Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Botswana - tierisch schön (Namibia, Botswana & Simbabwe) Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne Landesfahne Landesfahne
vom 9. Oktober 2009 bis 23. Oktober 2009
Inhaltsverzeichnis

Freitag, 9. Oktober 2009 Endlos in der Luft mit South African Airways. München - Johannesburg - Windhoek
Samstag, 10. Oktober 2009 Ohne Gepäck in Windhoek
Sonntag, 11. Oktober 2009 Die weissen Elefanten von Etosha.
Montag, 12. Oktober 2009 Die Etosha Pfanne - mitten im Nichts.
Dienstag, 13. Oktober 2009 Mit den San in der Kalahari
Mittwoch, 14. Oktober 2009 Grenzübertritt nach Botswana
Donnerstag, 15. Oktober 2009 Stille Mokorofahrt auf dem Okavango
Freitag, 16. Oktober 2009 Ein Fahrtag. Über den Okavango. Ein Buschfeuer.
Samstag, 17. Oktober 2009 Namushasha
Sonntag, 18. Oktober 2009 Noch ein Fahrtag. Wieder nach Botswana.
Montag, 19. Oktober 2009 Wildhunde, Leoparden und Löwen am Chobe.
Dienstag, 20. Oktober 2009 Spannender Grenzübertritt nach Simbabwe und dann zum Mosi-Oa-Tunya.
Mittwoch, 21. Oktober 2009 Spazieren gehen mit Löwen und einer Elefantenherde.
Donnerstag, 22 . Oktober 2009 Abschied von Victoria Falls, von Simbabwe, von Afrika.
Freitag, 23. Oktober 2009 Endlos in der Luft mit South African Airways. Victoria Falls - Johannesburg - München.
Literatur und Medien Tipps 


Freitag, 9. Oktober 2009, Endlos in der Luft mit South African Airways. München - Johannesburg - Windhoek

Wir sind deutlich zu früh beim Parkservice Bauer. Aber besser zu früh wie zu spät. Beim Einchecken in München fragen wir die Dame am Schalter extra, ob unser Gepäck bis Windhoek "durchgecheckt" wird. Dies wird uns bestätigt.

Weite Wege in der Transitzone auf dem O R Tambo International Airport in Johannesburg. Eine Passkontrolle in der Transitzone. Alles in Eile, denn wir müssen unseren Anschlußflug nach Windhoek erreichen. Schnell, schnell noch ein Toilettengang im Flughafen.



Samstag, 10. Oktober 2009, ohne Gepäck in Windhoek (Namibia)

Gegen 11 Uhr kommen wir in Windhoek am Hosea Kutako International Airport an.

Ankunft am Hosea Kutako International Airport bei Windhoek (Namibia).

Ankunft am Hosea Kutako International Airport bei Windhoek (Namibia).
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Unser Gepäck ist nicht da. Stunden verbringen wir am Schalter des "Baggage Tracing, Lost and Fund Department" der South African Airways. Die Mitarbeiterin dort hat die Ruhe weg und erfasst die erforderlichen Daten in stoischer Gelassenheit. Es sind eine ganze Menge Reisende betroffen. Alle anderen unserer Reisegruppe haben bereits die Sicherheitszone des Flughafens verlassen und warten ausserhalb.

Ich habe nur schwere Bergschuhe an - keine anderen Schuhe verfügbar. Alle anderen Schuhe sind im aufgegebenen Gepäck - im Rucksack.

Auf dem Flughafen hatten wir keine Chance uns Landeswährung zu beschaffen. So hilft uns Alex, unser Reiseleiter, kurzfristig aus, damit wir was einkaufen können. In Windhoek dann hektisch durch einen Supermarkt um Verpflegung und die fehlenden Ausrüstungsgegenstände, die unbedingt erforderlich sind zu ergattern. Unterwäsche ist nicht aufzutreiben. Der Frust ist gross. Samstags und Sonntags haben kaum Läden auf. Es gibt auch kaum Läden in der Region, um die nötigsten Sachen einkaufen zu können. Am Rande des Parkplatzes, auf dem unser Fahrzeug abgestellt ist, sind einige fliegende Händler zu sehen. Unter anderen Menschen sind einige Himba zu sehen. Diese Menschen werden in ihrem traditionellem Auftreten dazu misbraucht, Touristen zum Kaufen anzulocken. Immer ist auch irgendein Aufpasser in der Nähe der dann das Geld abkassiert. Wir machen einen grossen Bogen um diese Verkaufsstände. Später auf der Reise werden wir dies leider noch ein- oder zweimal sehen.

Eine Hochzeit in Windhoek in den gerne besuchten Parlamentsgärten des Tintenpalastes. Der ist heute Sitz der Regierung von Namibia. Das Reiterstandbild, der Südwester Reiter, fehlt in Windhoek vor der Alten Feste an der Robert Mugabe Avenue. Es soll aber wieder aufgestellt werden.

Eine Hochzeit in den Parlamentsgärten des Tintenpalastes.

Eine Hochzeit in den Parlamentsgärten des Tintenpalastes.
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Auf dem Platz vor der Christuskirche beim Tintenpalast in Windhoek (Namibia).

Auf dem Platz vor der Christuskirche beim Tintenpalast in Windhoek (Namibia).
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71 km sind es von Windhoek bis zur Okanhandja Country Lodge. Bei Okanhandja wird das erste mal getankt. gegenüber der Tankstelle ist der Holzschnitermarkt von Okanhandja. Jede Menge von Holzschnitzereien in alle möglichen Formen und unterschiedlichen Qualitäten. Wir schlendern einmal entlang der Verkaufstände. Was kaufen, Nein danke. Kein Bedarf. Unsere Gedanken kreisen in Sorgen um unser fehlendes Gepäck.

Blick zum Haupthaus im Garten der Okahandja Country Lodge.

Blick zum Haupthaus im Garten der Okahandja Country Lodge.
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Im Garten der Okahandja Country Lodge.

Im Garten der Okahandja Country Lodge.
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Sehr hilfsbereite Mitarbeiter in der Okahandja Country Lodge, lange versuchen sie den Verbleib unseres fehlenden Gepäckes zu klären. Am Flughafen Windhoek ist nach 17 Uhr niemand mehr zu erreichen. Leider keine T-Shirts oder dergleichen in der Lodge zu kaufen. Mitreisende helfen mit T-Shirts und anderen Gegenständen aus. Leider auch keine passenden Ladegeräte für Kamera oder Mobilfunktelefon bei den Reisegefährten vorhanden. Dann ein schöner Sonnenuntergang in Okanhandja. Abendessen in Okanhandja mit roten Hauskater. Der bekommt einige Stücke Fisch ab. Ob das Gepäck noch ankommt ? Was tun ? Durchhalten und hier bleiben oder zurück nach Deutschland ? Ob wir einen Heimflug bekommen ? Es folgt eine schlaflose Nacht mit viel Grübeln. Wir überlegen uns eine Einkaufsliste für das nötigste zu Schreiben. Am Morgen dann der Entschluss: Wir bleiben hier und machen das Beste draus.

Für den nächsten Einkauf habe wir eine Noteinkaufsliste erstellt:



Sonntag, 11. Oktober 2009, die weissen Elefanten von Etosha (Namibia)

Bekommen wir unser das Gepäck oder nicht ? Das ist unsere grösste Sorge.

Die C38 beim Anderson Gate zum Etosha Nationalpark.

Die C38 beim Anderson Gate zum Etosha Nationalpark.
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Anderson Gate, einer der Eingänge zum Etosha National Park.

Anderson Gate, einer der Eingänge zum Etosha National Park.
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Unser geländegängiges Allradfahrzeug, zugelassen in Südafrika.

Unser geländegängiges Allradfahrzeug, zugelassen in Südafrika.
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Von Okahandja ins Okaukuejo Camp im Etosha-Nationalpark. Es geht über die B1 in Richtung Nordwesten. Irgendwo auf der Strecke dann noch ein Halt zum Einkaufen. Hier sind wieder ein paar Artikel zu bekommen, die wir so nötig brauchen. Wieder sausen wir hektisch durch einen Supermarkt.

Im Okaukuejo Rest Camp, am Beginn der Etosha Salzpfanne, fallen wir in den Curio Shop ein, um uns mit Bekleidung zu versorgen. T-Shirts, Tops, ein Hemd, zwei Mützen, ein paar Postkarten und eine Landkarte sind schnell ausgesucht und gekauft. Die Kompromissfähigkeit bei der Auswahl der Bekleidung hinsichtlich Form, Farbe und Grösse wird deutlich grösser in einer Art Notlage. Na wenigstens etwas. Dann zu der Wasserstelle, die unmittelbar am Camp ist. Leider haben wir die Elefanten verpasst. Aber Einkaufen war nun mal wichtiger.

Eine Oryxantilope im Wasserloch des Okaukuejo Rest Camps.

Eine Oryxantilope im Wasserloch des Okaukuejo Rest Camps.
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Ein Springbock am gleichen Wasserloch.

Ein Springbock am gleichen Wasserloch.
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Einer von den weissen Elefanten des Etosha Nationalparks - irgendwo in der Nähe von Olifantsbad.

Einer von den weissen Elefanten des Etosha Nationalparks - irgendwo in der Nähe von Olifantsbad.
Nikon D40, VR 70-300mm/4,5-5,6G, 240mm, ISO 200, 1/1600s, Blende: 5,6
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Noch mehr weissen Elefanten des Etosha Nationalparks an der gleichen Stelle.

Noch mehr von den weissen Elefanten des Etosha Nationalparks an der gleichen Stelle.
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Zwei Zebras in der Nähe von Olifantsbad.

Zwei Zebras in der Nähe von Olifantsbad.
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Und hier der Rest der Zebrafamilie beim Fussbad.

Und hier der Rest der Zebrafamilie beim Fussbad.
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In der Nähe des Salvadora Wasserloches zwischen Okaukuejo Rest Camp und Rest Camp Halali.

Ein einsames Erdhörnchen direkt neben unserem Fahrzeug. Vorsicht, da sind Löwen in der Nähe.

Ein einsames Erdhörnchen direkt neben unserem Fahrzeug. Vorsicht, da sind Löwen in der Nähe.
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Eine Löwin auf dem Weg zu Ihren Artgenossinnen.

Eine Löwin auf dem Weg zu Ihren Artgenossinnen.
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Vor dem Tor zum Rest Camp Halali.

Vor dem Tor zum Rest Camp Halali.
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Das Chalet im Rest Camp Halali.

Das Chalet im Rest Camp Halali.
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Der Name Halali hat symbolische Bedeutung, ist es doch das Hornsignal zum Abschluss einer Jagd. Hier im Etosha National Park ist die Jagd für immer zu Ende. Es besteht absolutes Jagdverbot. Die Tiere sind völlig geschützt. Abends ist dann endlich unser Gepäck da. Uns fällt ein Riesenstein vom Herzen. Alex bringt es uns mit unserem Fahrzeug bis fast an die Tür unseres Chalet. Endlich frische Unterwäsche. Wie doch die kleinen, sonst so selbstverständlichen, Dinge des täglichen lebens so eine grosse Freude bereiten können. Heute morgen um 5 Uhr soll es sogar schon in Okanhandja gewesen sein. Aber da war die Rezeption der Lodge leider nicht besetzt und so sind die Gepäckbringer weitergefahren. Ganz schön blöd.

Eine Falbkatze nachts um etwa 22:30 Uhr am Moringa-Wasserloch beim Rest Camp Halali.

Eine Falbkatze nachts um etwa 22:30 Uhr am Moringa-Wasserloch beim Rest Camp Halali.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 18-200mm/3,5-5,6G, ISO 200, 200mm, 10s, Blende: 5,6
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Montag, 12. Oktober 2009, die Etosha Pfanne - mitten im Nichts. (Namibia)

Wecken um 6 Uhr. Man gewöhnt sich dran.

Der Weg von Halali nach Fort Namutoni.

Der Weg von Halali nach Fort Namutoni.
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Eine Kuhantilope in der Morgensonne.

Eine Kuhantilope in der Morgensonne.
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Wenig später dann eine Flecken- oder Tüpfelhyäne.

Wenig später dann eine Flecken- oder Tüpfelhyäne.
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Ein ganz kleiner Ausschnitt Etosha Pfanne. Salz wohin das Auge blickt.

Ein ganz kleiner Ausschnitt der Etosha Pfanne. Salz wohin das Auge blickt.
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Wieder ein Ort, den ich Besuche, der extrem lebensfeindlich ist. Die Sonne brennt heiss und erbarmungslos hernieder. Der Boden ist unglaublich heiss. Weit und breit kein Schatten, ausser von den wenigen Fahrzeugen, die hier an diesem Aussichtspunkt stehen. Endlose Weite, ohne irgendeinen Blickfang am Horizont. Die Etosha Pfanne hier hier ungefähr 60 Kilometer breit und flach wie ein Brett. Ich kann das Brennen der Sonne förmlich auf meiner Haut spüren. Lange bleiben wir nicht hier.

Ein weisser Elefant von Etoscha kreuzt unseren Weg irgendwo bei Springbokfontein.

Ein weisser Elefant von Etoscha kreuzt unseren Weg irgendwo bei Springbokfontein.
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Das salzverkrusteste Auge des weissen Elefanten.

Das salzverkrusteste Auge des weissen Elefanten.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 70-300mm/4,5-5,6G, ISO 200, 300mm, 1/500s, Blende: 5,6
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Giraffen am Wasserloch.

Giraffen am Wasserloch.
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Fort Namutoni.

Fort Namutoni.
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Ein Mitglied der lustigen Bande Zebramangusten, die das Fort Namutoni auf der Suche nach Fressbarem unsicher machen.

Ein Mitglied der lustigen Bande Zebramangusten, die das Fort Namutoni auf der Suche nach Fressbarem unsicher machen.
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Im Fort Namutoni treffen wir auf eine Bande Zebramangusten. Sie kommen gerade durch ein Tor, an den wir stehen. Neugierig beäugen und beschnüffeln sie uns. Sie sausen durch das Fort, auf der Suche nach was Fressbaren. Und sie werden fündig. Irgendwelche Küchenabfälle können sie erbeuten. Es entbrennt ein kleiner Streit um die besten Stücke und die besten Fressplätze. Dann verteilen sich die Tiere in Fort und nagen die erbeuteten Knochen ab. Über ihre Laute halten sie aber Kontakt zueinander. Einzelne Tiere sind sehr zutraulich oder besser gesagt neugierig und lassen sich sogar kurz anfassen. Aber nur kurz. Sie habe ein ganz weiches Fell. Doch dann müssen wir wieder weiter.

Am 28. Janauar 1904 griffen 500 Ovambo das Fort Namutoni an. Sieben deutsche Soldaten verteidigten das Fort erfolgreich gegen diese Übermacht. Eine Gedenktafel am Ausgang erinnert an dieses Ereignis der Geschichte dieses Landes.

Ungefähr um 17 Uhr herum kommen wir in der Uris Safari Lodge an. Der Hausherr begrüsst jeden von uns persönlich mit Handschlag und heisst uns herzlich willkommen in seinem Haus.

Uris Safari Lodge - die Unterkunft.

Uris Safari Lodge - die Unterkunft.
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Uris Safari Lodge - der Eingangsbereich.

Uris Safari Lodge - der Eingangsbereich.
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Uris Safari Lodge - der entspannende Pool.

Uris Safari Lodge - der entspannende Pool.
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Vor dem Abendessen hüpfen wir zur Entspannung kurz in den schön angelegten Pool. Wir schwimmen ein wenig umher. Ist das herrlich erfrischend.

Uris Safari Lodge - Trommeln am Eingang.

Uris Safari Lodge - Trommeln am Eingang.
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Uris Safari Lodge - am Abend.

Uris Safari Lodge - am Abend.
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Uris Safari Lodge - Abendstimmung im quasi offenen Wohnzimmer.

Uris Safari Lodge - Abendstimmung im quasi offenen Wohnzimmer.
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Rock Shanty. Alkoholfrei und lecker.

Rock Shanty. Alkoholfrei und lecker.
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Hier lernen wir ein neues Getränk kennen. Rock Shanty. Es besteht aus 1 Teil Sprite, 1 Teil Soda, ein guter Schuß Angostura Bitter und einige Eiswürfel. Sehr erfrischend und auch noch alkoholfrei. Daran könnte man sich gewöhnen. Wir sitzen im Freien auf Kissen herum und Plaudern über alles Mögliche. Zumeist aber über die Reisen, die wir schon erlebt haben.

Nach dem leckeren Abendessen, ich hatte ein Steak und habe einen uns allen unbekannten Nachtisch probiert, lassen wir uns noch im offenen Wohnzimmer der Lodge nieder und Plaudern weiter. Einige andere lassen sich an der Bar nieder. Bei uns entsteht eine angeregte, durchaus interessante Diskussion. Aber bald werde ich Müde und so gehen wir dann irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr zu Bett.



Dienstag, 13. Oktober 2009, mit den San in der Kalahari. (Namibia)

Wecken um 6 Uhr. Wir wollen uns heute morgen Zeit lassen bei der Morgentoilette und dem Einpacken der wenigen Sachen die wir ausgepackt haben. Direkt nach dem Aufstehen gehen wir kurz vor unsere Hütte, um die Morgenstimmung zu geniessen. Keine Menschenseele zu sehen.

Dann Duschen, rasieren, Zähne putzen und Klamotten für den Tag richten. Dann ein paar Schritte durch das wunderbare Haupthaus der Uris Safari Lodge. Kurz die grosse Hängematte im Garten ausprobieren. Herrlich.

Nun zum Frühstück. Ich trinke wieder Roibusch-Tee. Rührei mit Speck ist nun schon fast Tradition zum Frühstück. Wir können uns richtig Zeit lassen. Wundervoll.

Dann die Rechnung vom Abendessen bezahlen. Unser Trinkgeld kommt in eine Art Spardose an der Rezeption. Zurück in unsere Hütte. Den schwarzen Koffer, die pinkfarbene Reisetasche und den kleinen Rucksack mit den Schuhen stellen wir vor die Tür. Unsere Bergschuhe hatten wir ja im Bus unter den Sitzen gelassen. Persönliche Verabschiedung durch die Hausherrin direkt am Bus.

Dann geht es nach Tsumeb zum Einkaufen. Die letzte Einkaufsmöglichkeit bis kommenden Sonntag. Trinkwasser und Bargeld sind die wichtigsten Dinge, die wir brauchen. Unterwegs lesen wir die Allgemeine Zeitung. Jeder kommt mal dran, denn sie wird im Bus rumgereicht.

Schon sind wir in Tsumeb und es geht los mit dem Einkaufen. Als erstes zur Bank. An zwei Geldautomaten ist kein Bargeld zu bekommen. Also dann 150 EUR in Bares in einer Bank tauschen. Die Mitarbeiterin in der Bank Windhoek LTD hat die Ruhe weg. Mein Pass wird verlangt. Ein Kopie davon wird angefertigt. Dann bekomme ich das Bargeld in Namibia Dollar ausgehändigt. Überall um die Bank herum bewaffnetes Wachpersonal.

Dann endlich in den Supermarkt zum Einkaufen. Gut das wir eine Einkaufsliste gemacht haben, so haben wir schnell unsere wichtigen Sachen zusammen. Sogar einen passenden Adapter für die Steckdosen war zu bekommen. Was ein Glück, dass wir keine Klamotten einkaufen mussten !

Die kleine Einkaufsliste:

Nun geht es weiter von Tsumeb, eine Bergarbeiterstadt mit Kupfervorkommen in Richtung Tsumkwe, noch auf einer asphaltierten Strasse. Das soll heute ein Fahrtag werden, hat uns unser Reiseleiter Alex am Morgen gesagt. Schnell ist das Wasser in weiteren Stauboxen am Bus verstaut. Es geht weiter über allmählich, aber beständig schlechter werdende, Schotterpisten nach Tsumkwe. Eine zweite Pause lassen wir ausfallen, da es nur noch etwa 70 Kilometer bis zur Tsumkwe Country Lodge sind.

Die Rezeption der Tsumkwe Country Lodge im Bushmannland (Namibia).

Die Rezeption der Tsumkwe Country Lodge im Bushmannland (Namibia).
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Die Spanplattenhütte in der Tsumkwe Country Lodge. Klein, aber fein.

Die Spanplattenhütte in der Tsumkwe Country Lodge. Klein, aber fein.
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Alles da was man so braucht.

Alles da was man so braucht.
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Angekommen. Nur die persönlichen Utensilien aufnehmen. Das grosse Gepäck wird gebracht. Schnell zur Hütte, kurz orientieren, dann geht es schon mit Leroy, einem San zu den San. Wir werden die San in der Weite der Kalahari erleben, wie diese Menschen leben und hier überleben.

Mit unserem Fahrzeug fahren wir über eine ausgefahrene Sandpiste bis zu einem Dorf der San. Dann laufen wir mit dieser Familie durch das Buschland der Kalahari.

Der Weg durch den tiefen Sand der Kalahari zu den San.

Der Weg durch den tiefen Sand der Kalahari zu den San.
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Wir bekommen gezeigt aus welchen Pflanzen sie Medizin machen. Ein pflanzliches Mittel gegen Kopfschmerzen und noch eines gegen Durchfall. Welche Sträucher für Pfeil und Bogen oder einen Grabstock genutzt werden. Für jeden Zweck gibt es ein besonderes Holz. Dann Feuer machen. Ein weiches und ein hartes Stück Holz sind hierfür erforderlich. Seile aus zerfaserten Pflanzenresten herstellen. Ein Falle für Perlhühner bauen. Dazu noch die ultimative Demonstration der Falle durch eine Frau der San. Sie verstehen viel Spass und scherzen gerne. So ist mein Eindruck von diesen Menschen, deren Sprache so garnicht zu verstehen ist.

Feuer machen mit den San.

Feuer machen mit den San.
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Und es ward Feuer.

Und es ward Feuer.
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Beim Wandern mit den San klingelt das Mobilfunktelefon von Leroy. Komische Wahrnehmung. Mit Menschen unterwegs zu sein die als Jäger und Sammler auf den Stand der Steinzeit sind und dabei mitten in der Kalahari moderene Kommunikationstechnologie wahrzunehmen. Wirklich merkwürdig. Bis zum Anbruch der Dunkelheit sind wir im Busch. Ein toller Sonnenuntergang beschließt unseren Ausflug in die Kalahari.

Sonnenuntergang im Buschland der Kalahari.

Sonnenuntergang im Buschland der Kalahari.
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Im Dunkeln kommen wir zurück zur Unterkunft. Nur ne halbe Stunde Zeit zum Duschen ? Egal. Wir Duschen in Ruhe, denn es ist hier sehr heiss und eine Dusche haben wir sehr nötig.

Zum Abendessen wieder Rock Shanty als Getränk. Das wird zu unserem Lieblingsgetränk. Herrlich erfrischend bei der Hitze hier. Zum Abendessen gibt es Tomatensuppe, Schweinefleisch, Hühnchen, Reis, Pilzsauce, Gemüse und zum Nachtisch Schokoladenkuchen. Und all das muss hierher transportiert werden. Wir essen im Freien unter einem Strohdach der Rezeption. Toll. Gegen 22 Uhr dann ab ins Bett, denn die Lichter gehen um 22 Uhr aus. Soll heissen der Strom wird abgeschaltet.



Mittwoch, 14. Oktober 2009, Grenzübertritt nach Botswana

Wecken um 6 Uhr. Zwar ist erst ab 8 Uhr Frühstück zu bekommen, aber um in aller Ruhe einzupacken und vor allem unsere Wasservorräte zu organisieren, stehen wir früher auf. Heute geht es zum Okavango. Es ist bedeckt heute früh im Westen. Im Osten geht jedoch die Sonne über den Hütten auf. Es scheint kühl zu sein heute früh. Kühl ? Noch etwas weniger wie 30 Grad Celsius hat es heute morgen. Nach dem Frühstück ist es deutlich wärmer. Nun noch die Rechnung bezahlen und einen kurzen Eintrag ins Gästebuch der Lodge machen.

Schotterpisten und Sandpisten kilometerlang. Einmal drehen die Räder im Sand durch. Die Sandpiste zieht sich über so etwa 90 Kilometer. Irgendwo im Nichts gegen 13 Uhr dann eine Trinkelpause. Wenn das Plaudern nicht wäre, könnte man die Stille hier sehen. Vor der Pause sehen wir noch einen Elefanten ausserhalb irgendwelcher Nationalparks. Ja, wir sind hier mitten in Afrika. Später nach der Pause an einer großen Pfütze ein grosser Steppenadler. Leider steigt er auf und ich kann ihn nicht fotografieren. Schade.

Dann sind wir am Grenzposten Dobe. Nun erst die Ausreise aus Namibia. Alle tierischen Produkte, besonders Fleisch, darf nicht aus- oder eingeführt werden. Eine Tüte Billtong (Trockenfleisch) muss daran glauben und wird eingezogen. Mit den Augenwinkeln sehen wir das das Billtong von den Grenzern genüßlich verspeist wird. Formulare für die Ausreise müssen ausgefüllt werden. Ein Polizeisergant in Tarnkleidung prüft die Angaben und dann bekommt einer nach dem anderen seinen Stempel in den Pass. Der Sergant versucht unsere Namen korrekt auszusprechen beim Zurückgeben des jeweiliges Passes. Respekt, denn das klappt recht gut.

Eine Herero Familie die von Botswana einreisen will wird ganz genau überprüft. Der Pickup muss fast komplett abgeladen werden.

Nach den Ausreiseformalitäten gehen wir die wenigen 100 Meter zu Fuss von Namibia nach Botswana. Eine Grenze mitten im Nichts. Ein scheinbar endloser Zaun ist zu sehen. Welch ein Vergleich zu den Grenzsicherungsanlagen der ehemaligen DDR. Alex meint das der Zaun in einigen Kilometern einfach aufhört.

Maul- und Klauenseucheabwehr beim Grenzübertritt.

Maul- und Klauenseucheabwehr beim Grenzübertritt.
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Der Grenzstreifen von Namibia nach Botswana.

Der Grenzstreifen von Namibia nach Botswana.
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Dann die Einreise nach Botswana. Wieder Formulare und wieder Menschen in Tarnkleidung, hier bloß mit einem anderen Muster. Wir müssen uns in eine Art Einreisebuch eintragen. Einige Daumenabdrücke anstelle der Unterschrift der Durchreisenden sind zu sehen. Alex fragt nach der Beschaffenheit der Strasse. Diese sei gut, meinen die Männer des kleinen Grenzpostens.

Es geht nach kurzem Aufenthalt weiter auf einer Sandpiste. Na wenn das ein guter Strassenzustand ist, möchte ich diesen Weg nicht im schlechten Zustand erleben.

Etwa 70 Kilometer vor dem Ende der Sandpiste die Frage nach einer weiteren Trinkelpause. Nein, wir möchten weiterfahren und ankommen. Also noch etwa eine Stunde über den Sand, dann sind wie wieder auf einer asphaltierten Strasse irgendwo bei Nokaneng. Hier geht es weiter in Richtung Norden nach Etsha 13.

Ziegen, Rinder, Esel, Pferde - alles weidet entlang der Strasse und einige Male muss das Tempo deutlich gedrosselt werden, um den Tieren ein Ausweichen zu ermöglichen und einen Unfall zu vermeiden. Und die gibt es tatsächlich, denn wir fahren an einem Rinderkadaver vorbei der am Strasssenrand liegt.

An einer Tankstelle in Gumare doch noch eine kleine Rast. Das Fahrzeug muss voll getankt werden. Hier gibt es nun wieder eine andere Währung "Pula". Wir kaufen einen Saft und 1,5 Liter Wasser ein. Mit US Dollar. Herausgegebenes Wechselgeld bekommen wir allerdings in "Pula". Auf der Tankstelle ist sogar eine Zapfsäule für Paraffin zu entdecken. Es wird zum Betreiben von Kühlschränken und Petroleumlampen verwendet. Wie das mit den Kühlschränken funktionieren soll, ist mir unklar.

Dann weiter nach Etscha 13, einem Dorf am äussersten westlichen Rand des Okavango Deltas. In Etscha 13 ankommen werden wir und unser Gepäck auf 2 kleine Geländefahrzeuge umgeladen. Der Weg zur Unterkunft soll zu schmal und zu sehr zugewachsen sein, um mit unserem grossen Fahrzeug dort durchkommen zu können. Ein grosses Spektakel für die Kindern des Dorfes. Die schauen neugierig zu und betrachten begeistert ihre Fotos auf unseren Digitalkameras. Dann ist alles verstaut und verzurrt und es geht langsam los. Zunächst auf Wegen die unser Fahrzeug auch problemlos hätte zurück legen können.

Wir sehen viel Elefantendung und Bäume, die von Elefanten auf der Nahrungssuche umgelegt wurden. Auch sind Stellen zu sehen wo die Elefanten wohl Wurzeln ausgegraben haben. Dann auf den letzten 2 bis 3 Kilometern wird der Weg eng und zugewachsen.

Das Zelt "Thinfish" in der Nguma Island Lodge.

Das Zelt "Thinfish" in der Nguma Island Lodge.
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Sieht doch sehr gemütlich aus von innen - oder ?

Sieht doch sehr gemütlich aus von innen - oder ?
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Angekommen bei der Nguma Island Lodge. Absteigen von den offenen Fahrzeugen. Persönliches Gepäck aufnehmen. Zimmerzuweisung. Pardon, natürlich Zeltzuweisung. Die Zelte haben hier keine Nummern sondern Namen von Fischen des Flusses. Wir wohnen in "Thinface". Das Zelt steht auf einer Plattform auf Stelzen. Unser grosses Gepäck wird uns gebracht. Ein nettes, kleines zweckässiges Zelt mit sanitären Einrichtungen ausserhalb hinter dem Zelt. Richtig knuffig.

Erst mal kurz einrichten und dann zum Haupthaus, um sich im Gästebuch einzutragen. Wir erhalten einen Schlüssel für ein kleines Vorhängeschloss, um das Zelt verschließen zu können und eine Taschenlampe. In Pink.

Einen ersten Drink. Rock Shanty. Alkoholfrei. Dann das fakultative Ausflugsprogramm. Wir wissen genau was wir wollen. 3 Stunden Mokorofahrt vormittags und eine Sonnenuntergangsfahrt mit einen Motorboot.

Der Manager der Lodge preist einen Flug über das Delta sehr an. Etwas zu sehr für mein Empfinden. Nun erst mal Duschen und in frische Klamotten steigen. Hier hat es deutlich mehr Insekten und dabei natürlich auch Moskitos muss ich feststellen. Irgendwann um 20 Uhr soll es dann Abendessen geben.

Der Manager scheint sich sehr gerne selbst darstellen zu müssen. Seine Art empfinde ich als unangenehm aufdringlich. Als das Essen, an schön gedeckter grosser Tafel beginnt, werden wir permanent von Ihm beschallt. "Apfelmouse" und "Brown Sauce" sind seine Lieblingsvokabeln. Es nervt mich an. Irgendwann bewegt sich die Plauderei in eine andere Richtung und der Manager kann nicht mehr mithalten. Geschafft. Seine Frage nach einem Digestif beantworte ich mit der Gegenfrage, ob er einen Cardinal Mendoza hätte. Er versteht es nicht. Touche'.

Der Innenraum des Haupthauses der Lodge mit der vorbereiteten Tafel.

Der Innenraum des Haupthauses der Lodge mit der vorbereiteten Tafel.
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Gegen 21:30 Uhr zurück zum Zelt. Denn um 22 Uhr geht der Strom und damit die Lichter aus. Strom gibt es hier nur von einem Generator. Und der wird nachts abgeschaltet. Noch den Wecker auf 6 Uhr stellen.

Ich kann nicht einschlafen. Stundenweise schaue ich auf die Uhr. Zwischen 22 und 23 Uhr sind mehrmals Flusspferde deutlich ganz nah am Zelt zu hören.



Donnerstag, 15. Oktober 2009, Mokorofahrt in aller Stille auf dem Okavango. (Botswana)

Heute zum Frühstück müssen wir unsere wöchentliche Ration Malaria-Tabletten nehmen. Das ist das wichtigste heute früh. Immer noch schaue ich auf die Uhr. 4:30 Uhr nochmal umdrehen, dann gegen 5:30 Uhr beginnen die Vögel wach zu werden und Laute von sich zu geben. Ungewohnte Geräusche. Einen Wecker brauche nun ich ganz sicher nicht mehr. Langsam aufstehen. Ausgeschlafen bin ich nicht.

Es ist angenehm kühl heute morgen. Kurzärmeliges Hemd, T-Shirt, kurze Hose, Socken und Wanderhalbschuhe sind bis zum Frühstück genau richtig. Zuerst aber die übliche Morgentoilette. Duschen quasi im Freien. Klasse.

So gegen 8 Uhr gibts Frühstück. Frische Melonen, Feigenmarmelade - sehr interessanter Geschmack, grosse Scheiben getoastetes Weissbrot, Spiegelei, gegrillte Tomate, Speck. Dazu einen schwarzen Tee. Roibusch hab ich zu spät entdeckt. Dann ist da auch noch ein Lady Grey Tea zu finden. Den probiere ich auch. Schmeckt ganz anders wie Earl Grey. Eher nach einem Zitronenaroma.

Um 9:15 sollen wir dann am Treffpunkt für die vormittägliche drei stündige Mokoro-Tour sein. Nun aber mit hohen Wanderschuhen. Die Mokoros sind mittlerweile aus Fieberglas, Diese Fieberglasboote haben gegenüber den Einbäumen aus Holz den Vorteil 100%ig wasserdicht zu sein. Das Fällen der Bäume wurde aus Gründen des Naturschutzes untersagt. Es wurden zuviele seltene Bäume dafür gefällt, denn ein Mokoro aus Holz hält nur etwa drei Jahre. Die Regierung verkauft die Fieberglasboote zu einem angemessenen Preis an die Pulla. Diese Menschen haben damit dann ein Auskommen. Unser Pulla heisst Tom.

Und schon geht es los übers Wasser durch einen klitzekleinen Teil des Okavango Deltas. Hohes Papyros säumt den Weg, der von Tom gestakt wird. Leider ist die Wahrscheinlichkeit gering Säugetiere sehen zu können, wird uns berichtet. Elefanten, Flusspferde oder Antilopen sind eher nicht zu erwarten. Auch Krokodile sind keine zu sehen. Was nicht heissen soll, dass keine da sind. Mal geht es über enge Kanäle, mal über weite offene Wasserflächen. Dann wieder mitten durch das hohe Papyros.

Mit einem Mokoro (Einbaum) auf dem Okavango im Papyrosdschungel.

Mit einem Mokoro (Einbaum) auf dem Okavango im Papyrosdschungel.
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Ich von hinten im Mokoro auf dem Okavango im Papyrosdschungel.

Ich von hinten im Mokoro auf dem Okavango im Papyrosdschungel.
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Wir entdecken einen Schreiseeadler auf einen hohen Ast. Etwas weiter entdecken wir noch einen zweiten in dem selben Baum.

Dann landen wir an einer Insel an und machen einen kleinen Landspaziergang. Unterwegs sehen wir ein grosses Nest eines Hammerkopfs. Unser Guide an Land erklärt uns das der Eingang des Nestes an der Unterseite ist und das Nest bis zu 50 kg wiegen kann. Es ist innen mit Lehm ausgekleidet. Gelegentlich nutzen Adler es von oben als Horst. Der Hammerkopf ist Standort treu und setzt das Nest wieder instand, wenn es zum Beispiel durch einen Sturm beschädigt wurde. Haben sich jedoch Bienen darin angesiedelt gibt er das Nest auf und baut ein Neues in einer starken Astgabel.

Ein paar Schritte weiter dann ein Baobab. Den kennen wir ja schon aus Südafrika.

Bei unserem Spaziergang entdecken wir in der Ferne eine Moorantilope. Ein sehr scheues Tier. Da haben wir grosses Glück gehabt, bei dem Lärm den die Gruppe macht. Leider aber doch so weit weg, das sich ein Bild eher weniger lohnt.

Wieder zurück zu unseren Mokoros. Auf dem Weg dorthin noch ein instand gesetzter Termitenhügel und Mineralienausblühungen am Boden. Dann Einsteigen in die Mokoros für den Rückweg durch die hochgewachsenen Wasserpflanzen. Das Wasser ist schlammig trüb. Trotzdem trinken die Einheimischen Pulla das Wasser direkt aus dem Fluss. Das Wage ich bestimmt nicht.

Zurück im Camp erst mal Duschen, um den klebrigen Schmutz und die Sonnenmilch abzuspülen.

Gegen 13 Uhr gibt es ein kaltes Mittagessen. Reichlich und ordentlich. Dazu einen Rock Shanty und unsere Malaria-Prohylaxe-Pillen. Die hatten wir heute morgen dann doch leider vergessen. Zurück zum Zelt. Ausruhen. Seele baumeln lassen. Lesen. Entschleunigen. Reisetagebuch schreiben. Trinken.

Gegen 16:15 Uhr geht es dann zum Sundowner mit einen Boot auf den Okavango. Wir fahren wie ungefähr zeitlich geplant, mit einem offenen Motorboot und einigen gut gefüllten Kühlboxen, los.

Zu sehen bekommen wir Schlangenhalsvögel, Eisvögel, Krokodile und Flusspferde. Und auf dem Rückweg den Sonnenuntergang über dem Papyros.

Ein kleines Krokodil im Okavango. Bestimmt ist die Mama in der Nähe.

Ein kleines Krokodil im Okavango. Bestimmt ist die Mama in der Nähe.
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Der Sonnenuntergang auf dem Okavango.

Der Sonnenuntergang auf dem Okavango.
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Zurück im Camp eine kleine Übersetzungsexkursion mit dem Manager.

Das billige Fernglas scheint stark verschmutzt zu sein. Im nächsten Camp werde ich mich intensiv darum kümmern müssen. Heute nachmittag hatte ich digitale Spiegelreflexkamera und die Objektive mit Filtern so gut es geht, mit Objektivpinsel und Tuch vom Staub befreit. Um die Kameras von zwei Miteisenden habe ich mich auch gekümmert. Da hatte ich ne kleine Wartungsstation vorm Zelt eingerichtet. Allmählich wird er erste Akku der Kamera auch leer. Hoffentlich kann ich im nächsten Camp den ersten Akku aufladen, bis dahin muss ich halt den Ersatzakku nehmen.

Wieder um 20 Uhr gibt es Abendessen. Heute abend unter anderem mit "White Sauce".



Freitag, 16. Oktober 2009, ein Fahrtag. Über den Okavango. Ein Buschfeuer.

6 Uhr Wecken, wie immer. Wir stehen so früh auf, um die Ausrüstung um fast jeden Preis ohne Stress in aller Ruhe einpacken zu können. Aber zuerst ist mal die Körperpflege dran.

Um 8 Uhr Frühstück. Zuvor die Rechnung bezahlen. In Pula und per Kreditkarte. Dazu noch eine Landkarte von Botswana. Meine Basecap vom Münchener Zoo tausche ich gegen eine von Botswana, vom Okavango Delta. Für ein Tauschgeschäft hatte ich sie ja mitgenommen. Zum Frühstück gibt es sehr dunklen Toast.

Nach dem Frühstück, das ohne ohne weitere Besonderheiten abläuft, geht es zurück zum Zelt. Die grossen Gepäckstücke stelle ich vors Zelt auf die kleine Terasse. Persönliche Sachen bleiben am Mann. Fotoausrüstung, Rucksack mit 4,5 Liter Trinkwasser, meine Bergschuhe mit 2 Litern Trinkwasser in Flaschen. All das trage ich zu den Geländefahrzeugen. Wir werden mit den offenen Geländefahrzeugen zu unserem Bus gebracht. Dann geht es zwischen 9 und 10 Uhr los. Abschied vom Okavango Delta. Und Eva Braun, eine Mitarbeiterin der Lodge, haben wir hier auch kennen gelernt. Schnell ändert sich die Landschaft vom grünen Flußufer des Okavango zu sandigem und staubigem Boden mit dürrer Vegetation. Überalls sind Spuren von Elefanten, deren Dung und entrindete, entwurzelte Bäume zu sehen.

Zurück am Bus empfängt uns eine Wache am Fahrzeug. Ein alter Mann in blauem Arbeitsanzug und grünem Barett. Sogar bewaffnet scheint er zu sein. Mit Pfeil und Bogen. Die Pfeilspitzen sind so angefertigt, dass diese abbrechen, wenn sie getroffen haben. Schnell ist auch wieder eine Kinderschar um uns herum.

Hier von Etsha 13 fahren wir auf einer Asphaltstrasse in Richtung Norden bis Mohembo. Dort überqueren wir die Grenze von Botswana nach Namibia. Wieder zweimal Formulare ausfüllen und Stempel in den Reisepass. Wir laufen zu Fuss von einem Land in das andere. Man gewöhnt sich dran. Ein deutlich grösserer Grenzübergang als der letzte. Viel ziviles Personal diesmla und keine Tarnbekleidung.

Über den Okavango.

Über den Okavango.
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Weiter über eine Asphaltstrasse in Richtung Osten, die B8. Wir überqueren den Okavango auf einer grosses Brücke. Hier noch als Fluss, quasi der Zufluss des Deltas. Die Strasse geht schnur geradeaus. Kaum Abwechslung für das Auge. Vor Kongola überqueren wir den Fluss Kwando. Dieser bildet auch ein Sumpfgebiet hier, aber viel kleiner als das Okavango Delta. Manchmal passieren wir Checkpionts bei denen Reisende nach Fleischprodukten oder Seuchen überprüft werden sollen. Beim ersten direkt nach der Genze müssen wir alle aussteigen und über eine mit einer Flüssigkeit getränkten Lappen laufen. Die Reifen unseres Fahrzeuges werden mit einer Flüssigkeit eingesprüht. Was ist eigentlich mit den anderen Schuhen, die wir alle dabei haben und natürlich auch benutzen ?

Kurz nach der Brücke über den Kwando biegen wir ab nach Süden. Kurz ? Die Entfernungen sind unvorstellbar für Europäer. Ein scheinbar leeres Land. Die Geschwindigkeiten beim Fahren sind weit unter dem europäischem Durchschnitt. Mittlerweile sind wir bei Lizauli am Fluss Mashi im Caprivi Streifen.

Hier hat es frei lebende Elefanten, auch auf der Strasse.

Hier hat es frei lebende Elefanten, auch auf der Strasse.
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An die Geschwindigkeitsbeschränkung sollte man sich da besser halten.

An die Geschwindigkeitsbeschränkung sollte man sich da besser halten.
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Unterwegs ein Buschfeuer, das kümmert hier keinen.

Unterwegs ein Buschfeuer, das kümmert hier keinen.
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Milane tun sich gütlich an Kleintieren, die vor dem Feuer flüchten.

Milane tun sich gütlich an Kleintieren, die vor dem Feuer flüchten.
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Am frühen Abend kommen wir an der Namushasha Country Lodge bei Kongola an. Das obligatorische Begrüssungsgetränk. Das grosse Gepäck wird wieder durch das Personal des Hauses aufs Zimmer 5 gebracht. Eine schöne Anlage, wie im dunkeln und aus den Augenwinkeln zu erkennen ist. Hier will ich mir die Anlage unbedingt bei Tageslicht ansehen.

Am Tor zur Namushasha Country Lodge.

Am Tor zur Namushasha Lodge.
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Die Unterkunft in der Namushasha Country Lodge.

Die Unterkunft in der Namushasha Country Lodge.
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Das Badezimmer in der Namushasha Country Lodge.

Das Badezimmer in der Namushasha Country Lodge.
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Das Zimmer ist toll. Ein grosszügig grosses Moskitonetz über dem Bett. Grosse, dunkel gekachelte Dusche mit heissem Wasser. Ein grosser Wurzelstock als Waschbeckenuntersatz. Und ein Gecko an der Wand. Fein, dann haben wir auch einen Insektenjäger da, der die bestimmt vorhandenen Moskitos dezimiert.

Als erstes das Ladegerät für den Akku der Kamera heraussuchen. Gar nicht so einfach, bei der leider etwas schummrigen Beleuchtung hier im Zimmer. Eine Woche und weit mehr als 1000 Fotos hat der erste Akku durchgehalten.

Abendessen um 19:30 Uhr, das heisst also sich wieder sputen, um zu Duschen und umzuziehen. Ob ich allerdinge geduscht habe oder nicht ist eher eine akademische Frage, denn wenige Minuten nach den wohltuenden Duschen bin ich schon wieder nass geschwitzt. Zum Abendessen gibt es Buffet. Kürbissuppe, recht süss, aber lecker. Salat und kleine Vorspeisen. Alles eher untypische afrikanische Speisen. Als Hauptgericht esse ich Scheinefleisch mit dunkler Sauce, süssem Mais und Reis. Auf den Nachtisch verzichte ich. Er spricht mich so garnicht an. Dazu trinke ich eine "Malaria Prohylaxe", einen Gin Tonic.

Nach dem Essen setzen wir uns alle noch in den Barbereich, um noch einen Absacker zu nehmen. Die "Malaria Prohylaxe" wird noch ein wenig aufgestockt. Die Bedienung in der Bar ist bemerkenswert unfreundlich. Kurz vor 22 Uhr geht es zurück aufs Zimmer um noch bei Licht ins Bett zu kommen. Auch hier sollen um 22 Uhr die Generatoren für den Strom aus gehen.

Als Programm für Morgen ist ein ein Spaziergang durch den Busch am vorgesehen. Für den Nachmittag kann eine Pirschfahrt am gegenüberliegenden Ufer gebucht werden. Die Wahrscheinlichkeit Säugetiere sehen zu können ist eher gering, wird berichtet. Ich denke der Vormittagsspaziergang reicht. Den Nachmittag möchte ich in der Lodge verbringen um die Seele auch mal baumeln lassen zu können.

Hmmm. Um 22:15 ist immer noch Strom da.



Samstag, 17. Oktober 2009, Namushasha

Wecken, na wie immer um 6 Uhr. Trödeln. Es ist wenig zu tun, denn wir machen heute nur den Morgenspaziergang mit. Am Nachmittag ist Urlaub vom Urlaub angesagt. Seele auf der Lodge baumeln lassen. Tagebuch schreiben. Wäsche waschen.

Um 8 Uhr gibt es Frühstück. Langsam kann ich keine Rühreier mehr sehen. Lichtblick heute früh waren für mich die Bakes Beans. Davon hab ich mir nen kleinen Klecks auf meinem Teller gegönnt.

Zum Wanderschuhe anziehen nach dem Frühstück zurück aufs Zimmer. Um 9:15 Uhr soll es los gehen. Na jedenfalls so ungefähr.

Hans, unser Local Guide, führt uns über schmale Wege aus der Lodge heraus. Er erklärt uns verschiedene Pflanzen. Ähnliches haben wir auch bei den San erfahren. Dann ein Besuch in einer Art Museumsdorf. 25 Namibia Dollar Eintritt pro Person. Uns werden ein Getreidespeicher mit Mauseschlagfalle, eine Falle für Vögel (Schlingenfalle), eine Fallgrube mit Holzspitzen gezeigt. Dann ein Hühnerpferch mit Schlagfalle für kleinere Raubtiere. Eine Hütte mit Binsenbett. Ein Schmied der Speerspitzen und Äxte herstellt. Verhütten von Eisen scheint dieser Stamm nicht zu kennen oder können, denn zum Verarbeiten wird Eisenschrott verwendet. Vor der Verfügbarkeit von Eisen wurden Knochen oder ähnliches zum Herstellen von Waffen verwendet, erklärt uns Hans auf meine Nachfrage. Dann noch eine Tanz- und Gesangsvorführung mit dem Medizinmann. Und schon ist das Spekatakel vorbei. Das Xylophon wird von einigen von unserer Reisegruppe zum musizieren genutzt. Die Einheimischen hören interessiert zu.

Besuch im Namushasha Mbukushu Traditional Village.

Besuch im Namushasha Mbukushu Traditional Village.
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Ein Kornspeicher.

Ein Kornspeicher.
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Ein Transportmittel, eine Art Schlitten, für das Schilf.

Ein Transportmittel, eine Art Schlitten, für das Schilf.
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Eine Schlagfalle für kleinere Raubtiere.

Eine Schlagfalle für kleinere Raubtiere.
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Der Hühnerstall.

Der Hühnerstall.
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Dann spazieren wir weiter. Vorbei an einer ehemaligen Landepiste, die seit zwei Jahren überflutet ist. Weiter durch tiefen Sandboden in einem Bogen zurück zur Lodge. Am Eingang noch ein paar Fotos. Eine Reiseteilnehmerin muss am Torbogen rasten. Ich bleibe zusammen mit einer anderen Reiseteilehmerin zurück und warte bis es wieder geht.

Dann sind wir alle wieder zurück an der Lodge und trinken erst mal was kühles an der Bar. Rock Shanty und Bier stehen hoch im Kurs. Es geht alles nur langsam voran mit der Bedienung hinter der Bar. Dann haben auch wir unsere Getränke und setzen uns auf die Terasse über dem Fluss. Zweimal hören wir Flusspferde. Wir gehen zur Wasserlinie um nachzuschauen, aber leider entdecken wir die Tiere nicht.

Der angekündigte Kaffee mit Kuchen ist leider nicht verfügbar. So müssen wir uns mit der einen oder anderen Tasse Tee zufrieden geben. Entspanntes Plaudern. Tagebuch schreiben in Gesellschaft.

Irgendwann am späten Nachmittag wieder zurück aufs Zimmer. Die netten hellbraunen Flughunde in ihrem Schlafbaum vor unserer Unterkunft nochmal fotografieren. Die Tiere hängen kopfüber von den Ästen. Es werden so ein oder zwei Dutzend Tiere sein. Zum Glück sind die da und fressen in der Nacht bestimmt reichlich Insekten.

Die Flughunde in ihrem Schlafbaum vor unserer Unterkunft.

Die Flughunde in ihrem Schlafbaum vor unserer Unterkunft.
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Nochmal duschen vor den Abendessen, das dritte mal heute. Vor den Essen erst mal an die Bar und eine "Malaria Prohylaxe" bestellt. Um 19:30 Uhr dann Abendessen. Die Suppe ist leider alle, als ich welche haben möchte. Na dann eben nur eine Vorspeise. Zum Hauptgang ein Rindergulasch, Reis, süsse Möhren und grüne Bohnen. Zum Nachtisch eine Art Frischkäsekuchen mit Zitronen/Kokosaroma. Ungewöhnlich.

Noch einen Absacker. Also zurück an die Bar und noch eine "Malaria Prohylaxe". Heute abend klappt es besser mit der Bedienung. Der junge Barmann ist freundlich und eilig bemüht uns alle zu versorgen. Wir setzen uns nicht auf die unbequemen Stühle, sondern in die gepolsterten Sessel. Auf den Stühlen schwitzt der Popo so sehr. Das hatten wir heute schon mal. Kurz vor 22 Uhr zurück aufs Zimmer. Der Generator geht ja gegen 22 Uhr aus.

Ein entspannender Tag war das heute. Morgen wieder ein Fahrtag. Um 9:30 Uhr soll es los gehen. Ab 8 Uhr gibt es Frühstück. Der Wecker wird wie immer auf 6 Uhr gestellt.



Sonntag, 18. Oktober 2009, noch ein Fahrtag. Wieder nach Botswana.

In der Nacht hat es geregnet. Mehrmals habe ich Flusspferde gehört. Recht nah. Irgendein tierischer Besucher war heute Nacht auf dem Balkon vor dem Zimmer. Krallen waren auf dem Holzboden zu hören. Und ein Schnüffeln. Was das für ein Tier war ist unklar. Vielleicht eine Hyäne oder ein Erdferkel? Die gibt es hier. Nix ist passiert, obwohl nur die Fliegengittertür zu und die Terassentür dahinter offen war. Wieder habe ich nicht durchschlafen können. Mit Beginn des Tages zwitschern die Vögel, so dass man eigentlich gar keinen Wecker braucht. Dann um 6 Uhr klingelt der Wecker. Trödeln. Alles wieder in Koffer, Reisetasche und Rucksack verpacken. Ich habe ganz viel Durst. Erst um 8 Uhr gibt es Frühstück. Wir sind früher da, aber leider ist noch nicht eingedeckt. Also erst mal die Rechnung bezahlen und ein Andenken einkaufen. Frühstück eigentlich wie immer. Rührei. Allmählich kann ich keine Eier mehr zum Frühstück sehen. Das Ende des Urlaubes ist leider auch schon in Sicht. Langsam setzt die "Entschleunigung" bei mir ein. Eine Sorge die ich habe, ist wie ich das "schwarze Loch" in meinen Erinnerungen zu Beginn der Reise befüllt bekomme. War da doch das Gepäck komplett verschollen in Windhoek. Und die Sorge und das Organisieren der wichtigsten Dinge war wichtiger als alles andere. Auch als Reisetagebuch schreiben.

Heute verlassen wir Namibia und kehren zurück nach Botswana. Die erste Etappe soll etwa 120 Kilometer lang sein. Dann gibt es Einkaufsmöglichkeiten inclusive "Shopping" in Katima Mulilo. Die zweite Etappe sind dann noch mal 120 Kilometer bis zur Lodge in der wir dann wieder zwei Tage bleiben werden.

Gegen 12 Uhr sind wir in Katima Mulilo und kaufen in einem grossen Supermarkt unterschiedliche Getränke mit Geschmack, zwei warme, herzhafte Pies als Mittagsverpflegung, etwas Käse und Pumpernickel ein. Der ist importiert aus Deutschland. Welch ein Wahnsinn. Vor dem Supermarkt erklärt uns Alex die weitere Strecke für den heutigen Tag.

Die Grenzformalitäten sind problemlos. Das kennen wir ja schon. Wie immer, auch die Schuhe, beim Verlassen von Namibia auf einem, mit einer Flüssigkeit getränkten, Lappen abtreten. Hier muss unser Fahrzeug durch ein Becken mit einer Flüssigkeit fahren.

Grenzübergang Ngoma von Botswana nach Namibia.

Grenzübergang Ngoma von Botswana nach Namibia.
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Am Grenzübergang nach Botswana meckert ein Grenzer unseren Guide an, weil er auf einem PKW Parkplatz unser Fahrzeug abstellt, um den Schatten eines Baobabs zu nutzen. In der Nähe treiben sich einige Paviane herum. Die Mülltonnen haben ihr Interesse geweckt.

Direkt nach der Grenze beginnt der Chobe National Park. Nach dem Grenzübergang an der Ngoma Bridge geht es noch etwa 50 Kilometer bis Kasane zu unserer Unterkunft.

Wir fahren quer durch den Nationalpark, der hier nicht eingezäunt ist. Die Tiere können sich frei bewegen. Wir sehen Hornraben, Giraffen und natürlich Elefanten

Ein Elefant, nah am stehenden Bus.

Ein Elefant, nah am stehenden Bus.
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Gegen 16 Uhr sind wir in der Chobe Safari Lodge in Kasane. Eine sehr grosse Anlage mit ganz viel Luxus und internationalen Gästen. Zu gross und etwas zuviel von allem finde ich. Die Lodge liegt direkt am Chobe, der hier Grenzfluss zu Namibia ist. Aber die Annehmlichkeiten des Zimmers sind schon toll. Badewanne und Klimaanlage. Beides wird genutzt. Dann eine "Malaria Prohylaxe" an der Bar, noch vor den Abendessen. Noch schnell duschen und umziehen für das Dinner um 19:30 Uhr. Hier scheint es etwas feiner zuzugehen.

Die Unterkunft in der Chobe Safari Lodge.

Die Unterkunft in der Chobe Safari Lodge.
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Das Bad mit Badewanne in der Chobe Safari Lodge.

Das Bad mit Badewanne in der Chobe Safari Lodge.
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Das Bett in der Chobe Safari Lodge.

Das Bett in der Chobe Safari Lodge.
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Der Pool der Chobe Safari Lodge.

Der Pool der Chobe Safari Lodge.
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Aber Vorsicht ! Krokodile im Chobe.

Aber Vorsicht ! Krokodile im Chobe.
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Der Eisvogel auf seinem Ansitz am Chohe ist da viel ungefährlicher.

Der Eisvogel auf seinem Ansitz am Chohe ist da viel ungefährlicher.
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Ein unglaublich riesiges Buffet ist aufgebaut. Auch traditionelle afrikanische Speisen, wie zum Beispiel Mealie Pap - eine Art Maisbrei, sind darunter. Endlich mal. Ich lasse micht verleiten und esse viel zuviel. Angesichts der Armut rund um die Lodge finde ich diese Völlerei und den Überfluss schon sehr merkwürdig. Darüber denke ich viel nach.

Gegen 22 Uhr dann endlich nach einem langen Fahrtag zu Bett. Ich kann wieder nicht einschlafen. Wieder schaue ich stundenweise auf die Uhr. Und das obwohl mir nach den Abendessen fast die Augen zugefallen sind. Also Balkonfenster auf und Klimaanlage aus. Hilft nicht. Balkonfenster wieder zu und Klimaanlage an. Hilft auch nicht. Und dann morgen auch noch sehr früh für die Pirschfahrt wieder aufstehen. Der Wecker ist für 4:45 Uhr gestellt, denn um 5:45 soll es schon losgehen. Ich kann einfach nicht einschlafen.



Montag, 19. Oktober 2009, Wildhunde, Leoparden und Löwen am Chobe. (Botswana)

Ich wälze mich immer noch hin und her und schaue auf die Uhr. Fast erlösend bimmelt der Wecker und ich lasse einfach den Routinefilm ablaufen. Duschen, Zähne putzen, Rasieren, Toilettengang und Ausrüstung mit Wasser zusammenpacken. zeitgerecht sind wir dann am Startpunkt, der Rezeption der Lodge.

Das erste offene Fahrzeug kommt an. Eine Frau mit kurzer, lustiger Afrofrisur lenkt es. Dieses erste Fahrzeug ist schon mal für unsere Reisegruppe. Wir müssen uns auf zwei Fahrzeuge aufteilen. Viele Japaner fahren heute morgen auch mit in den Nationalpark. Winterjacken sind zu sehen. Hüte, Mundschutz und Handschuhe auch.

Dann geht es los. Erst mal zum Sidudu-Gate des Parks für die Formalitäten. Unterwegs verliert eine Japanerin ihren Hut während der Fahrt. Wir halten an und Alex sammelt ihn ein. Am Gate bekommt die Dame ihren Hut zurück. Als kleines Dankeschön erhalten wir ein Tütchen scharfe Zimtbonbons. Ich verzichte darauf diese zu probieren. Wenig später rollen wir in den Park.

Über Sprechfunk erfährt unsere Fahrerin von einem Rudel Wildhunde. Sie bereitet uns auf eine schnelle Fahrt über die tiefen Sandpisten vor. Dann am Ziel. Tatsächlich Wildhunde. Eine sehr seltene und aussergewöhnliche Sichtung. Die Wildhunde haben Beute gemacht und deren Schnauzen sind zum Teil noch rot vom Blut. Und die Geier warten schon auf den Bäumen bis sie dran kommen.

Jeep-Safari - Wildhundbegrüssung.

Jeep-Safari - Wildhundbegrüssung.
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Jeep-Safari - Eine Meute Wildhunde.

Jeep-Safari - Eine Meute Wildhunde.
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Einige 100 Meter weiter eine Leopardin mit Ihrem Jungtier auf einem kahlen Baum. Traumhaft. Mein Traumbild, das mir ich unbedingt gewünscht habe. Ich bin sehr glücklich und ergriffen, das ich das sehen und fotografieren durfte. Fast bin ich zu Tränen gerührt. Nun ist mir fast alles andere egal. Aber nur fast.

Jeep-Safari - Leopardenweibchen mit Jungtier (Panthera pardus).

Jeep-Safari - Leopardenweibchen mit Jungtier.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 70-300mm/4,5-5,6G, ISO 800, 300mm, 1/200s, Blende: 5,6
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Ja, eine Jeep-Safari - jede Menge davon, aber das Leopardenweibchen lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

Ja, eine Jeep-Safari - jede Menge davon, aber das Leopardenweibchen lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen.
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Wieder nur einige 100 Metern weiter eine Löwenfamilie mit halbwüchsigem Nachwuchs. Ganz schön nah bei den Leoparden. Da muss die Leopardenmama gut aufpassen. Etwas weiter dann noch zwei Löwenmännchen. Das sind wohl die Papas der Löwenjungen.

An einer freien übersichtlichen Stelle am Chobe Fluss in freier Natur ohne Zäune eine Teepause. Komisches Gefühl hier herumzulaufen. In einem Haufen Elefantendung dann ein Pillendreher. Auch nochmal ins Gebüsch. Komisches Gefühl, aber keine Angst oder Kribbeln im Nacken, obwohl die Löwen nicht weit weg sind.

Jeep-Safari - Und keinen Kilometer weg von den Leoparden Pause am Ufer des Chobe.

Jeep-Safari - Und keinen Kilometer weg von den Leoparden Pause am Ufer des Chobe.
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Am Ufer des Chobe geht es wieder zurück Richtung Sidudu-Gate. Es sind Kap-Büffel, Krokodile, Flusspferde, Antilopen, einige Warzenschweine und reichlich grosse und kleine Vögel zu sehen.

Zurück in der Lodge erst mal Frühstücken. Wieder ein Überangebot an Speisen. Nun Pause bis etwa 15:15 Uhr. Um diese Zeit ist Treffen für eine Bootsfahrt auf dem Chobe.

Bis dahin nochmal in den Andenken Laden. Die beiden Läden, die auf kurzem Weg zu ereichen sind, bieten nichts Interessantes. In der Anlage sind zwei Clans Zebramangusten unterwegs. Einige Tiere tragen Halsbänder. Vermutlich um deren Wege verfolgen zu können. Später entdecken wir noch Warzenschweine. Einmal mit einem kleinen Jungtier. Das freut sich des Lebens und springt wild umher. Die Tiere geniessen das frische Gras hier. Es wird hier viel bewässert. Sogar eine kleine Suhle entdecken wir im Garten der Lodge.

Auf dem Zimmer ruhe ich mich aus und versuche ein Schläfchen zu machen. Nachholen, was ich letzte Nacht versäumt habe.

Pünklich um 15:15 Uhr sind wir am Treffpunkt für die Bootsfahrt auf dem Chobe. Es ist ein grosser Katamaran. "Kingfisher" heisst das Gefährt. Es fasst so etwa 30 Personen. Bestückt mit Campingstühlen und Tischen. Toiletten hat es auch. Und eine Aussichtsplatform auf dem Dach. Schwimmwesten sind unter den Stühlen. Welchen Sinn die Schwimmwesten bei den vielen Krokodilen hier haben sollen, erschließt sich mir nicht. Nun geht es schon los. Erst mal an einer Verwaltungsstelle des Parks anlegen für irgendwelche Formalitäten. Und dann schwelgen wir in den unglaubliche vielen Eindrücken bei den vielen Tieren die zu sehen sind.

Boots-Safari - Ein Krokodil. Und die waren in grosser Anzahl vorhanden.

Boots-Safari - Ein Krokodil. Und die waren in grosser Anzahl vorhanden.
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Boots-Safari - Flusspferdbulle beim Revier "abstecken".

Boots-Safari - Flusspferdbulle beim Revier "abstecken".
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Boots-Safari - Die Reste eines Kap-Büffels versorgen einige Geier und einen Marabu.

Boots-Safari - Die Reste eines Kap-Büffels versorgen einige Geier und einen Marabu.
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Boots-Safari - "Das ist meine Ecke im Chobe !" - "Nein, meine !" - Flußpferdstreit im Wasser.

Boots-Safari - "Das ist meine Ecke im Chobe !" - "Nein, meine !" - Flußpferdstreit im Wasser.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 70-300mm/4,5-5,6G, ISO 1250, 220mm, 1/125s, Blende: 5,6
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Wir sichten:

Es ist fast wie im Zoo. Die Tiere sind aufgereiht, als würde sie für uns extra präsentiert werden. Wir fahren langsam den Fluss entlang bis zu einer Bucht. Dann geht es den gleichen Weg langsam zurück zur Lodge. Ein Sonnenuntergang in ganzer Pracht auf dem Chobe. Die Sonne ist bereits untergegangen, als wir an der Lodge ankommen. Einige von uns gehen an die Bar.

Boots-Safari - Sonnenuntergang auf dem Chobe.

Boots-Safari - Sonnenuntergang auf dem Chobe.
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Ich will Duschen. Um 19:30 Abendessen. Wieder Buffet. Heute nicht nach meinem Geschmack. Ich koste vom Warzenschweinbraten und Impalabraten, jeweils ein kleines Stück. Nicht mein Ding. Selbst zwei "Malaria Prohylaxe" helfen nicht. Ich bin todmüde und will ins Bett schlafen. Die Bedienung bekommt es mit den Rechnungen nicht wirklich gut geregelt. Aber dann endlich ist es geschafft. Schnell aufs Zimmer und schlafen. Das Licht geht noch deutlich vor 22 Uhr aus.



Dienstag, 20. Oktober 2009, Spannender Grenzübertritt nach Simbabwe und dann zum Mosi-Oa-Tunya.

Heute ist Abfahrt erst gegen 10 Uhr. Also ausschlafen, trödeln und lange Frühstücken können. Um 6 Uhr dann Besuch auf dem Balkon. Zwei Nashornvögel sitzen eine ganze Weile auf dem Geländer des Balkons und machen etwas Krach.

Wir packen etwas um. Im Koffer dann nur noch saubere, frische Sachen sein, die Reisetasche nutzen wir zum Transport unseres, mitterweile voll werdenden, Schmutzwäschesackes. Die Methode mit dem Schmutzwäschesack bewährt sich immer wieder auf Reisen.

Unser Gepäck wird um 9:45 abgeholt. Das ist schon lange Abreisefertig gepackt. Wie geplant geht es um 10 Uhr los in Richtung Simbabwe. An die Victoria Fälle. In Kasane muss eine Mitreisende noch Bargeld holen. Irgendwas hat mit Ihrer Kreditkarte in der Lodge nicht geklappt. Wir warten im Bus. Nach etwa 20 Kilometer sind wir an der Grenze in der Nähe von Kasangula. Die Ausreise aus Botswana ist kein Problem. Die Einreise nach Simbabwe ist da schon abenteuerlicher. Ein Quell für harte Devisen für dieses Land. Leider kommt von den Geld viel zu wenig bei der Bevölkerung an vermute ich. Erst nach einigen Diskussionen mit den Mitarbeitern des Grenzübergangs beginnt die Abfertigung jeder einzelnen Person unserer Reisegruppe. 40 US Dollar Einreisegebühr. Dem ersten der beiden Mitarbeitern übergebe ich das ausgefüllte Formular, meinen Pass und das Geld. Das Geld wird in einem Bündel in die Hosentasche gesteckt. Ein Schelm wer Arges denkt. Dann fragt er mich nochmal nach dem Geld. Ich antworte, das ich ihn das schon gegeben habe.

Nach einiger Zeit sind dann alle Personen abgefertigt. Nun noch die vielen unterschiedlichen Gebühren für das Fahrzeug. Visa, Strassennutzung, Umweltschutzprämie, Versicherung und was weiss ich noch alles sonst. Letztendlich die Lizenz zum Geld drucken harter Währung für diesen Staat. Leider, ich kann es nur wiederholen, kommt davon vermutlich nichts bei der Bevölkerung an. Das war nun der bisher am längsten andauernde Grenzübertritt in Afrika. Dann endlich Einsteigen in unseren Bus und bis zum Schlagbaum vorfahren. Hier hat der Mann in Uniform noch das letzte Wort zur Einreise nach Simbabwe. Das Einreiseprozedere erinnert mich sehr an die Einreiseabläufe in die ehemalige DDR. Direkt hinter dem Schlagbaum Unmengen aufgebrochener grosser Ölfässer. Umweltschutz ? Hier ? Ich denke mal Fehlanzeige. Die Menschen hier haben ganz andere Sorgen fürchte ich.

Der Grenzübergang in Simbabwe - sehr spannend.

Der Grenzübergang in Simbabwe - sehr spannend.
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Nun weiter zur Unterkunft. Das A'Zambezi Hotel bei Victoria Falls. Eine gute Stunde Fahrtzeit oder so. Die Unterkunft liegt etwa 5 Kilometer vom Ortsinnern von Victoria Falls weg.

Der Zusammenfluss von Chobe und Sambesi.

Der Zusammenfluss von Chobe und Sambesi.
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Begrüssung mit dem in Afrika üblichen Begrüssungsgetränk und gleich dem Vorstellen der fakultativen Ausflugsmöglichkeiten. Viele wollen mit dem Hubschrauber über die Victoria Fälle fliegen. Unser Plan für Morgen ist schnell entschieden. Vormittags Spaziergang mit Löwen, auch wenn das früh ausstehen bedeutet. Am Nachmittag dann Spaziergang mit Elefanten.

Heute nachmittag geht es noch an die Victoria Fälle. Die einheimischen "Kololo" nennen den Wasserfall "Mosi-oa-Tunya" was wörtlich überstezt soviel wie "Donnernder Rauch" bedeutet. Ein UNECSO-Weltkulturerbe seit 1989. Diese haben zur Zeit Niedrigwasser, was gut ist, denn so ist etwas zu sehen. Wäre Hochwasser, könnte man vor lauter Gischt nichts sehen. So können wir die einzelnen Katarakte gut ansehen. Nach dem Passieren des Eingangsbereiches noch ein paar Schritte durch ein kleines Museum über die Victoria Fälle. Alex berichtet, dass hier früher der ganze Lauf des Sambesi an den Wänden dokumentiert war. Leider sind diese Bilder sehr verblasst und zum Teil nicht mehr vorhanden.

Dann geht es los. Gleich zu Beginn die ersten Gischttropfen auf der Haut. Vorbei am Denkmal von David Livingston.

Das Denkmal von David Livingston bei den Victoria Fällen, direkt neben dem Teufels-Kararakt.

Das Denkmal von David Livingston bei den Victoria Fällen, direkt neben dem Teufels-Kararakt.
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Hier der erste Ausblick auf den Teufels-Katarakt. Im Durchschnitt ist die Fallhöhe der Victoria Fälle etwa 100 Meter hoch. Die Gesamtlänge ist 1708 Meter. Der Teufels-Katarakt und der Haupt-Katarakt führen auch bei Niedrigwasser genug Wasser für ein beeindruckendes Naturschauspiel. Der Regenbogen ist dann noch das i-Tüpfelchen. Wir spazieren entlang der Fälle, bis zum Abfluss. Dort fliessen die Teile der Fälle von Simbabwe und Sambia zusammen ab. Auf dem Weg dorthin spazieren wir durch einen tropischen Regenwald, der sich hier in der Gischt entwickelt hat. Meine Kamera schütze ich vor der Nässe mit einer zusammen gefalteten Mülltüte. Denn immer wieder treibt ein Windstoss Gischt über uns hinweg. Es fühlt sich hin und wieder an wie ein kräftiger warmer Landregen. Die Mülltüte bewährt sich sehr als Nässeschutz für die Kamera an den Victoria Fällen. Aber da muss es doch noch eine besser Lösung geben.

Regenbogen über den Victoria Fällen.

Regenbogen über den Victoria Fällen.
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Victoria Fälle - der Teufels Katarakt.

Victoria Fälle - der Teufels Katarakt.
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Victoria Fälle - der Hauptkatarakt.

Victoria Fälle - der Hauptkatarakt.
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Ich bei den Victoria Fällen, vor dem Teufels-Kararakt.

Ich bei den Victoria Fällen, vor dem Teufels-Kararakt.
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Auf der gegenüberliegenden Wasserfallseite gibt es eine Stelle wo man an direkt der Fallkante baden kann. Das tun auch einige Menschen dort. Das geht aber nur von der Sambia Seite der Victoria Fälle aus.

Dann noch ein Abstecher zur Brücke über den Sambesi. Die einzige Verbindung zwischen Simbabwe und Sambia weit und breit. Dort sehen wir einige Bungee-Springer. Das muss ich nicht haben.

Vom Winde gebogen und sich anscheinend mit den Wolken vermischend, leibhaftiger Rauch! Die Eingeborenen nennen das Naturwunder, dem sie aus Furcht nicht gerne nahe kommen, "Donnender Rauch", wörtlich, - Rauch lärmt hier - und diese Benennung kann nicht anders als passend gefunden werden.

Quelle: David Livingstone (schottischer Missionar und Afrikaforscher, 19. März 1813 bis 1. Mai 1873) über die Viktoria-Fälle

Der Abfluss des Sambesi von den Victoria Fällen mit der Eisenbahnbrücke.

Der Abfluss des Sambesi von den Victoria Fällen mit der Eisenbahnbrücke.
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Auf dem Rückweg zum Hotel ein Abstecher in das Victoria Falls Hotel. Eine Nobelherberge, die mehr als 100 Jahre alt ist. Very British. Wir nehmen ein Gin Tonic auf der Terrasse mit Blick auf die Brücke über den Sambesi. Ich versuche mich an einigen Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung. Später geht es dann an das bezahlen. Welch ein Drama mit dem Wechselgeld. Hochnotpeinlich für ein solches Haus.

Die Terasse vom "The Victoria Falls Hotel" gegen 18 Uhr abends.

Die Terasse vom "The Victoria Falls Hotel" gegen 18 Uhr abends.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 18-200mm/3,5-5,6G, ISO 200, 18mm, 2s, Blende: 5,6
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Zurück in unserem Hotel. Abendessen in einer Viertelstunde ? Unmöglich ! In Ruhe duschen will ich. Dann das Abendessen. Buffet. Vorspeise 5 US Dollar, Hauptgang 10 US Dollar, Dessert 5 US Dollar. Und dann noch Folklorebeschallung. Da vergeht mir der Appetit. Ich möchte wenigstens einen Gin Tonic zu trinken und bekomme gesagt, dass Tonic Water alle sei. Na dann eben nur ein Bier. Beim Schreiben unserer Rechnung muss ich dem Kellner sehr deutlich machen, dass ich nichts gegessen habe.

Gegen 22 Uhr ist der Tisch abgeräumt und es ist Zeit zu Bett zu gehen, denn die Bar schließt auch schon. Die Klimaanlage auf dem Zimmer ist sehr laut, trotzdem kann ich einige Stunden schlafen.



Mittwoch, 21. Oktober 2009, spazieren gehen mit Löwen und einer Elefantenherde. (Simbabwe)

Wecken heute um 5:15 Uhr, denn um 6:15 werden die Teilnehmer für den Spaziergang mit den Löwen abgeholt. Pünktlich, sehr pünktlich ist der Fahrer da. Es geht zu einem Sammelpunkt bei einem Hotel in Victoria Falls. Dort steigen wir um in ein grösseres Fahrzeug. Es geht wenige Kilometer weit weg, in ein Camp mit den Löwen.

Im Camp zuerst eine Einweisung zum richtigen und falschem Umgang mit diesen Wildtieren. Hier lernen wir auch, dass Löwen in Afrika vom Aussterben bedroht sind. Das wusste ich bisher auch noch nicht. Diese Einrichtung hier, der African Lion & Environmental Research Trust ALERT dient dem Aufziehen und Auswildern von Löwen. Das ganze findet in vier Phasen statt. In der ersten Phase ist der Kontakt zu Menschen vorhanden und wird auch gepflegt. In den anderen drei Phasen bis zur völligen Auswilderung sind die Tier dann wieder vom Menschen getrennt. Dann treffen wir auf einen Löwen und eine Löwin, beide etwa 14 Monate alt. Ein unbeschreibliches Gefühl diesen beiden Grosskatzen so nahe zu sein, ohne irgendwelche Zäune oder dergleichen. Und dann auch noch anfassen. Diese Katzen im Liegen anzufassen ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das Fell fasst sich eher borstig als hauskatzenweich an. Dann startet unser gemeinsamer Spaziergang. Plötzlich einige Impalas in Sicht. Instinktiv wollen die beiden Raubtiere jagen. Die Impalas haben aber Glück, denn sie sind zu weit weg. Was für ein Erlebnis. Das Jagdverhalten bekommt man im Zoo nicht zu sehen. Sehr beeindruckend. Das sind nun mal wilde Tiere, die alle Ihre Instinkte noch haben und am weiterentwickeln sind. Es geht zurück und wir verabschieden uns von den beiden.

Löwe (m) etwa 14 Monate alt.

Löwe (m) etwa 14 Monate alt.
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Löwe (w) etwa 14 Monate alt.

Löwe (w) etwa 14 Monate alt.
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Löwe (w) etwa 14 Monate alt.

Löwe (w) etwa 14 Monate alt.
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Löwe (m) etwa 14 Monate alt.

Löwe (m) etwa 14 Monate alt.
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Nun zu den kleineren Löwen. Wir besuchen zwei etwa 6 Monate alte junge Männchen. Auch die dürfen wir anfassen, streicheln und sogar ein wenig Knuddeln. Es ist zu spüren, dass die beiden diese Streicheleinheiten geniessen. Das Bauchkrabbeln mögen sie scheinbar sehr. Leider ist die Zeit mit diese interessanten Tieren viel zu schnell wieder vorbei und es geht zurück ins Camp. Wir erfahren, dass man hier ein Praktikum machen kann. Organisiert wird das über African Impact (Africa's top facilitator of volunteer work). Ein sehr verlockender Gedanke kommt uns da.

Löwe (m) etwa 6 Monate alt.

Löwe (m) etwa 6 Monate alt.
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Löwe (m) etwa 6 Monate alt.

Löwe (m) etwa 6 Monate alt.
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Hier im Camp gibt es eine einfachen feldmäßigen Imbiss. Sogar eine Handwaschstation mit heissem Wasser ist vorhanden. Ein einfaches, aber leckeres Essen. Das mag durchaus auch an der Atmosphäre hier und dem eben erlebten liegen. Wir kommen ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern dieser Veranstaltung. Diese kommen aus Südafrika, Australien, Grossbritanninen und den USA. Von unserem Besuch wurde ein Video gedreht. Wir bekommen es gezeigt und können eine Kopie erwerben. Wie wollen eine Kopie davon haben. Das ist nicht ganz billig, 35 US Dollar soll der Datenträger kosten. Aber so ein Erlebnis hat man sicherlich nicht so oft im Leben. Das ist es uns wert. Also die erforderlichen Angaben gemacht. Die DVD soll dann in unserem Hotel abgegeben werden. Ich mag auch noch eine Basecap als Erinnerung haben. Auch nicht ganz billig, 10 US Dollar glaube ich hat sie gekostet.

Nun aber zurück zum Hotel und dort noch frühstücken. Unterwegs treffen wir noch unseren Reiseleiter Alex. Er hat für uns noch Frühstück reservieren lassen, denn es ist schon recht spät für Frühstück im Hotel, denn das gibt es normalerweise nur bis 10 Uhr. Nach dem Frühstück ein kleiner Rundgang durch die Hotelanlage. Am Ufer des Sambesi treffen wir auf ein scheinbar kleines Krokodil im Wasser. Besser ein paar Schritte zurück. Im Gestrüpp sind auch einige Warzenschweine zu sehen.

Impression aus dem Garten des Hotels mit dem Sambesi im Hintergrund.

Impression aus dem Garten des Hotels mit dem Sambesi im Hintergrund.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 18-200mm/3,5-5,6G, ISO 200, 36mm, 1/200s, Blende: 8
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Nun aber an den Pool und erfrischen. Seele baumeln lassen. Das gerade bei den Löwen erlebte verarbeiten. Tagebuch schreiben. Ausruhen. Dann zurück aufs Zimmer und umziehen für den Spaziergang mit den Elefanten. Den Afrikanischen.

Ich nehme nur meine Kamera und Sonnenschutz mit. An der Rezeption des Hotels warten wir auf den Fahrer, der uns abholen soll. Er ist viel zu früh da. Kein Problem. Wir haben keine Eile. Pünktlich starten wir dann aber. Wenige Minuten später sind wir schon da. Da hätten wir auch zu Fuss hin laufen können. Wir sind die einzigen Gäste hier. Fein. Alle Elefanten für uns ganz exklusiv. Ein Videofilmer bietet seine Dienste an. Nein danke. Das Video von den Löwen reicht uns.

Nun werden die Elefanten mit Namen und Lebensalter vorgestellt. Der grosse Elefantenbulle ist 9 Jahre alt. Welch ein prächtiges Tier, aber in Elefantenalter gemessen noch ein Jüngling. Dann kurz auf einem afrikanischen Elefanten reiten. Auch ein sehr besonderes Erlebnis. Ich meine einen Unterschied im Gang des Tieres zu den indischen Elefanten beim Reiten zu bemerken.

Zwei natürliche Greifextremitäten. Vom Mensch und Elefant.

Zwei natürliche Greifextremitäten. Vom Mensch und Elefant.
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Nun geht es auf einen Spaziergang durch das Gelände mit der kleine Elefantenherde. So etwa 6 bis 12 Tiere unterschiedlichen Alters schätze ich. Der Guide erklärt sehr viel über die Elefanten und weiss auch immer eine Antwort auf meine Fragen. Die Elefanten wandern zusammen mit uns Menschen durch das Gelände. Fast laufen wir mitten unter ihnen. Den Rüssel anzufassen ist schon was ganz besonderes. Die beiden "Lippen" am Rüsselende fassen sich interessant an. Feinfühlig und kräftig. Schwer zu beschreiben. Das Ohr fasst sich von Aussen warm und an der Innenseite kühl an. Eine persönliche Klimaanlage eben. Um genügend Futter zu bekommen erhalten die Elefanten in der Trockenzeit hier Pellets zu gefüttert. Da sind die Orangen die wir mitgebracht haben eine sehr willkommende Abwechslung für die grauen Riesen.

Wir laufen in der Elefantenherde mit. Mittendrin statt nur dabei.

Wir laufen in der Elefantenherde mit. Mittendrin statt nur dabei.
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Dann plötzlich noch eine Elefantenkuh mit ihrem etwa ein Jahr altem Baby. Der Kleine ist etwas mehr als eine Hüfte hoch. Der Babyelefant ist etwas ängstlich, da er am Morgen Besuch von Tierarzt hatte und eine Spritze bekommen hat. Seine Familie beschützt ihn deutlich wahrnehmbar vor den Guides und uns Besuchern. Hochinteressant. Schon bei einem so kurzen Besuch das Sozialverhalten dieser Tiere erleben zu können. Wenn auch nur einen kleinen Teil davon.

Elefantenbaby etwa 1 Jahr alt.

Elefantenbaby etwa 1 Jahr alt.
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Ein halbwüchsiger Elefant, ein Junge im Flegelalter, zeigt mit einem Guide kleine Kunststückchen. Von wegen afrikanische Elefanten lassen sich nicht dressieren. Die Tierpfleger sind die Freunde der Herde erklärt uns der Guide. Ich merke aber auch das die viel grösseren Lebewesen Respekt vor den menschlichen Freunden haben und gehorchen. Nachdenklich stimmt mich nur, dass ich im Camp ein großkalibriges Gewehr habe liegen sehen. Über dem ganzen Gelände ist der Elefantengeruch deutlich zu reichen. Na, da werde ich wohl auch was von diesem betörenden Duft an mir haben.

Dann geht es wieder zurück zum Eingang des Camps. Die Elefanten gehen in eine Umzäunung. Die Menschen zu den Gebäuden. Schade. Dieser interessante Ausflug ist schon zu Ende. Der Bus bringt uns zurück zum Hotel. Nun erst mal Duschen und die deutlich riechenden Klamotten in den Schmutzwäschesack. Und noch die Schuhe kontrollieren, ob noch Elefantendung im Profil ist. Zum Glück nicht. Und die DVD von den Löwen ist auch schon da. Prima.

Zum Abschiedsessen am Abend geht es einige Kilometer mit dem Bus zu einem guten Restaurant bei Victoria Falls. Zu Beginn sitzen wir auf der Terasse und geniessen des Ausblick auf ein beleuchtetes Wasserloch an dem einige Kap-Büffel ihren Durst stillen. Wir haben für Alex gesammelt. Die Übergabe des gefüllten Umschlages an Alex erfolgt kurz und schmerzlos. Ohne viele Worte. Eine traurige Vorgehensweise für meinen Geschmack.

Einige Kap-Büffel in der tiefen Dämmerung an einem Wasserloch.

Einige Kap-Büffel in der tiefen Dämmerung an einem Wasserloch.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 18-200mm/3,5-5,6G, ISO 1250, 150mm, 1/125s, Blende: 5,6
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Das Essen im Restaurant ist um einige Klassen besser, als in unserer Unterkunft. Wieder schwelgen wir in Genüssen, die sich ein Einheimischer von hier nicht vorstellen kann, geschweige denn leisten kann. Eine Unterhaltung will an der Speisetafel nicht wiklich zustande kommen, trotzdem kehren wir spät zu unserem Hotel zurück.



Donnerstag, 22. Oktober 2009, Abschied von Victoria Falls, von Simbabwe, von Afrika.

Heute früh zum Frühstück sind die Malaria-Prophylaxe-Tabletten wieder dran. Auf dem Weg zum Flughafen fahren wir an dem Baobab an dem Livingstone sein Lager aufgeschlagen haben soll vorbei. Hier sind fliegende Händler, die auf ein Geschäft hoffen. Einige von uns machen Tauschgeschäfte. T-Shirts und Lebensmittel wechseln den Besitzer gegen Kleinkunstgegenstände.

Bei diesem Baobab soll das Lager von David Livingstone gewesen sein.

Bei diesem Baobab soll das Lager von David Livingstone gewesen sein.
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Beim Wiegen unseres Gepäckes beim Einchecken am Flughafen Victoria Falls zeigt die Waage 49 Kilogramm an. Und das obwohl wir viele Sachen im Hotel zurück gelassen haben. Kontrolle aller Gepäckstücke durch mich bein Ein-/Durchchecken unseres Gepäckes. Security Check - alle Reisenden müssen Schuhe, Armbanduhren, Gürtel etc. ablegen. Nun ist der Abschied von Alex also da. Genau 2 Departure Gates im Flughafen Victoria Falls

Warten an einem der beiden Departure Gates vom Flughafen Victoria Falls.

Warten an einem der beiden Departure Gates vom Flughafen Victoria Falls.
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Warten in Johannesburg auf den Weiterflug nach München.

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Wieder weite Wege in der Transitzone auf dem O R Tambo International Airport in Johannesburg. Wieder Passkontrolle in der Transitzone. Stundenlanger Aufenthalt im Flughafen. Einkaufen in Johannesburg in der Transitzone. Zum Glück haben wir eine ganze Weile Gesellschaft von unseren Reisegefährten. 10 Stunde und 25 Minuten Flugzeit, 8.436 Kilometer oder 5.242 Meilen von Johannesburg nach München liegen noch vor uns. Draussen hat es 16 Grad Celcisus während eines Gewitters, das den Start verzögert. Der Tower erteilt keine Startfreigabe. Ein lustiger und sehr freundlicher Flugbegleiter mit interessanter Frisur auf dem Rückflug. Ich kann nicht schlafen im Flieger und schaue mir in meiner Verzweiflung ein Video nach dem anderen an.



Freitag, 23. Oktober 2009, Endlos in der Luft mit South African Airways. Victoria Falls - Johannesburg - München.

Im Flughafen München erst mal ein Toilettengang nach dem langen Flug. Kleidung richten. Finger ausgiebig waschen. Unser Gepäck in München als erstes auf dem Gepäckband. Ob South African Airways da was gut machen will ? Die Abholung durch den Parkservice Bauer klappt wie immer reibungslos. Unglaublich dieser dichte Verkehr hier bei der Rückfahrt vom Flughafen München nach Rosenheim.

Über den Irschenberg geht es nach Rosenheim - nach Hause. Der erste Schnee ist ist auf den Bergen schon zu sehen.

Über den Irschenberg geht es nach Rosenheim - nach Hause. Der erste Schnee ist auf den Bergen schon zu sehen.
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Nun erst mal genüsslich Frühstücken in der Kunstmühle in Rosenheim. Freitag Vormittags keine Parkplätze. Haben die alle Urlaub ? Müssen diese Menschen nicht arbeiten ? Das Cafe ist sehr voll. Endlich wieder ein guter Kaffee.

Mein Tarnschal (Desert Pattern) hat sich sehr bewährt. Zwar mehr als Gag gedacht, hatte ich ihn Sinnhaft in der Nutzung. Als Sonnenschutz für den Nacken. Als Kissen. Als Kameraunterlage beim Fotografieren. Als zusätzlicher Sonnenschutz über meinem Hut, so weht ein kühlendens Lüftchen um den Nacken. Als zusätzlicher Nässeschutz für die Kamera. Als Sonnenschutz vor der prallen Sonne für die Kamera.

Auf ein Stativ zu verzichten, hat sich als richtige Entscheidung erwiesen. Es wäre kaum zum Einsatz gekommen. Selbst der Bohnensack kam nur einmal für Nachtaufnahmen in Halali zum Einsatz.

Nicht eine Schlange haben wir auf der ganzen Reise gesehen. Zweimal bin ich von irgendwelchen Insekten gestochen worden. Einmal am Knöchel.

Dem Zitat von Clint Eastwood "Der aufregendste Ort, an dem ich jemals gewesen bin, ist Afrika. Weil dort eine andere Welt ist. Es sind nicht nur die Kulturen und die Menschen. Die sind großartig, aber es ist die Luft, das Farbenspiel von der Morgen- bis zur Abenddämmerung, und es ist etwas Anfassbares an dem Ganzen." kann ich nur uneinschränkt zustimmen. Dieses Land ist einfach nur faszinierend.

Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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