden kann, beginnt der Tag. Der Kaffee des Frühstückssnacks im Autozug schmeckt trotz Beigabe von Milch und Zucker grauslich. Das zusätzliche Kaltgetränk vergesse ich leider im Abteil.

Aussteigen aus dem Zug, wir sind die einzigen beiden Kradler die hier aussteigen. Der 5 minütige Weg vom Bahnsteig zum Autozug-Terminal erweist sich als doch recht lang und meine Arme werden allmählich länger beim Tragen meines Gepäckes. Es sind nur 2 Motorräder und 2 Autos zu entladen. Leider können die Autos nicht vom Waggon, weil die Motorräder davor stehen. Wir lassen unser Gepäck vor dem Warteraum auf einigen Bänken stehen und holen erst mal unsere Motorräder von den Waggons runter. Mein Motorrad muckt beim Starten. Nach einigem Georgel springt sie dann widerwillig an. Direkt hinter uns folgen uns die beiden Autos von den Waggons herunter.

Mein Mitreisender verabschiedet sich und macht sich auf seinen weiteren Weg. Ich lasse mir Zeit beim Verzurren meines Gepäcks. Dann fahre ich los. Die Stadt ist gerade dabei zu erwachen. Eine besondere Atmosphäre, die ich sehr mag. Nun erst mal eine Tankstelle suchen, denn bis zu meinem Ziel wird das Benzin nicht reichen. Bei der Fahrt durch die Stadt entdecke ich eine Temperaturanzeige: 2 Grad plus in Hildesheim. Brrrr. Was bin ich froh, mehr wie nur ein T-Shirt unter der Lederkombi zu haben und meine Textiljacke als Überziehjacke mitgenommen zu haben.

In Hildesheim ist um diese Uhrzeit von mir keine offene Tankstelle zu finden. Also weiter bis Hameln, da werden dann wohl die ersten geöffnet haben. Da ist dann aber Schluss. Dort werde ich dann warten müssen bis eine aufmacht. Viel weiter wird das Benzin nicht reichen. Auf einer Tankstelle kurz vor Hameln an der Bundesstasse dann endlich eine gerade geöffnete Tankstelle. Nun aber Tanken. Was ein Benzinpreis. Frechheit (Dies ist kein Vorwurf an den Tankstellenbetreiber !).

Die Kälte zieht mir nach und nach durch und durch. So gegen 07:00 Uhr mache ich eine Pause in Hameln, um mich bei einer grossen Imbisskette auf dem Parkplatz in die Sonne zu stellen, um mich aufzuwärmen. Dort trinke ich, nachdem geöffnet wurde, dann auch noch einen Kaffee. Geschmacklich besser als der im Zug, aber auch nicht wirklich gut im Geschmack. Aber er ist wenigsten heiss.

Endlich angekommen in Barntrup. Bei "DerkleineVampir" schläft noch alles. Ich rollere auf den Hof und nach wenigen Augenblicken läßt mich der "Polarbär" zusammen mit "Balu", dem Haus- und Hofhund, rein. Erst mal mein Motorrad in die Scheune oder wie auch immer das grosse überdachte Etwas zu bezeichnen ist. Viel, sehr viel Platz auf alle Fälle. Wenig später erscheint auch noch der "Danobat" auf der grossen überdachten Parkfläche. "Magst einen Kaffee" werde ich gefragt. Aber gerne doch. Durch das verschachtelte Haus geht es in die Küche. Wir plaudern ein wenig und nach einigen Viertelstunden erscheint auch "DerkleineVampir".

Für die Verpflegung am Freitag und Samstag Abend ist noch einiges zu tun, so dass wir alle in der Küche tätig werden. Es gilt noch Zutaten zu Schnippeln für den Reissalat. Eine Riesenschüssel. Beim Äpfel schnippeln wird es unerwartet blutig an meinem rechten Daumen.

Nach und nach Treffen weitere Gäste per Automobil oder Motorrad ein. Der überdachte Abstellplatz ähnelt immer mehr einem 2-Rad-Museum bei den vielen alten und nicht ganz so alten Motorrädern, die eintreffen.

Am frühen Nachmittag ziehen wir dann doch noch los um eine erste gemeinsame Runde in noch kleinerem Kreis zu drehen. Den Tourguide macht "DerkleineVampir". Nach viel Geschlängel auf Strassen die nicht erster Ordnung sind, landen wir auf dem Köterberg. Hier wird erst mal eine kleine Pause gemacht. Bei schönem Wetter ist die Aussicht hier toll. Ein Treffpunkt vieler Motorradfahrer aus der Umgebung. Sogar einige Kennzeichen aus Österreich sind zu entdecken. Und auch welche aus den Niederlanden.

Bei Sonnenschein auf dem Köterberg.

Bei Sonnenschein auf dem Köterberg.
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Dann zurück nach Barntrup. Direkt am Grundstück ist die Streckenkontrolle dabei per Laser Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Weit zuvor werden wir von Bewohnern von Barntrup mit deutlichen Zeichen davor gewarnt. Nach der Rückkehr von der Ausfahrt erst mal was ohne Alkohol trinken. Irgendwie fühle ich mich wie ausgedörrt. Wenig später wird auch der Grill in Betrieb genommen und als erstes werden diverse Würstchen über glühender Holzkohle zubereitet. Weiteres totes Tier in Stücken wird auf den Grill geröstet und danach mit Heisshunger verschlungen. Nun beginne ich mit meiner Fleischdiät.

Eine der ersten Würste die verspeist worden sind.

Eine der ersten Würste die verspeist worden sind.

Etwas später koste ich das erste regional gebraute Bier mit Bügelverschluss. Noch ein wenig später dann das Biermixgetränk mit Limonade. Lecker, dabei bleib ich erstmal.

Leider ist heute schon festzustellen, dass einige sind trotz Anmeldung nicht gekommen sind. Einige haben abgesagt und einige sind einfach nicht erschienen ohne irgendein Wort. Das finde ich schon schade, bei all der Arbeit die sich "DerkleineVampir" gemacht hat.

Es bleibt spannend wie es sich morgen entwickelt. Nun macht sich "DerkleineVampir" schon Gedanken um die Kostendeckung der Veranstaltung und ob den "Nichterscheinern" der Kostenbeitrag zurückerstattet werden soll. Ich bin der Meinung, wenn so kurzfristig abgesagt wird oder einfach nicht erschienen wird, gibt es keine Erstattung.

Irgendwann so gegen Mitternacht ziehe ich mich zum schlafen zurück. Ich bin redlich Müde, wo mir ja eine Nacht Schlaf fehlt. Noch ne kleine Taschenlampe und Gehörstöpsel bereitgelegt.

Später in der Nacht stopfe ich mir diese dann doch noch in die Ohren, um die "Holzfällerarbeiten" nicht weiter so laut mit anhören zu müssen. Einer der beiden Gästehunde meint irgendwann in der Nacht, er müsste meinen Arm abschlecken. Das löst meinen deutlichen Protest aus. Herrchen oder Frauchen bringen den besten Freund des Menschen zur Raison und ich hab wieder meine Ruhe.

Samstag, 19.5.2007

So gegen 7 Uhr morgens mache ich die Augen auf und schaue auf die Fenster. Wetterwechsel. Leichter Regen. Ich mache meine Augen wieder zu und versuche noch etwas weiter zu schlafen. Eine leichte Migräne nervt mich.

Am späten Vormittag krabble ich dann auch aus dem Bett und schleiche ich die Küche, um mal zu schauen wer noch so alles inzwischen da ist. Es wird gemeinsam gefrühstückt, gerade so wie die Gäste aus den Federn kommen. Ich werfe etwas Chemie ein, um den Migränebeschwerden entgegenzuwirken. Weitere Gäste trudeln nach und nach ein.

Ich schwanke ob, ich bei diesem Wetter heute die eine Ausfahrt oder die andere Ausfahrt mitmachen soll. Ich hab einfach keine Lust auf Regenkombi und weitere Regenschutzbekleidung.

So zwischen 12 und 1 Uhr klart es auf und die Strassen beginnen deutlich abzutrocknen. Es geht als doch. Ich ziehe die Lederkombi an und meine Textiljacke drüber, denn es ist noch frisch. Das Teilnehmerfeld sortiert sich von alleine und die Frage welche Ausfahrt ich mitmache, hat sich dann damit schon ganz einfach von alleine erledigt. Wieder in der Gruppe des Tourguides "DerkleineVampir".

Wieder erreichen wir nach reichlich Kurvengeschlängel den Köterberg. Diesmal mit noch mehr anderen Motorradfahrern. Hier in der Gegend findet auch ein K****aki Ninja Treffen statt. Einige dieser Teilnehmer tragen gelbe Warnwesten. Wozu. Unklar. Oder sind das deren Tourguides ? "DerkleineVampir" meint, dies würde uns heute bei der schlechten Sicht noch fehlen. Es herrscht recht dichter Nebel und starker Wind hier. Da meine ich ganz entspannt, mal schauen was mein mitgeführter kleiner Hausstand im Tankrucksack noch so hergibt. Ich hole meine Warnweste hervor, die ich für Fahrten in den Alpen immer dabei habe. In Italien ist diese, glaube ich, auch für Motorradfahrer Pflicht.

Bei dichtem Nebel und Wind auf dem Köterberg.

Bei dichtem Nebel und Wind auf dem Köterberg.
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Höhe und Koordinaten des Köterbergs.

Höhe und Koordinaten des Köterbergs.

Heute sind wir mit einer sehr grossen Gruppe unterwegs. Auch nach der Pause auf dem Köterberg wird die Gruppe nicht geteilt. Nun macht ein anderer den Tourguide. Die Strecke nach dem Köterberg ist zu Beginn eher langweilig. Ein sehr langes Stück Bundesstrasse.

Doch dann geht es doch noch durch kurvenreichere Landschaft zu Günthers Kurve. Hier scheint das K****aki Ninja Treffen sein Lager aufgeschlagen zu haben. Ein Zeltplatz ist dabei zu entstehen. Die Farbe Grün ist fast allgegenwärtig.

Nachdem einige etwas Kaffee, ein Stück Kuchen oder ne Portion Pommes genossen haben, geht es weiter. Aus der anderen Tourgruppe wird berichtet, dass es auf der weiteren geplanten Strecke eine grössere Ölspur geben soll. Immer noch keine Teilung der grossen Gruppe. Es geht weiter durch gefälliges Kurvengeläuf zurück bis nach Berntrup.

Und wieder ähnelt der überdachte Abstellplatz einem 2-Rad-Museum bei den vielen alten und nicht ganz so alten Motorrädern zusammen mit den heute hinzugekommenen.

Der "Panther" will einen "Weisswein" trinken. Weisswein ? Ah, der Begriff wird als Synonym für ein Rum-Getränk verwendet, welches üblicherweise mit einem Cola-Getränk zu einem Longdrink gemixt wird. Den guten Weisswein mixen. Nix da. "Nur die Harten kommen in den Garten." "Pur" ist von mir angesagt. Einige leicht verzerrte Gesichter sind zu sehen. Aber alle trinken brav die wasserhelle alkoholhaltige Flüssigkeit aus ihrem Glas aus. Brav.

Irgendwann spät in der Nacht sind die ersten Vorräte an Fleisch erschöpft. Die Grillfackeln sind als erstes alle. Das Bier mit Limo ist immer noch lecker. Dabei bleibe ich den Rest des Abends und der angebrochenen Nacht.

Wann bin ich eigentlich in dieser Nacht zu Bett ?

Na, jedenfalls stopfe ich mir gleich meine Gehörschutzstopfen in die Ohren. Am frühen Morgen sind wieder "Holzfällerarbeiten" wahrzunehmen. Diesmal sogar in Stereo. Aber zum Glück gedämpft.

Sonntag, 20.5.2007

Am nächsten Tag, morgen darf man glaube ich nicht mehr sagen, stellen wir fest: Das Fleisch ist komplett aufgegessen worden.

Nach und nach verabschieden sich die ersten Teilnehmer um in kleinen Gruppen heimzufahren. "DerkleineVampir" verpasst jedem, der sich nicht vehement dagegen wehrt, einen Doggybag. Entweder Salate in Tüten oder Plastikdosen und/oder Brot in der Tüte.

Nachdem die meisten von dannen gezogen sind, beginnt die Endphase des Aufräumens. "Danobat", meinereiner und "DerkleineVampir" räumen die letzten Reste weg. Bis auf eine einzige Flasche ist das Altbier alle geworden. Nur eines der ausgeliehenen Gläser ist kaputt gegangen. Auf dem Hof sind kaum Zigarettenkippen oder Kronenkorken zu finden. Respekt an alle die da waren.

Meine Abreise hat noch reichlich Zeit. Nachdem wir das Aufräumen stressfrei erledigt haben, lassen wir noch die Seele ein wenig baumeln. Zwischendurch rasiere ich mich in der Scheune oder wie das heisst. So gegen 17:00 Uhr verabschiedet sich der "Danobat".

Noch in aller Ruhe was essen zusammen mit "DerkleineVampir", dann ein Blitzduschen für mich, denn ich will um ca. 20:00 Uhr los, um noch im halbwegs Hellen in Hildesheim am Verladeterminal anzukommen. Ich schaffe es tatsächlich so um 20 Uhr bei dem "DerkleineVampir" loszufahren. Perfektes Timing.

In Hildesheim muss ich etwas kreisen, um den Verladeterminal zu finden. Da war ich wohl an einer Kreuzung falsch abgebogen. An der Einfahrt zum Terminal, an einem modernen Schalterhäuschen werde ich, wie schon in München Ost nach meiner Fahrkarte gefragt. Wieder muss ich ein Exemplar unterschreiben, bevor ich die Verzurrgurte ausgehändigt bekomme. Im Wartebereich vor dem Verladen enferne ich mein Gepäck vom Motorrad und lege es auf den bekannten Bänken vor dem Warteraum ab.

Nachdem mein Motorrad pünktlich um 22:20 Uhr verladen ist, heisst es mit dem Gepäck zum Bahnsteig zu laufen. Wieder werden die Arme etwas länger.

Dann warten auf dem Bahnsteig und auf das Gepäck aufpassen. Dann eine Durchsage am Bahnsteig, die mitteilt, dass der Zug ca. 1 Stunde Verspätung hat. Och nö. Die geplante Abfahrt Hildesheim war um 23:59 Uhr, um ca. 01:00 Uhr geht es dann tatsächlich los.

Das Abteil in das ich dazu soll, ist bis auf meinen Platz belegt und die Reisenden schlafen alle. Der Mitarbeiter der Bahn hat ein Einsehen und "verpasst" mir ein anders Abteil. Er sagt nur noch zu den anderen Reisenden, die mir geöffnet haben: "Schlafen sie weiter". Nun eine 1er Belegung in einem anderen Abteil für mich. Stark. Für ne 4er Belegung bezahlt und ein ganzes Abteil für mich alleine. Das ist ja noch besser wie auf der Hinfahrt. Schnell das Bett gemacht und in die Waagrechte. Die Ohrenstöpsel sind wieder obligatorisch. Trotzdem finde ich keinen Schlaf. Ich glaube es liegt an dem Geschaukel in dem Waggon. Laut ist es eigentlich garnicht hier.

Montag, 21.5.2007

So gegen 07:00 Uhr werde ich durch eine Durchsage im Zug geweckt, oder besser gesagt, darauf aufmerksam gemacht aufzustehen. Geschlafen habe ich ja eh nicht. Wenig später kommt ein Mitarbeiter der Bahn und fragt mich nach meinen Wünschen zum Frühstück. Ich bekomme mit, das die Information zu meiner Einzelbelegung wohl nicht bei Schichtübergabe der Bahnmitarbeiter weitergegeben wurde. Dann kommt das Frühstück. Der Kaffee des Frühstückssnacks im Autozug schmeckt trotz Beigabe von Milch und Zucker auch hier grauslich. Hier gibt es heute früh kein zusätzliches Kaltgetränk.

Um München herrscht sehr warmes, sonniges Kaiserwetter.

Ankunft München Ost ist um 07:56 Uhr, so steht es im Fahrplan, der Zug ist halbwegs Pünktlich. Die Verspätung wurde fast vollständig aufgeholt.

Die Mitreisenden sind ungeduldig an Ihre Fahrzeuge zu kommen. Aber ob sie direkt vor Rampe stehen oder nicht, dadurch wird es auch nicht schneller gehen. Ich bleibe Gelassen im Hintergrund und warte ab. Es wird ein Werbeexemplar einer neuen Motorradzeitung verteilt. In der blättere ich rum, bis es dann los geht. Mein Motorrad steht ziemlich weit hinten in der Reihe der Autozug-Waggons. Hier springt mein Motorrad besser an als in Hildesheim und ich fahre erst mal langsam und vorsichtig vom Zug runter, um dann mein Gepäck wieder am Motorrad zu verzurren.

Ich fahre Nach dem Entladen direkt zur Arbeit ins Büro. Zum Glück hatte ich vor meiner Reise frische Bekleidung zum Wechseln im Büro deponiert. Die hab ich nun bitter nötig. Nach dem Umziehen im Büro erst mal ein Kaffee. Die Müdigkeit ist über den Tag hinweg auch mit Kaffee nicht mehr zu bekämpfen. Der Tag zieht sich wie Kaugummi. Endlich Feierabend so gegen 16:00 Uhr, mir reicht es ich will nach Hause, unter die Dusche und ins Bett. An der BAB-Abfahrt Weyarn verlasse ich die Autobahn und fahre noch ein kurzes Stück über eine meiner Hausstrecke nach Hause. Um etwa 18:00 Uhr bin ich zuhause. Abladen, Auspacken, Duschen, Schlafen.

Ein grandioses Wochenende. Meinen ausdrücklichen, besonderen Dank an die Organisatorin.



Treffen-Logo  vom 3. bis 5. August 2007 in der Eifel im Jugendhotel Bitburg in Bitburg

Prolog

Nach Abstimmung im FZR-Forum steht der Ort des Treffens in 2007 fest. Bitburg in der Eifel.

Meine Idee vom letzten Treffen eine Gruppe von Motorrädern gleichen Typs (3HE's) zu führen, nimmt langsam Gestalt an. Nur noch wenige Wochen vor dem Treffen sind erst 2 oder 3 Tourguides bekannt. Nun denn, dann melde ich mich bei den Organisatoren mal als Tourguide und Helferlein an. Meine Ausfahrt stelle ich unter das Motto:

"Nix für Knieakrobaten und Angststreifenvernichter"

Zielgruppe: Anfänger und Fortgeschrittene (Profis sind willkommen, sollten sich aber darauf einstellen, dass es nicht sooo zügig vorangeht.)

Gruppengröße: maximal 8 Fahrzeuge traue ich mir zu, zu führen.

Tourverlauf: Die Strecke ist ausschließlich per Karte erkundet, es kann also Überraschungen geben. Aber es gibt ja keine Probleme, sondern nur Herausforderungen.

Überraschungen: sind geplant, werden nicht verraten, da noch nicht klar ist, ob es realisierbar ist.

Anmeldung: gerne ab sofort bei mir, per PN oder E-Mail. Wer sich zuerst anmeldet ist dabei *grins* Nur der frühe Vogel fängt den Wurm.

Meine Einladung gilt als erstes mal den 3HE-Treibern. Mal sehen ob eine reinrassige 3HE-Gruppe zusammenkommt. Gibt zumindest ein tolles Gruppenfoddo. *lach* Dies bedeutet mitnichten, dass andere nicht auch herzlich willkommen sind !

Zu Beginn, nach Veröffentlichung dieser Ausschreibung, wird sich eher schleppend angemeldet. So, dass ich am zweifeln bin ob eine ordentliche Gruppe zusammen kommt.

Alsdann geht die Routenplanung los. Ein touristisches Highlight soll es auch geben. So suche ich im Internet nach interessanten Ausflugszielen, die sich vom üblichen, wie Burgen, Schlösser, Tierparks und Museen unterscheidet. Ich entscheide mich für die Kaffeerösterei Wilhelm Maassen in Monschau. Nach wenigen E-Mails ist eine Besichtigung vereinbart.

Nun steht schon ein Punkt der Route fest.

Den Rursee in der Nähe will ich vermeiden, denn dort ist am Wochenende "Land unter" wird von den Ortskundigen Mitgliedern im FZR-Forum berichtet.

Also besorge ich mir erst mal klassische Wanderkarten von der Region, um ganz altmodisch ein Kartenerkundung zu betreiben. Im nächste Schritt übertrage ich das dann in einen "elektrischen" Tourplaner und schicke den ersten Entwurf mal weiter zur Begutachtung. Aber erst der zweite Entwurf wird es dann. Diesen versende ich dann als erstes an die angemeldeten Tourmitfahrer/innen zusammen mit einem Roadbook.

Die Ausfahrt soll ja was für Anfänger und Fortgeschrittene werden. Was kann da noch getan werden ? Da fällt mir das Buch von Bernt Spiegel mal wieder in die Hände. Dazu noch sein Übungsbuch. Das ist es. Ich suche mir einige leichte Übungen raus, die auch im öffentlichen Straßenraum geübt werden können. Dazu auch noch sogenannte Memolabels.

Mitten in den Vorbereitungen der Schock. Das Getriebe an meinem Motorrad ist defekt. Der 2. Gang. Schlagartig verlagern sich alle Schwerpunkte. Nach viel Aufregung, Arbeit und Suchen ist auch dieses und weitere technische Probleme gelöst. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich überlege mir den Teilnehmern ein Erinnerungsstück geben zu wollen. Was wäre angemessen und praktisch ? Die Idee eines Aufklebers ist geboren. Sinnvoll wäre so was wie eine Startnummer, um jedem seinen Platz in der Gruppe sichtbar zuzuweisen, denn ich mach mir auch Gedanken um eine sinnvolle Startaufstellung. Aber nur ein Startnummernaufkleber finde ich langweilig. Nach einigen dutzend Entwürfen entscheide ich mich für Startnummern incl. Text und Logo (Beispiel) für jedes teilnehmende Fahrzeug. Als Logo wähle ich ganz bewusst einen alte FZR-Forums Grafik von Papa Jo, dem leider verstorbenen Gründer des FZR-Forums.

Mittlerweile füllt sich die Anmeldeliste. Die Fahrzeuge sind bunt zusammengewürfelt, was die ganze Angelegenheit durchaus noch reizvoller macht. Doch dann macht es "Schwupp" und die Gruppe ist am 2. Juli 2007 voll besetzt. Scheinbar ist doch deutlicher Bedarf an Touren im gemütlichen, sehr gemäßigten Tempo. Leider muss ich einige andere abweisen, da die Gruppe voll ist und ich nicht mehr Fahrzeuge anführen will. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

Nun die Suche nach einem Produzenten für diese Aufkleber. Das ca. halbe Dutzend an möglichen Produzenten, die ich anschreibe incl. der Tipps von anderen Forumsmitgliedern führt zu keinem Ergebnis. Sollte das nix werden ?

Erst durch Zufall erfahre ich von einem Motorradhändler bei Rosenheim von einer Druckerei mit der sie zusammenarbeiten. An einem freien Tag fahre ich dann hin und spreche mit der Chefin persönlich. Alles kein Problem, ich soll meine Entwürfe per Mail zuschicken. Gesagt, getan. Dann noch die Größe klären. Plötzlich die Information, dass Yamaha die Nutzung des Logos nicht wünscht. Also erst mal Stopp bei der Produktion und in einer Nacht- und Nebelaktion die Entwürfe überarbeitet. Aber dann klappt es doch noch und die Aufkleber könne abgeholt werden. Sogar auf Rechnung. Klasse.

Mittlerweile kennen alle ihre Position in der Startaufstellung, die hatte ich per Mail rumgeschickt. Kurz vorm Treffen doch noch eine Absage, aber da ist ein Nachrücker. Noch schnelle eine Nachricht hin geschickt. Ob er das noch lesen kann vorm Treffen ?

Dann ist es soweit. Meine Reiseutensilien werden nach und nach eingepackt in Tankrucksack und Hecktasche. Die Aufgabenzettel werden ausgedruckt, die Memolabels dazu und noch die Wegbeschreibung zur Kaffeerösterei. Alles zusammen wird in die Hecktasche gepackt.

Donnerstag, 2. August 2007

Ganz normal in der Frühe aufstehen und zur Arbeit fahren. Ein ganz normaler Arbeitstag mit dem üblichen Wahnsinn. Um 15 Uhr will ich gehen. Klappt aber nicht, wegen eines Gespräches mit Abteilungs- und Referatsleiter, das bis ca. 16 Uhr dauert. Mist !

Nun ist es nicht ganz so entspannt mit Abmarschbereitschaft herstellen zu hause. Zum Glück habe ich ja das meiste schon eingepackt. Ich erreiche meinen Zug nach Rosenheim und beginne nachdem ich zuhause bin, sofort damit das Motorrad zu beladen.

Noch regnet es nicht, aber die im Wetterbericht angekündigten Regenfälle kündigen sich am Himmel über Rosenheim mehr als deutlich an. Kaum ist mein kleines Lasteselchen beladen, beginnt es zu regnen. Erst als leichter Landregen, der wird stetig stärker.

Also doch in die Regenkombi. Neiiiin.

Ein wenig Umpacken, damit ich am Ostbahnhof in München die nassen Sachen unterbringen kann. Gegen 19:15 Uhr geht es dann im strömenden Regen los. Es regnet bis München ohne Unterbrechung. Zwischen Irschenberg und Hofoldinger Forst bin ich am überlegen, ob ich besser anhalte, da es so stark regnet. Aber ich fahre weiter.

Angekommen am Ostbahnhof hört es auf zu regnen und der Himmel klart auf. Womit habe ich das verdient ?

Das Motorrad stelle ich unter ein Dach und ziehe erst mal die Regenklamotten aus, schüttle sie aus und verpacke sie in meinen Tankrucksack. Dann das Gepäck vom Motorrad abladen und auf den Beginn der Verladezeit 20:50 Uhr warten.

Dann geht alles ganz schnell. Ich fahre das Motorrad auf den Waggon und bitte die Mitarbeiter der Bahn auf mein Schätzchen gut aufzupassen. Anschließend das Gepäck schnappen und zu dem Bahnsteig, an dem der Zug abfahren soll, laufen.

Der Zug kommt mit kleiner Verspätung an und ich steige ein und suche mir mein Abteil mit meinem Platz. Gerade betrete ich das Abteil und stelle erstmal das Gepäck ab, werde ich von einer Dame von hinten angeblafft "Das sind unsere Plätze". Geht es noch, denke ich mir. Kurz angebunden meine ich nur "Moment" und verstaue erst mal in aller Ruhe mein Gepäck und Ausrüstung nach oben. Ich verziehe mich in meine Koje und lasse die drei Personen einfach machen, was sie wollen. Kein Bock auf Konflikt oder Diskussion.

Die Abfahrt des Zuges erfolgt dann aber pünktlich um 22:05 Uhr. Dann noch Fahrkartenkontrolle und die Frage nach dem Frühstücksgetränk. Dann nur noch meine Stöpsel ins Ohr und lasst mich alle in Ruhe.

Freitag, 3. August 2007

Die geplante Ankunft in Troisdorf ist 5:39 Uhr. Zuvor wird durch das Zugpersonal geweckt. Ich habe tatsächlich etwas schlafen können. Ich zwänge mich im Liegen in die Lederhose der Kombi, steige aus dem Bett, ziehe meine Motorradstiefel an und tapse mal zu Toilette.

Auf dem Gang spreche ich den Mitarbeiter der Bahn an, der für das Frühstück zuständig ist, ob er ein Plätzchen für mich zum Frühstücken hat, damit ich die anderen Reisenden in dem Abteil nicht störe, denn die steigen erst später aus. Das klappt und ich habe plötzlich ein ganzes Abteil zum Frühstücken für mich alleine. Meine Kram ziehe ich auch gleich mit um. Frühstück. Naja. Schwarzes, aromatisches Heissgetränk, ein Brötchen, ein Crossaint aus der Tüte und noch etwas Zubehör.

Der Zug verspätet sich, so geniesse ich die Aussicht auf den Rhein, denn die Eisenbahn fährt ein ganze Weile am Ufer des Rheins entlang. So um 6 Uhr kommen wir in Troisdorf an. Es geht alles recht zügig.

Wie üblich, muß ich mit meinem Gepäck quer über den Bahnhof zum Entladepunkt. Ein kleines, überschaubares Terminal. Dort angekommen, parke ich meine Utensilien erst mal in dem Aufenthaltsraum. Dann warten auf die Waggons mit den Fahrzeugen. Christof schicke ich eine SMS, ich komme doch nicht nach Köln rein, sondern fahre gleich nach Bitburg und ich werde ihn um ca. 13 Uhr dann anrufen, um alles weitere zu verabreden. Nach einer Weile wird der Waggon von einer Rangierlok zum Entladepunkt geschoben.

Ja, genau ein Waggon ! Dann geht es wieder ganz schnell. Mein Motorrad ist das einzige zum Entladen hier in Troisdorf. Ich fahre die 100 bis 200 Meter bis zu dem Aufenthaltsraum, um dort dann in aller Ruhe meinen Tankrucksack und die Hecktasche wieder am Motorrad zu befestigen. Auch meine Regenklamotten verpacke ich nun ordentlicher, obwohl diese zum Teil noch feucht sind. Das werde ich im Hotel wohl nochmal auspacken und zum trocknen aufhängen müssen.

Das Wetter ist gut. Trocken. Die Sonne scheint. Blauer Himmel mit wenig Wolken. Den Helm rüste ich nun um auf dunkles Visier. Noch einen kleinen Schwatz mit dem Lademeister. Er sagt mir noch, wo die nächste Tankstelle zu finden ist, denn ich brauche Kraftstoff für mein kleines Lasteselchen. Das Navigationsgerät noch angeschlossen und als Ziel die Hoteladresse eingegeben. Und dann geht es los nach Bitburg.

Auf der Tankstelle volltanken. Nach dem Bezahlen noch den Luftdruck kontrollieren. Fast falle ich mit dem Motorrad um. Aber Glück gehabt. Ich kann sie halten. Dann zum Luftdruck prüfen rollen. Auch hier lasse ich bloß keine Hektik aufkommen. Es gibt hier 2 Luftdruckprüfgeräte, ein geeichtes und ein nicht geeichtes. Egal, denke ich. Aber nach Kontrolle mit dem Geeichten ist eine Differenz von einigen 0,1 bar festzustellen. Also noch eine Korrektur.

Dann geht es endlich richtig los nach Bitburg. Ich verlasse mich ganz auf das Navigationsgerät. Die Fahrt über die Autobahn klappt problemlos.

Es ist ganz schön frisch am Morgen. Ich suche mir einen Rastplatz, um meine Textiljacke drüber zu ziehen zu können. Das ist viel angenehmer beim Weiterfahren. In der Sonne ist es beim Stehen zwar warm, aber beim Fahren kommt feuchte und kühle Luft dann doch nicht so durch.

So ca. 30 bis 40 km vor Bitburg dann eine Umleitung. Die A 60 ist gesperrt. Die Umleitung weist in eine andere Richtung als die Bundesstrasse in Richtung Bitburg. Ich drehe um und ignoriere das Navigationsgerät. Ein wenig weiter in einem Dorf halte ich an einer Bushaltestelle an und programmiere das Navigationsgerät um auf "Autobahnen vermeiden". So wirklich gut ist diese Navigation nicht. Ich folge einfach der Beschilderung Richtung Bitburg an der Strasse.

Welch ein Glück die A60 nicht zu nutzen. Die ca. 30 km bis Bitburg stellen sich als schöne, kurvenreiche Strecke heraus. Kurz vor Bitburg dann immer öfter der Blick auf das Navigationsgerät. Schön langsam um die Abbiegungen und Abzweigungen nicht zu verpassen. Das Hotel ist auf der alten Air-Base der Amerikaner. Noch kein einziges Motorrad auf dem Parkplatz, als ich so gegen 10 Uhr dort ankomme.

Ganz alleine aufm Parkplatz.

Ganz alleine aufm Parkplatz.
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Einchecken. An der Rezeption gibt es nur eine Liste mit den Nicknames aus dem FZR-Forum. Name, Zimmernummer und Schlüssel für mich sind schnell gefunden. Ich ratsche noch ein ganz Weile mit der Dame an der Rezeption. Dann Abladen und Zimmer beziehen. Die Regenklamotten und die immer noch nassen Handschuhe wieder auspacken und zum Trocknen aufhängen oder über die Heizung legen.

So gegen 11 Uhr die nächsten Ankömmlinge. Wie von der Dame an der Rezeption angedeutet ist es die Organisatorin Pitti, ihr Mann und noch ein Treffenteilnehmer aus Luxemburg.

Ich wackle mit Badelatschen nach unten, denn ich bin in der zweiten Etage untergebracht. Begrüssung und Vorstellung, da wir uns persönlich noch nicht kennen. Wir ratschen und ratschen.

Nicht mehr ganz so alleine aufm Parkplatz.

Nicht mehr ganz so alleine aufm Parkplatz.
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Zwischendurch telefoniere ich mit Christof. Wir verabreden uns um 14 Uhr in Monschau bei der Kaffeerösterei. Ich muss mich kurz fassen, denn der Akku von meinem Handy ist fast leer. Leider hatte ich vergessen diesen aufzuladen.

Pitti bekommt Hunger, so beschließen wir gemeinsam etwas essen zu gehen. Zu Fuß. Noch Umziehen. Ich ziehe nur noch festes Schuhwerk an. Dann laufen wir durch die weitläufige, ehemalige US-Einrichtung. Die Gebäude sind größtenteils für eine zivile Nutzung umgebaut. Ganz sicher auch mit unseren Steuergeldern. Einige der Unternehmen sind mittlerweile schon wieder Pleite. Leere Fenster sind oft zu entdecken.

Uns kommt ein Motorrad entgegen und braust an uns vorbei. Ich winke hinterher, aber der Brisch sieht mich nicht in seinen Rückspiegeln. Erst als er zurückkommt, da er den Weg zum Hotel nicht findet, hält er an, nachdem ich noch einmal gewunken habe. Ich erkläre ihm kurz den Weg zum Hotel.

Wir spazieren immer weiter und kommen an einer Art Open-Air-Museum militärischer Ausrüstung des ehemaligen Ostblocks vorbei. Ausgestellt ist eine Drohne, mehrere Rad- und Kettenfahrzeuge und einige Geschütze. Fahrbereit scheinen diese nicht mehr zu sein. Wir laufen weiter, um endlich zu einer Imbissbude zu gelangen die Pitti und ihr Mann wohl kennen.

Dort angekommen "Betriebsferien". Schade. Also nix zu essen.

Wir spazieren weiter durch diese riesige Anlage. An vielen Gebäuden ist noch die Originalbeschriftung der US Air Force vorhanden. Auch eine Art von Kulturgut meine ich.

Wir laufen immer weiter und weiter, aber jedes Lokal oder Imbissbude, die wir antreffen ist geschlossen.

Zu guter letzt, doch noch ein Restaurant, das offen hat. Es ist im Gebäude der ehemaligen Officers Mess untergebracht. Jeder von uns nimmt ein Schnitzel zu sich. In unterschiedlicher Ausführung. Das ganze verläuft unkompliziert und zügig. Mein Schnitzel ist lecker. Nach den Essen bezahlen wir und wandern zurück zum Hotel. Der Rückweg ist wesentlich kürzer.

Am Hotel angekommen stellen wir fest, dass noch nicht allzu viele Teilnehmer angekommen sind.

Es werden immer mehr...

Es werden immer mehr...
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Der eingeladene oder bestellte Leistungsprüfstand ist schon da und wartet scheinbar darauf, das sich ein Kümmerer findet. Pitti und ihr Mann nehmen das in die Hand. Nach wenigen Minuten ist der einigermaßen waagrechte Aufstellort festgelegt und eine Stromversorgung sichergestellt. Die beiden Herren beginnen mit dem Aufbau des Prüfstandes. Das ist dann in etwa einer dreiviertel Stunde erledigt.

Zu Beginn ist der Zuspruch eher gering, aber mit zunehmender Anzahl an Ankömmlingen wird das Angebot von 15 EUR pro Fahrzeugmessung immer mehr in Anspruch genommen. Es bilden sich sogar kurze Schlangen vor dem Prüfstand.

Der Highscore wird bei 136PS durch Hai-raider-38 gesetzt. Ob der später noch geknackt wird, bekomme ich nicht mit.

Das Motorrad von Hai-raider-38 - der High-Scorer.

Das Motorrad von Hai-raider-38 - der High-Scorer.
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Eigentlich wollte ich ja auch mein Motorrad messen lassen. Aber der Motor ist eisekalt und ich mag nicht mehr fahren um ihn auf Betriebstemperatur zu bringen. Ein Warmlaufen im Standgas halte ich nicht für angemessen. Außerdem gefällt es mit ncht den Motor bis in den Drehzahlbegrenzer zu jagen. Ich bin froh dass er läuft und keine Macken hat und traue mich halt einfach nicht.

Nach und nach wird der Parkplatz ums Hotel immer voller und die angemeldete Teilnehmerzahl von 114 wird wohl bei Anbruch der Dunkelheit erreicht sein.

So um 19:30 Uhr beginnt das Abendessen. Chili con Carne und Gulaschsuppe ist im Angebot. Die Theke mit Ausschank ist besetzt und die ersten 50 Liter Freibier sind so schnell alle, dass ich um ca 21 Uhr nix mehr davon bekomme.

Zuvor aber noch die geplante Fahrerbesprechung für die Tour am Samstag mit meiner Gruppe. Die war für 20 Uhr geplant. Es sind irgendwie nicht alle da. Also dann halt erst um 20:30 Uhr. Ich trommle alle zusammen zur Bank vor dem Eingang des Hotels.

Ich erkläre den Tausch eines Teilnehmers und skizziere das Progamm für den Samstag. Besichtigung der Kafferösterei in Monschau und Übungen von Bernt Spiegel auf der Strecke. Die vorbereiteten Unterlagen sind von mir schnell verteilt. In Monschau werden wir uns mit einem weiteren Mitfahrer treffen. Nach einer guten halben Stunden ist alles gesagt und es bestehen keine Fragen mehr. Wir vereinbaren uns am Samstag um 10:30 Uhr wieder hier für die Abfahrt zu treffen.

Wir tauchen ein, in das abendliche Benzingequatsche, begrüssen alter Freunde und Kennenlernen neuer Gesichter und Menschen.

Nun gönne ich mir das erste Bier. Ein "Bitburger". Mehr traue ich mich nicht, da ich Medikamente genommen habe und morgen als Tourguide fit sein will und muß.

Später am Abend versuche ich doch noch ein weiteres Bier zu bekommen. Leider ist die junge Frau hinter dem Tresen überfordert und nimmt mich einfach nicht war. Na, dann eben nicht. Ich gehe zeitig ins Bett, denn ich bin müde und nicht so gut drauf. So um 23 Uhr liege ich im Bett. Noch das Handy als Wecker auf 7 Uhr gestellt. Licht aus und Ruhe im Schiff.

Samstag, 4. August 2007

Das Handy fungiert als Wecker und weckt mich um 7 Uhr. In aller Ruhe Morgentoilette, denn erst ab 8 Uhr soll es Frühstück geben. Anschließend den fertig gepackten Tankrucksack wieder aufs Motorrad schnallen und die Verkabelung für das Navigationsgerät vorbereiten. Dann zum Frühstück. Ein schlichtes, aber völlig ausreichendes Frühstück. Nur der Kaffee. Grauslich finde ich. Auf eine zweite Tasse verzichte ich und steige um auf Milch. Und zwischendurch immer wieder Gespräche unter Motorradfahrern. Gestern Abend habe ich ganz viele neue Gesichter und Persönlichkeiten zu den Nicknames aus dem FZR-Forum kennen gelernt. Im wirklichen Leben sind diese Persönlichkeiten anders.

Um 10 Uhr ist es schon ganz schön warm in der Sonne und ich denke mir, dass ich auf die Textiljacke als Überziehjacke verzichten kann. In der Früh war es empfindlich frisch. Nun brennt vielmehr die Sonne schon heftig. Mein Motorrad stelle ich ein wenig abseits in den Schatten, auch um den Tourteilnehmern die Möglichkeit zu geben sich ungestört in die "Startaufstellung" begeben zu können. Zuvor finden sich noch unsere holländischen Freunde im Schatten ein. Ein wenig wird geblödelt. Sie sind wohl in einer Gruppe mit 15 Fahrzeugen unterwegs. Viel zu viel, wie ich finde. Da könnte man 3 Gruppen daraus machen.

Pünktlich um 10:30 fahren wir alle los. Zuvor noch ein paar Kleinigkeiten absprechen, die ich gestern Abend vergessen habe. Ein Zigarettennpausenwächter. Wer macht Fotos ? Rolands Sohn bitte ich das Eintrittsgeld für die Kaffeerösterei einzusammeln.

Die Startnummer 601.

Die Startnummer 601.
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Nun erst mal alle zum Tanken. Immer rechts halten, dann käme ein Kreisel mit einer Tankstelle. Ich fahre und fahre, aber eine Tankstelle kommt nicht. Ich hoffe auf eine größere Ortschaft mit Tankstelle, aber nix dergleichen kommt.

Die Strecke ist nett und kurvig bisher. Lediglich der Straßenbelag ist schlecht. Aber wer auf schlechten Straßen gut fahren kann, kann es erst recht auf Guten.

In einem kleinen Ort halte ich an, um mich nach dem Befinden der Gruppe zu erkundigen und um nach Tankmöglichkeiten zu fragen. Thomas hat das schneller getan, als ich fragen kann. Wir haben Glück, denn nur wenige 100 Meter weiter ist eine kleine Tankstelle. Alle Tanken voll. Dann noch eine kurze Pause. Natürlich neben der Tankstelle. Ich kontrolliere noch den Luftdruck in meinen Reifen.

Eine Pause mit der Gruppe auf irgend einem Parkplatz an der Strecke.

Eine Pause mit der Gruppe auf irgend einem Parkplatz an der Strecke. Bild von Pitti
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Dann geht es weiter, immer der Strecke auf dem Navigationsgerät folgend. Bei einer weiteren Pause ändere ich die Navigation auf "schnellste Strecke" nach Monschau, da die Zeit schon etwas fortgeschritten ist und wir pünktlich bei der Kaffeerösterei sein wollen. Am Ortseingang von Monschau eine "Überraschungskurve". Aber nix passiert.

Nun einen Parkplatz suchen. Wir finden einen kleinen, versteckt liegenden Parkplatz an einem Bach. Dort stellen wir unser Fahrzeuge ab. Leider ein kostenpflichtiger Parkplatz. Also ein Ticket ziehen.

Dann laufen wir mit Teilen unserer Ausrüstung, Helmen und Tankrücksäcken durch das ansehnliche, malerische Städtchen. Der erste Eindruck, abseits der Touristenströme, ist beschaulich schön. Doch dann holt uns auf dem weiteren Weg zur Kaffeerösterei der Touristenkommerz ein. Noch ein wenig Suchen und Fragen, dann stehen wir etwa 30 Minuten zu früh vor der Tür der Kaffeerösterei.

Der Inhaber ist noch nicht da, so beschließen wir noch ein Eis zu essen. Auf Tasche. In der Nähe ist eine Freitreppe, auf der lassen wir uns nieder. Zuvor noch eine merkwürdige Begegnung mit einer gewerbetreibenden Dame aus der Textilbranche von gegenüber der Kaffeerösterei. Sie besteht darauf, dass wir nicht vor ihrem Laden und ihren Auslagen stehen bleiben. Wieder mal sind Motorradfahrer Menschen zweiter Klasse. Ich möchte wetten, wenn wir alle Businessklamotten angehabt hätten, wäre die Reaktion dieser Dame eine andere gewesen.

Während wir unser Eis essen, ich hatte verzichtet, kommt der Christof vorbei. Ich rufe ihn und stelle ihn der Gruppe kurz vor und umgekehrt. Schon ist die halbe Stunde rum und wir betreten die Kaffeerösterei Wilhelm Maassen für den Vortrag mit Verkostung. Nach kurzer Begrüßung durch den Inhaber, erzählt er uns anschaulich Fakten zu Kaffee, dem Rösten, etwas über die Sorten und Herkunftsländer und auch über die industrielle Verarbeitung.

Als es zum Verkosten geht, falle ich auf, da ich stilecht den Kaffee von einen Löffel schlürfe. Der Inhaber bemerkt das sofort und ich gestehe, einschlägig vorbelastet zu sein. Für meinen Geschmack ist der verkostete Kaffee geschmacklich flach. Der Kaffeespiegel ist ohne jegliche Crema. Ach ja, Süßigkeiten gibt es auch noch dazu.

Nach einer halben oder dreiviertel Stunde ist die Veranstaltung vorbei und wir ziehen weiter. Nun noch klären wie wir den Christof einsammeln. Thomas mein ganz einfach, da und da. Klar als Ortskundiger total einfach. Aber ich kenne das Terrain nicht. Mit ein klein wenig hin und her ist auch das geklärt und Thomas fährt bis zum verabredeten Kreisel voraus.

Der Weg zieht sich. Ich zweifele schon langsam daran, das wir den Christof noch finden. Aber dann taucht der besagte Kreisel und Christof auf. Ich setzte mich wieder an die Spitze und Christof reiht sich in die Gruppe ein.

Das Navigationsgerät ist hier leider nicht erste Wahl. Irgendwie werden die Durchlaufpunkte nicht abgearbeitet und als besucht gekennzeichnet. So "schalte" ich um auf die Papierlösung.

Als nächstes soll es zu einem Motorradtreff gehen, um was zu essen. Der Weg sei einfach zu finden, meinen die Ortskundigen, bloß steht der Weg nicht auf meinem Roadbook und so einen "einfach zu finden"-Weg hatte ich schon mal. Ich fahre und fahre, plötzlich ist die Gruppe weg. Ich drehe um, lege mich fast hin und finde sie alle friedlich zusammen. Was ein Glück, hatte ich schon Schlimmes befürchtet.

Die Ortskundigen meinen etwas süffisant, das ich kurz vor Aachen sei und das Lokal in der anderen Richtung. Wieder habe ich die Wegbeschreibung der Ortskundigen nicht verstanden. Christof erbarmt sich meiner und übernimmt die Spitze bis zu dem Lokal, das ja ein Motorradfahrertreff ist. In dessen unmittelbarer Umgebung soll es häufig zu Geschwindigkeitskontrollen kommen. Später wird der Wirt dies auch noch bestätigen.

Nach einigen Kilometern gelangen wir dort hin. Große Pause ist angesagt. Einige Essen etwas. Ich trinke nur was, denn die Hitze heute ist schon heftig. Das Glück mit dem Wetter bleibt uns hold. Hatte ich doch nach der Regenfahrt zum Autozug am Donnerstag schlimmstes befürchtet.

Nach der Pause übernehme ich wieder die Spitze nach meinem Roadbook. Zuvor hatte ich noch mal die Karte studiert. Mit Papier klappt es besser als mit dem Navigationsgerät finde ich. Aber wie es der Teufel so will. Umleitung. Sch... Meine Verzweiflung ist groß. Hin und her führt der Weg durch die Eifel. Wo geht es wohl zurück nach Bitburg ?

Allmählich wird es spät und die Sonne steht schon teilweise so tief, dass sie schon sehr blendet. Doch dann, zum Glück ein Ortsname, der wieder auf meinem Roadbook steht. Also weiter in dieser Richtung. Bei einer Zigarettenpause beschließen wir den kürzesten Weg nach Bitburg zu wählen. Alle sind damit einverstanden, soweit ich das mitbekomme.

Auf dem Rückweg ein Schild mit dem Hinweis "Nebenstrecke" nach Bitburg. Das ist der kürzeste Weg. Also da lang. Das ist, so stellt sich heraus, genau die Strecke die ich ausgearbeitet hatte. Schöne Kurven. Die eine oder andere Kombination gönne ich mir dann schon etwas flotter, um anschließend die Gruppe wieder aufschließen zu lassen. Das klappt prima und niemand scheint sich daran zu stören.

So um 19:30 oder 20 Uhr sind wir zurück in Bitburg am Hotel. Aber leider nicht ohne mich noch einmal verfahren zu haben. Ich nehme eine Ausfahrt zu früh von der Schnellstraße kurz vor dem Hotel. So ein Ärger. Wo ich doch schon fast gebetet habe, die richtige Ausfahrt zu erwischen. Auf dem Parkplatz vor dem Hotel noch ein paar Abschlußworte. Dann löst sich die Gruppe auf und das Abendprogramm beginnt.

Für Christof jetzt noch eine Übernachtungsmöglichkeit klären. Mit DerkleineVampir ist das schnell geklärt. Christof bekommt auch noch den Schlüsselanhänger. Und ich statte ihn noch mit einem Forumsaufkleber aus. Und noch ein neues Mitglied im FZR-Forum.

Der Schlüsselanhänger für alle Teilnehmer.

Der Schlüsselanhänger für alle Teilnehmer.

Der Abend verläuft gemütlich bei gegrilltem Fleisch, Bier, anderen geistigen Getränken und vielen Plaudereien mit alten und neuen Gesichtern. Dann der Höhepunkt des Abends. Snork und die Band. Live und Open-Air.

Zuvor, noch im Hellen, das Gruppenfoto durch den Fotomichel, einer unserer Freunde aus den Niederlanden.

Die Sonne geht wenig später mit einem Bilderbuchsonnenuntergang unter. Später im Dunklen dann auch noch Feuerwerk, Uwe-Heinrich hatte da was mitgebracht.

So um halb Zwei gehen Christof und ich zu schlafen. Es reicht uns.

Außerdem sind diese kleinen Biergläser lästig. Ob ich zum nächsten Treffen mal eine bayrische Maß mitbringe ? Noch den Wecker gestellt und Licht aus, Ruhe im Schiff.

Auch in dieser Nacht werde ich nicht durch irgendwelchen Lärm geweckt. Keine Burn-Outs oder dergleichen. Fein.

Sonntag, 5. August 2007

Wecken halb Acht. Körperpflege. Erstes Einpacken meiner Habseligkeiten. Frühstücken. Der Kaffee ist immer noch grauslich. Dann mit Christof einen Rundgang durch unser "Museum" mit alten und nicht ganz so alten Motorrädern.

Weniger optisch gepflegte alte Motorräder.

Weniger optisch gepflegte alte Motorräder.
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Und welche wie gerade aus dem Ei gepellt.

Und welche wie gerade aus dem Ei gepellt.
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So nach und nach verabschieden sich die Teilnehmer und machen sich auf den Heimweg. Dieser ist mal Länger, z.B. Benzin fährt bis nach Österreich oder auch kürzer.

Auch die Versorgungsfahrzeuge machen sich auf den Heimweg. Als solche gut an der entsprechenden Kennzeichnung erkennbar. Die Mädels fahren die Dose und die Jungs rollern mit dem Motorrad nach Hause. Was für eine Arbeitsteilung.

Eine klare Kennzeichnung.

Eine klare Kennzeichnung.
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Ich habe ganz viel Zeit, denn die Fahrzeugverladung in Troisdorf beginnt erst so gegen 22 Uhr. So gegen 12 Uhr fahren Christof und ich dann erst mal Richtung Simmerath. Wir sind mit die letzten die das Hotel verlassen. Christof fährt voraus und ich hinterher. Durchaus nette Strecken mit interessanten Kurven.

Beim Herausbeschleunigen aus den Kurven merke ich deutlich das andere Drehmoment des Zweizylinders von Christof. Nur beim Anbremsen der Kurven habe ich wohl die besseren Nerven. Dann erstmal Tanken in Simmerath. Angekommen auf den Hof bei Christof lade ich die Hecktasche ab und ziehe normale Klamotten an. Auch heute ist es wieder sehr warm.

Dann noch die postalische Adresse des Verladeterminals herausfinden und in das Navigationsgerät eingeben, für die Fahrt zurück nach Troisdorf.

Nachdem alles erledigt ist, gehen wir zu Fuß ins Sädtchen. Ich brauche noch etwas Bargeld und was essen wollen wir auch noch.

Zurück bei Christof habe ich noch rechlich Zeit. Wir ziehen uns im Wohzimmer eine DVD rein. Mein Plan ist um 19:30 Uhr in Richtung Troisdorf zu starten.

Nach Ende des Film ziehe ich mich wieder um in die Lederkombi und starte so gegen 19:15 Uhr. Feinstes Kurvengeläuf, aber Geschwindigkeitsbegrenzungen 50 oder 70km/h mit Überholverbot. So komme ich kaum von Fleck.

Dann schon wieder eine Umleitung und das Navigationsgerät schafft es nicht ein neue Strecke zu finden. ich fahre und fahre, werde immer nervöser, da die Uhr tickt und meine Zeitreserve langsam, aber sicher schmilzt.

Dann nach einigen dutzend Kilometern passt es wieder und ich werde bis zum Strassenbeginn des Verladeterminals gelotst.

Wenn ich hier noch nie gewesen wäre, hätte ich das Terminal ab Autobahnabfahrt nicht gefunden. Keine Ausschilderung. Das ist denkbar schlecht. Erst unmittelbar vor dem Terminal, quasi an der Einfahrt, ein Hinweisschild.

Ich bin immer noch reichlich früh und das erste von drei Motorrädern die hier und heute verladen werden sollen. Aber ich habe mein Ziel erreicht noch im Hellen hier anzukommen. Also zuerst das Gepäck abladen und in den Aufenthaltsraum stellen. Anschließend das Motorrad in die Nähe der Verladerampe abstellen.

Beim Aufenthaltsraum schleicht eine Katze herum. Das Tierchen weiß nicht so recht, soll ich mich krabbeln lassen oder traue ich mich besser doch nicht. Das Tier ist gepflegt und trägt ein Halsband. Ich kümmere mich dann wieder um meinen Kram und die Katze geht auf Pirsch auf dem Bahnhofsgelände.

Pünktlich wird verladen. Dann wie immer mit dem Gepäck auf den Bahnsteg und auf den Zug warten. Die beiden anderen Motorradfahrer, ein Pärchen und ich unterhalten uns, bis der Zug kommt. Ein Mitarbeiter der Bahn berichtet, dass dies das letzte Jahr für diesen Verladebahnhof sei. Es würde sich nicht rechnen, sagt die Bahn. Er berichtet weiter, dass die Züge hier immer ausgebucht seien. Das soll einer noch verstehen.

Dann geht alles wieder Schlag auf Schlag, der Zug kommt, ich steige in den richtigen Waggon ein und komme zu dem Abteil in dem ich untergebracht bin. Wieder mit Mitreisenden die nicht mit dem Motorrad unterwegs sind. Aber die drei alten Damen sind nett und ich halt ein wenig hilfsbereit. Eine der Damen ist eine Ordensschwester. So entsteht eine entspannte Atmosphäre.

Ich übernehme eine von den oberen Liegen und überlassen den Damen die unteren. Meine Ausrüstung stelle ich auf die Abstellmöglichkeit über der Abteiltür und schon ist unten am Boden Platz. Nachdem ich alles verstaut habe, ist auch auf der Rückfahrt schnell das Licht aus und Ruhe im Schiff.

Montag, 6. August 2007

Fast nehme ich den Weckruf des Zugpersonales nicht wahr, so gut habe ich dann doch geschlafen. Gewöhne ich mich etwa an das Auto- bzw. Nachtzugreisen ?

Ich bereite meine Ausrüstung so vor, dass ich diese schnell aufnehmen kann. Die Leiter zum Aufsteigen in die oberen Kojen wird durch mich verstaut und statt dieser befestige ich den den Tisch fürs Abteil. Dann warten wir gemeinsam aufs Frühstück.

Der Blick aus dem Fenster läßt mich nicht herausfinden wo der Zug gerade ist. Die Damen und ich plaudern ein wenig und warten. Ohne Vorwarnung fahren wir in den Ostbahnhof ein. Kein Frühstück ! Scheinbar ist unser Waggon vergessen worden.

Nun sind wir im Bahnhof. Jetzt brauche ich auch kein Frühstück mehr. Zuhause gibt es das in besserer Qualität. Die Bahn versucht Schadensbegrenzung und verteilt noch auf dem Bahnsteig Kaffee und die Frühstückspäckchen. Danke. Nein, ich will nachhause.

Ich gehe mit meinem Gepäck auf das Terminal und warte auf das Entladen der Waggons. Das Pärchen treffe ich auch wieder, welches zusammen mit mir in Troisdorf zugestiegen ist.

Es sind sehr viele Reisende da, die auf das Entladen warten, dabei sehr viele Motorradfahrer. Bevor es los geht, wie immer das übliche Bild von Neugierigen am Entladepunkt. Als ob es dadurch schneller ginge.

Aber dann. Die Waggons stehen bereit. Es geht los. Die ersten Autos rollen. Mein Motorrad steht im allerletzten Waggon. Ganz hinten. Das heisst erneut warten bis alle vor mir am rollen sind. Das ganze verzögert sich, da einige Fahrzeugführer nicht anwesend sind. Dann erscheinen sie aber. Im Laufschritt.

Motor an und sehr vorsichtig durch die Waggons vom Zug rollen. Weiter vorsichtig durch die herumstehenden Menschen und Fahrzeuge zu meinem Gepäck. Da hat sich ein Motorrad genau vor meinem Kram gestellt. Nicht ärgern, nur wundern über soviel Gedankenlosigkeit.

In aller Ruhe befestige ich Tankrucksack und Hecktasche. Mein Textiljacke krame ich hervor, denn es ist reichlich frisch am Morgen. Nachdem wieder alles sicher verstaut und verzurrt ist mache ich mich auf den Heimweg. Noch kurz von den beiden mitreisenden Motorradfahrern verabschieden und schon rolle ich gen Heimat.

Die Autobahn nervt, so fahre ich in Weyarn von der Autobahn runter um über Land , über einen Teil meiner Hausstrecke nach Hause zu fahren. Die Luft ist herrlich an diesem Morgen im Voralpenland.

In Bad Feilnbach halte ich bei einer Metzgerei, um mir eine Brotzeit zu holen. Der Laden ist wohl gerade erst geöffnet worden, denn die Dame hinter der Theke ist noch damit beschäftigt die Auslagen vorzubereiten. 2 Leberkäsemmeln mit scharfem Senf und 2 Körnersemmeln.

Vor der Tür in der Sonne verspeise ich die beiden Leberkäsemmeln und geniesse die Aussicht in das Voralpenland.

Die wenigen Kilometer nach Hause sind schnell zurückgelegt, ich rolle auf den Hof. Wieder zuhause. Abladen, auspacken, ausruhen, trinken, kleine Durchsicht am Motorrad, putzen. Und dann ist dieser Tag auch um und das 7. FZR-Forums Treffen auch für mich zu Ende.

Ein wirklich schöne Veranstaltung in Bitburg.



Sonntag, 19. August 2007 - Ins Berchtesgadener Land

Treffen um 11 Uhr in Holzkirchen Ortsmitte an der Kirche - Pünklich rollen Sonyman1976, BigKing und "robert" auf den Parkplatz - 30 Minuten Warten ob Andal noch kommt - Fehlanzeige - Dann los - Miesbach - Parsberg - Leitzachtal (meine Hausstrecke) - Bayrischzell - Thierseetal (noch eine von meinen Hausstrecken)- über den Ursrpungspass - Landl - in Kufstein tanken und erste kleine Pause mit Bikerfrühstück für Sonyman1976 und BigKing.

Park Ferme. Pause in Kufstein.

Park Ferme. Pause in Kufstein.
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Weiter am Walchsee entlang - hier geht es nur schleppend voran - Stau in Kössen wegen eines Fahrradrennens - Umleitung in Kössen über die B 307 nach Schleching - sehr interessante Strecke, die ist gemerkt - Marquartstein - B 305 - Unterwössen - Oberwössen - durch Reit im Winkl - weiter auf der B 305 - vorbei am Weitsee, Mittersee und Lödensee - dann die übersichtliche langgezogene Linkskurve bei Ramsler - immer weiter lässt sich das das Gas aufziehen - die Bewölkung nimmt zu - und dann die bei bei Schmelz noch - dann nach Inzell zum Forsthaus Adlgaß - der Weg geht durch den Wald - in einigen Kurven liegt Dreck auf der Strasse - es geht parallel zum Grossweitbach zur alten Försterei - Kaffee und Kuchen - in Sicht der Gamskogel (1751 Meter) und der Zwiesel (1782 Meter) - die Gipfel sind in Wolken - ein Hund versucht einen langen Stock durch den Zaundurchgang hindurch zu ziehen, aber das klappt nicht, da der Stock viel zu lang ist. Die Besucher schauen zu. Grosses Kino. Dann doch geschafft, aber nur weil der Stock durchbricht. Erst das eine Stück Beute in Sicherheit bringen und dann auch noch den Rest holen - die weiter zunehmende Bewölkung läßt nichts Gutes erahnen.

Wolkenverhangene Gipfel am Adlgaß.

Wolkenverhangene Gipfel am Adlgaß. Bild von Sonyman1976

Der Hund und der zu lange Stock.

Der Hund und der zu lange Stock. Bild von Sonyman1976

Aufbruch, etwas hastig - besser über die Autobahn zurück - es fängt an zu tröpfeln - auf der Autobahn steigert es sich zu kräftigen Gewitterregen - unter einer Autobahnbrücke bei Grassau anhalten - Ich ziehe meinen Regenkombi an. Die beiden anderen haben keine Regenkombi oder dergleichen dabei und müssen so weiter - Sonyman1976 ist bereits weg, den haben wir in einem Stau verloren, da war er voraus und plötzlich weg - wir verabschieden uns unter der Brücke - bis Rosenheim, dachte ich, komme ich ohne Regenüberhandschuhe und Regenüberstiefel aus - weit gefehlt - die Lederhandschuhe sind durch und an den Motorradstiefeln ist Feuchtigkeit an den unteren Enden der Reissverschlüsse und an den Fersen (!) eingedrungen. Trotzdem, schee wars.



Sonntag, 26. August 2007 - Namlostal, Hahnentennjoch und Kesselberg

Ich hab mich vertrödelt, also kein Frühstück. Treffen um 08:45 Uhr mit Black Dragon auf einem Parkplatz eines grossen Möbelmarktes bei Rosenheim - Miesbach - Bad Tölz - Treffen um 10:30 Uhr mit Sonyman1976, Brisch, Agnomic und anderen in Weilheim bei McD* - kleines Frühstück - Aufbruch, nachdem alle ihren Kaffee ausgetrunken und die Zigaretten aufgeraucht haben. Ich reihe mich als Vorletzter ein. Vor mir Agnomic und hinter mir der Brisch. Endlich mal nicht als Tourguide fahren und auf die Strecke aufpassen müssen. Weiter über Oderding - Obere Au - Pischlach - Rottenbuch - Weihanger - Echelsbach - Saulgrub/Wurmansau - Unterammergau - Oberammergau - Graswang - Ettal/Graswang - Linderhof - Plansee - nun weiss ich endlich wieder wie dieser See heisst, an dem war ich schon mal alleine war.

Am Plansee am 10.September 2006.

Am Plansee am 10.September 2006.
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Die Strecken entlang des Sees ist bevölkert von vielen Ausflüglern mit Wohnmobilen, Wanderstöcken, Fahrrädern und Badehosen. Die Menschen scheinen dort zu glauben, die Strasse wird nicht befahren und verhalten sich sehr unaufmerksam oder Rücksichtslos. Wir jedenfall sind vorsichtig unterwegs dort. Bad Kreckelmoos - Reutte - Weiler-Klause - Bichlbach - Berwang - Stanzach - Namlostal - Elmen - Bschlabs - Hahnentennjoch

Das kleine Lasteselchen auf dem Hahnentennjoch.

Das kleine Lasteselchen auf dem Hahnentennjoch. Bild von Sonyman1976
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Hahnentennjoch (1894 Meter).

Hahnentennjoch (1894 Meter). Bild von Sonyman1976
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Da war ich doch schon mal. Pfafflar - Imst - Tarrenz - Dollinger - Nassereith - Holzleitensattel (1126 Meter) - Ein schöne langgezogene Linkskurve am Anfang. Schon will ich aussen mehr Gas gebe. Eindeutige Zeichen entgegenkommender Motorradfahrer. Geschwindigkeitskontrolle durch die Österreichische Polizei. Sehr sinnig rollen wir an den Herren vorbei. Obsteig - Telfs - Moos - Seefeld/Leutasch - Bairbach - Buchen - Platzl - Leutasch

Pause irgendwo im Wald.

Pause irgendwo im Wald. Bild von Sonyman1976
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Kirchplatzl - Weidach - Giessenbach - Vorbei an Mittenwald - Krün - Wallgau - Entlang am Walchensee. Über den Kesselberg langsam und sinnig. Geht eh nicht schneller wegen reichlich Verkehr, interessanterweise auch die Autos meist bergab. Kurzer Foto- und Zigarettenstop an der Panorama-Kurve.

Kesselberg am Sonntag - Parkplatz an der Panorama-Kurve.

Kesselberg am Sonntag - Parkplatz an der Panorama-Kurve. Bild von Sonyman1976
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Vorbei am Kochelsee. Nach Benediktbeuern trennen wir uns. Black Dragon und ich fahren wieder Richtung Rosenheim. Die anderen weiter in Richtung München. In Bad Tölz rollen wie an einer Ampel noch an Agnomic vorbei. Er hat wohl einen andern Weg gewählt. Durch Miesbach und schon sind wir wieder in Rosenheim. Aus einem Parkplatz eines Restaurantes trennen sich auch Black Dragon und ich. Das war ein gutes Stück gemeinsamen Weges. Das könnten, alles in allem, für mich vielleicht sowas wie 500km gewesen sein.

Tolles Wetter, tolle Gruppe und tolle Strecke.



Sonntag, 1. September 2007 - Ein Südi bei den Wessis im Ösiland

06:30 uhr Wecken - Wetterberichte studieren - wiedersprüchliche Angaben hinsichtlich des Wetters - der Blick zum Himmel - Entscheidung: Ich fahre hin. - ich hab mich vertrödelt - kein Frühstück - erst mal in Pfraundorf Tanken und eine Vignette besorgen - es wird kalt unterwegs - ich bin froh dass ich lange Unterwäsche angezogen und die Textiljacke mit Innenfutter gewählt habe - über die Autobahn vorbei an Salzburg und am Mondsee - nun bin ich in Öberösterreich - Tanken nach Verlassen der Autobahn in St. Georgen am Attersee - Navi versagt wieder und findet das Hotel nicht - Anhalten an einer Tanke - anrufen - bei TheDuke geht nur die Mailbox ran, Nobby ist zu erreichen: "Wir kommen zur Tankstelle" - Begrüssung - erste Fotos - ich reihe mich als vorletzter in die Gruppe ein - erste Zigarettenpause nach ersten Kurvengeläuf.

Letztes Schild einer besonderen Verkehrsschilderserie entlang der Strecke. Danke.

Letztes Schild einer besonderen Verkehrsschilderserie entlang der Strecke. Danke. Bild von Danobat

Nun hinter Danobat - beim Befahren einer schönen Kurvenstrecken mit wechselndem bergauf, bergab ein "Krampf in der Gashand" und vorbei an Danobat - nun ist es vorbei mit mir und meinem Motorrad ganz gross im Rückspiegel vom Danobat, dafür ist der Danobat klein im Rückspiegel bei mir - Pause am Gosausee mit Blick auf den Dachstein und dessen Gletscher.

Der Gosausee.

Der Gosausee. Bild von Danobat

Brotzeitbrettl und ein Haferl Kaffee mit viel Milch und Zucker zum verspäteten Frühstück - eine kleine Wespe holt sich auch ihren Anteil - viele Taucher in und um den See - 12:37 Uhr Mautstelle bei Abtenau für die Postalmstraße mit persönlicher Betreuung - Plaudern - anhand eines Prospekts wird die Gegend erklärt - ich bekomme ein Pickerl der Mautstrecke.

Das Pickerl von der Postalm.

Das Pickerl von der Postalm.

Postalm (1024 Meter) bei der Mautstelle.

Postalm (1024 Meter) bei der Mautstelle. Bild von Danobat

Mautstrecke durch den Wald - Asrami vorneweg - plötzlich Rindviecher dicht entlang der Strecke

Die Rindviecher.

Die Rindviecher. Bild von Danobat

eines dieser Wesen meint mitten auf der Strasse herumstehen zu müssen - in einer Linkskehre geht mir das Hinterrad beim Rausbeschleunigen derbe weg - ob das daran lag dass der Danobat zu alter Form zurückgefunden hat und ich nicht abgehängt werden wollte ? - am andere Ende der Mautstrecke brauche ich erstmal ne Pause um mich zu beruhigen - weiter Richtung Wolfgangsee - Pause in St. Wolfgang am Wolfgangsee - auch hier sind wieder viele Taucher zusehen - Mittagspause mit WiSchniPoRo - ich trinke nur einen Kaffee - Plaudern mit Danobat und Nobby während einige zum "Im Weissen Rössl am Wolfgangsee" laufen - zurück zum Attersee - und schon wieder sind viele Taucher zu sehen - halten an einer Kapelle oberhalb von St. Georgen am Attersee - beim Aufbruch legt Nobby sein Motorrad auf die Seite - zum Glück nur ein paar Kratzer und keine Verletzung oder ernsthafte Beschädigung - dann am Hotel eine Kopfwehtablette und einen Kaffee trinken - TheDuke hört seine Mailbox ab und bekommt nun erst meine Nachricht von heute früh mit. - gegen 18:00 mache ich mich auf den Heimweg - sch... vergessen meinen Kaffee zu bezahlen - an der letzten Tanke vor Deutschland noch Tanken ? Nee, die Schlangen sind mir zu lange und ich will nach Hause - um ca. 20:00 bin ich dann zuhaus - SMS an die Kradler - gerade passend zum Abendessen - leckeres Gulasch



Impressum letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014

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