Rainers kleiner Weltausschnitt

Yamaha YZF 750 R

So kam Pummelchen auf meinen Hof.
So kam Pummelchen auf meinen Hof.

Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.
Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.

Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.
Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.

Yamaha YZF 750 R

Mit braunem Echtleder Sitzpolster.
Mit braunem Echtleder Sitzpolster.

Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.
Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.

Ganz schön viel Gelb.
Ganz schön viel Gelb.

Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
bauliche Änderungen
Ausfahrten 2009
Ausfahrten 2010
Ausfahrten 2011
Ausfahrten 2012
Ausfahrten 2013
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Literatur und Medien Tipps 


Donnerstag, 18. Juni 2009, der Tag der Zulassung

Heute habe ich das Pummelchen, so ist das Motorrad schon getauft worden, auf der Zulassungsstelle in Rosenheim zugelassen.

Die Wartezeit bis ich dran gekommen bin war sehr kurz. Dann alle Unterlagen vorlegen und alles geht seinen Gang. Dann die Buchstaben und Zahlenkombination für das Kennzeichen aussuchen. Das automatisch zugewiesene Kennzeichen ist irgendwie unmöglich. Die junge Dame zeigt mir einen Ausdruck aller verfügbaren Kombinationen mit zwei Buchstaben und einer Ziffer. Fast alles gefällt mir nicht. Also nehm ich wieder mein altes Kennzeichen. Da muss ich mich auch nicht an ein anderes gewöhnen. Dann gibt es noch ein kleines Problem bei der Datenerfassung am Rechner der Zulassungsstelle. Offensichtlich ist das Fahrzeug schon zu lange abgemeldet. Aber auch das wird gelöst. So zahle ich die zu entrichtenden Gebühren. Dann doch noch eine schnelle Nachfrage wegen der TÜV-Bescheinigung.

Nun gehe mir das Kennzeichen anfertigen lassen in einem Schilderladen. Zurück auf der Zulassungsstelle habe ich mich kaum hingesetzt, da geht es schon weiter. Ich bekomme die TÜV-Plakette und den Aufkleber der Zulassungsstelle aufs Kennzeichen.

Zuhause geht es dann ans Anbringen am Fahrzeug. Ich messe genau hin und her. Zeichne an. Messe nach. Markiere die zu bohrenden Löcher mit einem Körner, um genau mit dem Bohrer zu treffen. Dann sind die Löcher im Kennzeichen.

Nun noch ein paar ordentliche Inbusschrauben, Kunststoffunterlegscheiben, Unterlegscheiben und selbstsichernde Muttern. Dann das befestigen. Och nö. Das Kennzeichen ist ca. 5 mm aus der Mitte. So was blödes. Nu isses halt passiert. Und so bleibt es nun einfach.

Und immer noch keinen Meter gefahren.



Sonntag, 12. Juli 2009, eine Tour von Schechen aus.

Um 9:30 Uhr soll es in Schechen auf dem Parkplatz eines Motorradhändlers losgehen. Zeitig fahre ich los, um zuvor auf dem Weg zum Treffpunkt noch tanken zu können. Pünktlich bin ich am Treffpunkt in Schechen.

Nachdem alle da sind, geht es los. Ich fahre an Position zwei, hinter unserem Tourguide. Über Nebenstrassen nach Bad Aibling, über den Irschenberg, durch das fahrerisch wundervolle Tal der Leitzach bei Miesbach weiter über ´Nebenstrassen dritter Ordnung nach Wörnsmühl bei Fischbachau. Weiter über Hausham nach Gmund am Tegernsee und Kreuth. Hier eine erste kleine Pause bei einer Tankstelle.

Nun über den Achenpaß bei Kreuth, der noch im Landkreis Miesbach zu finden ist. Über eine mautpflichtige Strecke die parallel zur Isar, die hier noch ein wilder Fluss ist, geht es weiter nach Wallgau. Zuvor machen wir dort in einem Gasthaus Rast und essen dort zu Mittag. Leider beginnt es nach dem Mittagessen leicht zu regnen, so dass die mautpflichtige, enge Strasse nass ist. Etwas vorsichtiger geht es nun weiter. Mittlerweile fahre ich an vorletzter Position.

Nun langsam, denn die Strecke wird durch die "Streckenkontrolle" intensiv überwacht, über den Kesselberg bergab nach Kochel am See. Ein Stück über die St2010 nach Bad Tölz. Weiter über Waakirchen nach Miesbach. Hier trennen sich unsere Wege und ich fahre über Parsberg alleine zurück nach Hause.



...eine After-Work-Tour in Berchtesgadener Land...

Von zuhause aus geht es über Wasserwiesen zum Autobahnanschluß Bad Aibling. Dann auf die Autobahn und zuerst mit gemäßigtem Tempo über die A8, der Motor ist sicher noch nicht warm, Richtung Salzburg.

An der Anschlussstelle Traunstein/Inzell verlasse ich die Autobahn in Richtung Inzell.

Es geht durch Inzell durch, weiter entlang der Weißbachschlucht, die sehr sehenswert zum Wandern ist wenn, sie Wasser führt. Langsam durch Schneizlreuth und weiter nach Bad Reichenhall. Von hier aus nach Bischofswiesen. Dann nach Ramsau bei Berchtesgaden und wieder zurück bis fast nach Inzell. Vorher biege ich ab auf die B304, die Deutsche Alpenstrasse, um nach Kössen in Österreich zu kommen. Bei Kössen dann noch tanken um den Steuervorteil in Österreich zu nutzen.

Bei Niederndorf fahre ich wieder auf die Autobahn Richtung Rosenheim. Es ist schon spät und am Himmel sind immer dunkler werdende Wolken zu sehen, so dass ich besser zügig nach Hause fahre. Nass werden mag ich nicht.



Montag, 27. Juli 2009, das erste mal Öl nachfüllen.

Heute habe ich das erste mal Motoröl beim Kilometerstand von 43.060km nachgefüllt. So etwa ein halber Liter war es. Bei einer Kilometerleistung von 1.487km denke ich, ist das kein allzu schlechter Wert.



Sonntag, 9. August 2009, wieder eine Tour von Schechen aus.

Gegen Ende der Woche bekomme ich eine SMS. Am Sonntag soll es mal wieder für eine Ausfahrt losgehen. Da ich immer mal wieder gerne mit diesen Leutchens unterwegs bin rufe ich am Samstag dort am, um zu erfragen, wann es losgehen soll. Bisher sieht der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend aus. Am Sonntag früh, so gegen 8 Uhr schaue ich im Wetterbericht nach, wie das Wetter werden soll. Ganz entgegen der bisherigen Vorhersagen soll es trocken bleiben. Also los dann.

Schnell unter die Dusche und noch Gefrühstückt. Dann ein Blick auf die Uhr. Hui, fast vertrödelt, schon 9:10 Uhr. Also dann los und die letzte Tasse Kaffe heruntergestürzt. Ich will halbwegs pünktlich dort sein. Fürs Tanken vorher wird es nicht reichen. Dann auf nach Schechen zum Treffpunkt.

Vor Ort sind alle Teilnehmer schon Abfahrtbereit um pünklichst zu starten. Wäre ich 5 Minuten zu spät gekommen, wären sie weg gewesen.

Über die B15 geht es erst mal Richtung Norden, dann ab nach Osten über die ST2079 und immer weiter geht es nach Prien am Chiemsee. Weiter nach Marquartstein und Reit im Winkl. Hier eine erste Zigarettenpause für die Raucher. Und nun kann ich endlich mitteilen, dass ich noch nicht Tanken war und ich noch ca. 20 Kilometer weit komme, bis ich Kraftstoff brauche. Auf dem weiteren Weg soll eine Tankstelle kommen und so Tanke ich am Ortsausgang von Reit im Winkl Richtung Winklmoos Alm.

Weiter geht es über die B304, die deutsche Alpenstrasse, vorbei an der Weißbachschlucht nach Schneizlreuth und schwupps sind wir in Österreich. Bei Lofer in Österreich.

Bei Saalfelden am steineren Meer biegen wir ab in Richtung Leogang in Österreich. Weiter geht es nach einer Rast in einem Cafe im Tal der Leoganger Ache. In Leogang vorbei am Besucherbergwerk. Das ist einen Besuch wert. Aber nicht heute. Weiter durch St. Johann in Tirol nach Kössen in Österreich. Vorbei am Walchsee. Der Badebetrieb dort läuft auf vollen Touren. Immer schön auf den Strassenverkehr konzentrieren.

In Sebi, noch in Österreich, biegt die Gruppe, die ich aus dem Blickfeld verloren habe, ab in Richtung Aschau im Chiemgau. Fast hätte ich den Anschluss verloren. Aber aus den Augenwinkeln konnte ich die anderen Teilnehmer noch sehen. Also drehen, die wenigen 100 Meter zurück und abbiegen. Wo sind sie denn nun ? Die Gruppe ist wohl schon weitergefahren. Merkwürdig.

Na, dann fahre ich meine eigenen Stiefel eben weiter. Irgendwo unterwegs warten sie dann doch noch. Weiter nach Aschau. Dort verabschiedet sich der erste Teilnehmer. Er wohnt wohl dort in der Nähe. Wieder habe ich die Gruppe aus den Augen verloren. Wir rollen weiter Richtung Frasdorf. Bin ich zu langsam in den Ortschaften oder sind sie zu schnell ? In Frasdorf sehe ich sie stehen. Sie machen noch eine Zigarettenpause. Ich stelle mich dazu und warte bis es weitergeht. Durch Riedering nach Stephanskirchen bei Rosenheim. Hier verabschiedet sich der nächste der Gruppe.

Ich fahre noch weiter mit durch Rosenheim durch, bis nach Schechen. Dort noch ein paar Worte wechseln und dann rollere ich wieder nach Hause. In Rosenheim, kurz bevor ich zu Hause bin, noch volltanken. Und wieder habe ich einige Erfahrungskilometer mit Pummelchen gesammelt. Alles in allem heute so ca. 300 Kilometer. Nun hab ich 2581 Kilometer mit Pummelchen gemeinsam erfahren. Und schon wieder keine Bilder gemacht.



Samstag, 22. August 2009, Anreise zu Danobats kleiner Pässetour

Am Vormittag bringe ich meine zusätzlichen Felgen zum Y*-Händler und koche anschließend ein Chili con Carne. Mein Auto lasse ich auf der Strasse stehen, damit die Garage frei für unsere Kräder ist. Den ganzen Tag verfolge ich den Wetterbericht. Ein Regengebiet zieht quer durch Bayern. Den ganzen Tags regnet es mehr oder weniger, aber ich meine, es wird langsam weniger. Dann ein Anruf. Danobat ist auf der Autobahnraststätte Köschinger Forst und will wissen, wie hier das Wetter ist. Was soll ich sagen, ich meine das es trockener wird. Einige Zeit später rollt Danobat über den Hof direkt in die Garage. Seine Regenschutzbekleidung verteilt sich in der Garage und seine Jacke verschwindet im Heizungskeller zum trocknen. Es ist ganz schön Nass geworden auf dem Weg von Zerocool und Honey zu mir. Nach Einbruch der Dunkelheit ist es dann endgültig trocken. Er war einfach nur zu früh dran.



Sonntag, 23. August 2009, Danobats kleine Pässetour - heute: Sudelfeld mit Motorradtreff am Cafe Kotz

Rosenheim - Hundham - Bayrischzell - Sudelfeld - vorbei am "Feuriger Tatzelwurm" - Oberaudorf - Kufstein - Landl - Ursprungspass (836 m) - Hundham - Rosenheim



Montag, 24. August 2009, Danobats kleine Pässetour - heute: die Rossfeld Panoramastrasse im Berchtesgadener Land

Rosenheim - erst noch ne Kraftradverbandtasche für Österreich und ne coole Sonnenbrille einkaufen - Bad Endorf - Bernau am Chiemsee - Grassau - Marquartstein - Unterwössen - Reit im Winkl - Inzell - Adlgass

Hier machen wir Mittagspause. Plötzlich hoppelt ein Hase oder wars ein Kaninchen, frei über den Rasen und verschwindet auf dem Parkplatz hinter der NSU. Ich kann es kaum glauben. Träume ich oder ist das Tier hier tatsächlich an uns vorbei gehoppelt. Ich gönne mir einen Kaiserschmarrn mit Apfelmus als Mittagessen. Danobat begnügt sich mit ein paar Wiener Würstchen. Ein sehr tyisches Gericht für diese Gegend. Die Wespen hier sich auch sehr aufdringlich. Dann bezahlen und ein paar Worte mit der Bedienung wechseln. Ein Spruch der von der jungen Frau kommt: "Motorradfahrer sind die Harten". Wir beide sind erst mal nicht so wirklich schlagfertig. Kurz darauf steigen wir wieder auf unsere Motorräder und es geht zurück nach Inzell.

Pause am Seegatterl unterhalb der Winklmoosalm bei Reit im Winkl.

Pause am Seegatterl unterhalb der Winklmoosalm bei Reit im Winkl.
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Auch ein Stück wunderschönes deutsches Alteisen von NSU.

Auch ein Stück wunderschönes deutsches Alteisen von NSU.
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Und hier unser nicht so altes Eisen von Yamaha bei der Mittagsrast am Adlgass.

Und hier unser nicht so altes Eisen von Yamaha bei der Mittagsrast am Adlgass.
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Weiter nach Schneizelreuth - Hintersee (mit rund 100 Einwohnern) - Ramsau - Berchtesgaden - Hallein - Rossfeld Panoramastrasse - Berchtesgaden - Bischofswiesen - Bayrisch Gemein - Bad Reichenhall - Thumsee - hier eine kleine Pause auf einer Zufahrtstrasse einer militärischen Einrichtung. Der Badebetrieb am See ist in vollem Gange. dann vorbei an Inzell - auf die B304 - Reit im Winkl - Kössen - Walchsee - Niederndorf - Flintsbach am Inn - Brannenburg - Rosenheim

Fotostop am Hintersee in der Nähe von Ramsau im Berchtesgadener Land.

Fotostop am Hintersee in der Nähe von Ramsau im Berchtesgadener Land.
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Auch noch ein Foto von Pummelchen am Hintersee.

Auch noch ein Foto von Pummelchen am Hintersee.
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In Berchtesgaden wollten wir tanken, aber bei der Ortsdurchfahrt ist an der Hauptstrasse keine Tankstelle zu entdecken. Also weiter bis fast zur Panoramastrasse. Kurz zuvor eine Abzweigung nach Österreich. Da muss es doch eine Tankstelle in der Nähe geben. Da werden doch so viele rüberfahren, das werden sich die Österreicher doch wohl nicht entgehen lassen. Also auch wir. Hier macht sich das Navi von Danobat bezahlt. Das zeigt den Weg zu nächsten Tankstelle dort souverän an. Und den Rückweg aus Hallein zur Panoramastrasse auch.

Nach dem Tanken in Hallein/Österreich sind wir um 14:23 Uhr sind wir an der Mautstelle der Rossfeld Panoramastrasse. Zur Maut kaufen ich noch 2 Aufkleber von der Panoramastrasse als Andenken ein.

Panorama am Rossfeld.

Panorama am Rossfeld.
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Noch ein Panoramabild mit der Dicken und Pummelchen.

Noch ein Panoramabild mit der Dicken und Pummelchen.
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Dienstag, 25. August 2009, Danobats kleine Pässetour - heute: durch den Nationalpark Hohe Tauern, Krimmler Wasserfälle und Gerlospass (1620 m)

Rosenheim - Kufstein - Scheffau - Reith bei Kitzbühel - Ortsduchfahrt Kitzbühel, mitten durch die Fussgängerzone - Kommunikation mit den Einheimischen die die Strasse in der Fussgängerzone zuparken - Pass Thurn (1.274 m) - Mittersill - Tanken - Krimmler Wasserfälle - Gerlos Alpenstrasse (1.630 m) - vorbei an Zell am See - entlang am linken Ufer des Achensees - Mautstrasse Wallgau Vorderriss - Kesselberg (858 m) bergab - nochmal bergauf - und wieder bergab - Kochel am See - Benediktbeuern - Bad Tölz - Waakirchen - Miesbach - Parsberg - Rosenheim.

Ein Passhöhenfoto auf dem Weg zum Nationalpark Hohe Tauern.

Ein Passhöhenfoto auf dem Pass Thurn auf dem Weg zum Nationalpark Hohe Tauern.
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Im Nationalpark Hohe Tauern mit 3000er im Hintergrund.

Im Nationalpark Hohe Tauern mit 3000er im Hintergrund.
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Pummelchen ist auch da.

Pummelchen ist auch da.
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Um 13:34 Uhr sind wir an der Mautstelle der Gerlos Alpenstrasse. Endlich eine richtige Passfahrt meint Danobat.

Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern von der Gerlos Alpenstrasse aus gesehen.

Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern von der Gerlos Alpenstrasse aus gesehen.
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Und nun auch mit den Krädern.

Und nun auch mit den Krädern.
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Mittwoch, 26. August 2009, Danobats kleine Pässetour - heute: Pausentag

Das Wetter ist für heute unbeständig bis regnerisch vorhergesagt. Daher beschließen wir heute nicht mit dem Krad zu fahren. Ausserdem habe ich einen frühen Termin beim Zahnarzt, den ich nicht verschieben wollte. Nachdem ich vom Zahnarzt zurück bin verbringen wir den Vormittag bei Kaffee in der Garage bei dem Moppeds. Ein Garagenhock eben. Zwischen 10 und 11 Uhr rufe ich bei Tara, an um uns für den kommenden Tag zum Kaffeeverkosten anzukündigen.

Am Nachmittag wollen wir unter anderem meinen zweiten Satz Felgen für Pummelchen abholen. Leider ist die Autobahn dicht und auch alle Umgehungsstrassen rund um und in Rosenheim. Ein Durchkommen zum freundlichen Y*-Händler meines Vertrauens ist nicht möglich. Der ist nun mal von zuhause aus gesehen, auf der anderen Seite von Rosenheim. So gehen wir einen grossen Marochino trinken. Dann muss ich die Felgen ein anderes mal eben abholen. Macht ja nix. In Bad Feilnbach kaufen wir Wurst und Grillfleisch bei einem unserer Lieblingsmetzer ein. Danobat fragt mich, ob es viel Mühe macht Weisswurst zu zubereiten. So kommt eines zum anderen und einige Weisswürste werden auch noch eingekauft. Nun müssen auch noch ein paar Brezn her. Auch die kaufen wir in Bad Feilnbach ein. Dann geht es nachhause und wir machen eine Brotzeit mit Weisswurst, Brezn, Butter und süssem Senf auf der Terasse.



Donnerstag, 27. August 2009, Danobats kleine Pässetour - heute: Kaffee verkosten, dann durchs Leitzachtal und eine halbe Chiemseerunde

So zwischen 10 und 11 Uhr habe ich uns bei Tara und Klaus in unserer Stammkaffeerösterei Art Cafe angemeldet. Dem Danobat einen wirklich guten und hochwertigen Kaffee näherbringen. Wir verkosten 2 unterschiedliche Sorten. Danobat kauft sich 3 verschiedene Sorten ein. Den, der bei uns zuhause schon gekostet hat und zwei Espressosorten.

Rosenheim - Bad Feilnbach - Miesbach - Parsberg - Leitzachtal - Fischbachau - Bayrischzell - Thierseetal - nun andersherum wie zuvor - Pause an einem Wanderparkplatz, noch im deutschen Teil des Thierseetales - Ursprungspass (836 m) - Kufstein - Ebbs - Walchesee - Kössen - preiswert Tanken - ganz viele Radfahrer auf der Strasse - Reit im Winkl - Marquartstein - Grabenstätt - Chieming am Chiemsee - Rast mit einer Portion Obazda im Biergarten der Chiemseegastwirtschaft Kupferschmiede - Bad Endorf - Rosenheim

Zurück in der Garage wird erst mal gepackt soweit es geht. Ich lasse Kraftradverbandtasche, Warnweste und andere Kleinigkeiten zuhause. Wie bloß verpacke ich dem Masskrug, den ich mitnehmen will ? Irgendwie schaffe ich es, ihn in den Tankrucksack zu verstauen.



Freitag, 28. August 2009, Anreise zum FZR-Treffen

9. FZR-Treffen vom 28. bis 30. August 2009 im Taunus in der Domäne Hohlenfels in Zollhaus bei Diez-Lahn.

Recht früh am morgen so zwischen 8:00 und 08:30 Uhr fahren wir los, um pünktlich am ersten Treffpunkt, die Autobahnraststätte Fürholzen an der A9, zu sein. Dort wollen wir uns mit Brisch treffen. Es geht per Navi von Danobat über Landstrassen Richtung München. Dann geht es in Dreiergruppe ab Fürholzen weiter.

Auf der Autobahnraststätte Nürnberg-Feucht treffen wir den Hill. Nach kurzer Plauderei und einem kleinen Frühstück für Brisch geht es weiter Richtung Norden. Nun geht es in Vierergruppe weiter

An der Anschlussstelle Wiesentheid verlassen wir die Autobahn, um Zerocool von zuhause abzuholen. Dort werden wir mit Kaffee, Wasser und belegten Brötchen von Honey, seiner Frau versorgt. Dann geht es weiter, abseits der Autobahn, um Staus rund um Würzburg zu vermeiden. Über Bundes- und Kraftfahrstrassen geht es weiträumig um Würzburg herum. Bei Aschaffenburg geht es wieder auf die Autobahn. Ob das wirklich so viel Zeit erspart hat, frage ich mich. Noch eine Pause auf einem Parkplatz am Schiersteiner Kreuz. Um weiter bis zur Anschlussstelle Idstein zu fahren. Nun noch ein Stück über Land zum FZR-Treffen.

Burg Hohlenfels.

Burg Hohlenfels..
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Die alte Mühle (rechts). Da hab ich genächtigt.

Die alte Mühle (rechts). Da hab ich genächtigt. Quelle: www.fzr-forum.de
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Pummelchen auf dem Parkplatz.

Pummelchen auf dem Parkplatz.
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Asrami fragt mich, ob nicht ich die Tour am Samstag anführen will. Das möchte ich nicht. Komplett nicht. Abwechselnd schon. Dem Asrami gebe ich die zusätzlich ausgedruckten Roadmaps von meinem Entwurf der Tour.

Die Spagetti mit Tomatensauce zum Abendessen sind nicht so der Brüller.

Um etwa 22 Uhr gehe ich zu Bett. Ich bin müde und möchte morgen bei der Ausfahrt fit sein.



Samstag, 29. August 2009, auf den Spuren von Varus, Kaiser Konstantin und Reinhold Roth, Harald Eckl und Toni Mang

Ich stehe so um ca. 7 Uhr auf. Erst mal Duschen gehen. Die Dusche ist im Gebäude nebenan. Draussen ist es recht frisch, um nicht zu sagen saukalt. Ich habe leichte Kopfschmerzen heute morgen. Nach dem Frühstück, ich habe auf FZR-Treffen schon viel besser gefrühstückt, geht es gegen 10 Uhr los. Asrami schickt mich nun doch an die Spitze der Gruppe.

Kurz vor Schotten ein Gewitter. An einer Bushaltebucht am Niddasee halten wir kurz an. Hier findet heute eine Laufveranstaltung stett. Ein reichliches Durcheinander. Es regnet starkt. Die Läufer werden auch ihren Spass damit haben. An einer Art Pommesbude halten wir an und machen Pause, um abzuwarten bis der Regen aufhört. Wir trinken und essen etwas. Eine Vulkanbratwurst mit scharfer Sauce und Brötchen, dazu eine Cola gönne ich mir. Was die Wurst mir einem Vulkan zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Dann geht es weiter zum Schottenring. Die Strassen sind zum Teil noch Nass. Wir überqueren, von den Teilnehmern der Ausfahrt scheinbar unbemerkt, den Start- und Zielstrich des Schottenringes. Asrami franzt mit seinem Navi und hält in Rudigshain an. Ich fahre an die Spitze, zu Asrami und sage ihm, dass er bereit auf den Schottenring unterwegs ist. Ich übernehme die Spitze und gebe ein wenig mehr Gas. Nach etwa der Hälfte der Strecke eine Umleitung. Der Weg zurück über den Schottenring nach Schotten bleibt uns leider verwehrt. Die ganzen 16 km des Schottenringes bekommen wir nun leider nicht unter die Räder. So entscheide ich mich für einen etwas anderen Rundkurs. Über Wiesenhof - Rebgeshain - Engelrod - Eichenrod - Eichelhain - geht es über die Ringstrasse Hoher Vogelsberg zum Hoherrodskopf (764 m). Leider reisst die Gruppe ab, so gibt es leider kein Gipfelfoto mit der Gruppe. Schade. Lieber noch eine Runde durch den Vogelsberg drehen. Na also gut. Weiter zur "oberen" Spitze des alten Schottenringes und diese Runde noch einmal. Dann eine Bio-Pause an einem Wanderparkplatz an der L3305, kurz vor der Abzweigung zum Hoherrodskopf. Es muss getankt werden. So führe ich die Gruppe zurück nach Schotten und wir tanken an der Tankstelle neben der Imbissbude wo wir zuvor gegessen haben.



Sonntag, 30. August 2009, Abschied vom FZR-Treffen und Besuche

Wieder stehe ich so um ca. 7 Uhr auf. So früh kann ich in aller Ruhe Duschen gehen, ohne das jemand drängelt. Wieder ist es recht frisch, Nein. Eher saukalt. Schon mal einpacken, was ich nicht mehr brauche. Gegen 8:30 Uhr gibt es Frühstück. Der Kaffee sit sehr gewöhnungsbedürftig für meine Geschmacksnerven. Dann in aller Ruhe mein Gepäck auf dem Pummelchen verstauen. So um 10 Uhr rum starte ich allein nach herzlicher Verabscheidung von alten Freunden in Richtung Giessen. In Zollhaus noch Tanken und den Luftdruck kontrollieren. Ich will meine Eltern besuchen, wenn ich schon mal so nah bin. Zum Mittagessen habe ich mich angemeldet. Gemütlich fahre ich über die B49 nach Giessen. Bei Heuchelheim verlasse ich den Giessener Ring und fahre über die alte Lahnbrücke in die Innenstadt. Es hat sich sehr viel verändert in meiner Heimatstadt.

Um ca. 16 Uhr starte ich weiter, um noch einen Krankenbesuch in Bad Salzhausen bei einer lieben, alten Freudin zu machen. Sie ist operiert worden, ich möchte sehen wie es ihr geht und mal wieder mit ihr ratschen.

Gegen 19 Uhr starte ich weiter. Bei Wölfersheim geht es auf die Autobahn. Im Tiefflug fahre ich über die A45 Richtung Süden. Und um 20 Uhr bin ich auf meinem Zimmer und lasse den Tag in meiner hessischen Heimat ausklingen.



Montag, 31. August 2009, Rückfahrt nach Bayern

Da ich in Nähe der A3 übernachtet habe, bin ich gegen 09:20, nach gemütlichem Frühstück, auf Höhe der Raststätte Weiskirchen auf der Autobahn A3 nach Süden unterwegs. Es läuft sehr gut. Die Autobahn ist fast frei. So kann ich es sehr zügig rollen lassen. Der erste Tankstopp in Geiselwind. Hier kurz zuhause angerufen, dass alles in Ordnung ist. Noch die Gurte der Hecktasche nachziehen. Ich fahre weiter bis zum zweiten Tankstopp an der Raststätte Holledau. Etwas Öl fülle ich hier vorsichtshalber mal nach. Auch hier noch einmal die Gurte der Hecktasche vorsichtshalber nachziehen. Hier treffe ich auch einen R1-Fahrer. Der wird gleich auf das FZR-Forum aufmerksam gemacht. Kaum wieder auf der Autobahn, stehe ich im Stau. Nein, das geht ja nun garnicht. Ich mogle mich ca. 15km durch den Stau. Es will danach aber auch nicht mehr so gut laufen, wie bis zur Raststätte Holledau.

Dann bin ich endlich zuhause. Raus aus den Lederklamotten. Kurze Hosen an, denn es ist heiss geworden. Was trinken. Abladen. Auspacken. Kleine Durchsicht nach der Benutzung am Fahrzeug. Ölstand kontrollieren und etwas nachfüllen. Kette schmieren. Bremslichtschalter nachstellen. Leerlaufdrehzahl ein wenig nachstellen. Geputzt müsste das Pummelchen auch werden, aber nicht mehr heute.

Und wieder ist ein FZR-Treffen vorüber. Schön, sehr schön war es, alte Freunde wieder zu sehen.



Prolog - Wochenendtour zum Lago di Garda

Nachdem ich ja leider nicht bei allen geplanten Treffen, bedingt durch meinen Sturz, teilnehmen konnte, nutze ich die gute Gelegenheit bei einer Wochenendtour zum Gardasee des Y*-Händlers meines Vertrauens, der Firma Franz, teilzunehmen. Die Anmeldung dafür war einfach. Ich bekomme die gut vorbereiteten Unterlagen dafür ausgehändigt und kann eine Woche später dann bezahlen. Checkliste, Reiserouten, Zeitplan, Adressen und wichtige Telefonnummern. Alles professionell vorbereitet. Besser als von manchem Reiseveranstalter, den ich bisher erlebt habe. Donnerstag abend stelle ich Pummelchen in die Garage. Stelle es auf den Montageständer und lade mein Gepäck, soweit schon möglich, auf. Morgen früh dann nur noch Kleinigkeiten, damit ich ohne Stress los komme.

Freitag, 18. September 2009, Start zum Lago di Garda

Wecken um 5:15 Uhr. Ich habe einen leichten Migräneanfall. Ich versuche es auszuhalten und geh erst mal Duschen, um anschließend zu frühstücken. Nach Duschen und Frühstücken ist es zum aushalten. Chemie ein zu werfen habe ich mir bisher verkniffen. Dann aber los, denn ich muss noch tanken und den Luftdruck will ich auch noch kontrollieren. 2,5 und 2,8 bar stelle ich jeweils am Vorderrad und am Hinterrad ein. So ziemlich pünktlich rolle ich gegen 09:00 Uhr auf den Hof des Veranstalters. Erst mal Begrüssung der bekannten und noch unbekannten Gesichter. Mein Gepäck lasse ich auf Pummelchen. Die Möglichkeit das Gepäck in den mit fahrenden Transporter umzuladen nutze ich nicht. Dann die Gruppeneinteilung. Es werden drei Gruppen gebildet. Hmmm. Wie soll ich diese beschreiben ? Schnell, Mittel, Langsam? Risikoreicher, Vernünftig, Vorsichtig. Tiefflieger, Genussfahrer, Krabbelgruppe. Na, drei Gruppen eben. Ich sortiere mich in die mittlere Gruppe ein. Gegen 09:30 Uhr geht es dann los.

Pummelchen ist das älteste Krad im Feld und eine von drei Y*, der Rest sind H* bei der Abfahrt.

Erst mal durch bekanntes Terrain. Kurz nach Bad Aibling schon der erste Halt. Es wird beratschlagt wie wir weiterfahren wollen, denn die dunklen Wolken über dem Irschenberg verheissen nichts Gutes. Dann soll es über Bad Feilnbach weitergehen. Also über einen Teil meiner Hausstrecken.

Wenig später schwingen wir dann durch das Leitzachtal und fahren dann weiter zum Tegernsee. In Kreuth eine erste Trinkelpause auf einer Tankstelle.

Nun weiter Richtung Achensee. Vor dem Achenpass (941m), der zuvor überquert werden muss, eine scheinbar endlose Baustelle. Der Bodenbelag ist auf mehreren Kilometern abgefräst. Die typischen Rillen verursachen ein schwammiges Fahrgefühl. Einige Autos versuchen sich vorbei zu drängeln.

Wenig später dann am Achensee ein kurzer Fotostop. Bei Strass geht es auch die Bundesstrasse über Schwaz und Wattens in Richtung Innsbruck.

Über Nebenstrassen, Innsbruck selbst vermeidend, kommen wir nach Patsch. Hier machen wir Mittagspause im Hotel Grünwalderhof. Wir parken genau vor dem Haus. Etwas unwohl dabei fühle ich mich schon, denn die Kräder stehen genau in einer "Einflugschneise" der Kurve vor dem Haus. Das WiSchni (Wiener Schnitzel) mit Erdäpfelsalat ist köstlich. Der Erdäpfelsalat erinnert mich sehr an meine hessische Heimat. Die Wespen machen sich über das Johannisbeerenkompott her, das dazu gereicht werden.

Nach ausgiebiger Pause in warmer Sonne und tollem Bergpanorama auf der Terrasse dieses bodenständigen Gasthofes geht es weiter Richtung Brenner.

Es geht über die alte, mautfreie Brennerstrasse. In Brennerbad noch eine Art Einkehrschwung zu einem Gasthof. Dort wollen wir der bei der Rückfahrt am Sonntag einkehren.

In Gries, also noch in Österreich, nochmal voll tanken, um den günstigen Kraftstoffpreis dort zu nutzen. Weiter geht es zum Jaufenpass (Passo di Monte Giovo, 2.094 m). Endlich wieder mal ein Pass im Hochgebirge. Auf der Passhöhe ein Pause. Eine tolle Aussicht hier oben. Die Bergpanoramen sind immer wieder beeindruckend. Immer wieder für mich, wenn ich in den Bergen unterwegs bin, egal ob mit dem Motorrad oder mit Bergschuhen und Rucksack.

Die Passhöhe am Jaufenpass (Passo di Monte Giovo).

Die Passhöhe am Jaufenpass (Passo di Monte Giovo).
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Pummelchen auf der Jaufenpasshöhe.

Pummelchen auf der Jaufenpasshöhe.
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Pummelchen auch noch von der anderen Seite.

Pummelchen auch noch von der anderen Seite.
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Da sind wir hergekommen. Blick nach Nordosten.

Da sind wir hergekommen. Blick nach Nordosten.
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Ja, genau über diese Strasse.

Ja, genau über diese Strasse.
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Nach einer kleinen Weile geht es weiter in Richtung Meran, entlang des Naturparks Texelgruppe. Da wollte ich schon immer mal wieder hin. Das letzte Mal war ich in den 70er Jahren in Meran.

In St. Leonard i.P. (S. Leonardo i.P.) könnten wir zum Timmelsjoch (Passo del Rombo) abbiegen, aber wir haben ein anderes Ziel. Durch das Val Passiria geht es weiter. Bei Meran übernimmt ein anderer Mitfahrer mit Navi am Krad die Führung der Gruppe, um uns durch Meran zu lotsen. Was ich von der Stadt sehen kann gefällt mir. Bestimmt gibt es hier interessante Fleckchen zu entdecken, aber wir sind ja nur auf der Durchreise. Weiter geht es zum Gampenjoch (Passo d. Palade, 1.512 m). Hier machen wir leider auf der Passhöhe keinen Fotostopp. Schade.

Langsam, aber sicher nähern wir uns unserer Unterkunft für das Wochenende. In Fondo geht es dann in Richtung Mendelpass (Passo di Mendola, 1.363m) weiter. Am Anfang der Passstrasse ein Hinweisschild. Am Samstag ist der Pass von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eine Radveranstaltung soll dort stattfinden. Na toll. Das kann ja heiter werden.

Das Hotel Waldheim liegt direkt an der Passstrasse vom Mendelpass (Passo di Mendola). Angekommen wollen mich die "schnellen Jungs" zu einer schnellen Runde über den Pass animieren. Ich lehne dankend ab. Ich will in Ruhe Pummelchen abladen, mich im Zimmer arrangieren und duschen.

Der Transporter des Veranstalters ist schon da. Das Gepäck wurde schon auf die Zimmer gebracht. Ich trage meines selbst aufs Zimmer, ich hatte es ja am Mann oder besser aufs Motorrad geschnallt.

Dann Duschen, frische Klamotten anziehen. Herrlich.

In der Hotelbar wird uns ein Begrüssungsgetränk gereicht. Nicht so ganz mein Geschmack. Direkt im Anschluss daran Abendessen. Und zwischendurch oder mitten dabei, die "Benzingespräche", die einen solchen Ausflug so sehr bereichern.

Parc ferme in der Nacht vor dem Hotel.

Parc ferme in der Nacht vor dem Hotel.
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Der Start für Samstag wird vorverlegt, um über den Pass Richtung Lago di Garda fahren zu können. Frühstück soll es dann ab 7 Uhr früh geben.

Gegen 22 Uhr gehe ich zu Bett. Ich will morgen früh fit sein, wenn es an den Lago di Garda geht. Hoffentlich ist das Kopfweh dann weg.



Samstag, 19. September 2009, Lago di Garda und Lago d' Idro und was drumherum.

Wecken um 05:30 Uhr. Immer noch Migräne, so stark, dass ich als erstes meine Medikamente dagegen zu mir nehme. Nach der Morgentoilette packe ich meinen Tankrucksack für den Ausflug heute zusammen. Anschließend schnalle ich ihn wieder aufs Pummelchen. Es ist noch Dämmrig draussen und auch etwas frisch. Nachdem diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, bin ich noch vor 7 Uhr beim Frühstück. Ich setze mich und warte einfach mal ab. Ein Herr des Hauses bietet mir an, schon einen Kaffee zu bekommen. Da sage ich nicht Nein.

Kaffee ? Nun ja. Da bin ich zugegebenermaßen sehr verwöhnt. Der Kaffee verdient meiner Meinung nach diese Bezeichnung nicht. Brrrr.

Der grosse andere Anteil des Frühstückes ist aber Prima. Die frisch aufgeschnittene Salami verdient eine besondere Erwähnung. Mir hat sie besonders gut geschmeckt.

Und um kurz nach 8 Uhr los es losgehen. Als Überraschung sollen am Pass Fotos im Vorbeifahren von uns allen geschossen werden.

Es erscheint mir recht kühl am Morgen, so ziehe ich meine Textiljacke drüber. Dann quasi Start nacheinander wie bei einer Sonderprüfung bei einer Rallye. Ich stehe schon eine Weile und meine Brille beschlägt beim Warten sehr. Gerade noch fährt ein LKW mit Anhänger am Hotel vorbei. Weiter warten. Dann aber geht es los.

Geht denn das Beschlagen der Brille und des Visieres nicht weg beim Fahren ? Brille und Visier bleiben einfach beschlagen. Also mit offenem Visier fahren. Blöd, geht aber nicht anders.

Ich weiss nicht wo die "Fotokurve" ist. Aber dann habe ich den LKW eingeholt und kann nur noch weiterrollern. Der Fotografin winke ich zu, Schräglage ist ja leider nicht wirklich möglich hinter einem LKW. Der LKW biegt auf einen Parkplatz ab und ich kann nochmal Gas geben. Ich "fliege" an dem Parkplatz vorbei, wo alle anderen schon warten. Erst spät kommt eine Stelle, an der ich gefahrlos wenden kann.

Immer schön freundliche Winken trotz langsamem LKW voraus.

Immer schön freundliche Winken trotz langsamem LKW voraus. Quelle: www.bildersache.de
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Dann wieder zurück nach unten zum Hotel und das ganze noch einmal. Nun klappt es besser mit dem Foto. Und auch mit dem Abbiegen auf den Parkplatz, wo alle anderen warten.

Nun klappt es besser mit der Schräglage.

Nun klappt es besser mit der Schräglage. Quelle: www.bildersache.de
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Als erste fährt die langsame Gruppe weiter. Ich ziehe noch meine Textiljacke aus, es ist mir doch zu warm. Schnell ist sie im Tankrucksack verpackt. Nun wir hinterher. Gleiche Zusammensetzung und Reihenfolge wie am Start gestern.

Es geht vorbei am Kalterer See (Lago di Caldaro). Hier gibt es links und rechts der Strasse viel Obstanbau. Ich habe den Eindruck, dass hier extensive Monokulturlandwirtschaft betrieben wird.

In Tramin a.d. Weinstrasse (Termeno s. Str. d. Vino) dann noch Volltanken. Das Benzin hier ist auf gleichem preislichen Niveau wie zuhause.

Am Molveneo See (Lago di Meolveno) machen wir in Molveno eine Kaffeepause. Der Latte Macciato, den ich mir bestelle, ist ordentlich.

Dann, nach der gemütlichen Rast, geht es weiter. Unsere Fotografin ist mit Begleitung schon voraus gefahren, wieder um Fotos von uns im vorbeifahren zu machen. Lassen wir uns überraschen wo sie uns erwischen wird.

Eine Kuh mit dem Motto 'Crazy Cows are faster' im Nacken.

Eine Kuh mit dem Motto 'Crazy Cows are faster' im Nacken. Quelle: www.bildersache.de
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Immer noch fahren wir durch Obst- und Weinanbaugebiete. Dicke grüne Äpfel und grosse dunkle Weintraubenreben sind zu sehen. Die Ernte scheint in vollem Gange zu sein. Kleine Traktoren transportieren in grossen Kisten Äpfel oder Weintrauben.

Beim Vorbeifahren an einer Kelterei oder Schnapsbrennerei ist der verführerische Duft von Tresterschnaps in der Luft. Probieren wäre schon was. Aber es geht weiter und beim Fahren trinke ich eh keinen Schluck Alkohol. Strikt.

Über St. Lorenzo in Banale und Fiave geht es zum nördlichsten Punkt des Lago di Garda bei Riva del Garda. Ein sehr touristisch, wenig einladender wirkender Ort. An der westlichen Uferlinie des Sees geht es auf der Gardesana Occidentale in Richtung Süden. Die Galerien und Tunnels, durch die wir fahren, nehmen scheinbar kein Ende. Es ist ermüdend. Der Wechsel zwischen fast völliger Dunkelheit und gleissend hellem Licht macht mir zu schaffen. Meine Augen fangen an zu tränen. Mit diesen Durchfahrten geht es weiter bis Gargnano. Hier biegen wir von der Gardesana Occidentale ab in Richtung Westen, Richtung des Lago d' Idro.

Es geht nun quer durch den Parco Regionale dell' Alto Garda Bresciano. Nun folgt ein Festival von Kurven. Besonders entlang des Lago di Valvestino, einem Stausee, sind die Kurven besonders eng. Ich bin nur noch das Motorrad von einer auf die andere Seite am umlegen. Mal in den zweiten Gang zu schalten ist fast nicht möglich. Bremsen - fast nicht nötig. Die Geschwindigkeit lässt sich fast völlig durch den Gasdrehgriff regulieren. Dankenswerter weise hat sich unsere kleine Gruppe um sortiert. Die schnelleren fahren voraus. Die mehr die Fahrt geniessen wollen, folgen nach. Eines der wenigen Stücke wo es mal geradeaus geht, ist das Stück Weg über die Staumauer.

Dann rollen wir durch Idro zu unserem Mittagsrastpunkt am Lagi d' Idro. Die Pizzeria di Cinzia in der Via Lungolago Italia 5. Das Lokal ist voll mit unzähligen Fotos italienischer Motorradrennfahrern mit originalen Autogrammfotos und andere originale Gegenstände wie z. B. einem Helm. Eine Art Museum dieser Fotos, Motorradmodelle und den anderen Souveniers zu den italienischen Motorradrennfahrern. Bei den Modellen entdecke ich die legendäre "7" von Barry Sheene und die gelbe "1" von Kenny Roberts (sen.) Und der "Doctor" fehlt selbstverständlich auch nicht. Alleine diese Sammlung ist ein Besuch des Lokales wert. Wenn man in der Nähe ist. Ich geniesse einen Rundgang durch das Lokal um Bilder, Modelle und anderes ganz genau anzuschauen. In der offenen Küche ist der Pizzabäcker seine Arbeit in einem HRC-T-Shirt am verrichten. Die Pizzen, die von uns bestellt und verspeist werden, sind gross und ausgesprochen lecker.

Am Lago di Idro auf Wasserhöhe.

Am Lago d' Idro auf Wasserhöhe.
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Pizzeria di Cinzia - ein Museum italienischer Motorradrennfahrer. Bilder selbst an der Aussenwand.

Pizzeria di Cinzia - ein Museum italienischer Motorradrennfahrer. Bilder selbst an der Aussenwand.
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Nach langer Pause geht es dann weiter. Als erste fährt die langsame Gruppe weiter. Zuerst aber mal wieder Tanken in Idro. Dann geht es zurück in Richtung Hotel Waldheim. Angekündigt ist eine eher weniger anspruchsvolle Strecke.

Zu Beginn geht es noch am Lago di Idro entlang. Dann weiter über Cimango, Tione di Tenno. In Madonna di Campiglio sind sehr viele Lifte für den Wintersport zu sehen. Nicht sehr einladend, obwohl wir hier im Parco Regionale Adamello-Brenta sind. Östlich unserer Route sind einige Dreitausender der Gruppo di Brenta zu sehen. Bei Dimaro geht es ist nordöstlicher Richtung weiter, durch Scanna di Livio weiter in Richtung Fondo. Wieder fahren die schnelleren voraus. Diese Regelung empfinde ich als sehr angenehm.

Am einer Kreuzung warten der Tourguide und ich auf zwei Nachzügler. Es dauert. Wir beginnen uns Sorgen zu machen. Ich bin kurz davor umzudrehen, um nach zuschauen, ob Hilfe benötigt wird. Der Tourguide telefoniert und es stellt sich heraus, dass alles in Ordnung ist. Wir beide fahren weiter in Richtung Hotel, dem Mendelpass (Passo di Mendola) weiter entgegen.

Kurz vor dem Hotel sind die Strassen nass. Es muss hier wohl zwischendurch geregnet haben. Der Tourguide nimmt etwas Tempo raus. Dann am Hotel biegt er ab und ich gönne mir noch einmal den Pass weiter hinauf zu fahren.

Angekommen am Hotel erfahren wir, dass es einen Unfall gegeben hat. Der Tourguide der schnellen Truppe soll auf einer schmierigen Stelle zwischen Lago di Garda und Lago d' Idro ausgerutscht sein. Er soll schon wieder stehen, wird erzählt. Das ist erstmal das wichtigste. Fahrer und Fahrzeug werden schon vom Unglücksort mit dem Transporter abgeholt. Der Transporter kommt an und unser Unglücksrabe humpelt auf uns zu. Das Haus spendiert erst mal eine grossen Grappa für ihn.

Zwischendurch schaue ich noch nach dem Ölstand bei Pummelchen. Soweit ich es sehen kann, sollte ich da etwas nachfüllen. So etwa einen Viertelliter Motoröl gönne ich dem Motor. Das ist, denke ich, bei der Strecke vertretbar.

Beim Abendessen ist der Sturz natürlich Thema Nummer Eins. Ich trinke noch ein Bier zum Essen. Eines hatte ich mir schon vor dem Essen gegönnt, während wir plaudernd vor dem Hotel auf der Terrasse gesessen haben.

Wir schauen uns das beschädigte Fahrzeug an, das verzurrt im Transporter steht. Es sieht im dunklen ziemlich ramponiert aus. Alle Blinker ab, Kühlflüssigkeit läuft aus, viele Hebeleien sind krumm. Ob das ein Totalschaden, an diesem quasi neuen Fahrzeug ist, wage ich nicht zu bewerten.

Nach dem Essen trifft sich die ganze Ausflugsgruppe in der Hotelbar. Benzingespräche, was sonst. So um 22;30 Uhr verabschiede ich mit dem üblichen "Gute Nacht" Gruss und gehe zu Bett. Zuvor noch den Wecker gestellt. Ich will morgen früh in Ruhe einpacken und frühstücken.



Sonntag, 20. September 2009, Heimreise über das Penserjoch (Passo di Pennes).

Nachdem mich mein Wecker frühzeitig geweckt hat, entscheide ich mich noch ein Viertelstündchen liegen zu bleiben. Letzendlich muss ich dann aber doch aufstehen, um in Ruhe zu frühstücken und meine Sachen ordentlich in Tankrucksack und Hecktasche zu verpacken. Ich beschliesse noch in "zivilen" Klamoten zum Frühstück zu gehen. Soviel Zeit und Komfort muss sein. Wieder koste ich den Kaffee beim Frühstück. Mein Urteil über dieses gereichte Getränk bleibt vernichtend.

Nun, nach dem Frühstück, in aller Ruhe einpacken. Dann zu Pummelchen. Über Nacht hat sich sehr viel Feuchtigkeit auf den Krädern niedergeschlagen. Verkleidung, Tank, Rückspiegel, Instrumente, Sitzbank, na fast alle Oberflächen sind Nass durch den Morgentau. Also den Lappen aus dem kleinen Stauraum unter dem Heckbürzel heraus und so gut es eben geht die Nässe entfernen. Zur Frage des Morgens wird "Hast mal nen Lappen?" Mehrmals kann ich meinen Lappen ausleihen und dann wieder auswringen. Dann sind auch Tankrucksack und Hecktasche angebracht.

Der Himmel zeigt sich nun schon in strahlendem Blau und der Morgennebel scheint sich schnell aufzulösen. Obwohl es noch Frisch ist, entscheide ich mich nur in der Lederkombi zu fahren. Keine Textiljacke drüber und kein langärmeliges T-Shirt zusätzlich für unter die Lederkombi.

Nun noch den Helm, die Handschuhe und Sturmhaube aus dem Zimmer holen. Den Zimmerschlüssel abgeben und die Getränkerechnung bezahlen. Moderate 18,50 EUR. Ich war sparsam. Dann zu Pummelchen und schon mal den Motor starten. In der Höhe merke ich, dass der Vergasermotor beginnt leicht Atemprobleme beim Kaltstart zu haben.

Dann geht es los. Die langsame Gruppe zuerst. Dann sehe ich, dass unser Tourguide auch schon den Helm auf hat. Nun aber husch, husch meinen Helm auf, um den Anschluss nicht zu verpassen. Es geht wieder über den Mendelpass (Passo di Mendola), durch Fondo in Richtung Bozen.

Hier, in Bozen, erstmal ein Tankstop. Ich schnappe mir einen Zapfhahn. Nichts passiert. Nichts von dem nötigen Kraftstoff läuft in den Tank. Was ist das denn ? Dann sehe ich das diese Tankstelle geschlossen ist und nur per Geldscheinautomat betrieben wird. Das gefällt mir garnicht. Mit vereinten Kräften, ein Mitfahrer und ein anderer Herr der mit seinem Auto zum Tanken gekommen ist, helfen mir. So kommt dann Kraftstoff für 10 EUR in den Tank. Ganz voll ist der Tank nicht, aber das wird hoffentlich bis Österreich ausreichen.

Nach dem Tanken übernimmt wieder ein Mitfahrer mit Navi die Führung. Fast zu spät, denn einmal müssen wir wenden.

Nachdem wir Bozen hinter uns gelassen haben, geht es in den Sarntaler Alpen durch das Tal des Flusses Talvera Richtung Penserjoch (Passo di Pennes). Vorbei am Schloss Runkelstein. Nach einer Weile sind die schnelleren unserer Gruppe wieder etwas voraus. Dann eine Herde Kühe, die quer über die Strasse getrieben wird. Wir mogeln uns an den wartenden Autos vorbei. Dann sind die Kühe auf ihrer neuen Weide und es geht weiter. Zwei von useer Gruppe sind mittlerweile weit voraus. Ich überhole nach und nach die Mitglieder der langsamen Gruppe. Dann bin ich an allen vorbei und versuche die beiden Ausreisser einzuholen. Bald habe ich sie wieder in Sicht. Da plötzlich eine Schafherde, die die Fahrbahn überquert. Die Tiere sind hier völlig frei sich selbst überlassen. Dumm gelaufen, ich halte besser an, um keinen Sturz zu riskieren. Dann sind die Schäflein über die Strasse und ich fahre zügig weiter. Zeitgleich mit den beiden Vorausfahrenden rolle ich auf den Parkplatz am Penserjoch (Passo di Pennes). "Dritter" meine ich fröhlich, frech zu den beiden anderen.

Die Passhöhe am Penserjoch (Passo di Pennes).

Die Passhöhe am Penserjoch (Passo di Pennes).
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Pummelchen auf dem Penserjoch (Passo di Pennes).

Pummelchen auf dem Penserjoch (Passo di Pennes).
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Blick zurück nach Italien.

Blick zurück nach Italien.
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Da geht es weiter in Richtung Brenner.

Da geht es weiter in Richtung Brenner.
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Nach und nach füllt sich der Parkplatz vor dem Alpenrosenhof auf dem Penserjoch (Passo di Pennes) mit Krädern unserer drei Gruppen und anderer Motorradreisenden. Ich entdecke eine M* G* aus den 50er Jahren. Welch ein schönes Schätzchen. Ich wechsle ein paar Worte mit dem italienischen Fahrer, der auf dem Rückweg von einer Deutschlandreise ist. Er ist vorsichtig unterwegs, berichtet er, denn die Trommelbremsen seien nicht so gut. Kann ich verstehen, es wäre schade um dieses schöne alte Motorrad.

Ein altes italienisches Motorrad auf dem Rückweg in die Heimat.

Ein altes italienisches Motorrad auf dem Rückweg in die Heimat.
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Dann spricht eine ältere Dame einen unserer Mitfahrer an. Quer über den Parkplatz sehe ich wie das Motorrad auf den Hauptständer gestellt wird. Die alte Dame krabbelt mit Mühe aber entschlossen auf das Krad. Eine herzliche Unterhaltung auf englisch beginnt. Die Dame und ihr Ehemann kommen aus Grossbritannien. Sie erzählt etwas von einer Royal Enfield. Wow. Das muss lange her sein. Mit ihrem Mann schwatze ich sicher einige 10 Minuten, sehr zu unserer beider Vergnügen. Dann geht es weiter Richtung Heimat.

Nach dem Penserjoch (Passo di Pennes) geht es weiter bis Sterzing (Vipiteno). Gegen Mittag rasten wir in Brennerbad (Terme di Brennero) im Gasthof Silbergasser. Unsere drei Gruppen rollen nach und nach auf den Parkplatz. Das Essen, ich bestelle was bodenständiges, dort ist hervorragend. Fast scheint es, als würden wir mit unserer Gruppe Motorräder auf dem grossen Parkplatz vor dem Haus andere kleinere oder grösserer Kradlergruppen anziehen. So nach und nach füllt sicher der Parkplatz mit Motorrädern. In einer dieser Gruppen ist sogar eine Y* FZR 1000 3LE. Dann fährt eine Reihe Traktoren, einer mit Wohnanhänger vorbei. Grosses Hallo und viel Gewinke bei uns und den Traktorfahrern.

Pummelchen rastet auch in Brennerbad.

Pummelchen rastet auch in Brennerbad.
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Dann weiter über die alte Brennerstrasse Richtung Innsbruck. Der Verkehr scheint zuzunehmen und wir kommen nur noch langsamer vorwärts. In einer kleinen Ortschaft biegen wir ab auf eine Nebenstrecke. Hier ist deutlich weniger Verkehr.

Innsbruck erreichen wir in Sicht der Sprungschanze. Dann in Innsbruck viele abgesperrte Strassen. Eine Trachtenveranstaltung grösseren Ausmasses. Selbst die Navis helfen nicht weiter bei der Wegsuche. Die Nachfrage bei der allgegenwärtigen Gendarmerie ergibt, dass es eigentlich nur noch eine Weg über die mautpflichtige Autobahn heraus aus Innsbruck gibt. Ohne Vignette ? Das könnte sehr teuer werden. Auf der Tankstelle, auf der wir erstmal Tanken gibt es nur 2-Monats-Vignetten für Motorräder. Also eine andere Tankstelle suchen, wo es noch die 10-Tages-Vignette für Motorräder gibt. Schon auf der nächsten Tankstelle passt es.

Nun also auf die Autobahn. Irgendwo zwischen Hall und Schwaz verlassen wie die Autobahn wieder, um auf der parallel verlaufenden Bundesstrasse Richtung Kufstein zu fahren. In Kufstein dann wieder auf die Autobahn in Richtung Inntaldreieck. Verstehe es wer will. Ich verstehe diese Streckenführung nicht. Kurz vorm Inntaldreieck bei Reischenhard wieder runter von der Autobahn und über Land weiter.

Je näher wir unserem heutigen Endpunkt kommen, um so schneller wird die Gruppe. Manchmal zu schnell. Da lasse ich dann abreissen.

Dann sind wir gegen 16 Uhr auf den Hof des Veranstalters angekommen. Noch ne halbe Stunde ratschen. Ein Erinnerungsschnapserl, den unsere Unterkunft spendiert hat, wird in kleinen Flaschen verteilt. Dann verabschiede ich mich von allen, die ich finden kann und fahre nachhause.

So gegen 17 Uhr rolle ich zuhause auf den Hof. 969 km inclusive An- und Abreise sind wir abgerollert. Nun sind es mittlerweile 6889 Kilometer die ich mit Pummelchen gemeinsam erfahren habe.

Meinen ausdrücklichen Dank an alle, das war ein "supa" Wochenende. Ein toller kleiner Urlaub für mich.

Das waren Pässe satt, schönes warmes und trockenes Wetter, prima Leute, klasse Essen, feine Unterkunft, tolle Organisation und meine Links-Kurven-Schwäche nach meinem Sturz im Mai hab ich erfolgreich behoben. Danke.

Wenns wieder los geht, ich bin dabei.



Impressum letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014

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