Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Nordgriechenland (Griechenland) Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne
vom 16.09.2000 bis 30.09.2000
Inhaltsverzeichnis
Samstag, 16. September 2000 Ankunft in Korfu.
Sonntag, 17. September 2000 Mit dem Schiff nach Nordgriechenland.
Montag, 18. September 2000 Meteora-Klöster.
Dienstag, 19. September 2000 zum Zagoria Dorf Vitsa.
Mittwoch, 20. September 2000 zum alten Dorf Kipi mit seinen berühmten Steinbrücken.
Donnerstag, 21. September 2000 Die Vikos Schlucht.
Freitag, 22. September 2000 In Papigo mit Aussicht auf die Berghütte.
Samstag, 23. September 2000 Albanien in Sicht.
Sonntag, 24. September 2000 Der Drachensee mit kleinen Drachen.
Montag, 25. September 2000 Über Bergwiesen zum Dorf Tsepolovo.
Dienstag, 26. September 2000 Transfertag nach Igoumenitsa und mit der Fahre nach Korfu.
Mittwoch, 27. September 2000 Badeaufenthalt auf Korfu.
Donnerstag, 28. September 2000 Badeaufenthalt auf Korfu.
Freitag, 29. September 2000 Badeaufenthalt auf Korfu.
Samstag, 30. September 2000 Abreise.
Literatur und Medien Tipps

Fototreffen Paparazzi-Bilder, Abendessen beim Griechen und Geburtstag


1.Tag:

Flug Ankunft und Übernachtung auf Korfu in einem Stadthotel.

Wir werden zum Flughafen Frankfurt gebracht. Das Einchecken läuft problemlos. Der Flug nach Korfu verläuft ohne Besonderheiten. Lesen schaffe ich irgendwie nicht. Schlafen geht auch nicht, da in unmittelbarer Nähe heftig geplappert wird.

Am Flughafen in Korfu werden wir von einer Dame des Reiseveranstalters in Empfang genommen und in einen Kleinbus verfrachtet.

Nach kurzer Fahrt sind wir in der Hafenregion von Korfu Stadt im Hotel. Die Aussicht mit Seeblick zeigt den Hafen, einige Fähren und eine Hauptverkehrsstraße in ihrer ganzen Pracht.

der Ausblick vom Hotel aus in den Hafen

der Ausblick vom Hotel aus in den Hafen

Nachdem wir das Gepäck auf dem Zimmer verstaut haben, machen wir einen kleinen Spaziergang, zunächst entlang der Wasserlinie. Nicht so richtig interessant.



2.Tag:

Mit der Fähre geht es weiter nach Igoumenitsa und Transfer zu den Meteora Klöstern mit Pause in Metsovo, 2 Übernachtungen in Kastraki.

Am Morgen geht es dann auf die Fähre nach Griechenland. Die Fahrt mit dem Schiff verläuft ohne Besonderheiten. In Igoumenitsa angekommen geht es mit dem Bus weiter durch den "Regierungsbezirk" Ioannina nach Kastraki.

Dort sind wir in einem einfachen Hotel untergebracht. Auf dem Weg nach Kastraki sehen wir die ersten charakteristischen Felsspitzen, die für die Meteora Klöster so typisch sind.

Der erste Fotostop wird gemacht, um ja kein Motiv zu verpassen. Was wir noch nicht wissen - Es kommt noch viel besser.

byzantinische Kirche in Kastraki

byzantinische Kirche in Kastraki



3.Tag:

Wanderung zu den Meteora Klöstern (3 Stunden Gehzeit mit Klosterbesuch, mindestens 6 Stunden, geringe Höhenunterschiede)

Nach dem Frühstück geht es mit kleinem Gepäck los zu einer Wanderung zu den ersten Meteora Köstern. Abenteuerliche Holzkonstruktionen im Fels, bekommen wir zu Gesicht. Wir besteigen eine der vielen charakteristischen Felsspitzen. Starke Aussicht. Auf dem weiteren Weg muß ich unbedingt ein Foto eines der neueren Köster machen. Ich klettere ein bischen. Suche mir einen Stand. Fotografiere und rutsche ab.

ein Meteorakloster

Das Abrutschfoto des Meteorakloster

Mitten in ein Dornengestäuch. Prima. Meine rechte Wade ist mächtig von den Dornen zerkratzt und blutet etwas. Naja, halb so schlimm. Unser Bergführer sieht das anders. Er packt seine "erste Hilfe Ausrüstung" aus und schüttet etwas Desinfektionsmittel über die Kratzer. Jauul. Schön, wenn der Schmerz nachläßt.

Wir gehen weiter und holen unsere Wandergruppe wieder ein. Wir finden eine der letzten "wilden" griechischen Landschildkröten. Nett.

Nach dem Mittagessen ziehen wir uns im Hotel um, denn es geht nun zu anderen Meteora Klöstern, die wir besuchen wollen.

Wir laufen nicht, sondern werden mit dem Bus hingebracht. Macht auch Sinn, da in diesem Klöstern eine angemessene Bekleidung erwünscht, Nein, gefordert wird. Wer nicht "ordentlich" angezogen ist - "kommt hier net rein".

Nachdem wir einige dieser zum Teil abenteuerlich angelegten Bauten besichtigt haben, reicht es mir mit Klöstern. Wobei - diese Felsspitzen haben schon was eigenes. Der Ausblick in die Landschaft ist Klasse. Am Rand des Abgrundes sitzen und sich die nähere und weitere Umgebung anschauen ist schon genial.

Zu guter letzt besuchen wir noch ein Kloster, daß ausschließlich von Nonnen bewohnt und bewirtschaftet wird. Ist glaube ich das einzige ! Betreten dürfen wir (Männer) es nicht. O.K. - mir reicht es sowieso.

Spaßig an diesem Ort ist ein kleine Parade von FIAT 500ern, die wohl eine Gruppenausfahrt machen. Mehr als ein Dutzend dieser kleinen Autos flanieren auf dem Parkplatz. Der Zustand dieser Fahrzeuge ist, soweit im Vorbeifahren zu sehen, als ladenneu zu bezeichnen. Echt "witzisch".



4.Tag

Transfer über Ioannina zum Zagoria Dorf Vitsa, wo wir zweimal übernachten

Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus nach Ioannina, der Hauptstadt dieser Region. Dort haben wir reichlich Zeit uns die Stadt anzusehen. Wir schauen uns vor allem die schmalen Straßen der Altstadt und die Ruinen der "Burg" mit Museum an. Trümmer, Eva hat Ihren Spaß dabei.
Eine Bootsfahrt über den See verkneifen wir uns, zumal das Wasser ziemlich schmutzig ist und einem gewissen Duft abgibt.
In einem Lokal am Rande des Sees, in Geruchs unkritischer Entfernung, machen wir einen kleine Pause, trinken was und gehen dann zum Bus, das an der Uferstraße auf uns wartet. Es geht weiter in die Region Zagoria.

Ioannina mit See im Hintergrund

Ioannina mit See im Hintergrund

Mausoleum  von Ali Pascha ('Löwe von Ioannina') in Ioannina

Mausoleum von Ali Pascha ('Löwe von Ioannina') in Ioannina

Wir fahren nach Vitsa in das Selini Gästehaus, Dort übernachten wir. Traumhaft.

Das Gasthaus und die Zimmer sind mit viel Holz ausgestattet. Eine urgemütliche Unterkunft. Wir alle fühlen uns sehr wohl in diesem Haus.

Unser Bergführer lädt uns zu einem "kleinen" Abendspaziergang ein. Ja, ja Trekkinglatschen würden reichen. Eva und ich ziehen Trekkinghalbschuhe an.

in Vitsa

in Vitsa

Der kleine Abendspaziergang (Kali Volta) mausert sich zu einer kleinen Wanderung zu den Rändern der Vikos Schlucht. Eva und ich sind froh auf diesen Wegen mit halbwegs festen Schuhe unterwegs zu sein.

ein kleiner Abendspaziergang an den Rand der Vikos Schlucht

ein kleiner Abendspaziergang an den Rand der Vikos Schlucht

Mit Einbruch der Dunkelheit sind wir zurück im Gasthaus.
Es gibt ein lekker Abendessen auf der Terrasse. Der Tag klingt bei Rotwein und "Musi" wunderschön aus.



5.Tag:

Tageswanderung nach Dilofo und weiter zum alten Dorf Kipi mit seinen berühmten Steinbrücken. Durch einen ersten Abschnitt der Vikos Schlucht geht es auf einem alten Maultierpfad wieder hinauf nach Vitsa (Gehzeit 6 Stunden Höhenunterschiede +/- 300m)

Am Morgen starten wir direkt zu Fuß von Hotel aus zu unserer ersten Tageswanderung. Sie beginnt recht einfach. Wir laufen Richtung Dilofo und kommen dann bei Kipi zu den interessanten Steinbrücken.

Die Brücke von Kalogeriki

Die Brücke von Kalogeriki

Diese zu bauen, so erklärt uns unser Bergführer, war eine Kunst, die heute nur noch ganz wenige Baumeister beherrschen. Diese Brücken sind selbsttragend. Wenn man den richtigen Stein entfernen würde, stürzt die Brücke ein. Welches ist wohl der richtig Stein ?

Danach geht es durch die Ausläufer der Vikos Schlucht zurück nach Vitsa. Der Maultierpfad der mit Natursteinen gepflastert ist und bergan führt nervt mich. Die Schrittlänge der Stufen paßt für mich überhaupt nicht. Es geht weiter und weiter und weiter und weiter bergauf. Der "große" Ralf überholt mich. Kein Wunder bei der Schrittlänge. Den Blick habe ich ständig nach unten gerichtet um nicht zu stolpern. Plötzlich Büsche. Da habe ich doch glatt die Biegung des Weges fast verpaßt.
Endlich ist es geschafft. Wir sammeln uns an einer netten Raststelle mit Gebäude und gehen anschließend zum Gasthaus zurück.

Wieder Abendessen auf der Terrasse.

Wie auch schon gestern - lekker ! Heute abend zusätzlich mit einer besonderen Spezialität der Region. Eingelegte grüne Walnüsse. Hört sich komisch an - schmeckt aber nach mehr. Es gibt nur noch wenige Menschen die dieses Rezept kennen und diese Nachspeise zubereiten können, erklärt unser Bergführer.



6.Tag:

Ein Höhepunkt Durchquerung der Vikos Schlucht mit mehr als 2000 verschiedenen Pflanzenarten.(Gehzeit 6 Stunden, max 300m Ab und 200m Aufstieg, aber anstrengend durch ständiges Auf und Ab).
Übernachtung in Vikos.

Heute morgen machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Vikos Schlucht. Zuvor verladen wir unser großes Gepäck in den Bus.
Die Wanderung durch diese, nach dem Guinness Buch der Rekorde, tiefsten Schlucht Europas (ca. 1000 Meter) wird zum Erlebnis. Nach etwa der Hälfte des Weges machen wir Rast mit Picknick. Jeder hatte was für das gemeinsame Picknick in seinem Rucksack mit zu tragen. Alles wird am Boden auf einer Folie vorbereitet, zerteilt und anschließend gemeinsam verspeist. Nach dem Essen machen alle eine kleines Verdauungsschläfchen. Wir verteilen und rund um den Picknickplatz.

in der Vikos Schlucht

in der Vikos Schlucht

Auf der zweiten Hälfte des Weges teilt sich die Gruppe. Ein Teil wandert weiter den Weg hinauf zu dem Örtchen Vikos. Der andere Teil der Reisegruppe geht noch ein Stück bergab zu einem kleinen See um zu baden.

Brrrr. Wir waren nicht baden.

In Vikos im Gasthaus gibt es zum Abendessen eine Art Nudelsuppe mit Zitronengeschmack und Hühnchen mit Kräutern gewürzt. Alles wie bei Muttern in Griechenland. Lekker und reichlich. Wir sind pappsatt.



7.Tag:

Auf einem alten Maultierpfad geht es in Serpentinen hinauf zum malerischen Dorf Papigo.
(3 Stunden, 200m Ab- und 300m Aufstieg) Nachmittags frei zum Baden in Naturschwimmbecken.
2 Übernachtungen in Papigo.

Frühmorgens geht es nach dem Frühstück zu Fuß nach Papigo. Doch zuvor wird das große Gepäck zusammengestellt, damit es per Bus oder so nach Papigo transportiert werden kann.

Im Gästehaus Astraka in Papigo übernachten wir. Schon wieder Traumhaft.

Wir beziehen die schönen Zimmer und stellen fest, daß die Dame des Hauses ausgezeichnet Deutsch spricht. Kein Wunder, sie war so ca. 30 Jahre dort.

Papigo

Papigo

Am Nachmittag treffen wir uns nach einem kleinen individuellen Spaziergang zum Ausflug zu den Naturschwimmbecken. Leider ist ziemlich wenig Wasser in den Becken, aber das macht gar nichts. Ich finde das Wasser einfach zu kalt.

Naturschwimmbecken bei Papigo

Naturschwimmbecken bei Papigo

Also gehen wir auf Entdeckungsreise den Bach entlang. Jan findet eine kleine Schlange. Bleistiftdünn ist sie. Irgendwie grün. Nett halt. Eva muß sie natürlich auch anfassen. Unser Bergführer ist nicht so begeistert davon und meint wir sollen vorsichtig sein. In den Becken finden wir auch noch Frösche in unterschiedlichen Größen. Beute für die Schlange oder die Schlange als Beute ? Je nach Größe sicher.

Der Abend klingt in einer Taverne in Papigo aus.



8.Tag:

Tageswanderung von Papigo zum alten Dorf Kleidoma mit tollem Panorama nach Osten auf das Astraka Gebirge und nach Westen zum Nemertsika Gebirge in Albanien. Durch Eichen und Nadelwald zurück nach Papigo
(Gehzeit 5 Stunden, Höhenunterschiede +/- 400 m).

Nach einem lekker Frühstück nach heimatlichen Maßstäben gemessen, mit ordentlichem Kaffee für unsere Geschmacksnerven und das ganze auch noch in einem supergemütlichen Frühstücksraum geht es los zu einer kleinem Wanderung.
Wir durchwandern auf guten Wanderwegen eine Landschaft, die von Büschen und Bäumen gekennzeichnet ist.
Am Zielpunkt stehen wir wie auf einer Aussichtsplattform und machen erst mal Picknick, wie bereits beschreiben.

Blick in Richtung Albanien

Blick in Richtung Albanien

Dann genießen wir die Aussicht auf die Berge in der Nähe und in der Ferne. Albanien soll von hier so ca. 25 km Luftlinie weit weg sein.
Die Berghütte zu der wir morgen wandern werden ist auch ganz, ganz klein auf dem Sattel des Astraka Gebirges zu sehen. Nachdem wir fast den gleichen Weg wieder zurückgegangen sind, gehen einige noch zum Baden zu den Naturschwimmbecken. Am Abend essen wir wieder in der Taverne in Papigo.

Ingrid hat Burzeltach. Unsere Reisebegleiter haben eine Geburtstagsfeier mit Geburtstagskuchen organisiert. Es geht hoch her, die Stimmung ist prima. Tanzschule für uns. Sirtaki wird gelernt. Die Begeisterung der einheimischen Gäste ist groß. Servietten werden symbolisch anstelle von Geschirr auf den Boden geworfen. Ein Ausdruck für Begeisterung oder so. Die Wirtin tanzt auch mit, auf nem Tisch. Ein interessanter, toller Abend.



9.Tag:

Von Papigo geht es gemächlich hin auf zu einer knapp 2 000 m hochgelegenen Berghütte. (900m, Aufstieg 3 Stunden) Am Nachmittag Wanderung in dieser einmaligen Gebirgsszenerie zum Drachensee (150m Auf- und Abstieg, 2,5 Stunden).

Am morgen geht es dann nach ausgiebigem Frühstück Richtung Berghütte. Zuvor Einpacken der Vorräte. Jeder nimmt in seinem Rucksack was mit. Unser Bergführer macht Rucksackkontrolle bei uns. ich mache Rucksackkontrolle bei Ihm. Nach ein wenig hin und her geht es los.
Wir bedauern den Abschied von Papigo. Die Unterkunft war traumhaft, hier wären wir gerne noch etwas geblieben.

Auf dem Weg zur Hütte gibt mir Eva ihren Rucksack, weil sie mal um die Ecke muß. Ich laufe mit zwei Rucksäcken langsam weiter. Uff. Wir machen Halt an einer Quelle oder Brunnen und ich bin froh, daß Eva uns einholt und ihren Rucksack wieder selber trägt.

Gelernt habe ich daraus, daß sich ein zweiter Rucksack am besten vor der Brust tragen läßt, wenn der zweite Rucksack mit zwei Karabinerhaken am eigenen Rucksack eingehängt wird. Das ist besser, als ihn hinten auf dem eigenen festzuhalten oder ihn von vorne mit den Gurten zu tragen.

da solls hochgehen...Berghüttenblick

da solls hochgehen...

Es wird steiler. Jeder geht sein eigenes Tempo. Unser Bergführer und unsere Dolmetscherin Eleni verteilen sich in der Wandergruppe.

Nach einer Weile treten die ersten Gesundheitsprobleme auf. Eine Mitwanderin hat eine heftigen Krampf in einer Wade. Unser Bergführer kümmert sich. Nach einer Weile geht es weiter. Weiter oben treffen wir auf einen Mann mit Esel und Hund. Man könnte ihn auch für eine Partisanen halten, so wie er aussieht. Er ist die "Versorgungseinheit" für die Berghütte. Eva wollte den Hund krabbeln, der mag das nicht und macht das auch sehr deutlich.

Endlich oben. Die Aussicht ist phänomenal.

Wir legen unsere Rucksäcke ab. Suchen uns unsere Kojen aus. "Wer schnarchst ?" Wir sind alle in einem Raum mit 24 bis 28 Etagenbetten zum Teil 4 übereinander untergebracht. Das wird bestimmt spaßig.

kurz vor der Berghütte

kurz vor der Berghütte

Ich bin ziemlich müde. Nach kurzer Pause geht es ohne Rucksack noch zum Drachensee. So richtig Lust hab ich keine. Außerdem ist mir saukalt. Laufen macht warm, also gehe ich mit.

Der Drachensee - sooo kalt...

Der Drachensee - sooo kalt...

Der See ist ungewöhnlich. Es leben dort kleine Molche, die soll es nur hier geben, sonst nirgends auf der Welt.

Einige gehen Baden. Brrrrrr.

Mir ist immer noch saukalt. Meine Laune ist unter den Nullpunkt gesunken. Hoffentlich geht es bald zurück zur Berghütte.

Zurück in der Berghütte gibt es ein einfaches, deftiges Abendessen. Irgendwas mit Nudeln. Aber schmackig. Es wird noch geklönt bis das Licht ausgeht. Der mit Diesel betriebene Generator steht hinter der Hütte. Generator aus - Licht aus. So gegen 22:30 Uhr. Nun gibt es nur noch die Taschenlampe. Der Gang zur Toilette wird zum doppelten Abenteuer. Die Einrichtung der Toiletten ist gewöhnungsbedürftig und als Beleuchtung gibt nur die eigene Taschenlampe. Langsam kehrt Ruhe im Schlafraum ein.

"Jammas, nicht Jammern" wird zum geflügelten Wort.



10.Tag:

Von der Astraka Berghütte über Bergwiesen die im Frühjahr von Schnee und Krokusfeldern überdeckt sind, hinunter zum Dorf Tsepolovo, (150m Auf- und 900m Abstieg, 6 Stunden) unserem letzten Übernachtungsort während des Trekkings.

Am Morgen das nächste kleine Problemchen. Morgentoilette. Zwei Wasserhähne mit fließend kalten Wasser. Bergbachkaltem Wasser ! Katzenwäsche ist angesagt.

Nach einfachem Frühstück geht es noch in der Morgenfrische los. Vor der Hütte finden wir einen alten, an Arthrose leidenden, Hund. Das arme Tier hat die kalte und nasse Nacht im Freien verbringen müssen und hat kein trockenes Plätzchen. Eva ist sehr aufgebracht und traurig wegen dieses armen Tieres. Sie kann sich kaum losreißen.

Nach einer Weile wandern wir über eine Hochebene mit angenehm weichen Boden. Weiche, trockene Wiesen.

Blick von der Hochebene zurück in Richtung Berghütte

Blick von der Hochebene zurück in Richtung Berghütte

Es ist ein richtiges Erholungswandern. Wir machen wir Rast bei Gailotripa mit unserem obligatorischen Picknick-Ritual. Klasse.

Wir kommen nach Tsepolovo. Dort gibt es erst mal was zu trinken. Frappe oder Bier ? Das Abendessen ist wieder wie bei Muttern. Gut und reichlich.



11.Tag:

Transfertag. Zunächst zum sehr alten Dorf Vratheto. Von dort Wanderung zum schönsten Aussichtspunkt der Vikos Schlucht und dann 400 m Abstieg auf einem gewundenen Treppenweg. (2 Stunden 400m Abstieg) Weiterfahrt nach Igoumenitsa und mit der Fahre nach Korfu.

Heute ist Schluß mit Wandern in Nordgriechenland. Der Tagesplan wird kurzerhand ein wenig umgestellt. Es geht mit dem Bus nach Igoumenitsa. Es wird nicht gewandert, vielmehr halten wir als erstes an einem Aussichtspunkt am Rande der Vikos-Schlucht. Dort haben wir eine super Aussicht auf eine gewundene Steintreppe. Die müssen wir nicht hoch laufen. Nach einer kleine Weile geht es weiter in Richtung Igoumenitsa. Auf dem weiteren Weg dorthin bekommen wir eine weiter historische Steinbrücke zu sehen. An einem Brückenende sind versteinerte Reste eines Baumes oder so was im Fels zu sehen.

historische Brücke auf der Fahrt nach Igoumenitsa

historische Brücke auf der Fahrt nach Igoumenitsa

Angekommen in Iguomenitza warten wir ein wenig auf unsere Fähre, die uns nach Korfu bringen soll.

Abschied - Abschied von Fonassis unserem Bergführer. Abschied von Eleni, unserer Dolmetscherin und Abschied von Nordgriechenland.

Es wird eine stille, nachdenkliche Fahrt nach Korfu. Wir erinnern uns an die tollen Wanderungen.

Angekommen in Korfu nimmt uns eine Repäsentantin des örtlichen Reiseveranstalters in Empfang. Mit ihrer Art macht sie unsere Urlaubsstimmung in wenigen Minuten kaputt.
Alle sind sauer !

Das Hotel auf Korfu ist nicht so der Renner, auch hier gibt es "Betriebseigentümlichkeiten" die unserer Stimmung nicht zuträglich sind.

Eine Art Kulturschock. Von den kleinen, netten, ländlichen Gasthäusern in ein deutsches "Ghetto"-Hotel.



12.-14.Tag:

Badeaufenthalt auf Korfu.

Die Tage des Aufenthaltes auf Korfu wollen nicht vorübergehen. Wir Sehnen uns nach Papigo oder Vitsa zurück. Baden - na ja - das Wasser ist temperaturmäßig nicht mehr so richtig einladend. Hier esse ich mein erstes Gyros auf dieser Griechenlandreise - leider nicht so richtig der Renner. Eva hat da mehr Glück mit "Muscheln Saganaki" in einer kleinen Strandtaverne.

Hotel auf Korfu

Hotel auf Korfu

Am letzten Abend im Hotel organisieren wir unsere eigen Abschiedsparty auf einem Zimmer, das ein Pärchen unserer Reisegruppe bewohnt. Wir sitzen bei Kerzenlicht, Rotwein und Knabbereien auf dem Balkon und klönen. Sehr zum Mißfallen des Hoteliers. Is uns wurscht, wir reisen morgen eh ab.



15. Tag:

Abreise und Rückflug

Abreisetag - wir verlassen dieses ungeliebte Hotel - diese nette Insel - das schöne Griechenland.

Von Korfu geht es nach Frankfurt, Kerstin sitzt mit uns im selben Flieger. In Frankfurt trennen wir uns von Kerstin. Wir werden abgeholt und nach Hause gebracht.

Schade, da dieser Urlaub so merkwürdig auf Korfu ausklingen mußte. Im Norden von Griechenland war es super.

Zagoria werden wir nicht vergessen. Vitsa und Papigo ganz besonders nicht - die Berghütte bestimmt auch nicht !

Abschied von Land, Leuten und Frappe

Abschied von Land, Leuten und Frappe



Fototreffen

Am 2. Dezember 2000 Wochenende lädt Kerstin zu einem Nachtreffen bei sich zuhause ein. Antje und Heike haben ihre feste Reiseabsicht bekundet. Ingrid/Irene kommt auch.

Es kam wie es kommen mußte, der "harte" Kern trifft sich in der Nähe von Mainz bei Kerstin. Bilder gucken. Tolle Paparazzi-Bilder.

Abendessen natürlich beim einem Griechen. Die wundern sich, sind aber dann erfreut über uns als Gäste. Super Essen - toller Wein.

Dann wieder bei Kerstin - Mitternacht - der "kleine" Ralf hat Burzeltag. Sekt und Ouzo. Oh, oh !

Ouzo - Jammas, nicht jammern

Ouzo - "Jammas, nicht jammern"

Spät geht es in die Schlafsäcke. Am späten Morgen - Frühstück mit Frappe.

der Frappe zum Frühstück

der Frappe zum Frühstück

Abschied. Abreise. Schön wars.

Die ausgesuchten Bilder werden zugeschickt. - Ein paar Mails werden noch ausgetauscht - dann ist leider Funkstille. Wir sind daran auch nicht ganz unschuldig. Mal sehen ob hier wieder was geht...



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

Valid HTML 4.01!