Rainers kleiner Weltausschnitt

Yamaha YZF 750 R

So kam Pummelchen auf meinen Hof.
So kam Pummelchen auf meinen Hof.

Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.
Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.

Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.
Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.

Yamaha YZF 750 R

Mit braunem Echtleder Sitzpolster.
Mit braunem Echtleder Sitzpolster.

Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.
Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.

Ganz schön viel Gelb.
Ganz schön viel Gelb.

Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
bauliche Änderungen
Ausfahrten 2009
Ausfahrten 2010
Ausfahrten 2011
Ausfahrten 2012
Ausfahrten 2013
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Literatur und Medien Tipps 


Prolog für die Saison 2010

Im Winter 2009/2010 habe ich einige Vorbereitungen für die Motorradsaison 2010 durchgeführt. So habe ich mir nach und nach zwei Felgensätze beschafft, von denen ich einen mittlerweise schon wieder verkauft habe. Einen habe ich nach Vilsbiburg zur Firma Dorrer zum Pulverbeschichten gebracht. Neongelb sollen sie werden. Was dann auch geklappt hat. Zuerst wurden sie mit einem Zitronengelbton "vorbeschichtet" und dann kam das Neongelb drüber. So soll das Ausbleichen der Neonfarbe vermieden werden. Das Ganze hat etwas gedauert, aber dafür ist die Qualität und der Preis dafür fast unschlagbar.

So zu Weihnachten kam dann noch ein kompletter Satz Spiegler Stahlflexleitungen hinzu. Vorderradbremse, Hinterradbremse und Kupplung sollen dann mit Stahlflexbremsleitung nachgerüstet werden.

Ein festverlegtes und gegen Durchscheuern geschütztes Batterieladekabel soll auch noch verbaut werden.

Nachdem der Felgensatz vom Pulverbeschichten zurück ist, warte ich auf halbwegs erträgliches Wetter zum Umbauen.

An einem halbwegs warmen Tag im Winter baue ich das lila Vorderrad aus. Die alte und neue Vorderradfelge bringe ich zum Einpressen von neuen Radlagern und Umbau aller Abbauteile in eine Werkstatt. Dann muss ich mich mit dem Umbau nicht rumplagen in der kalten Garage. Zwischendurch hatte ich noch einen lackierten GFK-Frontfender beschaffen können. Den baue ich auch gleich an, solange das Vorderrad nicht in der Gabel eingebaut ist. Nachdem alles zurück ist, kommt die neongelbe Felge in die Vorderradgabel und die lila Felge in die Garage. Mein erster Eindruck. Einfach Klasse.

In den letzten Tagen des März dann endlich das Pummelchen aus dem Winterschlaf in die Garage am Haus holen. Nun die rote Hinterradfelge ausbauen, um alles auf die neongelbe Hinterradfelge ummontieren zu lassen. Wieder müssen neue Radlager in die neongelbe Hinterradfelge eingepresst werden. Und wenn die Felgen schon mal in einer Werkstatt sind, lasse ich den Rest gleich wieder mitmachen.

Das Batterieladekabel habe ich auch noch unter die Fahrersitzbank verlegt. Leider sind keine passenden weiteren Steckverbinder aufzutreiben, um hier andere Geräte anschließen zu können. Das ärgert mich schon etwas.

Was ich nun mit dem bunten Felgensatz und den anderen überzähligen Teilen mache, weiss ich noch nicht wirklich.



Mittwoch, 21. April 2010

Heute werd ich Pummelchen zum vereinbarten Termin für Ölwechsel mit Tausch des Ölfilters und zum Einbau der Spiegler Stahlflex Bremsschläuche mit ABE vorne, hinten und für die Kupplung in eine Werkstatt bringen. Die Werkstatt ist in Fusswegentfernung zu meiner Arbeitsstelle. Das ist ja ideal. Da spare ich Zeit und Nerven. Und das ist es mir Wert.

Am Morgen ist es noch sehr frisch, so dass ich mich entscheide in der Textilkombi mit warmen Innenfutter zu fahren.

Auf der Autobahn, so in der Gegend um den Hofoldinger Forst ist es sehr frisch. Was ein Glück, dass ich mich für die wärmere Textilbekleidung entschieden habe.

Kurz vor München geht die Reserveleuchte an. Mist, auch noch Tanken. Mit dem letzten Tropfen im Tank mag ich Pummelchen nicht in der Werkstatt abstellen. Also die erste Tanke am mittleren Ring angefahren und den Tank befüllt. Beim Bezahlen wird mir aller möglicher Schnickschnack angeboten. Nein, Danke. Ich will nur Kraftstoff für Pummelchen, keine Rabattkarte der Tankstellenkette, kein Krimskrams für die Fussball-WM und auch keinen mit Wurst befüllten Teigriegel. Zehfix.

In der Werkstatt dann den Tankrucksack abnehmen, die Bremsleitung bereitlegen, die ich schon beschafft habe, mich umziehen und zur Arbeit gehen.

Die Abholung haben wir zwischen 17 und 18 Uhr ausgemacht. So kann die Werkstatt sich die Arbeit passend über den Tag einteilen. Nach ein paar letzten Worten mache ich mich zu Fuß auf den Weg zur Arbeit. Ganze 1.100 Meter sollen es sein bis dahin. Sagt ein bekannter Routenplaner aus dem Internet.

Der Arbeitstag geht rum und kurz nach 17 Uhr mache ich mich dann auf den Weg um Pummelchen abzuholen.

Der Zeitplan passt aus meienr Sicht perfekt. Alles Fertig und in bester Ordnung. Zwar werden die PiPos kritisch beurteilt, was das Fahrverhalten bei kalten Reifen anbelangt. Aber ich bin mit denen bisher sehr zufrieden. Noch ein paar Tipps nach was ich noch sehen sollte. Die Rechnung bekomme ich zugeschickt. Etwas plaudern noch und dann ziehe ich mich wieder um und fahre nachhause.

Bei Weyarn verlasse ich die Autobahn und fahre über Landstrasse weiter. In Kolbermoor schaue ich noch nach einem umgezogenen Motorradbekleidungsladen. Naja. Die haben schon geschlossen. Da werd ich wohl mal hinfahren müssen, wenn geöffnet ist, um mir ein qualifizierteres Urteil über den neuen Laden zu bilden.



Samstag, 24. April 2010

Heute habe ich mein weiteres Sitzbankpolster, das ich Gelb habe beziehen lassen, abgeholt und gleich montiert. Das hat schon was. Etwas provokant. Aber damit habe ich kein Problem.

Pummelchen mit gelber Fahrersitzbank.

Pummelchen mit gelber Fahrersitzbank.
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Sonntag, 25. April 2010, als Aushilfstourguide

Das war meine gemütliche Runde heute als Aushilfstourguide für den Y*-Händler meines Vertrauens.

Rosenheim - Schechen - Tattenhausen - Bad Aibling (Umleitung) - Miesbach - Leitzachtal - Hundham - Fischbachau - Bayrischzell - Sudelfeld mit Kaffeepause am Cafe Kotz (ganz alten Bekannten ausm Forum getroffen mit seiner 2LA) - Oberaudorf (noch ne Umleitung) - Sebi - Bernau - Grassau (und noch ne Umleitung) - Pettendorf - Reit im Winkl - cooles Swingen über die Deutsche Alpenstrasse - Inzell - Seebruck - Bad Endorf - Rosenheim



Mittwoch, 28. April 2010, an die Arbeit

Das Wetter ist heute gut und ich habe beschlossen mit Pummelchen an die Arbeit zu fahren. Am Morgen trödele ich ein wenig herum. Ich rolle Pummelchen in die Startposition für diesen Morgen. Zuvor habe bin ich in die Lederkombi geschlüpft. Auf lange Unterhose habe ich verzichtet, lediglich ein zusätzliches langärmeliges Funktions-Shirt habe ich zusätzlich drunter.

Nachdem ich losgerollert bin merke ich es es doch noch empfindlich kühl ist hier. Der Weg bis zur Autobahn lasse ich es langsam und mit wenig Drehzahl angehen um den Motor langsam auf Betreiebstemperatur zu bekommen.

Dann auf der Autobahn geht es in schnellerem Reisetempo Richtung München. Dieser Weg ist zwar nicht so nett, aber ich mag mich am Moregn nicht über die Landstrasse nach München verzetteln.

Bis zum Autobahnende an der A995 bei Taufkirchen geht es zügig voran. Dann aber Stau. Vom Autobahnende bis kurz vor der Donnersberger Brücke Stau. Zum Teil so dicht das ich mit Pummelchen nicht durchmogeln kann. So hat der Weg bis München weniger lange gedauert wie der Weg in München selber.

Dann ab in die Tiefgarage bei meinem Arbeitgeber und im Büro umgezogen. Hin und wieder ein Blick nach den tollen Wetter draussen.

Dann endlich Feierabend. Umziehen. Wieder in die Lederkombi. Nachdem sie Tiefgarage verlassen ist, den Weg vorbei an der Nürnberger Autobahn über den Mittleren Ring bis zur Salzburger Autobahn. Ich lass es rollen, wo es frei ist auf der Autobahn. Bei Weyarn, kurz vor dem Irschenberg, dann aber runter von der Autobahn und über Landstrassen weiter. Es geht nach Miesbach. Weiter nach Parsberg. Und nun voller Lust durch mir wohlbekannte Kurven. Der Winter hat deutlich am Strassenbelag seine Spuren in Form von zum Teil tiefen Schlaglöchern hinterlassen. Dummerweise immer rund um eine Ideallinie. So geht es weiter über Leitzach, durch das malerische Leitzachtal. Davon nehme ich bloss nicht viel wahr. Das Zusammenspiel von Gas, Bremse, Kupplung und Gangschaltung erfordert meine gesamte Aufmerksamkeit. Dann in Hundham weiter Richtung Bad Feilnbach. Nach der 60km/h Geschwindigkeitsbegrenzung lasse ich Pummelchen wieder fliegen. Hart am Gas bergauf in Richtung Rossruck. Das Vorderrad hebt sich leicht ab. Dann hart in die Bremse, da eine nicht einsehbare Linkskurve kommt, sofort gefolgt von einer schnellen langgezogenen rechts, an deren Ausgang das Gas weiter und weiter aufgezogen werden kann.

Das Ende der kurvenreichen Strecke ist bei Bad Feilbach erreicht. Dann gemässigt weiter nach Hause.

Auf dem Hof dann Kontrolle der Reifen. Meine Linksschwäche ist wieder da, wie es scheint. Aber auf der echten Reifenflanke sind erste schwache Spuren eines Graining (gemeint ist ein Abrubbeln der Reifenfläche, so dass sich kleine Würstchen bilden) erkennbar. Der Vernunftstreifen ist je Reifenflanke unterschiedlich. Links breiter als rechts. Da werd ich wohl dran arbeiten müssen.



Donnerstag, 29. April 2010, nochmal an die Arbeit, das Wetter ist einfach zu gut

Das Wetter ist immer noch trocken und wie es erscheint warm. Trotzdem beschliesse ich heute lange Unterwäsche anzuziehen. Eine gute Entscheidung, wie sich auf den Weg nach München herausstellt. Die Strecke bleibt fast die gleiche, obwohl ich darüber nachgedacht habe über einen anderen Weg nach München rein zufahren. Von dem Stau von gestern, den ich wieder erwartet hatte, keine Spur. Es läuft fast komplett mit der erlaubten Geschwindigkeit durch München durch und ich bin zeitig an der Arbeit.

Der Heimweg ist wieder der gleiche wie gestern. Und wieder verlasse ich die Autobahn bei Weyarn. Die Streckenführung ist wieder die gleiche wie gestern. Mit einem Unterschied. Ich achte sehr auf die Linkskurven, um meinem Schwäche genauer zu analysieren. Liegt es etwa an der schlechten Strasse ? Die Schlaglöcher sind oft am rechten Strassenrand in den Linkskurven, so dass ich hier keine saubere Linie fahre. Das kann ich nur austesten, wenn ich eine andere Strecke austeste, um herauszufinde ob es an mir liegt oder an der Strecke. Nun, hierfür wird es schon passende Möglichkeiten in der Saison geben.



Freitag, 7. Mai 2010, Garagenaufenthalt

Seit Tagen ist das Wetter denkbar schlecht um Motorrad fahren zu können. Pummelchen steht seit einigen Tagen in der Garage. Ein neuer Hinterradreifen ist fällig. Wieder ein Michelin Pilot Power in 180/55.

Termin ist ausgemacht und nachdem ich am Mittwoch das Hinterrad ausgebaut habe, bringe ich am Donnerstag früh das Rad weg, um den neuen Reifen aufziehen zu lassen. Ich frage ob ich warten soll oder später das Rad abholen kann. Ich soll warten. Prima. Dann spare ich mir einen Weg. Ich trinke einen Kaffee, plaudere ein wenig und schaue mir teilweise den letzten Lauf der Moto GP auf einem grossen Flachbildschirm an. Dann noch bezahlen und schon geht es wieder zurück nach Hause. Noch ein Abstecher zu einem der grossen drei Motorradzubehörläden in Rosenheim.

Dann zuhause das Hinterrad schnell in die Garage stellen. Nun erst mal gemütlich Frühstücken. Dann in die Stadt einkaufen. Ich bin ganz kribbelig, will ich doch Pummelchen wieder komplettieren. Gegen Abend dann bin ich endlich daheim und kann loslegen. So in einer halben Stunde ist das Hinterrad wieder eingebaut und die Kette gepannt. Ich lasse mir Zeit, bin ich doch noch etwas ungeübt. Dann noch die Hinterachsmutter mit einem Drehmomentschlüssel nachziehen und fertig. Nun hat Pummelchen bei 50.280km eine neuen Hinterradreifen bekommen.

Und weil ich schon mal dran bin bekommt Pummelchen auch noch neue Griffe von Rizoma. Sport Line. Ganz in Schwarz. Mit den Lenkerenden muss ich mir noch was ausdenken. Die von Rizoma passen nicht gut an die Gasdrehgriffseite. Der Drehgriff springt dann nicht mehr von alleine zurück. Das gefällt mir nicht. Also vorerst noch die originalen Lenkerenden wieder anmontieren. Um etwa 21 Uhr mache ich die Garage wieder zu. Genug für heute. Morgen ist auch noch ein Tag.

Heute wurde der Auspuffhalter von Zietech geliefert, den ich mir bei einer grossen Auktionsplattform ersteigert habe. Ein kleiner Umschlag mit Lieferschein ist alles.

Einen anderen Auspuffhalter hab ich mir gegönnt.

Einen anderen Auspuffhalter hab ich mir gegönnt.
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Die Fussraste auf der linken Seite hatte ich schon abgeschraubt. Nun ist die rechte Seite dran. Die Fussraste ist schnell entfernt. Der neue Halter mit Inbusschrauben am Rahmen befestigt. Und nun noch den Auspuff an den Halter schrauben. Doch was ist das, die originale Schraube ist viel zu lang. Mein Schreubenfundus hat auch keine M10er Inbus-Schraube mehr. Also schnell zu einem Schraubenhandel nach Rosenheim gefahren. Die passenden Schrauben incl. grossen Unterlegscheiben und selbstsicherenden Muttern sind schnell beschafft. Dann zurück, muss ich feststellen, dass die verbaute Mutter eine mit Feingewinde ist. Dumm gelaufen. Aber zum Glück hatte ich mir ja selbstsicherende Muttern mitgenommen. So ergibt sich doch eine zufriedenstellende Lösung. Mir gefällt es nun so wie es ist.

Pummelchen mit originalem Auspuffhalter incl. Soziusfussraste.

Pummelchen mit originalem Auspuffhalter incl. Soziusfussraste.
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Hier der montierte schlanke Aufpuffhalter.

Hier der montierte schlanke Aufpuffhalter.
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SWT 2010 - Wer fährt schon zum SWT um Mopete zu putzen ?

Donnerstag, 3. Juni 2010 - Anreise ca. 480 km Regen fast nonstop

Gegen 11 Uhr fahre ich los Richtung Miesbach. Dauerlandregen. Zuvor den Regenkombi an und die Regenüberhandschuhe übergezogen. Wieder mal als Michelinmännchen unterwegs. Schon wenige 100 Meter von zuhause weg komme ich nicht weiter. Die Straße ist wegen Überflutung gesperrt. Also eine Alternative suchen. Dann über Kolbermoor Richtung Miesbach. Da fällt mir auf, dass ich meine Geldbörse zu Hause liegen gelassen habe. Also noch ne kleine Schleife zu Hause vorbei. Ohne Papiere und Geld wäre das ein sehr kurzer Ausflug. Durch Kolbermoor durch. Alles kein Problem. Dann bei der Autobahnbrücke über die A8 die nächste Sperrung. Diesmal bin ich so unclever und fahre auf die Autobahn auf. Leider in die falsche Richtung. So was blödes. Also zurück bis zur Anschlussstelle Rosenheim und dort wieder auf die Autobahn in Richtung München. Am Irschenberg dann wieder runter von der Autobahn und weiter in Richtung Miesbach. Hier ist dann keine Straße mehr überflutet

Endlich auf der geplanten Route. Und immer weiter der feine Dauerlandregen. In Miesbach weiter nach Bad Tölz. In Bad Tölz dann Rettungskräfte und viele Motorradfahrer. Personenschaden ist nicht auszumachen, aber an einem Baum lehnt ein Zweizylinder Chopper und brennt. Die Feuerwehr ist mit Sprühstrahl dabei den Brand zu löschen. Aber ich glaube da ist nicht mehr viel zu retten.

Es geht weiter über die B472 nach Peissenberg und Schongau. Nun sollte ich mal langsam besser tanken. Irgendwie sind die Tankstellen an der Bundesstraße rar gesät. Das war früher mal anders, kann ich mich erinnern. In Schongau erst mal ne Tankstelle suchen. Eine echte Herausforderung. Ein funktionierender Zapfhahn ist dann doch gefunden und Pummelchen bekommt den Tank mit frischem Kraftstoff befüllt. Dann wieder zurück auf die B472 und weiter nach Marktoberndorf. Da geht es dann weiter auf der B12, vorbei an Kempten, Isny im Allgäu und Wangen im Allgäu. Bei Dauerregen hat es hier ca. +9 Grad. Durch das Nässe empfinde ich das als ganz schön kalt.

Von der B12 geht es weiter auf die B31 nach Lindau am Bodensee. Kurz vor Lindau wieder tanken. Ich kürze die Tankintervalle auf 100km. Traue ich doch der Verfügbarkeit der offenen Tankstellen nicht. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Über die B31 geht es an Lindau vorbei nach Friedrichshafen am Bodensee und Überlingen am Bodensee. Einen kurzen Blick auf den Bodensee konnte ich im Regen erhaschen. So gerne hätte ich mir die Gegend, in der ich zuvor noch nie war, im Sonnenschein angesehen. In den Ortschaften ist extrem dichter Verkehr. Wo kommen die denn alle bei dem schlechten Wetter her, frage ich mich. Ein Vorbeimogeln ist nicht möglich. Stehen die Autos doch viel zu dicht. Es geht ständig weiter über die B31 über Stockach, Engen, Geisingen, Hüfingen nach Titisee-Neustadt. Irgendwo dort tanke ich erneut wieder schon nach 100km zurückgelegter Strecke.

Der Feldberg ist nicht nur ein Gipfel im Schwarzwald, sondern auch eine Ortschaft, lerne ich beim Durchfahren. Über den Feldberg bei dickem Nebel mit unter 50 Meter Sicht. Und einfach keine Lust auf ein "Gipfelbild" bei ca. 1200 Höhenmeter.

Irgendwo bei Todtnau halte ich auf freier Strecke an einer Bushaltestelle, um die Regenüberhandschuhe endlich abzulegen. Die ollen Dinger sind leider inzwischen so eng, dass mir die Finger taub werden. Da sind nach über 20 Jahren wohl mal neue fällig. Dann geht es bei trockenem und feinem Wetter weiter über Schönau im Schwarzwald über die B317 nach Wembach und weiter über Straßen 3. Ordnung, aber mit prima Bodenbelag nach Böllen und Heubronn nach Neuenburg am Rhein. Von der B378 biege ich ab in die Stadt. Ich entdecke die Breisacherstrasse. Nun einfach weiter und die Hausnummer 37 mit der Unterkunft finden. Zuerst fahre ich daran vorbei. Zum Glück ist am Ende der Straße ein Kreisel und ich kann Problemlos wenden. Dann rolle ich als letzter auf den Hof der Unterkunft. Alles wartet schon auf mich und hat Hunger.

Nach dem Abendessen, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, dann noch Kettenpflege an Pummelchen. Der Dauerregen hat so ziemlich alles Kettenfett aus der Kette heraus gespült. Großzügig sprühe ich die Kette noch ein.



Freitag, 4. Juni 2010 - Frongraich. Frongraich.

Um 8 Uhr gibt es Frühstück. Pünktlich durch die Unterkunft. Ich hatte mit den Wecker zeitig eingestellt, um noch den inzwischen getrockneten Regenkombi und die anderen Utensilien wieder in den Tankrucksack zu packen. Heute der Ausflug in die Vogesen. "Frongraich. Frongraich." Bevor es los gehen kann muss zuerst noch ein Handwerkerfahrzeug vor dem Rolltor der grossen Garage auf die Seite fahren. Dann noch den Tankrucksack auf Pummelchen schnallen. Wir fahren in einer grossen Gruppe los. Nach etwas Anreise via Autobahn oder Schnellstraßen dann feines Kurvengeläuf.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag.
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Nu geht das los.

Nu geht das los. Quelle: FZR-Forum
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Ortsnamen und Strecke sind für mich nicht nachvollziehbar. Nach zwei kleinen Pausen zuvor ist an der Brücke "La Goutte du Lys" nach ca. 92km der Ausflug für mich zu Ende. Beim scharfen Anbremsen einer Kurve vor der genannten Brücke beginnt das Hinterrad heftig zu stempeln. Nach der Kurve gehe ich wieder ans Gas und sofort blockiert das Hinterrad. Vollständig. Kupplung ziehen. Bloß Finger und Fuß weg von der Bremse. So nach ca. 25 bis 50 gefühlten Metern in Schlangenlinien kam Pummelchen dann zum Stehen.

Die Brücke La Goutte du Lys

Die Brücke La Goutte du Lys
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Die Bremsspurschlangenlinie.

Die Bremsspurschlangenlinie.
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Das stehen Sie nun alle und warten darauf das Pummelchen wieder Rollfähig wird.

Das stehen Sie nun alle und warten darauf das Pummelchen wieder Rollfähig wird. Quelle: FZR-Forum
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Kettenriss. Damit war der Ausflug nach dieser "Zirkusreifen Nummer" für mich zu Ende. Irgendwie haben wir die kaputte Kette entfernt, damit Pummelchen wieder rollfähig wurde. Die Koordinaten des meines Standortes werden durchgegeben. Nach ca. 1-2 Stunden wurde Pummelchen und ich dann von Danobat abgeholt. Alle intensiven Bemühungen von Hai-Raider-38 zusammen mit mir noch am Freitag Nachmittag und Abend Ersatzteile zu beschaffen scheitern leider. Während Hai-Raider-38 zusammen mit mir unterwegs sind, baut Danobat zusammen mit anderen das Hinterrad aus und entfernt das defekte Kettenrad vom Hinterrad. Danke an alle für die Hilfe.

Die Schadenbilanz:

Maverick:

Pummelchen:

Verdrehtes Kettensegment.

Verdrehtes Kettensegment.
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Gesprengtes Kettennietschloss.

Gesprengtes Kettennietschloss.
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Beschädigtes Kettenrad mit Kettenradmuttern.

Beschädigtes Kettenrad mit Kettenradmuttern.
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Bremsplatte am Hinterradreifen.

Bremsplatte am Hinterradreifen..
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Alles andere: keine Beschädigungen oder Kratzer. Nochmal Danke an meinen Schutzengel.



Samstag, 5. Juni 2010 - "Auftragen - Polieren"

Um 8 Uhr gibt es Frühstück. Wieder Pünktlich durch die Unterkunft. Heute hatte mir den Wecker nicht so zeitig gestellt. Tja. Ist nicht mit Fahren. Also mache ich Pummelchen sauber. Putzen und Polieren. Erst mal mit Eimer, Putzhandschuh und Autoshampoo den groben Dreck entfernen. Sie Sonne brennt heiss am späten Morgen. Dann weiter mit ner Politur. "Auftragen - Polieren", wie bei Karate Kid. Den ganzen Tag lang. Zwischendurch erlaube ich dem Sohn des Hauses sich mal auf Pummelchen drauf zusetzen. Leuchtende Kinderaugen. Passend zu den leuchtend sauberen Felgen.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Samstag.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Samstag.
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Pummelchen sauber allein im Basislager.

Pummelchen sauber allein im Basislager.
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Danke an FZRMarlboroman für die Putzutensilien. Poah, was glänzt das Mopete. Bloß fahren kann es nicht.

Am späten Nachmittag dann ein Anruf. Och nöö. Nicht noch ein Ausfall. Danobat ruft an und fragt nach ob TAZI 998 schon da ist, um Zugfahrzeug und Anhänger zu holen. Nein, berichte ich. Es hat einen Unfall gegeben. Zwei beschädigte Motorräder sind abzuholen. Es hat Verletzungen gegeben, zu denen ich hier nichts berichten will. Wir verabreden, dass ich mich melde wenn TAZI 998 da ist. Keine 10 Minuten später rollt er auf den Hof. Er beginnt zu erzählen und ich meine, er solle sich umziehen um dann mit Auto und Anhänger zur Unfallstelle zu fahren. Sein Motorrad schiebe ich noch auf die Seite. Dann versuche ich den Zimmerschlüssel von Stickman aufzutreiben, um an seinen Autoschlüssel zu kommen. Dort sollen noch einige Verzurrgurte sein, die benötigt werden um zwei Motorräder zurückzuholen. Auch das klappt mit dem Junior des Hauses. Dann ist der Anhänger am Auto, die zusätzlichen Zurrgurte sind eingeladen und das Navi eingestellt. Errechnete Fahrzeit zum Unfallort etwa eine Stunde. Das gebe ich dann gleich per Telefon an Danobat durch.

Die beschädigten Motorräder vom Samstag auf dem Anhänger.

Die beschädigten Motorräder vom Samstag auf dem Anhänger.
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Danobat und WildeSau helfe ich am Abend noch beim Verladen ihrer Motorräder. Nach ein paar Viertelstunden dann etwas Helfen beim Verladen des einen Unfallmotorrades von heute in den Transporter.

Abends dann Live Musik im Hotel. Gegen 11 Uhr ziehe ich mich zurück. Das Kopfweh ist einfach zu nervig und morgen will ich fit sein, um bei der Rückfahrt auch als Fahrer einspringen zu können.



Sonntag, 6. Juni 2010 – ne Kuh neben gelben Felgen auf nem Anhänger

Rückreise. Wieder um 8 Uhr gibt es Frühstück. Wieder pünktlich durch die Unterkunft. Heute lasse ich mir ganz viel Zeit beim Aufstehen. Nach dem Frühstück die ersten Verabschiedungen. Immer noch ist noch nicht ganz klar was mit einem der Unfallverletzten los ist. Dann noch ein Plattfuss an einem Motorrad. Vor Ort wird mit passenden Werkzeug der Hinterradreifen für den nach Hauseweg geflickt. Respekt. Nachdem die Kuh auf den Motorradanhänger verladen ist, ist Pummelchen dran. Premiere. Noch meinen persönlichen Kram in das Zugfahrzeug einladen. Dann geht es gegen 11 Uhr ab nach Rosenheim. Auf der Autobahn scheint diese Kombination ein echter Hingucker zu sein. Zu Beginn der Fahrt sehr dichter Reiseverkehr. Dann ab Pforzheim geht es besser.

Wir beschließen in München erst noch zusammen die Kuh abladen, weil es zu zweit einfacher ist. Dann weiter nach Rosenheim und Schechen.

Klappt alles Prima. Danke fürs nach Hause bringen Brisch.

Fazit: Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage. Beim, dann dritten Anlauf zum SWT, sollte es dann doch klappen.

Allen, die nicht so glimpflich davon gekommen sind, von Herzen gute Besserung.

Den anderen ne schnelle, preiswerte Reparatur der technischen Schäden.



Motorrad FRANZ Wochenendtour 2010 in den bayrischen Wald

Freitag, 18. Juni 2010 – Anreise in den Bayrischen Wald

Früh um 5:15 Uhr klingelt der Wecker. Nach Morgentoilette und Frühstück will ich zeitig losfahren zum Treffpunkt nach Schechen. Mein Gepäck, den Tankrucksack und die Hecktasche habe ich bis auf die letzten Kleinigkeiten schon gepackt. Nun noch auf Pummelchen schnallen und die Regenhauben drüber. Ich traue dem Wetter einfach nicht. Ab in die Regenkombi und die neuen wasserdichten Handschuhe an. Dann soll es los gehen. Noch ein Kontrollblick auf die Beleuchtung. Sch... Abblendlicht, Standlicht und eine Rücklichtbirne ohne Funktion. Na, hoffentlich ist das nicht der Regler. Ich fahre also erst mal ohne Licht zum Treffpunkt, um dort zu prüfen was los ist.

Am Treffpunkt bin ich mit einer von den ersten. Kurze Begrüßung. Hecktasche abladen und in das Begleitfahrzeug verladen. Dann Fehlersuche. Zuerst das Abblendlicht. Die Birne ist defekt. Dann das Standlicht. Auch hier ist die Birne defekt. Und am Rücklicht ist bloß ein Wackelkontakt. Aufatmen. Komisch war es schon. Vielleicht lag es an dem vielen Regen bei der langen, nassen Anreise in den Schwarzwald vor etwa zwei Wochen.

Kurze Gruppeneinteilung. Dann geht es los. Zuvor habe ich die Regenkombi doch noch verstaut und die Regenhandschuhe gegen normale Handschuhe getauscht.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag. Quelle: Motorrad FRANZ
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Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag.

Die Kräder vereint am frühen Morgen vor der Ausfahrt am Freitag. Quelle: Motorrad FRANZ
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Nu geht das los.

Nu geht das los. Quelle: Motorrad FRANZ
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Zigarettenpause auf der österreichischen Seite der Salzach in Wanghausen. Gegenüber ist ein Ende der Burg von Burghausen gut zu sehen. Ich wechsle das klare Visier gegen das verlaufend getönte. Die Sonne blinzelt schon mal hin und wieder recht hell und ich muss die Augenlieder ganz schön zusammen kneifen.

Burghausen.

Burghausen. Quelle: Motorrad FRANZ
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Die erste Etappe soll etwa 120 Kilometer lang sein. Ziemliche genau dann nach 120 Kilometer dann ein Tankstopp. Für mich. Pummelchen hat den kleinsten Tank der Fahrzeuge. Alle anderen haben an Ihren Tourern größere Tanks. Ein kleines Stück weiter dann Mittagspause in Simbach am Inn.

Beim Mittagessen beginnt das Fußballspiel der deutschen Mannschaft im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2010. Viele Fans sind im Lokal. Eine Vuvuzela ist auch da. Was ein Lärm.

Das Essen ist nicht so dolle. Die Putenstreifen in meinem Essen scheinen nicht ganz durchgebraten zu sein. Mein Magen meldet sich prompt. Oder lag es an dem eiskalten Mineralwasser ?

Dunkle Wolken ziehen heran. So brechen wir auf zur zweiten Etappe. Es bleibt noch trocken. Immer wieder biegt unser Tourguide so ab, das wir auf die sehr dunklen Wolken zu fahren. Aber irgendwie wechseln wir dann doch noch die Richtung dorthin, wo es heller ist.

Ungefähr 20 Kilometer vor dem Ziel dann noch eine kleine Pause. Nun ziehe ich doch noch die Regenkombi an und wechsle die Handschuhe. Das letzte Stück zum Hotel scheint unter schweren Regenwolken zu liegen. Ganz kurz vor der Unterkunft noch ein Tankstopp. Wieder tanke ich. Damit morgen nicht unnötig Zeit zum Tanken verstreicht.

Nach ein paar Minuten sind wir dann am Ziel, dem Gut Riedelsbach. Es hat nicht mehr geregnet. Das ist die Hauptsache. Aber die Straßen waren noch sehr nass.

Pummelchen steht in einer Halle, als ältestes Motorrad aller teilnehmenden Fahrzeuge. Pummelchen ist zugeparkt, ein Diebstahl ist nicht möglich, zuerst müssen zwei Dutzend andere Motorräder entfernt werden.

Das Schild der Unterkunft an der Einfahrt.

Das Schild der Unterkunft an der Einfahrt.
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Pummelchen in der Halle.

Pummelchen in der Halle.
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Begrüssungsgoodie auf meinem Zimmer

Begrüssungsgoodie auf meinem Zimmer. Quelle: Motorrad FRANZ
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Tankrucksack abladen und das Zimmer beziehen ist angesagt. Das Gepäck, also auch meine Hecktasche, ist schon auf die Zimmer gebracht worden. Auf meinem Zimmer angekommen, steht da eine falsche Tasche. Erst mal suchen, wo mein Kram ist. Wurden da doch die Zimmernummern verwechselt. Schnell ist das geklärt. Dann auspacken und einrichten. Ich beschliesse noch den Pool des Hauses aufzusuchen, um meine Knochen im Wasser zu entspannen. Ein kleiner Pool, aber sehr entspannend im Wasser herumzuplanschen. Ne Runde schwimmen ist eher nicht möglich. Aber das macht nix.

Begrüßungsgetränk, irgendwas mit Weißbier und Obst. Ich verzichte Dankend. Am Tresen der Wirtschaft, die auch Brauerei ist, kann man die Biersorten in kleinen Gläsern probieren. Von den drei Sorten schmeckt mir das Dunkle am besten. Zum Essen trinke ich ein dunkles Bier. Danach nur noch Mineralwasser.

Zum Abendessen wurde bei der Ankunft ein Zettel mit den Auswahlmöglichkeiten herumgereicht. Ich habe mich für ein Schnitzel entschieden. Ein Riesenschnitzel wird gebracht. Die meisten schaffen es nicht, die großen Portionen aufzuessen. Welche eine Verschwendung von Nahrungsmitteln. Wozu ist es gut, solch große Portionen anzubieten ?

Das Riesenschnitzel.

Das Riesenschnitzel. Quelle: Motorrad FRANZ
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Samstag, 19. Juni 2010 – „Regentraining“ im Bayrischen Wald

Mein Mobilfunktelefon fungiert als Wecker und beendet meine Ruhe um 6:00 Uhr. Morgentoilette und Ausrüstung vorbereiten. Der Tankrucksack ist schnell gepackt.

Frühstück gibt es ab 08:00 Uhr. Ich bin schon viel früher fertig und gehe an die frische Luft vor die Unterkunft. Dort ist der eine oder ander auch schon anzutreffen um frische Luft zu tanken, zu ratschen, nach dem Wetter zu schauen und auf das Frühstück zu warten. Zwischendurch montiere ich meine Tankrucksack auf Pummelchen.

Vor der Halle teilen wir uns in zwei unterschiedlich grosse Gruppen auf. Dann geht es los, ich traue mich erstmal ohne Regenkombi.

Blick aus dem Fenster morgens um 7 Uhr. In der Halle am rechten unteren Bildrand standen die Motorräder.

Blick aus dem Fenster morgens um 7 Uhr. In der Halle am rechten unteren Bildrand standen die Motorräder.
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Kurz vorm Start der Samstagtour.

Kurz vorm Start der Samstagtour. Quelle: Motorrad FRANZ
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On the road.

On the road. Quelle: Motorrad FRANZ
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Nach wenigen Kilometern der erste Stopp und doch ab in die Regenkombi. Es beginnt zu tröpfeln und ich riskiere es nicht mit nasser Lederkombi das Wochenende zu verbringen.

Auf dem Parkplatz am Arbersee (Höhe über NN 935 m) erst mal den Regenkombi ablegen und provisorisch in den Tankrucksack verpacken.

Arber See.

Arber See. Quelle: Motorrad FRANZ
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Beim Mittagessen in einem Lokal direkt an Arbersee wird gefragt, wer sich das in der Nähe liegende Silberbergwerk besichtigen möchte.

Es melden sich eine recht großen Anzahl an Interessenten. Ich bin noch unschlüssig. Nach dem Mittagessen, ich hatte Boeuf á la mode ausgewählt, entscheide ich mich doch noch dafür auch das Silberbergwerk anzusehen. Spekuliere ich doch darauf ein nettes Mitbringsel aus Silber erstehen zu können.

Auf dem Parkplatz am Silberbergwerk erst mal Warten und dann auch noch Suchen eines Teilnehmer der auf dem Weg vom Arbersee zum Bergwerk sich der falschen Gruppe angeschlossen hat. Leider wird er nicht gefunden, so dass wir dann beschließen ohne ihn die Besichtigung zu starten.

Blödsinn machen und warten.

Blödsinn machen und warten. Quelle: Motorrad FRANZ
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Das Silberbergwerk liegt auf halber Höhe des Sesselliftes dort. Um dorthin zu gelangen kann man einen Weg bergan laufen oder mit dem Seeseillift fahren. Wir entscheiden uns sehr schnell für den Sessellift. Runter vom Berg geht es dann mit einer Sommerrodelbahn. Das wird bestimmt ein Spaß. Wir mit unseren Motorradklamotten auf den Sommerrodeln. Nach dem Zahlen für die Karten für Sessellift und Sommerrodelbahn geht es bergan mit dem Sessellift. Die Helme können wir dankenswerter Weise an der Talstation des Sesselliftes an einer trockenen Ecke zurück lassen.

Erst mal das Eintrittsgeld für das Silberbergwerk entrichten. Wir schließen uns einer Gruppe an. Wir mal bin ich beeindruckt über die Arbeitsbedingungen unter denen in einem Bergwerk gearbeitet werden musste. Zum Beispiel der Staub und Lärm eines Bohrhammers um Sprenglöcher zu bohren. Ohrenbetäubender, fast schmerzender Lärm und feiner Staub der in der Luft liegt. Kaum zu glauben das das Bergwerk ein Ort sein soll in dem Asthmapatienten Linderung erfahren sollen durch das dort herrschende Klima.

Die Sommerrodelbahn.

Die Sommerrodelbahn. Quelle: Motorrad FRANZ
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Aufbruch vom Parkplatz am Silberbergwerk und der Sommerrodelbahn.

Aufbruch vom Parkplatz am Silberbergwerk und der Sommerrodelbahn. Quelle: Motorrad FRANZ
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Auf dem Weg zurück zur Unterkunft.

Auf dem Weg zurück zur Unterkunft. Quelle: Motorrad FRANZ
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Immer dem Tourguide hinterher.

Immer dem Tourguide hinterher. Quelle: Motorrad FRANZ
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Der vorletzte Tankstopp auf der Fahrt zur Unterkunft.

Der vorletzte Tankstopp auf der Fahrt zur Unterkunft. Quelle: Motorrad FRANZ
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Zurück in der Unterkunft erstmal die Ausrüstung versorgen. Die nasse Regenkombi und die Regenhaube des Tankrucksackes kommt auf meine mitgebrachte Wäscheleine, die ich quer durch das Zimmer gespannt habe. Dazu auch die Lederjacke und Lederhose des Kombis. Die feuchten Handschuhe und die Stiefel stelle ich zusammen mit dem halb ausgeräumten Tankrucksack neben die Heizung zum trocknen.

Nachdem die nasse Ausrüstung zum Trocknen hängt, will ich noch etwas für mich tun. Ich beschliesse wieder den Pool des Hauses aufzusuchen. Entspannen im warmen Wasser. Im Pool dann ein wenig schwatzen. Sehr entspannend.

Meine Klamotten auf der mitgebrachten Wäscheleine im Zimmer trocknen.

Meine Klamotten auf der mitgebrachten Wäscheleine im Zimmer trocknen.
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Zum Abendessen habe ich mich für Kaiserschmarren entschieden. Hoffentlich nicht wieder eine solch große Portion. Das über den Tag aufgenommen Video wird auf einem Fernseher gezeigt. Zeitig, so gegen 22:00 Uhr gehe ich zu Bett um morgen für die Heimfahrt fit zu sein.



Sonntag, 20. Juni 2010 – Abreise zurück in heimische Gefilde

Wieder nutze ich mein Mobilfunktelefon als Wecker. Der Weckton beendet meine Ruhe um 6:00 Uhr. Ich bleibe noch ne Viertelstunde liegen. Einfach keinen Antrieb aufzustehen. Dann Morgentoilette und die Ausrüstung verpacken. Auch die hilfreiche Wäscheleine einrollen. Sie hat gute Dienste geleistet. Der Tankrucksack ist dann auch schnell fertig gepackt. Ich bin ja in Übung.

Frühstück gibt es wieder ab 08:00 Uhr. Ich bin zeitig fertig und montiere ich meinen Tankrucksack auf Pummelchen. Diesmal gleich mit Regenschutzhaube.

Nach dem Frühstück werden die Motorräder aus der Halle herausgerollt. Zuvor wurde das große Gepäck wieder in das Begleitfahrzeug verladen. Dann noch das obligatorische Gruppenbild. Alle tragen Regenschutzbekleidung, da es mal mehr, mal weniger tröpfelt. Dann geht es langsam los.

Der Rückweg führt durch das wolkenverhangene und regennasse Passau am Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz. Es geht zum Teil durch enge, beschauliche Gassen mit nassem Kopfsteinpflaster. Das wäre bei schönem Wetter ganz sicher ein Genuß anzuschauen. Ganz unvermittelt sind wir wenig später wieder in Österreich.

Passau im Regen.

Passau im Regen. Quelle: Motorrad FRANZ
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Durchs Innviertel. Über eine Hochebene. Sicherlich gäbe es hier wundervolle Aussichten, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Es regnet in einem fort. Mal stärker, mal schwächer.

Dann Mittagspause. Es hat etwas aufgeklart. Unsere Gruppe ist die erste an der Gaststätte. Dort wurden sogar Parkplätze für unsere Motorräder reserviert. Respekt. Fürs Mittagessen erstmal raus aus der Regenkombi. Das nasse Wetter hat mich ausgekühlt. Dummerweise habe ich mein Funktions-Shirt mit den langen Ärmeln in dei Hecktasche verpackt. Die fährt im Begleitfahrzeug gen Heimat. Ich bestelle mir eine heisse Schokolade mit Sahne. Dann noch eine ohne Sahne. Die Wärme kommt langsam bei meine Füßen an. Nach den Essen geht es im Regenkombi weiter Richtung Startpunkt vom Freitag. Unterwegs werden es immer weniger in der Gruppe, denn der eine oder andere klinkt sich schon aus um, auf kürzerem Weg, nachhause zu fahren. Angekommen am Start- und heutigem Zielpunkt warten wir noch auf die zweite Gruppe. Auf dem Rückweg hat es einige kleinere Schäden gegeben. Nix schlimmes, nur Umfaller. Ärgerlich sind die Kratzer allemal. Dann noch allgemeines Verabschieden und dann rollere ich auch nachhause.

Fazit: Ein tolles Wochenende mit viel Spass, trotz Regenwetter. Die Strecken wären bestimmt bei schönem Wetter noch schöner gewesen. Bei bedecktem Himmel und Regenwetter hatte ich keine Lust viele Bilder zu machen. Fürs Wetter kann aber keiner was.

Technisches Fazit: Der Kauf der wasserdichten Handschuhe von Held hat sich sehr gelohnt. Auch die wasserdichten Stiefel von Sidi haben sich erneut bewährt. Die Regenkombi scheint Qualitätsmäßig nicht so dolle zu sein, denn die Reißverschlüsse der Weitenverstellung der Hosenbeinenden reißen schon aus.



Sonntag, 1. August 2010 – Sonntagsausfahrt mit Motorrad FRANZ

Am Samstag zuvor war ich noch Tanken und den Luftdruck kontrollieren - Rosenheim - in Schechen Treffen um 09:30 Uhr, insgesamt fahren wir mit 11 Fahrzeugen los. - Bad Aibling - Miesbach - in Hausham die erste Pause auf einer Tankstelle, ich tanke sofort wieder voll - Gmund am Tegernsee - Leitzach bei Miesbach - Kreuth - Sylvenstein Stausee bei Lenggries - Mautstrecke bei Hinterriß.

Mautquittung für den Weg zur Eng.

Mautquittung für den Weg zur Eng.
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Eng - Mittagspause, hier bekomme ich die schlechtesten Käsespätzle die ich jemals gegessen habe, hier verabschieden sich zwei der Mitfahrer, sie haben noch was anderes vor. Der Tourguide tauscht sein Motorrad, ein Vorführfahrzeug die neue Super Tenere von Yamaha mit einem anderen Mitfahrer. Auf die brauche ich mich nicht mal draufsetzen, dafür sind meine Beine zu kurz. Selbst die höhenverstellbare Sitzbank nutzt da nix. - Vorderriß bei Lenggries.

Mautquittung für den Weg nach Wallgau.

Mautquittung für den Weg nach Wallgau.
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Mautstrecke nach Wallgau - vorm Kesselberg auf nem Parklpatz nochmal ne kurze Pause - am Ende der Ortsdurchfahrt von Kochel am See eine kleine Pause auf einer kleinen Tankstelle, wieder tanke ich nach. Pummelchen hat nun mal den kleinsten Tank in dem "Starterfeld" - kurz vor Bad Tölz noch eine Einkehr in der Krapfenhütte für Kaffee und Kuchen, ich gönne mir einen versunkenen Kirschkuchen. Aber bitte mit Sahne - Miesbach - Schechen - Rosenheim. Aufs Fotografieren hatte ich einfach keine Lust, ich hatte nichtmal einen Fotoapparat dabei.

Das war wieder ne schöne gemütliche Ausfahrt. Warm war es, sehr warm.



Impressum letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014

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