Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Natur und Kultur in Andalusien (Spanien) Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne
vom 17. September 2006 bis 1. Oktober 2006
Inhaltsverzeichnis

Sonntag, 17. September 2006 Flug nach Malaga und Fahrt nach Granada.
Montag, 18. September 2006 Granada - die Alhambra von Aussen und von Innen bei Tag.
Dienstag, 19. September 2006 Das Tal des Rio Genil im Naturpark Sierra Nevada.
Mittwoch, 20. September 2006 Cordoba, das Judenviertel und die Mezquita.
Donnerstag, 21. September 2006 Der Torre de la Calahorra und dann Sevilla mit Kathedrale, Giralda und Alcazar.
Freitag, 22. September 2006 Abschied von Sevilla und Fahrt nach Ronda.
Samstag, 23. September 2006 Traditionelle Ölmühle bei Zahara de la Sierra - Turm des weisen Königs.
Sonntag, 24. September 2006 Ans Meer - Lumo de Orza - Gibraltar und Afrika in Sicht.
Montag, 25. September 2006 Schirmpinien, Kap Trafalgar und Bergschuhe am Strand.
Dienstag, 26. September 2006 Ruhetag - Seele baumeln lassen in Zahara de los Atunes.
Mittwoch, 27. September 2006 Noch einen Pausentag - nochmal Seele baumeln lassen.
Donnerstag, 28. September 2006 Cadiz - Jamon und Churros - El Puerto de Santa Maria und eine Bodega.
Freitag, 29. September 2006 Korkeichenwald im Naturpark Los Alcornocales - Tarifa - Afrika.
Samstag, 30. September 2006 Wallfahrtskapelle Virgen de la Olivia - Vejer de la Frontera.
Sonntag, 1. Oktober 2006 Abschied - von den Mitreisenden und dem Meer - Rückflug.
Literatur und Medien Tipps


Sonntag, 17. September 2006

Wecken um 05:15, reichlich Zeit für Morgentoilette und Frühstück. Reste vertilgen, damit es nicht schlecht werden kann. Restlichen Kleinkram noch einpacken. Motorrad und Gartenstühle in die Garage packen. Gepäck ins Auto verladen.

Warten. Wir sind viel zu früh fertig. Ich habe für die Fahrt zum Parkservice am Flughafen ca. 1:20 Stunden eingeplant. Um 10:00 Uhr fahren wir gemütlich los. Wenig nach dem Irschenberg stehen wir im Stau. Und die Uhr tickt...

Der Parkservice erwartet uns schon, wie ich erfahre, als ich dort anrufe um unsere Verspätung anzukündigen. Ich schätze eine 20 minütige Verspätung. Die Staus nehmen keine Ende und unsere Nerven liegen blank. Wir glauben schon nicht mehr daran, unseren Flieger zu erreichen.

Dann kommen wir doch noch innerhalb der zeitlichen Toleranz beim Parkservice an. Schnell das Gepäck umladen und mein Auto in die Halle bringen. Ziemlich eng und mit viel hin und her rangieren ist es dann geschafft.

Auf zum Terminal 1 am Flughafen München. Der Schalter der LTU ist leicht gefunden. Unser Flug ist gebucht, aber noch keine Sitzplätze. Meinen Rucksack muss ich als Sperrgut aufgeben. Der Mitarbeiter am Flughafen nimmt den Rucksack erst an, als ich meine Bordkarte vorzeigen kann. Unsere Sitzplätze bekommen wir am Gate. Nun der Sicherheitscheck. Bergschuhe ausziehen - wie immer in München. Ansonsten völlig problemlos. Keine Probleme wegen Flüssigkeiten oder dergleichen. Andere Reisende mit Wasserflaschen müssen einen Schluck aus der Flasche nehmen.

Nach unserem Sicherheitscheck können wir in aller Ruhe zum Gate gehen. Eva kauft noch ein Kuscheltier ein und ich anschließend eine Motorradzeitung. Der Flug startet pünktlich. An Bord die üblichen Abläufe ohne Besonderheiten. Als Film im Bordkino wird Ice Age 2 gezeigt, für uns ohne Ton. Aber die Bilder sprechen für sich. Es ist ein lustiger Film. Diego, der Säbelzahntiger ist Wasserscheu.

Nach der Landung in Malaga erhalten wir unser Gepäck blitzartig. Wir glauben, so schnell war das noch nie auf unseren Reisen. Raus ins Flughafengebäude, um unsere Reiseleiterin zu suchen. So auf Anhieb sehen wir sie im Gewimmel der vielen Abholer und anderen Fluggästen nicht. Eva sucht sie und ich bewache unser Gepäck. Dann sehen wir ein gelbes Wikingerschild und fragen uns zu unserer Reiseleiterin durch. Wir sind wohl mit bei den Ersten die angekommen sind. Zusammen mit unserer Reiseleiterin Heide bringen wir unser Gepäck zum Bus und haben dann noch etwas Zeit, um noch was im Flughafengebäude zu trinken.

Nach einer Weile sind alle da und die Fahrt nach Granada beginnt. Es geht über gut ausgebaute Strassen durch hügeliges, bisweilen leicht bergiges, Gelände. In Granada angekommen steigen wir mitten in der Stadt, an einer öffentlichen Bushaltestelle mit Baustelle aus. Zum Glück ist Sonntag. Nur noch um 2 Ecken und schon sind wir vor unseren Hotel Anacapri. Zimmerschlüsselverteilung und Gepäck aufs Zimmer bringen. Auch hier das Übliche. Wir sind mit dem Zimmer zufrieden, auch das Bad ist richtig nett.

20:00 Uhr Abendessen, ein Teil der Reisenden ist stark verspätet, sie bekommen dann ein Lunchpaket. Zum Essen in einem Restaurant in der Altstadt von Granada gab es Salat als Vorspeise und auch Oliven, die sogar Eva essen konnte. Der Salat zum selber anmachen. Das Huhn war mild gewürzt u.a. mit Rosmarin, dazu selbst gemachte Patatas Fritas. Dann noch einen frischen Obstsalat als Nachtisch.



Montag, 18. September 2006

Wecken um ca. 06:00 Uhr, Körperpflege und fertig machen fürs Frühstück. Wir haben schlecht geschlafen. Der Weg zum Frühstück führt durch einen gepflegten, alten Patio (Innenhof), vorbei an einem Springbrunnen, der leider nicht in Betrieb ist.

Das Frühstück gestaltet sich als etwas hektisch, da eine andere Reisegruppe etwa zeitgleich auch zum Frühstück da ist. Nach dem Frühstück gehen wir mit Heide durch die Altstadt von Granada.

Über den Plaza Nueva. Wir sehen erste Ausläufer der Alhambra. "Die rote Zitadelle", denn ihre Mauern erglühen im Licht der Tageszeiten in den unterschiedlichsten Farbnuancen eines Rottones.Parallel zu einem Bach, dem Rio Daro, geht es tiefer in die Altstadt. Dem Albacin. Heide berichtet von umfangreichen Restaurierungsarbeiten in diesem Viertel. Und der Wandlung zu einem Wohnviertel für besser gestellte Personen. Der Blick auf die Alhambra ist eine erstrebenswerte Eigenschaft des Wohnraumes hier. Am Bach entdecken wir recht große Gänse, die im Wasser baden und sich an Land am putzen sind. Direkt daneben einige Katzen mit ihren Jungen. In Eintracht nebeneinander. Sie scheinen sich zu respektieren.

Immer weiter auf dem weiteren Weg nach oben, tun sich neue Ausblicke auf die Alhambra auf. Der erste Höhepunkt ist ein winziger Platz (Kümmelplatz, so heisst er übersetzt.), dort ist die Alhambra in ihrer ganzen Breite das erste mal vollständig zu sehen. Heide fragt nach, ob wir für die Wanderung morgen eine Art belegtes Brötchen vorbestellen wollen. Wir wollen. Zwei Stück mit "Jamon" und "Queso".

Es geht dann durch den Albaycin weiter bergan. Vorbei an einer kleinen neuen Moschee für die muslimischen Bürger der Stadt. Gesponsort wurde der Bau übrigens von den Saudis. Vorbei am Eingang für die Frauen. Dann der große Eingang für die Männer.

Wir betreten einen Platz mit Bäumen und knie hoher Mauer. Wir sind etwa auf Augenhöhe mit der Alhambra. Ein Strassenmusiker mit Gitarre und jungen Hund spielt Stücke von Cat Stevens und Bob Dylan. Wir fotografieren die Alhambra was das Zeug hält, denn die Aussicht ist atemberaubend. Eva holt sich in einem Lokal um die Ecke für sich was Bitteres zu trinken und mir bringt sie ein Mineralwasser mit. Das schmeckt grässlich. Am Abend werden wir auf diesen Platz zurückkehren. Mirador S. Niclas heisst dieser Platz.

Wir spazieren durch die Altstadt bis zur Kathedrale von Granada. Hier durch das grosse schmeideeiserne Tor. Zigeunerinnen versuchen uns Rosmarinzweige anzudrehen, um uns dann die Zukunft vorauszusagen und vielleicht Geld aus der Tasche zu ziehen. Was nur eine Vermutung ist. Direkt bei der Kathedrale steht die alte maurische Universität und die Börse. Am Pl. Pasiegas befindet sich der Eingang zu dem Gotteshaus, den nur der König und der Papst benutzen dürfen.

Und an diesem Platz befinden sich nach Auskunft von Heide, die beiden besten Messerläden weit und breit. Hier muss ich natürlich ausgiebig schauen. Heide läßt uns nun alleine für die Mittagspause. Wir kaufen etwas Obst ein und setzen uns in ein Strassenlokal und verspeisen eine Portion Tapas Mixtas für zwei Personen.

Etwas später treffen wir uns wieder an der Rezeption im Hotel, um dann gemeinsam zur Alhambra zu gehen. Dort soll uns dann die örtliche Fremdenführerin Christina in Empfang nehmen. Wir gehen wieder über den Plaza Nueva und dann durch Ausläufer der Altstadt zum Eingang der Alhambra. Das Puerta de las Granadas. Das Granatapfeltor. Weiter durch erstes Grün des Parks geht es bergauf. Vorbei an einem grossen Brunnen jüngeren Datums. Der eigentliche Eingang zur Alhambra erinnert uns an das Tor des roten Forts von Agra in Indien.

Wir sind zeitig da und warten ein wenig auf Christina. Derweil können die oder der eine oder andere nochmal auf die Toilette. Nachdem Heide Christina vorgestellt hat, geht es zum Palast Karls des V. Seinen Palast hat er nie betreten. Die Akustik ist beeindruckend und es ist verständlich, dass hier häufig Konzerte stattfinden. Heide verabschiedet sich und überläßt uns Christina.

Nun Anstellen um in die Alhambra eingelassen zu werden. Um die Besucherströme zu steuern ist, auf den Eintrittskarten die Uhrzeit vermerkt, ab wann die Alhambra betreten werden darf. Es gibt Einlasstore für Gruppen und einzelne Personen. Der Posten am Eingang für einzelne Personen nimmt seine Aufgabe genau war, so dass wir erst genau um 15:30 Uhr durchgelassen werden. Dann noch eine Kontrollstelle, hier wird dann der erste Abschnitt der Eintrittskarte abgerissen.

Die Eintrittskarte zur Alhambra.

Die Eintrittskarte zur Alhambra.

Und nun los mit der Besichtigung der Alhambra. Danach eine kleine Pause und dann in den Alcazaba und auf den Torre de la Vela. Die Aussicht über Granada ist von hier aus allumfassend. Das Albacin, Sacromonte und die neuen Stadtteile sind deutlich zu sehen.

Der Myrthenhof mit dem Torre de Comares im Hintergund in der Alhambra

Der Myrthenhof mit dem Torre de Comares im Hintergund in der Alhambra
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Der Patio de los Leones (Löwenhof) in der Alhambra

Der Patio de los Leones (Löwenhof) in der Alhambra
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Ein Ausblick beim Durchstreifen der Alhambra

Ein Ausblick beim Durchstreifen der Alhambra
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Der Blick von der Alhambra zum.Mirador S. Niclas.

Der Blick von der Alhambra zum Mirador S. Niclas.
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Dann geht es nochmal vorbei am Palast Karls des V. zum Generalife. Ein wundervoller Park mit vielen Springbrunnen und Wasserspielen.

Murmelnde Wasserfontänen im Patio de la Acequia im Generalife.

Murmelnde Wasserfontänen im Patio de la Acequia im Generalife.
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Der Blick vom Generalife zur Alhambra zurück.

Der Blick vom Generalife zur Alhambra zurück.
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Leider läuft uns die Zeit davon, so daß wir diesen Park nicht weiter geniessen können und den Rückweg zum Hotel antreten müssen. Über die Cuesta de los Chinos geht es zurück nach unten. Wir treffen uns wieder gegen 20:00 Uhr am Hotel, um dann zu abend essen zu gehen. Im Restaurant "Pilar del Toro" gab es Schinken mit Käse als Vorspeise, Salat mit Entenschinken, gegrillten Lachs und zum Nachtisch "gebrannte Milch".



Dienstag, 19. September 2006

Wanderung auf Vereda de la Estrella durch das Tal des Rio Genil im Naturpark Sierra Nevada.

Die Sierra Nevada mit dem höchsten Gipfel, der Cerro de Mulhacen (3481m).

Die Sierra Nevada mit dem höchsten Gipfel, der Cerro de Mulhacen (3481m).
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Wandern - Hütte - belegte Brötchen abholen - noch einen Kaffee - Toilettengang - wieder in den Bus - wenige 100 Meter weiter wieder aussteigen - ich mache den Schlussmann - Trillerpfeife - kurzes steiles Stück, dann Waldautobahn - vorbei an einem alten Baum - 700 Jahre alt - "El Abuelo", oder "La Abuela" - Rast an verlassenem verfallenem Dorf - wer will kann einzeln zurückgehen - Eva und ich brechen auf und gehen zurück - Das war schon alles ? - Zurück über 2 Hängebrücken - Das Schaukeln beim drüberlaufen ist toll - Wieder an der Hütte, das zweite belegte Brötchen essen - was trinken - das nassgeschwitzte T-Shirt wechseln - Aufbuch zurück ins Hotel - Nachmittag bummeln in Granada - noch ein wenig Zeit um in Granada zu bummeln - Messer kaufen

Worüber man in der Sierra Nevada so alles drüber wandert.

Worüber man in der Sierra Nevada so alles drüber wandert.
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Ein Bachlauf in der Sierra Nevada

Ein Bachlauf in der Sierra Nevada
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Wasserträger - ein ehrenwerter Beruf in Granada.

Wasserträger - ein ehrenwerter Beruf in Granada.
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Abendessen im Restaurant "Samarcanda". Es gab eine Gemüsesuppe, Kichererbsen-, Paprika- und Auberginenmus dazu Falafel, dann einen libanesischen gemischten Salat, als Hauptgericht arabischen Reis mit Nudeln und Hackfleisch in Tomatensauce auf Kartoffeln. Als Dessert arabisches Gebäck und Tee."

Der Blick in der Nacht von Mirador S. Niclas zur Alhambra.

Der Blick in der Nacht von Mirador S. Niclas zur Alhambra.
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Mittwoch, 20. September 2006

Fahrt durch endlose Olivenhaine nach Córdoba. Stadtführung durch das Judenviertel und Besuch der Moschee.

Ein ehemaliger Bahnhof - nun eine Raststätte.

Ein ehemaliger Bahnhof - nun eine Raststätte.
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An einer Rastsätte, die einmal ein Bahnhof war, gönnen wir uns ein andalusisches zweites Frühstück: getoastetes Weißbrot, Olivenöl, kleingehackte Tomaten, Pfeffer & Salz, frisch gepresster O-Saft. Das Etablissement ist ein Geheimtip, trotzdem ist es gut besucht. Und ein grosser, alter Hund ist zum Knuddeln auch noch da.

Im Judenviertel der "La Juderia" in Cordoba besuchen wir eine wiederentdeckte Synagoge und bestaunen die Statue von Maimonides oder Ibn Mainmun (jüdischer Philosoph; 1135 - 1204) auf dem Plaza de Tiberiades.

Beim Betreten der Mezquita fordert mich ein Wachmann auf die Mütze abzunehmen. Ich bin völlig verdutzt, aber dann verstehe ich es. Das ist kein Museum, sondern eine aktive, geweihte christliche Kathedrale. Blitzlicht und Stativ sind nicht erlaubt. Niederkien ist nicht gestattet. Das erfahre ich leider zu spät, denn mangels eines Statives stelle ich die Kamera auf den Boden in dem Gebäude, um so Fotos ohne Stativ machen zu können. Ein Wachmann soll schon nachgeschaut haben, was ich da so mache, wird mir später erzählt.

Der Wald aus Säulen in der Mezquita von Cordoba von innen.

Der Wald aus Säulen in der Mezquita von Cordoba von innen.
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Abendessen in "Federacion de Penas". Gemischter Salat, grüner wilder Spargel in Rührei mit Champignons, Schweinesteak in süss-sauerer Sauce, Obst und Wein



Donnerstag, 21. September 2006

Besuch des Torre de la Calahorra mit Darstellungen des maurischen Andalusiens. Weiterfahrt nach Sevilla zur Besichtigung der Kathedrale (die drittgrößte der Welt) , der Giralda und des Alcázar sowie Rundgang durch das malerische Altstadtviertel.

Im Torre de la Calahorra - Modell der Alhambra - Gesamtansicht.

Im Torre de la Calahorra - Modell der Alhambra - Gesamtansicht.
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Im Torre de la Calahorra - Modell der Alhambra - Blick in den Löwenhof.

Im Torre de la Calahorra - Modell der Alhambra - Blick in den Löwenhof.
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Hier erwerben wir eines der ersten Mitbringel. In diesem Fall für uns. Ein Buch - "Geschichten aus Al-Andalus" von Isabel Blanco del Pinal (ISBN 3-933653-07-X).

Eine Gesellschaft wird frei und gottgefällig sein, wenn niemand mehr aus Angst vor dem Fürsten oder vor der Hölle handelt, oder aus dem Wunsch nach Belohnung durch einen Höfling oder im Paradies. Und wenn niemand sagt: Dies gehört mir.

Abu l-Walid Muhammad ibn Ahmad ibn Muhammad ibn Rusd (Geboren: 1126 in Cordoba; Gestorben: 11. Dezember 1198 in Marrakesch), spanisch-arabischer Philosoph und Arzt

Im Torre de la Calahorra - Modell der Mezquita - Vor dem Umbau zur christlichen Kirche.

Im Torre de la Calahorra - Modell der Mezquita - Vor dem Umbau zur christlichen Kirche.
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Die Modelle und die Stimmung durch Licht und Ton sind beeindruckend. Beim Modell der Mezquita ruft zu Beginn der Multimediavorführung der Muezzin zum Morgengebet. Das Modell zeigt den Zustand der Moschee von 1236, bevor die christliche Kathedrale hineingebaut wurde..

Dann geht es am späten Vormittag nach Sevilla. Untergebracht sind wir im Grand Hotel Lar. Nach dem Einchecken geht es auch schon los, hinein nach Sevilla und zur Besichtigung der Kathedrale.

La Giralda - der Glockenturm der Catedral de Santa Maria de la Sede  in Sevilla.

La Giralda - der Glockenturm Catedral de Santa Maria de la Sede in Sevilla.
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Der Innenhof der Catedral de Santa Maria de la Sede- Blick von der Giralda in den Patio de los Naranjos.

Der Innenhof der Catedral de Santa Maria de la Sede - Blick von der Giralda in den Patio de los Naranjos.
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In der Kathedrale fotographieren wir nicht. Es erscheint uns alles riesig und überladen. Jede Menge Superlative. Die Grabstätte von Christoph Kolumbus hat einen monumentalen Charakter mit sehr symbolträchtiger Ausstattung und Ausschmückung. Nach der Besichtigung der Kathedrale spazieren wir durch Sevilla und besuchen dann den Reales Alcazares von Sevilla

Der Weg nach dem Puerta del Leon durch den Patio del Leon im Reales Alcazares von Sevilla.

Der Weg nach dem Puerta del Leon durch den Patio del Leon im Alcazar von Sevilla.
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Patio de las Munecas (Hof der Hofdamen) im Reales Alcazares bei Regen.

Patio de las Munecas (Hof der Hofdamen) im Reales Alcazares bei Regen.
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Die Gärten des Alcazar besichtigen wir wegen des Regens und der fortgeschrittenen Zeit leider nicht mehr. Doch schaffen wir es von der Galeria de los Grotescos noch den einen oder anderen Ausblick auf diesen schönen Garten zu erhaschen. Bei Sonnenschein wäre das bestimmt toll gewesen sich dort umzusehen.

Abendessen im Meson Don Raimundo. Und wieder die Speisenfolge: Gazpacho (kalte Gemüsesuppe), Krabbenpfannkuchen, Seehecht a la marinera, Feigen und Datteln mozarabe.

Nach dem Essen warten wir noch ein wenig und spazieren dann durch das abendlich dunkle Sevilla zu der flanenco Veranstaltung.

Die Eintrittskarte zur Veranstaltung im Centro Cultural flanenco.

Die Eintrittskarte zur Veranstaltung im Centro Cultural flanenco.

Informationsblatt zum Centro Cultural flanenco im Casa de la Memoria.

Informationsblatt zum Centro Cultural flanenco im Casa de la Memoria.

Eine mir sehr nahe gehende Veranstaltung. Bis kurz vor dem Ende der Veranstaltung herrscht Fotografierverbot. Erst nachdem die Künstler dies erlauben werden Fotos gemacht. Ein kleiner Patio, so ca. 50 Personen passen hinein. Die andalusischen jungen Mädels und älteren Damen sind von dem jungen Tänzer begeistert.

Das war insgesamt ein sehr, sehr lohnender Abend.



Freitag, 22. September 2006

Vormittag zur freien Verfügung. Nachmittags Weiterfahrt in das oberhalb einer tiefen Schlucht malerisch gelegene Ronda.

Heute können wir auschlafen. Erst um 09:15 Uhr müssen wir unser Gepäck zum Einladen zum Bus bringen. Anschließend gehen wir in aller Ruhe Frühstücken. Es gibt Frühstück bis 10:00 Uhr. Geschlafen haben wir auch ganz gut, es war über Nacht ruhig. Das wenige Gepäck, das wir gebraucht haben, ist schnell verpackt. Das Frühstück ist im Vergleich zum vorhergehenden Hotel um Längen besser und reichhaltiger. Auch gibt es einige landestypische Dinge wie z.B. eine Art Schmalzfleisch. Nach dem Frühstück gehen wir zum obligatorischen Gang aufs "Stille Örtchen" nochmal aufs Zimmer.

Nun haben wir noch bis 15:00 Uhr Zeit, auf eigene Faust durch Sevilla zu ziehen. So gegen 11:00 Uhr gehen wir los. Als erstes den Treff- und Abfahrtspunkt suchen, um sicher zu sein, diesen dann auch Zeitgerecht finden zu können.

Los gehts. Irgendwas stimmt nicht. Keiner der Strassennamen stimmt überein, wenn wir sie auf dem kleinen Stadtplan vergleichen. Nach einigen 100 Metern kehren wir um zum Hotel, um noch einmal von vorne zu starten - und siehe da, wir waren falsch abgebogen.

Also gehr es dann nochmal von vorne los. Nun passt es. Wir gehen langsam bis zu einer Kreuzung mit dem, von Heide genannten Cafe. Von hier aus in den ersten Park, dann auf den Plaza de Espana mit seinen vielen bunten Kacheln die unter anderem die verschiedenen Provinzen Spaniens darstellen. Danach noch in einen kleinen botanischen Garten gleich nebenan.

Plaza de Espana in Sevilla.

Plaza de Espana in Sevilla
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Und schon ist unsere Zeit um, denn wir wollten noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen. In der Nähe des Treffpunktes setzen wir uns auf eine Terasse eines Restaurantes. Einen Salat und was zu trinken, mal auf Toilette und dann zum Treffpunkt. Es ist der Richtige. Erst sind wir zu Zweit, dann zu Viert und werden immer mehr, der Bus kommt und wir steigen nach und nach alle ein. Heide zählt durch und es geht los nach Ronda.

Nach wenigen Stunden durch hügelig werdende Landschaft kommen wir nach Ronda. Der Bus hält, nachdem er zuvor gewendet hat, an der Hauptstrasse in der Nähe des Hotels. Wir nehmen unser Gepäck und gehen wenige Meter nach rechts in eine Seitenstrasse zum Hotel Polo. Ein familiengeführtes Hotel. Klein und wie wir feststellen, sehr nett. Wir haben Zeit uns kurz im Zimmer einzurichten.

Ronda - Die neue Brücke (Puente Nueva).

Ronda - Die neue Brücke (Puente Nueva).
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Dann gehen wir, zusammen mit Heide, durch das Städtchen zum besten Aussichtspunkt mehr als 100 Meter über dem Abgrund, um auf die "neue Brücke" schauen zu können. Auf dem Weg nach unten zeigt uns Heide eine Baumart, die aus dem Tertiär "übrig" geblieben ist. Davon gibt es weltweit nur noch sehr wenige. Die Aussicht bewundern - wirklich grandios und fotografieren was das Zeug hält.

Dann zurück zum Hotel und noch schnell vor dem Essen duschen. Nach dem leckerem Essen im Hotel Polo, es gab einen gemischten Salat, Ragout mit Gemüse und eine Birne in Rotwein, gehen wir zeitig zu Bett. Die Klimaanlage schalten wir aus und das Fenster lassen wir wegen des Lärms geschlossen.



Samstag, 23. September 2006

Unser Wecker klingelt 06:15 Uhr. Wir stehen um 06:30 Uhr auf. Eva zuerst ins Bad. Diese Nacht habe ich gut geschlafen. Eva nicht.

Heute wollen wir eine kleine Wanderung mitmachen. Es soll zum Torre de Homenaje des weisen Königs bei Zahara de la Sierra gehen. Wir fahren durch das hügelige Land zu einem Stausee Presa de Zahara-El Gastor. Dort der erste Fotostopp. Mit Ausblick auf das Dorf mit dem Turm und auf die Ölmühle, die wir zuerst besichtigen werden.

Zahara de la Sierra vom Presa de Zahara-El Gastor aus gesehen.

Zahara de la Sierra vom Presa de Zahara-El Gastor aus gesehen.
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Nach den Fotostopp am Stausee geht es weiter zu der Ölmühle. Was ist das ? Die Strasse ist abgesperrt. Eine Sportveranstaltung. Triathlon. Die Polizei läßt uns an der ersten Sperre mit dem Bus passieren. Dann eine zweite Strassensperre. Hier erst ein "Kontrollanruf" des Polizisten, dann dürfen wir auch hier weiterfahren. Kurz danach sind wir an der Ölmühle. Mit Bergschuhen und Rucksack betreten wir den Hof. Zuerst gehen einige auf Toilette. Derweil bleiben einige auch zurück und schauen sich die Umgegend an. Der erste Triathlet kommt mit seinem Fahrrad in Sicht. Die Strasse führt direkt unterhalb der Ölmühle vorbei. Wir applaudieren. Dies wird dankend entgegen genommen. So feuern wir einige der Athleten an. Die sind sichtbar überrascht und erfreut diesen Motivationsschub zu erhalten. Es sieht bestimmt auch witzig aus. Wir alle nebeneinander am Geländer des Parkplatzes der Ölmühle, wie Hühner auf der Stange.

Nachdem alle von ihrem Gang zur Toilette zurück sind, beginnt die Führung durch den Sohn des Hauses, Juan, durch diese alte, traditionelle arbeitende Ölmühle. Er erzählt uns wie aus Oliven Olivenöl hergestellt wird:

Das Ergebnis ist ein sehr hochwertiges Olivenöl. Dies hat natürlich auch seinen Preis. Selbst der Trester wird weiterverwendet. Entweder um industriell noch das letzte Quentchen Öl heraus zu bekommen, allerdings ist dies dann als minderwertig zu bezeichnen. Oder der Trester wird als Granulat zum Sandstrahlen von z.B. Sandstein verwendet, weil dieses Granulat "sanfter" ist.

Abschließend wird das Olivenöl der Ölmühle noch mit Weissbrot verkostet. Der eine oder andere nimmt sich eine kleine oder größere Flasche davon mit. Zum Abschluß noch einen Schluck Wein. Schmeckt wie ein halbtrockener Sherry.

Dann geht es zu Fuß weiter in das Dorf Zahara de la Sierra direkt nebenan. Heide zeigt uns den Treffpunkt, ein kleines Lokal mitten im Dorf an einem kleinen Platz. Einige schwächeln und gehen nicht mit zum Turm. Sie schlendern dann wohl durch das Dorf. Wir schließen uns der Gruppe an, die auf den Turm weitergehen will. Es geht steil, sehr steil, bergan. Zum Glück sind wir nach zwei Viertelstunden oben. Im Turm ist es so dunkel, dass unsere Taschenlampen zum Einsatz kommen. Oben angekommen, ist die Aussicht ganz nett, aber nicht sonderlich bemerkenswert. Der Stausee ist gut zu überblicken. Nach 10 Minuten auf dem Turm geht es wieder hinunter. Vom Turm und dem Hügel. Ein anderer Weg hinunter als bergauf. Dieser ist sorfältig neu angelegt.

Zurück im Dorf und im Lokal auf dem Dorfplatz trinke ich meinen ersten Cafe con leche auf dieser Reise. Unser bestelltes Essen kommt nach und nach. Eine Tortillia und ein Reisfleisch-Gericht für Eva und mich. Danach trinke ich noch einen Kaffee mit viel Milch. Meine Kopfschmerzen scheinen tatsächlich mit dem "Entzug" von Koffein zusammen zu hängen.

Dann durch das Dorf zurück zum Bus und im "Halbschlaf" bis Ronda auf den Busparkplatz. Auf dem Weg zum Hotel noch etwas Proviant und Wasser in einem Supermarkt einkaufen. Im Hotel schnell aus den Wanderschuhen und den Wanderklamotten raus. Der Kaffee wirkt bei mir prompt. Nach einer kleinen Sitzung auf dem stillen Örtchen gehen wir nochmal kurz durch Ronda. Da waren doch ein paar ganz interessante kleine Lädchen.

Um 16:00 Uhr soll unsere Führung mit Diego am Hotel beginnen. Der ältere Herr führt mit feinem Witz und Charme durch das alte und neue Ronda. Unseren Rundgang beschließen wir um ca. 18:00 Uhr in der Plaza de Toros.

Es gibt einen Ort in Spanien, der ist ideal, wenn man zum ersten mal einen Stierkampf besuchen möchte (...) Ich meine die Stadt Ronda (...) der Ort ist perfekt für eine Eskapade mit einer Freundin oder auch um dort die Flitterwochen zu genießen.

Ernest Hemmingway

Dort gefällt es Eva gar nicht, so gehen wir nochmal durch das Städtchen und zurück zum Hotel.

Umziehen fürs Abendessen. Um 20:00 Uhr wollen wir uns vor dem Restaurant Jerez treffen. Wir sind ein paar Minuten früher da und schlendern über den Parkplatz vor dem Lokal. Wir entdecken einige Katzen. Diese sind sehr scheu. Eva schafft es nicht, eine anzufassen. Die Tiere ernähren sich wohl von den Küchenabfällen, die dort auf dem Parkplatz in Mülltonnen abgeladen werden.

Auf dem Parkplatz steht ein, für eine Hochzeit geschmückter, Oldtimer - ein Ford Typ A von 1921. Ein schickes offenes Auto. Um 20:00 Uhr treffen alle anderen, auch unser Busfahrer Rafael, ein.

Zu Essen gibt es einen gemischten Salat, eine Gemüsesuppe, Forellenfilet als Hauptgericht und eine Vanillecreme zum Dessert. Eva und ich beschließen nach dem Essen zurück ins Hotel zu gehen, ein paar andere wollen noch einen Absacker nehmen. Wir nicht. So zwischen 23:00 und 00:00 Uhr geht das Licht in unserm Zimmer aus. Morgen soll es eine leichte Wanderung geben und der "Umzug" in unseren letzten Standort steht an.



Sonntag, 24. September 2006

Heute geht es ans Meer. An den atlantischen Ozean. An die Costa de la Luz.

Zuvor um 06:15 Uhr Wecken - Aufstehen - Körperpflege - Einpacken - die ersten grossen Gepäckstücke nach unten zur Rezeption schaffen. Dann in aller Ruhe Frühstücken. Um 09:25 Uhr mit den Koffern zur Hauptstrasse, um diese dann in den Bus zusammen mit dem Fahrer einzuladen. Evas Rucksack ist für den Standortwechsel gepackt, meiner zum Wandern. Unsere Schuhe sind in Tüten in den Koffer und die Reisetasche verpackt.

Wir werden heute eine kleinere Wanderung in der Sierra de Grazalema machen, nicht die wie in der Reisebeschreibung, sondern eine andere. Die geplante Route ist nach Unwetter unpassierbar. Na, dann nehmen wir halt die leichtere Tour. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine Wanderung mit Spaziergangcharakter handelt. Was für uns nicht schlimm ist.

Wir starten in dem kleinen Örtchen Benaojan, an dessen kleinem Bahnhof. An der Estacion de Benaojan. Dort am Bahnhof sind wieder ein paar Katzen. Ein kleiner miauender Seppl. Später dann ein scheuer schwarzweisser Kater (Wie der aus der Werbung für ein bestimmtes Katzenfutter.) und eine getigerte Katze mit Stummelschwanz. Die wird von Eva mal geschnappt und gekuschelt.

Es geht dann quasi parallel zu den Bahngleisen und dem Rio Guadiario in südlicher Richtung. Leicht bergauf und leicht bergab. Ich gehe wieder als Letzter und kann daher mein Tempo gehen. Jeder der mal in die Büsche muss, muss sich bei mir abmelden. Hihihi. Auf halber Strecke Rast, um eine Kleinigkeit zu essen. Wir haben noch so gar keinen Hunger und knabbern nur ein paar Kekse und trinken ein paar Schluck Wasser. Wir beobachten die Landschaft und entdecken einen Scharm Schwalben oder Mauersegler, die an ihrer Nistwand hin und her fliegen. Wohl auf Futtersuche und Insektenfang. Nach 10 bis 15 Minuten geht es weiter.

Zu einem kleinen malerischen Bahnhof - Jimera de Libar. Wir erleben eine Zugdurchfahrt. Der Bahnhofsvorsteher warnt zuvor vor dem herannahenden Zug. Danach noch wenige 100 Meter und wir sind an unserem Bus. Das waren dann insgesamt ca. 8 Kilometer.

Nun geht es noch etwa eine halbe Stunde bis zu einem Lokal an der Landstrasse für ein Mittagessen. Wozu haben wir was zum Picknick eingekauft ? Egal. Heide fragt schon unterwegs, wer welche Speisen haben möchte. Ich möchte einen Tortillia und Milchreis zum Nachtisch. Angekommen ist für uns auf der Terasse eingedeckt. Es ist windig. Der Wind ist kühl und Eva wünscht ihr Halstuch zu haben. Einige andere auch. So muß Rafael, unser Busfahrer, nochmal mit uns zum Bus und die Türe aufmachen. Ich hole für uns, der Einfachheit halber, den ganzen Rucksack und reiche Eva ihr Halstuch.

Nun zur endgültigen Bestellung. Heide nimmt die Getränkebestellung auf. No Problem. Dann das Essen. Heute keine Tortillia. Also dann doch das eingelegte Schweinefleisch - Lumo de Orza. Wie sich herausstellt, eine gute Entscheidung. Es ist sehr, sehr lecker. Dann der Nachtisch. Ich möchte Milchreis. Heute kein Milchreis. Na, dann eben nicht. Auf den besonderen Schokoladenkuchen des Hauses habe ich keinen Appetit. Eva nimmt einen flan. Eine Art Pudding mit Caramel. Nachdem alle aufgegessen und ausgetrunken haben, geht es weiter zur Küste.

So etwa drei Stunden bis zum Atlantik. Nun aber die Bergschuhe ausziehen. Heide erzählt uns so allerlei unter anderem auch die Geschichte von Ferdinand, dem Stier, im Zusammenhang mit dem Stierkampf. Aus meiner Sicht ist der Stierkampf ein ungleicher Kampf, wenn auch das Tier mit Respekt und Ehrerbietung behandelt werden soll.

Die Strassen hier sind ideales Motorradrevier, wenn auch der Strassenbelag gelegentlich nicht für schnelles Fahren geeignet ist.

Wir erreichen die Küste und können den Felsen von Gibraltar aus wenigen Kilometern Entfernung deutlich sehen. So spannend schaut es nicht aus. Der Mittelteil des Felsen sei zu besichtigen. Der Ausflug dorthin sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit größten Schwierigkeiten machbar. Mit dem Taxi ist es reichlich teuer, zumal die Wartezeit des Taxis auch bezahlt werden muss. Nix für uns.

Afrika ist auch schon in der Ferne zu sehen. Afrika. *träum*

Noch eine kurze Toilettenpause auf einer Tankstelle. Dann geht es direkt an der Küste entlang. Vorbei oder mitten durch, durch den größten Windpark Europas. Unglaubliche Mengen an Windrädern. Die unterschiedlichen Generationen der Windräder sind deutlich voneinander zu unterscheiden. Die neueren haben einen Betonmast, die älteren ein Gittermast und sind nicht so hoch.

Ein Wald aus Windrädern (Foto aus fahrendem Bus gemacht).

Ein Wald aus Windrädern (Foto aus fahrendem Bus gemacht).
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Bei den Anwohnern sind diese Einrichtungen umstritten. Die spanische Regierung bestimmt, wohin so ein Mast kommt. Der Besitzer des Grundes wird dafür gering entschädigt und das wars. Fast wie eine Enteignung zum Wohle der Gemeinschaft.

Dann sind wir am Hotel Antonio. Hier verabschieden wir unseren Busfahrer, der uns so gut, sicher und komfortabel durch "Al Andalus" chauffiert hat.

Endlich sind wir am Meer ! Wir beziehen unser kleines, aber sehr nettes Zimmer mit Meerblick und Terasse. Packen Reisetasche und Koffer vollständig aus, denn wir müssen ja nicht mehr umziehen. Wir bleiben bis zum Ende der Reise hier.

Endlich am Meer. An der Costa de la Luz.

Endlich am Meer. An der Costa de la Luz.
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Dann hält uns nix mehr zurück - wir wollen ans Meer. Erst mal nur mit den Füßen ins Wasser. Ein kilometerlanger, grandios breiter Sandstrand. Und auch noch fast menschenleer. Das Wasser ist "kühl". Und die von Heide angesprochene Unterströmung ist schon im ganz flachen Wasser deutlich zu spüren.

Schnell ist die Zeit rum und wir müssen uns fürs Abendessen fertigmachen. Um 20:00 Uhr geht es zum Abendessen. Es gibt Krabbencocktail (Ich bekomme einen Salat.), danach Schweinekotelett mit Reis und eine Kokosmousse als Nachtisch. Eva verputzt zwei Nachtische. Der zweite ist nicht von mir gewesen. So um halb Elf ziehe ich mich zurück. Meine Augen brennen und ich bin müde. Eva geht an die Bar und nimmt noch einen Tio Pepe. Ich bekomme nicht mehr mit, wann Eva zu Bett gegangen ist.



Montag, 25. September 2006

Heute ein Ausflug nach Brena und Pinares de San Ambrosio zu den Quellen von Mekka. Um 07:15 Uhr Wecken. Anschließend Körperpflege und Zeit lassen beim Frühstück. Ein ordentliches Frühstück.

Um 09:45 Uhr soll es mit Taxis losgehen. Nach dem Frühstück nochmal zurück aufs Zimmer, um die Wanderschuhe anzuziehen und die Rucksäcke packen. Dann zum Sammelpunkt vor dem Hotel. Wir teilen uns je zu viert auf die Taxis auf, Rucksäcke in den Kofferraum und dann geht es auch schon los.

Entlang der Küste so ca. 10 bis 20 Minuten bis in den Schirmpinienwald. Unterwegs fällt ein Taxi aus. Irgendwas an der Vorderachse stimmt nicht. Schnell ist ein Ersatzfahrzeug organisiert. Als wir am Zielpunkt ankommen, sind die Umgestiegenen schon da.

Wir wandern gemütlich auf festgefahrenen Wegen durch den Wald, der nur aus Schirmpinien besteht. Monokultur. Der Wald wurde zum Schutz des sandigen Bodens künstlich angelegt. Hin und wieder halten wir an und Heide erklärt etwas zu den verschiedenen Pflanzen wie z.B. das Maggi-Kraut, das so riecht wie Maggi aber eigentlich "Katzenpfötchen" heisst. Oder dass die Zapfen der Pinien von Hand geerntet werden müssen und nicht vom Boden aufgelesen werden können. Daher auch der hohe Preis für Pinienkerne.

Der Schirmpinienwald.

Der Schirmpinienwald.
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Auf einer Anhöhe verlassen wir den befestigten Weg und laufen quasi quer durch den Wald auf tiefsandigen Fußwegen.

Nach wenigen Metern der Ruf: "HALT".

Ein Mitreisender sei umgekippt. Sofort laufe ich zurück, um zu helfen. Meinen Rucksack ablegen, Dreieckstuch herausholen, Nass machen, zusammenfalten und zur Kühlung des Nackens Anlegen beim Mitreisenden geht Ruckzuck. Beine hochhalten. Abwechseln. Rucksäcke dann als Beinunterlage stapeln.

Heide telefoniert nach einem Taxi und geht dann diesem entgegen. Wir warten. Nach so ca. zwei Viertelstunden steht unser Mitreisender wieder auf den Beinen. Noch etwas wackelig, aber immerhin. Dann kommt auch schon das Taxi. Eine freiwillige Begleitperson wird gesucht und fährt dann mit zurück ins Hotel.

Wir setzen unsere Wanderung fort. Bergauf und bergab durch den Schirmpinienwald. An einigen Stellen kann man über die Wipfel der Bäume schauen, es sieht aus wie Brokkoli von oben. Durch tiefen Sand oder über einen dicken Teppich aus Piniennadeln. Entlang oder quer zu Feuerschneisen, die zum Schutz vor Waldbränden angelegt sind.

Dann ein Blick auf den Leuchtturm von Kap Trafalgar. Hier hat Lord Nelson die gemeinsame Flote von Franzosen und Spaniern besiegt, ohne ein eigenes Schiff zu verlieren. Er selbst ist hier gefallen. Ein Scharfschütze hat ihn angeschossen und an den Folgen dieser Verletzung ist er gestorben.

Der Leuchtturm von Kap Trafalger.

Der Leuchtturm von Kap Trafalger.
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Hier, am Ende des Waldes, dann noch eine letzte "hinter den Busch" Möglichkeit. Dann wird der Wald lichter und die ersten Häuser unseres Zieles kommen in Sicht. Nun nur noch eine verkürzte Mittagspause bis 14:15 Uhr.

Wir schauen uns das Meer von einer Treppe aus an. Zur Wasserlinie gehen wir nicht. Anschließend noch Trinkwasser einkaufen, da unsere Vorräte deutlich geschrumpft sind. Ich fülle unser restliches Wasser um und ergänze es mit dem dazugekauften Trinkwasser.

Noch in das Lokal direkt daneben. Dort der erste frisch gepresste Orangensaft ohne Eis und nicht gekühlt. Prima. Eva ißt Tapas - Fleisch mit Sauce. Ich habe keinen Appetit. Draussen im Atlantik ist in der Ferne ein großes Schiff zu sehen. Die Bedienung ist nicht die schnellste. Sie scheint von der "Vielzahl" der Gäste überfordert oder ihre Körperfülle ist das Hemmnis. Wer weiss. Nach dem Zahlen der Rechnung, die Zeit für die Mittagspause ist schon wieder rum, geht es zum Treffpunkt und dann zum schwierigsten Teil es Ausfluges.

Bergauf, durch tiefen Sand und ohne Schatten. Mal mit, mal ohne Schatten - mal fester, mal loser, tiefer Sandboden. So geht es langsam voran, quasi parallel zur Steilküste.

An einem restaurierten Turm, dem Torre del Tajo, ein Halt. Fotostopp. Ansehen der Steilküste. Afrika ist im Dunst über dem Meer in Sicht. Afrika. *träum*  Der Turm diente, zusammen mit anderen seiner Art, zur Nachrichtenübermittlung, um Fischschwärme im Meer auszumachen und als Aussichtsturm, um vor Piraten zu warnen.

Nach einigen 15 Minuten geht es weiter. Nun nur noch bergab. Ab und zu etwas Fels, aber meist durch weichen Sand. Nur ab und zu fester Sand. Heide mahnt zur Eile. Der Weg wird steiler und kurz darauf sind wir am Strand des Atlantiks.

Die Badegäste dort schauen schon etwas verwundert auf diese Gruppe von Menschen mit Wanderschuhen und Rucksäcken hier am Meer. Der Spanier an sich ist halt kein Wanderer.

Es geht eine ganze Weile durch den tiefen Sand, bei praller Sonne, Richtung Hafen von Barbate. Endlich geschafft. Die Taxis für die Fahrt zurück zum Hotel warten schon. Sammeln - sortieren - einsteigen und schon geht es los. Fenster offen und Klimaanlage an. Ohweh. Also Halstuch um und Hut auf und aus dem kalten Luftstrom, 18 Grad Celcius zeigt die Klimaanlage an, raus. Das Fenster neben mir kann ich schließen.

Zurück im Hotel erst mal was essen, denn wir haban ja noch unsere Brotzeit. Bis auf den luftgetrockneten Schinken essen wir alles frisch gekaufte auf. Leider hat der Schinken schon Schimmel angesetzt und ist deshalb ungenießbar geworden. Schade. Danach einen Moment ruhen und dann ans Meer.

Baden. Der Wind ist frisch, das Wasser kühl, die Wellen moderat, aber die Unterströmung kräftig. Wir beschränken uns auf "Wellenhüpfen". Nach kurzer Zeit gehen wir aus dem Wasser, denn es ist einfach zu kühl mit dem frischen Wind. Dann halt noch in den Pool des Hotels. Dieses Wasser ist nicht ganz so kalt. Eva ist es aber insgesamt zu frisch, so gehen wir bald zum Duschen zurück auf unser Zimmer.

Um 20:00 Uhr gibt es Abendessen. Als Vorspeise eine Art Bauernfrühstück - Eier mit Gemüse in Tomatensauce, dann gebratenes Zackenbarschfilet, sehr lecker und nicht eine Gräte. Als Dessert Eistorte Contessa. Etwa um halb Elf ziehen wir uns zurück. Eva holt sich einen Tio Pepe an der Bar. Den genießt sie auf unserer Terasse und liest dabei noch ein wenig. Ich gehe schon zu Bett und bin bald eingeschlafen.



Dienstag, 26. September 2006

Ausschlafen. Kein Programm heute. Zum Frühstück gehen wir so gegen 09:00 Uhr. Es gibt Frühstück bis 10:30 Uhr, aber die Angestellten räumen pünktlich ab ! Heute riskiere ich mal Kaffee zu trinken.

Nach dem Frühstück zurück aufs Zimmer und mal nachgeschaut was so um das Hotel so zu sehen ist. Viel nix. Wir schreiben endlich mal ein paar Ansichtskarten und ich mein Reisetagebuch. Endlich mal Zeit dafür. In der vergangenen Woche war irgendwie keine Zeit dafür, was mich ärgert, da bestimmt einige Eindrücke unwiederbringlich vergessen sind (Wie weiter oben sicher festzustellen war.).

So zwischen 11:00 und 12:00 Uhr starten wir unseren Gang in das Dörfchen Zahara de los Atunes, um etwas Bargeld zu holen und Wasser einzukaufen. Ich finde einen Bankautomaten der ohne die Gebühr von 6 EUR eine Auszahlung vornimmt. Es werden nur ganzzahlige Vielfache von 20 EUR ausgezahlt. Dann zu einem "Spar"-Markt. Ein typischer "Tante Emma Laden". Aber es gibt das uns am besten schmeckende Mineralwasser mit Kohlensäure. Zusätzlich noch etwas Orangensaft, um auch etwas mit Geschmack für Eva zu haben.

Wir schlendern weiter durch das Örtchen. In einem Cafe ist Eva nach irgendwas Süssem. Wir setzen uns in das Cafe und Essen etwas von den süssen Backwaren und trinken Kaffee. Dann zurück zum Hotel.

Seele baumeln lassen. Siesta. Strandspaziergang an der Wasserlinie. Muscheln sammeln. Dann ins Zimmer zurück, Badesachen anziehen, um dann in den Wellen zu hüpfen. Die Wellen donnern laut. Die Luft ist unwirklich dunstig gelb. Die Ursache hierfür kann uns niemand erklären. Es scheint Flut zu sein. Das ablaufendes Wassser der Wellen zieht nicht so sehr wie gestern oder vorgestern. Noch am Pool abduschen und eine kleine Runde durch den Pool. Dann Duschen im Zimmer.

Ob wir bei dieser schlechten Sicht morgen mitwandern ? Wir sind noch unentschlossen.

Abendessen um 20:00 Uhr. Als Vorspeise werden Artischocken gereicht, danach Adlerfisch mit grüner Sauce und zum Nachtisch Käsekuchen "Peter Siemens".Nach dem Essen die Ansichtskarten an der Rezeption abgeben. Um 22:00 Uhr gehen wir zu Bett. Das Meer wird lauter. Die Wellen donnern laut gegen den breiten Sandstrand.



Mittwoch, 27. September 2006

06:30 Uhr wecken. Wollen wir heute die kleine Wanderung mit gehen ? Nein ! Wir beschließen heute noch eine Pausentag einzulegen, denn die Stimmung hier am Meer ist so herrlich entspannend.

Die Wellen brechen immer noch mit lautem Donnern gegen den Sandstrand. Ich stelle den Wecker neu auf 07:30 Uhr. Die Zeit ist schnell vorbei und es wird wieder geweckt. Nach der Körperpflege geht es zum Frühstück. Eva sagt Heide, daß wir heute nicht mitkommen werden. Wir frühstücken lange und gemütlich.

Dann gehen wir wieder aufs Zimmer und sitzen auf der Terasse. Lesen, Reisetagebuch schreiben und dem Wellendonnern zuhören. Strandspaziergang. Muscheln sammeln. Ne angeschwemmte Kiste mit lebenden Muscheln entdeckt. Zurück zum Hotel mit der grossen "Beute" an gesammelten Muscheln. Badeklamotten an. An den Pool gelegt. Nach ca. 2 Stunden wieder aufs Zimmer. Ich haben mir heute eine leichten Sonnenbrand geholt. Obwohl ich konsequent im Schatten gelegen habe! Duschen.

Fürs Abendessen fertigmachen. Eva hat bestimmt 1 kg Muschelhälften gesammelt. Wenn die Hände nicht schon voll gewesen wären, wären es bestimmt noch mehr geworden.

Ein "Öhrchen" hat sie auch gefunden. Das ist der "Deckel" eines Schneckenhauses, der aussieht wie ein Ohr. Den nutzt die Schnecke, wenn sie sich in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Dann macht sie damit die "Türe" zu. Ein "Öhrchen" gilt als Glücksbringer, wenn es im Geldbeutel ist. Das Geld soll dann nie ausgehen.

Duschen und eincremen. Abendessen wieder um 20:00 Uhr. Fischsuppe als Vorspeise, Kalbfleisch kastilische Art und zum Nachtisch Obstsalat. Heute war tagsüber Ebbe. Der Strand war ca. 50 Meter breiter als sonst. Das Rauschen und Donnern der Wellen geht ohne Unterbrechung weiter.



Donnerstag, 28. September 2006

Wecken um 05:30 Uhr. Heute geht es mit dem Bus nach Cadiz. Nach der Körperpflege stellen wir fest, dass wir viel zu früh aufgestanden sind. Um 07:45 Uhr gibt es Frühstück. Aber noch ohne die warmen Zutaten wie z.B. Spiegelei oder Würstchen. Ich verkneife mir heute den Kaffee.

Um der Sonne zu entgehen heute mit langen Hosen und langärmeligen Hemd. Halbschuhe sind angesagt. Das muß für die Stadt reichen. Um 08:45 Uhr soll es mit dem Bus los gehen. Vorher noch schnell auf die Toilette.

Und pünklich rollen die Räder in Richtung Cadiz. Die Fahrt über Land ist trotz neuer Schnellstraßen von tiefen Schlaglöchern gekennzeichnet. Da wir ganz hinten im Bus sitzen merken wir es überdeutlich, wenn der Bus durch ein Schlagloch fährt.

Angekommen in Cadiz fahren wir mit dem Bus, wie eine Stadtrundfahrt, erst einmal fast rund um Cadiz herum. An einer Bushaltestelle, bei einer Molenmauer, halten wir zum Aussteigen.

Beim Blick über die Mauer entdecke ich eine Katze auf den Steinen auf der Seeseite. Es stellt sich heraus, dass es dort mehrere Katzen gibt, die auch gefüttert werden.

Dann geht los - hinein nach Cadiz. Heide führt uns zügig durch das Gewirr der engen Straßen in der Altstadt. Es geht zu einem Turm, dem Torre Tavira, von dem aus man mit einer Camera Obscura die ganze Stadt quasi live von oben beobachten kann. Eine kurze, aber beeindruckende und kurzweilige Vorführung. Fotografieren ist hier verboten.

Danach noch auf die Spitze des Turmes, um nun selbst die Aussicht zu genießen. Alle wichtigen historischen Gebäude sind von hier aus zu sehen. Auf dem Weg nach unten schauen wir uns in Ruhe die Bilder an, die im Aufgang des Turmes aufgehängt sind. Wir suchen uns ein Motiv aus und erwerben es im Shop des Turmes. Hinzu kommt noch ein Fächer. Die andalusische, handbetriebene Klimaanlage.

Blick vom Torre Tavira über Cadiz zum Mercado Central.

Blick vom Torre Tavira über Cadiz zum Mercado Central.
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Nach dem Besuch des Turmes geht es auf eigene Faust in die Altstadt von Cadiz. Wir haben Zeit bis 13:00 Uhr. Dann müssen wir wieder am Treffpunkt sein. Zuerst in die historische Markthalle. Es wird alles möglich an Fisch und Meeresfrüchten angeboten. Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Geflügel und natürlich Produkte aus dem Meer. Wir kaufen uns etwas Brot, Schinken, Käse und Obst ein. Dann noch zum Probieren Churros, einen Art Spritz- oder Schmalzgebäck in Fett ausgebacken. Wir nehmen unsere Portion mit in ein Cafe und bestellen uns dazu noch etwas zu trinken. Das ist hier so üblich als zweites Frühstück.

Anschließend streifen wir noch durch die lebhaften Gassen von Cadiz. Eva entdeckt eine Bäckerei und kauft noch ein paar Plätzchen oder Stückchen ein. Dann machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt.

Nachdem alle da sind, geht es im Sauseschritt zum Denkmal der Verfassung Spaniens und gleich weiter zum Hafen, um dort eine kleine Hafenfähre zu besteigen. Hiermit werden wir den Nachbarort über den Wasserweg erreichen. Nach etwas hin und her ist der Liegeplatz des kleines Schiffes, neben einem großen Kreuzfahrtschiff, gefunden.

Viele Passagiere steigen ein. Und dann geht es los. Einige ältere spanische Damen geben spanisches Liedgut zum besten. Die Stimmung an Bord ist gut und ausgelassen. Leider habe ich dröhnende Kopfschmerzen. Zwischendurch mal auf die sanitären Einrichtungen - Indian Style Toilette. Nach einer halben oder dreiviertel Stunde sind wir am anderen Ufer angelangt und steigen aus. Mit dem Bus fahren wir in die nahegelegene Bodega Terry, um diese zu besichtigen.

Angekommen in der Bodega, nach wenigen 100 Metern, gehen viele erst mal auf die Toilette. Die sind ganz sicher reinlicher als auf dem Schiff. Dann geht die Führung los mit dem Innenhof, den Pferdeställen mit vielen Schimmeln in den Boxen und weiter in die Lagerhallen des Sherry und des Brandys.

Als Abschluß dann die Verkostung von drei Produkten dieser Bodega. So nach unserem Geschmack sind die angebotenen Sorten nicht. Zu trocken, zu süß oder zu schlicht im Geschmack. Trotzdem kaufen wir in dem kleinen Laden ein Brillenetui und einen "Flachmann" jeweils mit Lederbesatz und Prägung mit dem Schriftzug der Bodega.

Dann geht es wieder zurück zum Hotel nach Zahara de los Atunes. Auf dem Weg zurück sehen wir auf einer Verkehrsinsel einen Nachbau der Nina, eines der Schiffe mit denen Kolumbus bis Amerika gesegelt ist. Was für eine Nussschale. Respekt ! Diese Männer hatten sehr viel Mut, dies so zu wagen.

Die Gebäude von Cadiz bleiben hinter uns zurück und wir fahren durch die Salzmarschen und könne die "weißen Berge" des gewonnenen Salzes sehen. Wieder über die holprigen Schnellstraßen zurück. Im Bus Vespern wir etwas von unserem, in Cadiz erworbenen Proviant.

Dann der erste, der allererste, Fotostopp bei einem Osborne-Stier.

Ein Wahrzeichen Spaniens - der Osborne Stier.

Ein Wahrzeichen Spaniens - der Osborne Stier.
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Der Rest der Fahrt verläuft ohne bemerkenswerte Ereignisse oder Sichtungen. Wir fahren durch bis zum Hotel. Eva macht noch einen Strandspaziergang, ich nehme eine Tablette und Ruhe ein wenig.

Schwupps ist die Zeit um und es heißt schon wieder fertigmachen zum Abendessen. Wie immer bisher, um 20:00 Uhr. Es gibt Kichererbsen mit Mangold vorneweg, dann Schwertfisch mit Gemüse und als Abschluß einen Bratapfel.

Heute mache ich ein paar Sonnenuntergangsbilder aus dem Restaurantfenster. Der Sonnenuntergang ist meist sehr schnell vorüber und schwer zu fotografieren, da wir zur besten Zeit am Abendessentisch sitzen. Heute gibt es Kichererbsen mit Mangold, Schwertfisch mit Gemüse und einen Bratapfel als Nachtisch. Um 23:00 Uhr gehen dann bei uns im Zimmer die Licher aus.

Sonnenuntergang an der Costa de la Luz.

Sonnenuntergang an der Costa de la Luz.
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Freitag, 29. September 2006

Wecken um 07:30 Uhr. Wir sind schon etwas früher wach, weil wir annehmen, verschlafen zu haben. Zum Glück nicht. Noch ein paar Minuten dösen. Dann gleich als erster in Bad.

Heute soll es unter anderem in einen Korkeichenwald und zu den schwarzen Schweinen, die dort frei leben und die Eicheln der Korkeichen fressen, gehen. Lange Hosen sind angesagt. Wegen teilweise dichtem, dornigem Gestüpp auf dem Weg. Das kommt mir mit meinem leichten Sonnenbrand durchaus gelegen. Für die anschließende Besichtigung können wir leichtes Schuhwerk mitnehmen und im Bus lassen.

Superpünktlich geht es mit dem Bus los und nach etwa einer dreiviertel Stunde sind wir am Ausgangspunkt. Wir laufen durch einen Ort, über den Plaza de Espana, den es in jedem Ort zu geben scheint, bergauf.

Die ersten Korkeichen kommen in Sicht. Wir wandern durch den lichten Korkeichenbestand unterschiedlichen Alters. Ab und zu überqueren wir ein kleines Bächlein. Heide erklärt an einer Korkeiche, daß bei der Korkrindenernte der Bast des Baumes nicht beschädigt werden darf und das etwa alle 7 bis 10 Jahre "geerntet" werden kann. In der Erntezeit arbeiten hier viele Spanier (nur Männer), da diese Arbeit gut bezahlt wird und ausländische Tagelöhner nicht gerne gesehen werden.

Der verwunschene Korkeichenwald.

Der verwunschene Korkeichenwald.
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Nach einer Weile machen wir eine Rast und Vespern. Nun sind die langen Hosenbeine angesagt, da es bald durch das angekündigte dornige Gestrüpp gehen soll. Kein Problem. Es geht weiter und bald ist der Weg nur noch ein Trampelpfad. Der Trampelpfad ist dann auch bald nicht mehr zu sehen, weil er so zugewuchert ist. Nach zwei oder drei sehr dichten Stellen sind diese Hindernisse überwunden und es geht durch relativ offenes Gelände weiter entlang von Weidezäunen.

Bisher war keines der schwarzen Schweinen zu sehen. Rinder, Ziegen und Schafe haben sich gezeigt, aber keine der Schweine. Bei den Rindern handelt es sich um geduldige Kühe - keine "Torros". Die Kampfstiere sind in gut umzäunten Weidegründen mit deutlichen Hinweisschildern untergebracht. Wir haben keine der schwarzen Schweine gesehen und so wird unser gesammeltes altes Brot bei einem Bauernhof abgegeben.

Noch ein Anstieg und schon sind wir an unseren Bus. Nun nacheinander raus aus den Wanderschuhen und rein in die Sandalen. Die langen Hosenbeine werden noch "abgezippt", während der Fahrt mit schaukelndem Bus gar nicht so einfach, da die Strasse auch hier große Schlaglöcher hat. Und hinten im Bus hebt man dann schon mal von der Sitzbank ab. Trotz vorsichtiger Fahrweise unseres Busfahrers.

Angekommen im Städtchen Tarifa fährt der Bus durch dieses, wirklich sehr kleine Städtchen, bis zu einem Parkplatz am Meer. Wir steigen aus und gehen über einige Treppen zu einem Aussichtspunkt. Von hier aus ist Afrika sehr gut zu sehen. Afrika. *träum* Hier ist auch der Übergang vom Atlantischen Ozean zum Mittelmeer. Nur 13 oder 14 Kilometer trennen hier die beiden Kontinente voneinander. Es soll hier der südlichste Punkt Europas sein.

Blick über die Strasse von Gibraltar von Tarifa nach Afrika.

Blick über die Strasse von Gibraltar von Tarifa nach Afrika.
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In den Strassen von Tarifa.

In den Strassen von Tarifa.
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Weiter durch die engen Gassen. Wir suchen uns ein Cafe und wollen nur was trinken. Um 16:00 Uhr ist Treffen am Bus angesagt. Plötzlich kommt Heide mit noch einigen anderen der Reisegruppe und sie bringen frische Backwaren mit. Eva hätte auch gerne welche gegessen, aber wir haben den passenden Laden nicht gefunden. Unsere Mitreisenden zeigen sich von der gnädigen Seite und geben uns etwas von ihren Stückchen ab. Ein Dankeschön dafür. Die Sachen sind lecker und süß.

Kurz vor 16:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bus. Und dann geht es zurück zum Hotel. Wieder eine halbe oder einer dreiviertel Stunde. Aussteigen am Hotel. Aufs Zimmer. Rucksäcke auspacken. Lesen und Reisetagebuch schreiben.

So gegen 18:00 Uhr wollen wir nochmal ins Meer. Wellenhüpfen. Die Wellen sind viel sanfter geworden. Das Donnern der letzen Tage ist sanftem Rauschen gewichen. Nach dem Baden im Meer gehe ich noch schwimmen im Pool - Eva geht schon duschen. Das Schwimmen im Pool war noch herrlich. So gegen 19:00 Uhr bin ich dann auch geduscht.

Nun heißt es wieder Fertigmachen fürs Abendessen um 20:00 Uhr. Es gibt einen gemischten Salat vorneweg, dann den Fisch des Tages mit Kartoffelsalat und zum Nachtisch ein Zitronenmousse.

Um 21:30 Uhr geht es dann zu der angekündigten flanenco-Vorführung mit Kindern als Künstler in einem Nachbarort. Mit dem Bus geht es dorthin. Die Veranstaltung ist laut und gefällt Eva und mir gar nicht. Sicherlich ist das Engagement zu respektieren, aber es ist nun mal nicht unser Geschmack. Hätten wir vorher genauer gewußt, was da für eine Veranstaltung auf uns zu kommt, hätten wir verzichtet. Gegen Mitternacht sind wir zurück und gehen gleich zu Bett.



Samstag, 30. September 2006

Unser letzter Tag hier am Meer. Wecken um 07:30, Morgenprogramm wie immer. Irgendwie haben wir uns vertrödelt, so daß wie es gerade noch bis zur Abfahrt um 09:45 Uhr zum letzten Programmpunkt der Reise schaffen. Keine Sonnencreme und keine Jacke dabei. Nun mal sehen.

Ein erster Stopp bei der Wallfahrtskapelle Virgen de la Olivia. Es geht schnelle rein und genauso schnell wieder raus. Nix besonderes, abgesehen von den Blumenreichen Innenhöfen.

Nach kurzer Fahrt sind wir in Vejer, einem kleinen Ort auf einer Anhöhe, so ca. 130 bis 150 Meter über dem Meer. Durch verwinkelte kleine Strassen führt uns Heide durch das Örtchen und zeigt uns die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten.

Blick von unten nach Vejer.

Blick von unten nach Vejer.
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In den schmalen Strassen von Vejer.

In den schmalen Strassen von Vejer.
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Wir besuchen unter anderem ein privates Haus mit Türmchen von dem man einen guten Blick über Vejer hat. Selbst wären wir nie auf die Idee gekommen dieses Gebäude zu betreten. Unser Blick gestattet in dem Haus "Einsichten" durch die einen oder andere offene Küchentür.

Blick durch eine Scharte in einem Türmchen in Vejer.

Blick durch eine Scharte in einem Türmchen in Vejer.
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So gegen 12:00 Uhr ist unser von Heide geführter Rundgang beendet. Nun haben wir bis zu Rückfahrt noch eineinhalb Stunden Zeit, selbst durch die Gassen zu streifen. Eva möchte zu einem bestimmten Lederladen, der sehr hochwertige Lederarbeiten anbietet. Die Qualität ist hoch, der Preis der Waren angemessen. Aber nix für uns dabei. Weiter zu einem Schmuckladen mit Silberschmuck. Den Anhänger den Eva hier gesehen hat, finde ich hässlich. Zum Glück kann ich sie vom Kauf abhalten. Auf dem Weg nach unten, zum Treffpunkt am Bus, noch ein Schmuckladen. Hier gibt es schönere Sachen und Eva ersteht nun doch noch was "Schmuckiges".

Die Rückfahrt zum Hotel dauert nicht lange. Angekommen auf dem Hotelparkplatz veranschieden wir unseren Busfahrer. Obwohl die Möglichkeit besteht, daß wir morgen auch von ihm mit einem größeren Bus an den Flughafen gefahren werden. Nun erst mal aufs Zimmer und den Koffer und die Reisetasche packen. Schneller als erwartet sind wir fertig.

So gegen 16:00 Uhr nochmal ins Städtchen.Wir wollen noch etwas Bargeld holen, Trinkwasser einkaufen, noch einen Kaffee trinken und Stückchen essen gehen. Geldholen klappt. Einkaufen nicht, wir haben nicht bedacht, dass am Samstag auch am Nachmittag die Geschäfte geschlossen sind. Na, dann halt nur einen Kaffe und was Süsses.

Zurück im Hotel nochmal in die Badesachen und in den sehr, sehr friedlichen Atlantik. Heute ist der Wellengang Kleinkinder geeignet. Nach gut einer halben Stunde ist es genug. Noch ne kleinen Runde durch den Pool und dann ab zum Duschen und wie sollte es auch anders sein, fertigmachen zum Abendessen um 20:00 Uhr.

Das Abschiedsessen. Heute gibt es Paella, vorher eine Gemüsesuppe und dal Dessert Orangen. Mal sehen ob ich die vegetarische Version bekomme. Wenn Meeresgetier im meiner Portion drinnen ist habe ich gegessen. Wir werden sehen. Es klappt.

Nach dem Essen noch ein Abschiedsekt im anderen Hotelteil, da das Restaurant am Wochenende sicher gut besucht sein wird. Gegen 21:45 geht es dahin. Dankesworte von Heide. Ein lustiges Gedicht zum Reiseverlauf und dessen Ereignisse wird für Heide vorgetragen. Und ein besonderer Strauch mit "ganz besonderen Früchten" wird an Heide überreicht. Wir plaudern noch und lachen viel. Noch ein nettes Spielchen mit einem Fächer und den Gesten die damit gemacht werden können. Wir haben viel Spass beim Raten der Bedeutungen, die aus einem Büchlein abgelesen werden. Jeder kommt mal dran. So gegen 00:45 sind wir im Bett.

Nun ist der Urlaub wirklich rum. Auf unserem Zimmer angekommen trinken wir unser geistigen Getränke Evas Tio Pepe und ich meinen Cardenal Mendoza noch aus und bewundern dabei den Bilderbuchmond über dem Atlantik. Was für ein grandioses Bild.

Der Mond über der Costa de la Luz.

Der Mond über der Costa de la Luz.
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Sonntag, 1. Oktober 2006

07:30 Wecken und das übliche Morgenprogramm. Und zwischendurch immer das eine oder andere Stück einpacken, welches nicht mehr benötigt wird.

Das Meer rauscht heute früh wieder lauter. Am Strand sind Angler zu sehen. Irgendwie bin ich noch müde oder auch ein wenig verkatert. War gestern abend vielleicht doch etwas zuviel. Und zu viele Sorten.

Nach dem Frühstück ist um 10:00 Uhr Gruppenfototermin. Ein Mitarbeiterin des Hotels macht ein Foto nach dem anderen mit unseren Fotoapparaten. Leider wird das Bild mit meinem Fotoapparat nix. Viele Köpfe sind "abgeschnitten".

Nun aber noch mal schnell ans Meer. Für ne halbe Stunde nochmal Wellenhüpfen. Das Wasser ist kalt und die Wellen sanft. Dann wieder aufs Zimmer. Duschen, anziehen, und die restlichen Sachen noch verpacken.

Wir sind perfekt im Zeitplan. Um 12:00 Uhr verabschieden wir uns von den Fünfen, die heute später zurückreisen werden. Dann in den Bus. Es ist doch ein kleiner Bus. Teile des Gepäckes müssen auf den Rücksitz geladen werden, da der Gepäckraum des Busses nicht ausreicht. Dann alle einsteigen und los geht es. Winken mit weissen Taschentüchern. Zum Piepen.

Die Fahrt geht entlang der Betonburgen an der Costa del Sol. Schrecklich. Obwohl das auch alte Städtchen aus der Maurenzeit sein sollen. Es ist kaum zu glauben.

Nach so zwei Stunden Fahrt und einer "Trinkelpause" auf einer Raststätte erreichen wir den Flughafen von Malaga. Ausladen. In das Flughafengebäude, natürlich mit allem Gepäck. Heide warnt nochmal vor Taschendieben. Kurz nach dem Eingang nochmal Verabschiedung. Wir wünschen uns gegenseitig eine gute Heimreise und Heide gebe ich mit auf den Weg: "Lebe lang, zufrieden und gesund."

Schnell verteilt sich dann alles auf die Schalter zum Einchecken. Eine Gruppe älterer deutscher Personen drängelt sich dreist einfach vor, indem sie sich nicht ganz hinten in der Schlange anstellen. Irgendwie typisch für diese Art von Reisenden.

Übergepäck soll pro Kilo 4 EUR kosten. Das Handgepäck darf nur 5 kg wiegen. Dies zeigt ein Bildschirm über den Schaltern zum Einchecken an. Egal, dann zahlen wir es halt. Endlich sind wir dran. 47,5 Kilogramm. Und nicht einen Cent bezahlt. Was soll dann diese Anzeige auf dem Monitor ?

Weiter zum Securitycheck. Armbanduhr und Gürtel müssen abgelegt werden. meine Bergstiefel kann ich anbehalten. Hmmm, auf jedem Flughafen etwas anderes. Egal. Aus unserer Sicht laxe Sicherheitsüberprüfung. Nochmal auf eine Toilette.

Dann mal durch die übliche Einkaufsmeile, so wie an jedem Flughafen. Nix was wir gebrauchen könnten. Wir setzen uns in der Nähe unseres Gates hin und essen erst mal unsere Bananen und trinken einen Schluck Wasser. Das genaue Gate für unseren Flug wird noch nicht angezeigt.

Dann wird Flug LT0039 an Gate B10 angezeigt und schon bildet sich eine typische Schlange vor den Gate. Auch hier interessanterweise ältere Personen. Oh Mann, jeder hat doch seinen reservierten Sitzplatz. Ich verstehe das Verhalten nicht. Die anderen jungen Mitreisenden sitzen gelassen auf den Sitzgelegenheiten herum und warten.

Mit einiger Verspätung beginnt das Boarding. Alles kein Problem. Unser Handgepäck ist schnell verstaut und wir setzen uns auf unsere Plätze links und rechts des Ganges. der Flug - nun das Übliche.

Ein Herr hinter mir nutzt meine Rückenlehne mehrfach als Aufstehhilfe - kein Wort der Entschuldigung oder so. Hinter uns wird sich laut unterhalten wie in einer Kneipe. Zum Glück habe ich meine Ohrenstöpsel im Ohr. So ist mir da fast egal.

Nach Aussage des Flugkapitäns sollen wir pünktlich in München ankommen. Ich bin gespannt.

Der Flugzeugführer behält recht. Wir kommen pünklich in München an. Dann geht alles ganz schnell. Unser Gepäck ist nach wenigen Minuten warten am Gepäckband da. Unseren Abholservice finden wir problemlos, es geht zu unserem Auto und nach dem Herausrangieren aus der Halle dann nachhause.



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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