Rainers kleiner Weltausschnitt

Yamaha YZF 750 R

So kam Pummelchen auf meinen Hof.
So kam Pummelchen auf meinen Hof.

Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.
Die frisch Neongelb gepulverten Felgen.

Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.
Den dreifarbigen Frontfender und die vordere neongelbe Felge montiert.

Yamaha YZF 750 R

Mit braunem Echtleder Sitzpolster.
Mit braunem Echtleder Sitzpolster.

Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.
Andere Auspuffbefestigung, Handgriffe und Hebel.

xxx.
Ganz schön viel Gelb.

Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
bauliche Änderungen
Ausfahrten 2009
Ausfahrten 2010
Ausfahrten 2011
Ausfahrten 2012
Ausfahrten 2013
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Literatur und Medien Tipps 


SWT 2012 - Neuer Versuch.

Donnerstag, 7. Juni 2012 - Anreise ca. 480 km - Trocken.
Pummelchen beladen in der Box vor dem Start

Pummelchen beladen in der Box vor dem Start
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Trocken. Vollsperrung in Waakirchen wegen einer Prozession mit Pferden. Die Feuerwehr sperrt ab. Stau in Bad Tölz. Unfall oder Baustelle ist nicht genau auszumachen. Erster Tankstopp nach ca. 100km auf dem Tageskilometerzähler nach Bad Tölz.

Zweiter Tankstopp in Lindau mit Visier reinigen. Es tröpfelt ein wenig. Viel Verkehr und Stau am Bodensee. Viele Blitzer in den Ortschaften, die sich nacheinander, wie Perlen aneinander reihen. Und dann auch noch eine lange 30km/h-Zone. Das nervt. Scheinbar kommt man gar nicht voran. Bei dem vielen Verkehr traue ich mich nicht vom geplanten Weg abzuweichen. Gerne wäre ich mal ans Ufer des Bodensees gefahren. Auf dem weiteren Weg auch mal Kraftfahrstraßen zwischen den Ortschaften.

Rast unter einem Pavillon bei einem Supermarkt, da es leicht regnet. Nach 10 Minuten kann es weitergehen. Es ist warm. Kinder mit Rollerblades spielen auf dem Parkplatz.

Dritter Tankstopp vorm Feldberg (Schwarzwald). Wieder runter vom Feldberg ziehe ich den Unterziehrolli aus. Es wird mir einfach zu warm. Wieder mal Visier reinigen.

Mit Pummelchen dieses Jahr im Trockenem auf dem Feldberg.

Mit Pummelchen dieses Jahr im Trockenem auf dem Feldberg.
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Die Suche nach der Unterkunft in Argen ist leider erfolglos. Also rufe ich in der Unterkunft an, um nach dem Weg zu fragen. Der Herr am Telefon ist sehr unfreundlich. Fast wäre ich umgedreht und hätte auf diese Unterkunft verzichtet. Ich soll zurück Richtung Müllheim und dort nach rechts abbiegen. Insgesamt hat das Wetter heute zum Glück bis hierher gehalten.

Mein Zimmer ist ein Viererzimmer in Einzelbelegung. Dieses Zimmer hat auch schon viel bessere Zeiten gesehen. Der Gartenteil, der vom Fenster aus zu sehen ist, ist sehr verwildert. Wenig nach meiner Ankunft der erste kräftige Regenschauer. So hatte es der Wetterbericht ja vorher gesagt.

Dieses Zimmer hat auch schon viel bessere Zeiten gesehen.

Dieses Zimmer hat auch schon viel bessere Zeiten gesehen.
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Abendessen in der Unterkunft. Naja, in Afrika war das Essen viel besser. Ich trinke Mineralwasser, keine alkoholischen Getränke. Der Organisator gibt die vorbereiteten Tourunterlagen für Freitag und Samstag aus.



Freitag, 8. Juni 2010 - Regen, Regen, Regen und Schauinsland.

Ab 3 Uhr bin ich wach und kann nicht wieder einschlafen. Ich habe Schmerzen. Mache mir auch Gedanken zu den Touren und zum Heimweg. Bin ich noch schnell genug für die anderen unterwegs? Ich würde mir gern gemütlich die Landschaft ansehen. Eine Gruppeneinteilung gibt es leider nicht.

Der Wetterbericht verspricht ab 11 Uhr das Ende des Dauerregens. Das stimmt nicht. Es regnet buchstäblich Bindfäden. Mit einigen Autos fahren wir zum Kaffee trinken in ein Cafe in der Nähe. Zwischendurch hellt es immer mal wieder auf und wir hoffen doch noch mit den Motorrädern fahren zu können.

Pummelchen bei den Kumpels.

Pummelchen bei den Kumpels.
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Hauptsache im Trockenem.

Hauptsache im Trockenem.
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Es regnet bis in den späten Nachmittag. Der heutige Ausflug in die Vogesen fällt also ins Wasser. Wer weiß. wofür es gut ist. Habe ich zu dieser Gegend ein schlechtes Gefühl und keine guten Erinnerungen aus 2010. Wir beschließen am späten Nachmittag doch noch ne Runde zu fahren. Einige andere fahren mit dem Auto nach Freiburg zum bummeln. Dann geht es zum Schauinsland. Danobat führt die Gruppe mit Manta-Point, FZR-Heiner, Tobi, Effzett, Bruchbilot, Zerocool und mich an. Ich muss unterwegs Tanken. An der Tankstelle Stau. Generelle Probleme mit der Technik bei der Abrechnung. Die anderer rollen weiter. Passt schon, denn an der Stelle ist es schlecht zu warten. Nach dem Tanken ist die Gruppe weg. Ich fahre immer geradeaus weiter. An einer Kreuzung werden sie wohl schon warten. Immer weiter fahre ich, aber niemand in Sicht. Dann ein Schild zum Schauinsland. Na, dann dort lang. Noch immer keiner zu sehen. Ich lasse es ein wenig fliegen. Die Straßen sind zum Teil noch triefend Nass und auch von Wasser ausgespültes Geröll liegt auf dem Weg. An einer Stelle fließt Wasser quer über die Straße.

Die Gruppe finde ich wieder auf halber Höhe des Schauinsland an einer weit einsehbaren Kurve. Da ich zügig unterwegs bin, muss ich kräftig bremsen, um auf diesen Parkplatz abbiegen zu können. Das Ganze war ein Missverständnis bei meinem Tankstopp. Macht ja nix, wir haben uns ja wieder gefunden. Wir fahren gemeinsam den teilweise nassen Schauinsland herunter und wieder hinauf zu diesem Parkplatz.

Noch mal das Ganze. Wir überlegen. Die Zeit ist schon so weit fortgeschritten, dass wir besser zurück zur Unterkunft fahren, um zeitig für das gemeinsame Abendessen fertig zu sein.

Zurück in der Unterkunft erst mal den Ölstand kontrollieren und etwa 200ccm Öl nachfüllen. Auch noch die Kette schmieren. Tankrucksack abnehmen und Duschen.

Mit vorhandenen Autos fahren wir gegen 19:30 Uhr zum Abendessen in eine Gaststätte in der Nähe. Zum Abendessen bestelle ich mir auf Empfehlung einen Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffel und Salat. Der Hammer. Der Geschmack und die Menge sind ausgezeichnet. Erstklassig! Mehr hätte es nicht sein dürfen. Dazu nur Mineralwasser.

Dann die Nachricht, dass es einen schlimmen Ausfall gegeben hat. Eine FZ 750 liegt am Schauinsland im Graben. Der Fahrer wird mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Zu den Details werde ich hier nichts berichten. Das Motorrad wird per Anhänger von Danobat und Rüttelplatten-Driver eingesammelt.

Zurück in der Unterkunft schauen wir uns das Fahrzeug an. Es sieht schlimm aus. Die Stimmung ist etwas gedrückt nach diesem Vorfall. Gegen 22 Uhr gehe ich zu Bett.



Samstag, 9. Juni 2010 - Genussfahren mit der Krabbelgruppe.

Geschlafen bis etwa 6 Uhr. Der Blick aus dem Fenster zeigt einen stark bedeckten Himmel. Frühstück ab 7 Uhr. Tankrucksack auf Pummelchen abringen. Die Sonne kommt raus und es wird warm. Meine Textiljacke packe ich aus dem Tankrucksack wieder aus und lasse sie in der Unterkunft.

Gegen 9:30 Uhr geht es mit der Krabbelgruppe zum Fahren mit Genuss los. Die „Tourguidein“ führt uns kreuz und quer durch den Schwarzwald. Zum Mittagessen kehren wir in einer Bikerkneipe in Todtnau ein. Buffet. Essen soviel jeder mag. Ich nehme einen Teller mit Salat und noch eine Brühwurst mit Kartoffelsalat zu mir. Das reicht. Wenig später noch tanken und weiter durch den schwarzen Wald.

Vor mir fährt ein Motorradneuling. Sein Fahrstil lässt dies deutlich erkennen. Er fragt mich in einer kleinen Pause wie er denn so fährt. Das erzähle ich gern und gebe ihm einen kleine Tipp.

 Rast auf dem Waldparkplatz Kreuzweg.

Rast auf dem Waldparkplatz Kreuzweg.
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Schwarzwaldpanoramablick.

Schwarzwaldpanoramablick.
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Gegen Ende der Tour lässt die Konzentration nach. Bei mir und auch bei den anderen. Letzte Rast auf dem Waldparkplatz Kreuzweg (1079 Meter). Auch wird das Tempo spürbar schneller. Ausklang der gemeinsamen Ausfahrt ist in einem Cafe mit besonders großen und sehr lecker aussehenden Schwarzwälder Kirschkuchenstücken. Bevor es zur Unterkunft geht, noch mal voll tanken, um für die morgige Heimreise fertig zu sein.

Zurück an der Unterkunft sind die Garagenplätze alle schon belegt. Pummelchen stelle ich unters Dach vor dem Eingangsbereich ab. Tankrucksack abnehmen. Ölstand kontrollieren. Kette schmieren. Morgenfrüh will ich zeitig los. Das Wetter soll eher nass werden. Auweh.

Auf meinem Zimmer verpacke ich schon mal die Dinge, die ich morgen früh nicht mehr brauche. Ist ja nicht viel zu verpacken. Ich überlege morgen gleich die Regenkombi anzuziehen. Oder doch nur die Textiljacke über die Lederkombi zu tragen. Meine Entscheidung fällt für die Textiljacke und gegen die Regenkombi aus.

Abendessen in einem Ausflugslokal am Rhein. Geschmückt für die Fußballeuropameisterschaft. Fußball, och nöööö. Zum Essen wähle ich Schnitzel mit Pommes. Die Pommes sind gut. Am Tisch Benzingespräche und andere, auch ungewöhnliche, Themen. Ich werde auf meinen Buch- und Lesetipps von meiner Homepage von einem Tourmitfahrer angesprochen. Das Fußballspiel verfolge ich an den Bildschirmen im Lokal eher nicht. Mein Essen ist verspeist. Mein Getränk ist alle. Da gehe ich halt an die frische Luft, denn im Lokal ist es warm und stickig. Im Freien ist es viel angenehmer. Dort plaudern wir weiter. Gegen 23 Uhr Aufbruchstimmung. Rechnung bezahlen. Anstehen an der Kasse, um das Geld los werden zu können.

So um 23:30 Uhr dann auf meinem Zimmer ab ins Bett, denn die Rückreise morgen wird sicher anstrengend.



Sonntag, 10. Juni 2010 – Dunkle Wolken am Himmel - Frühstart nach Hause.

Wecken um 06:30 Uhr. Um 7 Uhr Frühstück? Nein, am Sonntag erst um 8 Uhr wird uns unfreundlich mitgeteilt.

Etwas Brot, Wurst, Marmelade und ein Brotaufstrich als Butter müssen es tun. Das Ganze wird fast wiederwillig bereitgestellt. Ein Joghurt und ein Multivitaminsaft dazu. Dann doch noch eine Tasse Kaffee ohne Milch. Die Milch ist halt noch nicht da. Die meisten schlafen noch um diese Zeit und bekommen dieses Servicedrama nicht mit.

So um 08:30 rolle ich nach kleiner Verabschiedung vom Hof der Unterkunft. Ich hoffe die Nebenstraßen bis zur Bundesstraße zum Feldberg noch im Trockenen bewältigen zu können. Schon beim Start ziehe ich die Textiljacke drüber und die Regenhandschuhe an. Richtige Entscheidung, denn es ist recht frisch. So um die 13 bis 15 Grad Celsius kann ich an einer Temperaturanzeige auf der Strecke ablesen.

Erster Tankstopp noch vor dem Bodensee um 10:31 Uhr in Engen auf der Aachener Strasse bei 130km auf dem Tageskilometerzähler. Wieder sehr dichter Verkehr am Bodensee. Stop and Go. Der Verkehr ist so dicht, dass ein Vorbeimogeln nicht möglich ist. Zwischendurch wird es doch noch so nass, dass ich bei einem Bushaltestellenhäuschen anhalte, um doch noch in die Regenkombi zu schlüpfen.

Letzter Tankstopp in Kempten nach einer weiteren Etappe von 156km. Der volle Tank sollte nun bis nachhause reichen. Kurz zuhause anrufen. Dort hat es starke Gewitter. Halbwegs trocken komme ich zuhause an.



12. FZR-Treffen in St. Andreasberg im Harz. Donnerstag, 23. August 2012

Ein normaler Arbeitstag. Bis ca. 16:00 Uhr im Büro. Zusammen mit einem Kollegen mache ich mich auf den Nachhauseweg. Am Hauptbahnhof in München trennen sich dann unsere Wege.

Mein Zug nach Rosenheim fährt heute von einem anderen Gleis ab. Grund ist ein Sonderzug für die jährliche Raggae Veranstaltung am Chiemsee. Sehr viele junge Leute wollen dort mit Sack und Pack hin. Schlafsäcke, Zelte, Campingstühle und Gummistiefel sind zu sehen. Ihren Müll, Pappbecher, Verpackungsmaterial und dergleichen lassen sie einfach auf den Bahnsteig fallen. Merkwürdige Spaßgesellschaft. Der restliche Weg nachhause wie jeden Arbeitstag.

Das Regenradar in Internet zeigt für den Weg zum Ostbahnhof Gewitter mit vielen Blitzen an. Wie immer halt, wenn ich den Autozug benutze. Ich warte noch ne halbe Stunde ab, nachdem ich was zu Abend gegessen und noch mal geduscht habe. Aber es nutzt nix. Ab in die Regenkombi. Vom Hof herunterrollend regnet es kräftig. Die Blitze des Gewitters haben zum Glück nachgelassen. Stau am Irschenberg. Durchmogeln. Der Regen wird stetig schwächer. Richtung München wird es heller, ja die Sonne ist zu sehen wie sie untergeht. Schon blöd. Aber wegen der geplanten Verladezeit 21:20 musste ich los. Leider im Regen.

Einchecken. Warten. Regenkombi aus und verpacken. Gepäck von Pummelchen abrödeln. Wohin mit den vier Verzurrgurten für Pummelchen, die ich beim Einchecken bekommen habe? Hinten bringe ich zwei am Heckrahmen an. Vorne? Ich bringe sie oberhalb der unteren Gabelbrücke an. Das könnte beim Abspannen Probleme geben. Mal sehen.

Auf ein Zeichen fahren die Motoräder auf die Waggons. Mit dem Personal beim Verzurren der Fahrzeuge eine kurze Diskussion. Was ist mit den vorderen Verzurrgurten? Es werden andere am unteren Ende der Gabelholme angebracht. Anders geht es leider nicht. Pummelchen steht stabil, das ist erstmal die Hauptsache. Verzurrt und eingekeilt zwischen zwei Vorrichtungen, die gegen Wegrollen sichern. Das passt.

Mit all meinem Gepäck zu Gleis 12. Einige 100 Meter sind zurück zulegen. Es wird warm in der Lederkombi. Nass geschwitzt bin ich in der Lederpelle. Das Abteil teile ich mit zwei älteren Paaren. Eines steigt, wie ich, in Hildesheim aus. Das andere Paar andere fährt weiter bis nach Hamburg. Ungeschickte Planung der Deutschen Bahn. Warum werden die Abteile nicht „sortenrein“ nach Zielort oder PKW/Motorrad befüllt? Ist das zu schwer? Bei der Buchung werden doch alle erforderlichen Daten abgefragt. Unverständlich.

Nach Absprache beziehe ich die oberste der fünf Schlafstätten. Etwas kurz. Ausstrecken ist nicht. Und ich bin ja nicht der Größte. Da muss sich jemand sehr vermessen haben. Mein Gepäck, den Helm, und die Lederkombi packe ich auf die Ablage über der Abteiltür. Sehr praktisch. Ich lege mir Stirnlampe, Gehörschutz, Mobiltelefon und Schlüssel von Pummelchen passend am Kopfende auf die Ablage vor mein Gepäck.

Gehörschutzstopfen aus der Apotheke rein. Lärmreduktion 35db steht auf der Verpackung. Sie wirken und stören nicht sehr. Das ist alles was zählt. Aber schlafen kann ich nicht wirklich. Mal auf die Toilette in der Nacht. So verschwitzt wie ich bin, kann ich nicht schlafen.



Freitag, 24. August 2012

Am Morgen werden wir von einer Mitarbeiterin der Bahn etwa eine halbe Stunde vor Ankunft in Hildesheim geweckt. Lederhose der Lederkombi und Motorradstiefel anziehen. Gepäck passend auf meine Schlafstätte parken, um es zum Verlassen des Zuges zügig aufnehmen zu können.

„Frühstück“ im Zug. Ein Pappbecher mit „Kaffee“ und eine Tüte mit einem Brötchen, einem Croissant und weiterem Kleinkram. Aber keine Sitzgelegenheit. Mit der Dame der Bahn unterhalte ich mich eine Weile. Eine Spanierin. Aus Andalusien.

Nach dem Aussteigen mit meinem Gepäck über den Bahnhof zum Entladeterminal. Ein weiter Weg hier in Hildesheim. Es ist noch dunkel. Pummelchen vom Waggon holen. Alles in Ordnung, keine Schäden. Pummelchen und ich fahren bis zum Aufenthaltraum. Dort bringen ich dann in aller Ruhe die Hecktasche und Tankrucksack an. Kleinkram aus den Taschen der Bekleidung in den Tankrucksack umpacken. Warten auf Tageslicht. Im Halbdunkel mag ich nicht durch eine fremde Großstadt fahren und den Weg zur Autobahn suchen.

Direkt neben dem Bahnterminal voll tanken. Sehr praktisch. Gegenüber ist das Wasserparadies Hildesheim. Ein Hallenbad. Den verlockenden Gedanken zum Baden gehen dort verscheuche ich schnell aus meinem Kopf. Weiter Richtung Autobahn. Gut ausgeschildert hier in Hildesheim übrigens. Mir ist kalt. Auf einer Raststätte ziehe ich meine Textiljacke und ein Halstuch über. So ist es besser. Bei Seesen runter von der Autobahn. Es wird gefühlt immer kälter hier. Ein paar wenige Regentropfen. Die Strassen sind aber nass.

In der Unterkunft klappt das einchecken auch schon so früh. Pummelchen bekommt einen Garagenplatz. Und ich ein richtiges Frühstück. Das bezahle ich auch gleich an der Rezeption. Damit da auch gleich erledigt ist. Fünf Euro sind völlig in Ordnung. Anschließend erst mal duschen. Dann noch etwas schlafen. Später dann was zu trinken aus dem Getränkeautomat. Helle Limonade ist alle, also gelbe Limonade.

Verteilte Ausrüstung im prima Zimmer.

Verteilte Ausrüstung im prima Zimmer.
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So zwischen 15 und 16 Uhr trudeln die ersten Anderen Teilnehmer in der Unterkunft ein. Ab 18 Uhr gibt es Abendessen. Chili con Carne. In drei Versionen. Mit Schweinefleisch oder Rindfleisch oder Vegetarisch. Pikant gewürzt. Dazu Reis, Brötchen oder Weißbrot. Mir schmeckt die Schweine- und Rindfleischversion.

Ein wenig vor 18 Uhr ist der Ausschank im Freien eröffnet. An dem Abend trinke ich zweieinhalb Colabier. Irgendwie hab ich vom Essen und trinken einen Blähbauch und fühle mich unwohl. So gehe ich gegen 22:30 in meine Unterkunft und lege mich hin. Die andere feiern noch weiter. Mit anderen grünen, roten und schwarzen, zum Teil selbstgemachten, alkoholischen Mischgetränken. Und natürlich auch mit ordentlich viel Bier.



Samstag, 25. August 2012

Nach einer unruhigen Nacht mit mehreren Wachphasen und mehreren Toilettengängen stehe ich irgendwann so gegen sieben Uhr auf. Nach der Körperpflege ziehe ich erst mal „Zivil“ an fürs Frühstück. Wie immer hier in sehr ordentlicher Qualität. Die Abstriche beim Kaffee nehme ich in Kauf. Ja, da bin ich verwöhnt.

Der Blick in den PC bei der Rezeption (50 Cent für eine halbe Stunde als Spende) verheißt ein Zeitfenster von etwa 10 bis 16 Uhr ohne Regen. Na, das werde ich nutzen. Zu den gemeinsamen Ausfahrten habe ich mich nicht angemeldet. In diesem Jahr hebe ich einfach keine Lust ein Gruppe anzuführen. Ich mag für mich mein Tempo fahren und das alte Roadbook einer Tour von mir abrollern.

Tanken. In St. Andreasberg ist gleich am Ortseingang eine freie Tankstelle. Viel Betrieb. Viele andere Motorradfahrer, die am Samstag durch den Harz wollen. Der Tankstellenbetreiber schaut aus dem Fenster der Tankstelle. Er scheint zu fürchten, dass der eine oder andere nach dem Tanken nicht bezahlt.

Mit vollem Tank geht es los. Dummerweise habe ich die Abbiegerichtung nicht in mein Roadbook eingetragen. Das ist Verbesserungswürdig. So fahre ich zunächst in die falsche Richtung. Bald ist es von mir bemerkt und ich drehe um. Schon früh viele Hinweise auf Umleitungen wegen Baustellen.

In Richtung Altenau und Goslar sind alle Straßen gesperrt. Bauarbeiten. Am Okerstausee also nicht vorbei. In einer Ortschaft beginnt es zu regnen. Ich ziehe meine Textiljacke drüber und warte ein paar Minuten ab. Vielleicht hellt es ja auf. Fehlanzeige.

Bei leichtem Regen rolle ich auf diesem Weg weiter. Wenig später wird der Regen wieder stärker. Wenn da ein Hinweis auf Claustal-Zellerfeld kommt fahre ich zurück zur Unterkunft. Sehr bald ein Hinweis auf St. Andreasberg. 7km. Prima, dann also zurück. Mittlerweise schüttet es. Anhalten und den Regenkombi anziehen verkneife ich mir für das kurze Stück. Voraus zwei andere Motorradfahrer, die so langsam unterwegs sind, dass sich eine Autoschlange hinter ihnen gebildet hat. Da ziehe ich vorbei, als der Gegenverkehr das zulässt.

An der Unterkunft angekommen rolle ich sofort wieder in die offene Garage. Alles ist tropfnass geworden. Zum Glück ist die Lederhose nur etwas feucht geworden. Also erst mal die Klamotten zum Trocknen auf das Zimmer bringen und die Heizung anmachen.

Eine Weile überlege ich, ob ich noch mal losfahren soll. Immer wieder tröpfelt es. Nö, ich beschließe es heute nach etwas mehr wie 60km Strecke gut sein zu lassen. Tankrucksack wieder abnehmen und zum Trocknen in die Nähe der Heizung auf den Boden stellen.

Deutlich vor 12 Uhr ist der samstägliche Ausflug zu Ende. Schade. Aber bei Regen muss ich mir das nicht geben. Der Getränkeautomat ist erreichbar. Soll heißen, die Tür zu diesem Gebäude ist nicht verschlossen. Später finden sich einige beim Kaffeeautomaten und einem Sofa in einem anderen Gebäude ein. Benzingespräche bis zum Abendessen.

Es klart etwas auf. Einige wollen doch noch ne Runde drehen. Es dauert nicht lange, da kommt der erste Tropfnass wieder zurück. Nicht mal bis St. Andreasberg sind sie trocken gekommen. Mein Entscheidung in der Unterkunft zu bleiben ist für mich die Richtige. Eine feuchte Lederkombi für die kommenden Tage mag ich nicht haben.

Nebel der Feuchtigkeit auf das Gelände bringt.

Nebel der Feuchtigkeit auf das Gelände bringt.
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Zum Abendessen wird gegrillt. Dazu Nudelsalat, Kartoffelsalat und andere Salate als Beilage. Reichlich Futter. Alkohol verkneife ich mir heute Abend. Das wird erfreulicherweise akzeptiert. Obwohl die farbigen alkoholischen Getränke wieder im Umlauf sind. Ich bleibe bei Mineralwasser oder heller Limonade. Der eine oder andere lässt es auch ruhiger angehen. Der gestrige Abend scheint nachzuschwingen.

Meine Frage, ab wenn es morgen Frühstück gibt wird von Mitarbeitern des Hauses mit dem Zeitfenster 9 bis 10 Uhr beantwortet. Extra wegen uns Treffenteilnehmern. Das passt mir ja so gar nicht. Ich möchte früh los. Die Damen meinen, das sei kein Problem. So ab 7 Uhr wäre schon jemand da. Prima.

Um 22:30 ab ins Bett. Morgen früh will ich zeitig los, um möglichst im Trocknen die Autobahn bei Göttingen zu erreichen. Meine Sachen habe ich zum Packen morgen früh vorbereitet.



Sonntag, 26. August 2012

Wieder eine unruhige Nacht. Gegen 7 Uhr stehe ich auf. Um 7:30 Uhr gehe ich zum Frühstück. Doch entgegen den Angaben von gestern Abend ist noch alles verschlossen, obwohl das bestückte Frühstücksbuffet zu sehen ist. Dann halt erst am PC bei der Rezeption nach dem Wetter schauen. Oh weh. Reichlich Niederschlagsgebiete auf der Strecke.

Nun aber Frühstücken. Anschließend zügig einpacken. Pummelchen beladen. Ich habe mich entschieden die Regenkombi gleich anzuziehen. Es unterwegs zu tun, wenn es anfängt zu regnen, mag ich nicht. Hier kann ich mich gemütlich in die Regenpelle zwängen Noch regnet es nicht. Ich hoffe es klappt wenigstens bis zur B27 oder bis zur Autobahn im Trockenen fahren zu können.

Vor der Autobahnauffahrt bei Göttingen wollte ich irgendwo Tanken, aber keine Tankstelle an der B27 auf der Strecke vorhanden. Also dann eben unterwegs, auf einem Autohof neben der Autobahn. Hier fängt es dann auch an zu regnen. Das Wasser kommt fast waagrecht wegen des starken Windes. Nun reicht das Benzin bis Gießen.

Wieder zurück auf der Autobahn weiter in Richtung Gießen. Mal regnet es mehr, mal weniger. Ein sehr kräftiger, längerer Regenguss ist auch dabei. Das Wasser läuft mir in den rechten Handschuh. Das hatte ich schon lange nicht mehr.

Ein Stück über den Giessener Ring, dann bei Heuchelheim runter von der Autobahn. Richtung Stadtmitte. An der Kreuzung vor meiner alten Schule noch mal voll tanken. Preiswerter als aktuell in Bayern.

Mittagessen und Kaffeetrinken bei Mama und Papa. Gegen 17 Uhr breche ich dann auf zu meiner Unterkunft. Wieder leichter Regen. Am Gambacher Kreuz fahre ich fast durch einen Regenbogen durch. Angekommen gleich in die Tiefgarage. Einchecken. Duschen und Ausruhen.



Montag, 27. August 2012

Eigentlich wollte ich ausschlafen, aber ab halb Sieben bin ich Glockenhell wach. Dann stehe ich halt auf. Hin- und herwälzen im Bett bringt nichts. Körperpflege, Gemütlich Frühstücken. Der Kaffee ist grauslig. Alles andere einwandfrei und prima. Nach dem Frühstücken die Rechnung bezahlen und meine Habseligkeiten zusammenpacken. Der Blick aus dem Fenster zeigt Kaiserwetter heute. Die Regenkombi bleibt mir heute also erspart und kann als kleine Wurst eng zusammengerollt verpackt werden. Da es reichlich frisch ist, ziehe ich die lange Seidenunterwäsche an. Besser ist das. Nach dem Beladen von Pummelchen gebe ich noch den Zimmerschlüssel ab und starte den heutigen Tag der Rückfahrt nach Hause.

Da ich so früh startklar bin schaue ich bei dem örtlichen Y-Händler vorbei. Den wollte ich mir schon immer mal ansehen. Bootsmotoren, Motorradstiefel, Schwimmwesten, Seile, Motorräder und was man sonst noch so alles braucht. Mit der Seniorchefin plaudere ich ein wenig. Dann ziehe ich weiter.

Den Termin in Nidda gab ich um 11:30 Uhr. Erstmal auf den Weg machen. Bei Büdingen fahre ich von der Autobahn ab. Eine kleine Runde durch den Vogelsberg bei dem schönen Wetter wäre schon was. Also über Büdingen - Gedern – Schotten mit kleinem Stückchen über den Schottenring nach Nidda. Es ist so schön heute, dass ich unter dem Helm vor Wohlbefinden jauchze. Huch. Ne nette kleine Runde die mir bei dem Wetter einen Reisenspass macht. Leid ergibt es viele Geschwindigkeitsbegrenzungen. Aber egal, auch langsames Durchfahren der engen Kurven macht mir Spaß.

A bisserl früh bin ich in Nidda. Etwas im Büro warten und in einer Wirtschaftszeitschrift blättern. Gemeinsames Mittagessen beim Italiener. Ein gutes Gespräch und nette Plauderei mit den beiden. Gegen 13:30 Uhr fahre ich weiter. Zurück zur Autobahn. Umleitung. Hoffentlich komme ich an einer Tankstelle, noch vor der Autobahn, vorbei. Das klappt und ich kann mir vollem Tank auf die Autobahn.

Meine, zu Beginn der Rückfahrt, heimlichen Kopfschmerzen werden immer heftiger. So ab der Würzburger Gegend wird es immer schlimmer und ich merke eine deutlich Müdigkeit und Unkonzentriertheit bei mir.

Dann auch noch ein Aufflackern der roten Ölkontrollleuchte. In Geiselwind mache ich Pause. Tanken. Ölstand kontrollieren und auffüllen. Einen Kaffee und ein Mineralwasser für meine Medizin nehmen. Die Pause hat gut getan. Die Müdigkeit ist weg. Das Kopfweh nicht völlig.

Die nächste Etappe geht bis zur Raststätte Holledau um zu tanken. Beim Weiterfahren vergesse ich die Ohrenstöpsel. Also noch mal auf einem Parkplatz anhalten und den Gehörschutz in die Ohren pfriemeln. Der Verkehr auf der Strecke ist normal bis wenig dicht. So komme ich gut durch, auch durch die vielen Baustellen auf der Gesamtstrecke.

Erst spät, gegen 19 Uhr bin ich zuhause. Abladen. Ölstand prüfen. Kette schmieren. Ende des Ausfluges. Es war sehr schön alte Freunde wieder zu treffen und neue Freunde kennen zu lernen.



Impressum letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014

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