Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Kreta (Griechenland) Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne

vom 13. September 1999 bis 27. September 1999


Inhaltsverzeichnis

Die Reise

Montag, 13.09.1999 Ankunft.
Dienstag, 14.09.1999 Landschaft Zentral Kretas.
Mittwoch, 15.09.1999 Patsos-Schlucht.
Donnerstag, 16.09.1999 Gramvousa Express & Balos Bay.
Freitag, 17.09.1999 Samaria-Schlucht - "The long way".
Samstag, 18.09.1999 Georgiopolis und Kournas-See - Samaria Teil 2.
Sonntag, 19.09.1999 Sarakina Crossing.
Montag, 20.09.1999 Creta Star Hotel.
Dienstag, 21.09.1999 Creta Star Hotel.
Mittwoch, 22.09.1999 Creta Star Hotel.
Donnerstag, 23.09.1999 Creta Star Hotel.
Freitag, 24.09.1999 Creta Star Hotel.
Samstag, 25.09.1999 Creta Star Hotel.
Sonntag, 26.09.1999 Abreise.
Literatur und Medien Tipps


1.Tag: Montag Abflug von Deutschland

Der Abflug von Frankfurt gestaltet sich als Problemlos. Unsere Eltern bringen uns hin. Wir checken ein. Im Duty Free Bereich kaufen wir uns noch was Nettes ein. Dann gehen zum Flugzeug. Und schon gehts los.

Die Ankunft in Heraklion auf Kreta ist gar nicht lustig. Die Empfangshalle ist mit Menschen völlig überfüllt und es werden stetig weiter neu ankommende Gäste in die Halle eingelassen. Die Menschen kommen nicht an die Gepäckbänder heran um ihre Gepäckstücke in Empfang zu nehmen. Einige beherzte männliche Wesen klettern auf die Gepäckförderanlage um die Koffer und Taschen herunterzureichen. Wenn es hier eine Panik ausbrechen sollte - Na, Prost Mahlzeit. Zudem auch noch keine Toilette weit und breit in Sicht und auch keine Möglichkeit irgendwas zu trinken zu bekommen. Kein Mitarbeiter des Flughafens ist zu sehen. Warum bloß ?

Wir ergattern ein Plätzchen an einer Fensterfront mit Stufe. Eva passt auf unser Handgepäck auf und ich stürze mich ins Getümmel um unsere Sachen zusammenzusuchen.

Nachdem ich unsere Sachen zusammen habe, quälen wir uns zum Ausgang. Wir werden in Empfang genommen und ins Hotel nach Heraklion gebracht. Wir übernachten fürs erste in einem Stadthotel in Heraklion. Nachdem wir unsere Sachen auf dem Zimmer haben und uns erst mal fürs erste eingerichtet haben, gehen wir auf Entdeckungsreise in Heraklion.

Genau erinnern kann ich mich nicht mehr, aber ich glaube wir waren im archiologischen Museum und sind durch die Altstadt getapst.

Etwas später gehen wir in einer kleinen Taverne in einer Seitengasse was essen. War o.k. - mehr läßt sich nicht dazu sagen.

Hotel Asterion in Heraklion (Quelle: Hotelprospekt)

Hotel Asterion in Heraklion (Quelle: Hotelprospekt)



2.Tag: Dienstag: Landschaft Zentral Kretas

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

Fahrt mit Jeeps auf Asphalt und Schotterwegen durch die beeindruckende Landschaft des Zentrums von Kreta. Die Bergregion mit ihren malerischen Dörfern, aber auch die Südküste, wo mittags ein Barbecue und ein erfrischendes Bad im Meer auf Sie warten, machen den Reiz dieser Tagestour aus. Nachmittags geht es zurück nach Heraklion. (Teilnehmer dürfen den Jeep selbst fahren). Übernachtung.

Wir treffen uns um 08:30 Uhr an der Rezeption für unsere Jeep-Safari. Hier lernen wir Marc - unseren Wanderführer aus der Niederlande und die Reisegruppe erst mal kennen. Wir sind nur fünf Teilnehmer ! XXX, YYY, Jan - auch aus der Niederlande , Eva und ich. Das wird bestimmt prima.

Als einer der Fahrer werd ich ausgeguckt. Marc sucht zu Beginn, nachdem wir bebaute Regionen hinter uns gelassen haben richtige Staubpisten aus. Da dreht er dann so 1 bis 2 Runden. Ich halt hinterher, da ich ja nicht weiß wo es hingeht. Der feine Staub zieht überall hin. Zum Glück ist der Fotoapparat doppelt eingepackt: In einem Handtuch im Rucksack.

Die weissen Berge auf Kreta

Die weissen Berge auf Kreta

Wir fahren vorbei an Rosinentrockenanlagen. An einer dieser Anlagen halten wir an und Marc, zusammen mit den Bauern erklären uns wie die Rosinenherstellung funktioniert. Auf der weiteren Strecke treffen wir Obstbauern, die schenken uns Äpfel und Birnen. Tolle Gastfreundschaft auf dieser Insel.

Dann geht es einen Steilhang hoch. Loses Geröll. Ich schalt mal lieber den Allrad ein. Der Jeep vor mir hält am Hang an. So'n Sch... Also auch noch die Differenzialsperre dazu. Nix geht mehr vorwärts, also zurücksetzen am Steilhang um Schwung zu holen. Oben angekommen, eine irre Aussicht über die weissen Berge Kretas. Hier machen wir eine kleine Pause und essen das geschenkte Obst. Nach einer Weile gehts weiter.

In tieferen Regionen erwischt uns ein Regenschauer. Schnell das Verdeck hoch und die Fenster hochkurbeln. Leider ist das Verdeck an unserem Auto undicht. Es regnet rein und wir haben reichlich Wasser im Auto. Dummerweise bleibt die Fensterscheibe an der Fahrertür nicht richtig zu. Es regent so stark, daß das Wasser etwa Knöcheltief auf den Wegen steht. Zum Glück bleibt mein Rucksack trocken und der Fotoapparat darin auch.

Als der Regen nachgelassen hat kommen wir durch ein Dorf. Eine nette Oma schenkt uns Weintrauben. Noch mehr Obst. Hungern brauchen wir wirklich nicht.

Marc lotst und zu einer Schäferhütte aus Stein. Der Schäfer hat diese selbst aus Stein gebaut und in den Stein gehauen. Knochenarbeit. Respekt.



3.Tag Mittwoch: Patsos-Schlucht

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

Fahrt mit Bussen nach Prassies, wo die Wanderung beginnt. Über einen Aussichtspunkt mit Blick über die gesamte Schlucht gelangen Sie bis zur Hütte der Hirten Giorgos, der ein Barbecue vorbereitet hat. Weiter durch die Schlucht führt der Weg hinab nach Missiris. Busfahrt nach Chania, Spaziergang durch die Altstadt und Hafenviertel, Abendessen. Übernachtung in Chania

Diese relativ unbekannte Schlucht befindet sich im Hinterland von Rethymnon. Sie ist zwar kürzer als die Schlucht von Samaria, beeindruckt aber um so mehr durch ihre einmalige Schönheit und ihre üppige Vegetation.

Wenn Sie einfache Kletterpassagen und Durchquerungen von Wasserstellen nicht scheuen, steht Ihrer Schluchtdurchwanderung nichts im Wege.

Wir verlassen morgens östlich von Rethymnon die Nationalstraße und fahren durch die Ausläufer des Ida- Gebirges ins Landesinnere. Bevor die Wanderung startet, machen wir auf unserer Fahrt noch eine kurze Kaffeepause in einem kleinen Dorf.

Dann geht es los: Genießen Sie Natur pur!

In bequemem Tempo starten wir die Wanderung und erreichen nach kurzem Marsch den Schluchteingang. Plätschernd empfängt uns der Bach, der uns durch die gesamte Schlucht begleiten wird (Je nach Jahreszeit, aber meist bis Mitte Juni, reicht das Wasser beim Durchqueren des Baches bis zur Hüfte.). Der Eingang wird gesäumt von riesigen Oleanderbüschen. Weiter geht es nun durch die Schlucht mit ihren steilen Felswänden, riesigen Felsblöcken, Wasserfällen und grünen Platanen.

Nach einem Aufstieg von ca 300 Metern erreichen wir den Ausgang der Schlucht. Hier liegt eingebettet in einer Felswand die kleine Felsenkapelle des Heiligen Antonios.

Nach ca 2 Stunden (reine Laufzeit) erreichen wir die kleine Taverne des Schäfers Jorgos. Vor dem Essen haben Sie erst einmal Gelegenheit zum Schuh- und Kleiderwechsel, bevor sich Jorgos und seine Frau Sofia um Ihr leibliches Wohl kümmern werden.

Gut gestärkt machen wir uns dann auf den Heimweg. Vorbei am Dorf Patsos bringt uns der Bus am Nachmittag wieder zurück an die Nordküste.

Heute früh lernen wir Theo - unseren Busfahrer kennen. Er wird uns in dieser Woche durch Kreta kutschieren. Wir treffen heute auch auf Tagesausflugsgäste, vermutlich weil unsere Reisegruppe so klein ist.

Wir legen einen Zwischenstop an kleinem Gasthaus ein, Eva probiert einen lokalen Kräutertee, ich koste auch mal ein wenig. Sehr gewöhnungsbedürftig !

Nach kurzer Fahrt mit dem Bus steigen wir in der Nähe einer Grossbaustelle aus dem Bus aus. Hier soll ein Staudamm entstehen. Es geht weiter zu einer überdachten Ausgrabungsstätte. Ein anderer Reiseführer erklärt uns, daß nach Fertigstellung des im Bau befindlichen Staudammes diese Ausgrabungsstätte und Teile der Schlucht dann wohl überflutet sein werden.

Unser weiterer Weg führt IN einen Bach ! "Er wird doch nicht, er wird doch nicht...". Doch, es geht im Bach weiter. Nachdem das Wasser erst mal in den nagelneuen Schuhen ist, geht es eigentlich, man kann sich dran gewöhnen. Nach einer kleinen Weile machen wir einen kurzen Stop an einer alten Steinbrücke und verlassen den Bach. Nun bin ich schon etwas sauer, unsere Schuhe sind pitschnass und nun geht es auf einem trockenem Weg weiter.Wenig später jedoch geht es im Bach weiter.

Nach einem guten Stück im Bach weht uns ein gräßlicher Geruch entgegen. Wir erkennen bei genauem Hinschauen eine verwesende Ziege hängt im Gesträuch am Ufer, wohl noch ein "Überbleibsel" des letzten Winters.

Ein gutes Stück weiter stoßen wir auf eine Quelle. Einer Überlieferung nach werden hier alle Junggesellen getauft, wozu das gut sein soll hab ich inzwischen vergessen. Ich bin halt dran.Das Wasser ist soooo kalt. Uncleverer Weise habe ich das T-Shirt angelassen, also geht es mit 100%ig nassen Klamotten weiter durch die Schlucht.

Im Verlauf der Schlucht unternimmt Marc mit uns eine kleine Klettertour. Hier muß ich feststellen, daß meine Wasserflasche am Gürtel beim Klettern ziemlich im Weg ist. Die Jeans-Shorts ist für die Kletterei auch nicht ideal. Um wieder auf den Grund der Schlucht zurückzukommen, geht es weiter über einen Baum nach unten. Eva amüsiert sich köstlich über meine Kletterei. Wir treffen auf noch eine Quelle. Kurz danach sind wir am Bus angelangt und können die Schuhe wechseln.

Im Anwesen von Giorgos und Sofia, beide zusammen 175 Jahre alt, machen wir Rast, essen und trinken zum Tagesabschluß. Giorgos ist ein alter Kreter mit Zwirbelbart, wettergegerbtem, zerfurchtem lächelndem Gesicht, Reiterhosen und Stiefeln, seine Frau Sofia ist zurückhaltend und möchte nicht fotografiert werden. Wir alle respektieren das. Giorgos sammelt die Bilder, die seine Gäste von ihm gemacht haben, er hat eine erstaunliche große Sammlung aus aller Welt, auch Übersee, an der Wand in seinem Haus hängen.

Das Essen wird an einem großen Tisch serviert. Es gibt gegrillte Ziege, gefüllte Weinblätter, gefüllte Zucciniblüten, Salat und Brot. Der selbst gekelterte rote Wein ist ein starker Stoff. Nach zwei kleinen Gläser steige ich um auf Wasser. Als Abschluß gibt es einen klaren Schnaps, Raki heißt das leckere Gesöff - kretischer Raki ! Er schmeckt garnicht wie türkischer Raki, sondern eher wie ein Trester oder Grappa.

Ich zeige Giorgos meine Wasserflasche und er bedeutet mir sie herzugeben, schnell leere ich das Wasser aus.Giorgos verschwindet mit meiner leeren Wasserflache in sein Allerheiligstes und Eva mit Fotoapparat hinterher um das Abfüllen zu dokumentieren. Nun haben wir den Hausbrand von Giorgos zuhause, die ehemalige Wasserflasche ist heute noch gefüllt mit diesem köstlichen alkoholischen Getränk.



4.Tag Donnerstag: Gramvousa Express & Balos Bay

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

Früh morgens Fahrt mit dem Bus nach Kissamos und von dort mit dem Schiff zur "Piraten Insel" Gramvousa (Rundgang) und weiter zur schönen Sandbucht von Balos. Wanderung zum Dorf Kalyviani, wo der Bus für die Rückfahrt nach Chania wartet. Übernachtung.

Die Insel Gramvousa liegt im äußersten Nordwesten Kretas, ca. 1 km vom Festland entfernt, und ist nur per Schiff zu erreichen.

Unsere Schiffstour startet im Hafen von Kissamos. Wir umrunden die Nordspitze der gleichnamigen Halbinsel Gramvousa und sehen auf dieser Strecke die antike Schiffswerft Tarsana.

Hier an der Westküste können Sie sich von einem geologischen Phänomen überzeugen: Man sieht, daß sich hier die Insel im Laufe der letzten Jahrhunderte langsam aus dem Meer erhoben hat, um dafür im Osten langsam zu versinken.

Auf der Insel Gramvoussa besuchen wir das venezianische Kastell. Es bedeckt das Inselplateau und diente im 18. Jahrhundert Piraten als Unterschlupf. Mittags haben Sie Gelegenheit zu schwimmen. Anschließend stärkt man sich bei einem Imbiss an Bord. Weiter führt uns unsere Reise zur herrlichen Bucht von Balos. In dieser seichten Lagune mit ihrem feinen Muschel- und Korallensand bekommt man leicht das Gefühl sich in der Südsee zu befinden. Auch hier ist genügend Zeit zum Baden eingeplant. Am Abend erreichen wir nach der Umrundung der Halbinsel wieder den Golf von Kissamos und kehren zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Gramvousa

Gramvousa

Wir nutzen die Schiffspassage um unsere nassen Schuhe in der Meeresbrise zu trocknen. Die Sonne leistet bestimmt auch ihren Anteil. Das Trocknen klappt erstaunlich gut. Noch vor Ende der Fahrt nach Gramvoussa sind alle unsere Wanderschuhe trocken. Und die Sonne hat bereits erste Spuren auf unserer Haut in Form von ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes hinterlassen.

Um auf der Insel Gramvoussa das venezianische Kastell zu erreichen müssen wir zuerst einen steilen Geröllweg nach oben auf das Pateau erklimmen. Leider habe ich meine Trekkingsandalen angezogen, dieses Schuhwerk ist hierfür leider nicht optimal. Oben angekommen können wir einen herrlichen Ausblick auf die Nordwestspitze von Kreta geniessen und sehen bereits die gegenüberliegende Bucht von Balos, wo wir noch baden werden. Einige Ruinen der Festung sind leider von Besuchern als sanitäre Einrichtung misbraucht worden. Muß sowas sein ? Wir müssen hin und wieder sehr aufpassen nicht ins "Glück" zu treten.

Nach der Besichtigung der Kastellruine, die übrigens nur durch Verrat bezwungen werden konnte, geht es den gleichen Weg bergab zurück zu unserem Schiff.

Nach kurzer Fahrt gelangen wir in die Bucht von Balos. Ich würde es schon als Lagune bezeichnen. Das Schiff geht kurz vor dem Ufer vor Anker. Wir gehen vom Schiff aus ins Wasser und schwimmen zum Ufer. Marc springt vom Deck aus in Wasser. Ich nicht. Über eine Leiter klettere ich ins Wasser. Bei einem Sprung ins Wasser befürchte ich meine Brille zu verlieren. Dann ist sie unwiederbringlich weg und der Urlaub gelaufen.

Das Wasser in der Lagune ist Knöchel- bis Wadentief. Heller feiner Sand. Nach einer halbe Stunde etwa schwimmen wir zurück zum Schiff und warten auf die Mitreisenden die sich mit den Beibooten hin und her haben bringen lassen. XXX hat sich wohl ein wenig überschätzt und wählt für den Rückweg die Mitfahrt in einem Beiboot. Sehr vernünftig finden wir. Nachdem wieder alle an Bord sind heißt es "Anker auf".

Es geht zurück in den Hafen von Kissamos. Theo sammelt uns im Hafen mit dem Bus ein und bringt uns zurück nach Chania.

Angekommen in Chania, checken wir zuerst im Hotel ein, bringen unsere Koffer auf das Zimmer und zelebrieren erst mal ausgiebege Körperpflege mit dem obligatorischen Duschen und eincremen mit "Antisonnenbrand-Lotion" bei mir.

Wir treffen uns in der Hotelhalle und gehen dann zusammen erst mal eine Runde durch die Stadt. Wir schauen uns die historischen Markthallen von Chania an.

Zum Abendessen gehen wir in den alten Hafen. Marc kennt auch hier eine kleine Taverne direkt am Wasser. Es wird, genau wie bei Giorgos und Sofia, aufgetischt bis sich die Tischplatte fast biegt. Sobald wir eine Schüssel leergegessen haben steht, schwuppdiwupp, wieder eine gefüllte auf dem Tisch. Der Kater des Hauses, Heraklis besucht uns und möchte seinen Anteil abhaben. Da braucht er bei Eva nicht lange zu bitten. Als dann noch Heraklis junior sich dazugesellt ist für Eva der Abend gelaufen. Heraklis junior bekommt natürlich auch reichlich was ab. Er fühlt sich so wohl und sicher, daß er ne Runde bei Eva auf'm Schoß pennt. Ein super Abschluß für einen wunderschönen Tag auf Kreta.



5.Tag Freitag: Samaria-Schlucht - "The long way"

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

Fahrt mit dem Bus nach Xyloskalo. Von dort steigen Sie abwärts in die imposante Samaria-Schlucht. Der Weg führt vorbei an der Kirche San Nicolaos, weiter zum verlassenen Ort Samaria und hinab zum Ort Agia Roumeli. Abendessen in einer traditionellen Taverne. Übernachtung.

Eindrucksvoll erheben sich im Westen der Insel die Lefka Ori, die Weißen Berge. Hier befindet sich die längste Schlucht Europas, die sich mit ihren 18 km Länge von der Omalos-Hochebene bis zum Libyschen Meer an der Südküste erstreckt. Ein Erlebnis für jeden Natur- und Wanderfreund. Die Durchwanderung der Schlucht beginnt auf einer Höhe von 1200 m. Es gibt wohl niemanden, der sich der Faszination dieser hochalpinen Landschaftskulisse mit ihren majestätischen Gipfeln und wild zerklüfteten Steilabhängen entziehen kann. Auf den ersten 4 km wird der größte Höhenunterschied, nämlich 800 m, überwunden. Bei der kleinen Kapelle Agios Nikolaos beginnt der eigentliche Schluchtbereich. Auf halber Strecke passieren Sie dann das verlassene Dorf Samaria, dessen Einwohner bei Gründung des Nationalparks im Jahre 1962 umgesiedelt wurden. Je weiter man nun Richtung Süden geht, um so enger wird die Schlucht. An der engsten Stellen, den "eisernen Pforten", haben die Felswände nur noch 3 m Abstand und ragen 500 m in die Höhe.

Nach ca. 5 bis 6 Stunden Fußmarsch lassen wir die Schlucht hinter uns und erreichen an der Südküste das Dorf Agia Roumeli. Hier haben Sie Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im Meer und zur Stärkung in einer der zahlreichen Tavernen. Am Nachmittag verlassen wir Agia Roumeli per Schiff und erreichen nach einstündiger Überfahrt das 18 km östlich gelegene Dorf Chora Sfakion. Unser Bus erwartet Sie bereits und über das Gebirge geht es wieder zurück an die Nordküste. Auch auf dieser Fahrtstrecke bieten sich herrliche Ausblicke.

An der Berghütte in der Nähe des Einstieges gibt es erst noch ein kleines Frühstück. Marc isst Käse mit Honig. Alle wundern sich. Ich probier das auch. Hmm - schmeckt gut und ist 'ne Energiebombe.

kurz nach dem Einstieg in die Samaria-Schlucht

kurz nach dem Einstieg in die Samaria-Schlucht

Auf dem Weg durch die Schlucht treffen wir immer wieder auf Quellen. Hier fülle ich unsere Trinkflaschen immer wieder von neuem mit frischem Wasser. Es ist bedenkenlos zu trinken.

Ein außergewöhnlicher Baum in der Schlucht

Ein außergewöhnlicher Baum in der Schlucht

In einem halb verfallenen Dorf etwa in der Mitte der Schlucht machen wir Rast. Es wird eine Kleinigkeit gegessen - Bananen und gesalzene Erdnüsse. Auch eine Energiebombe und ist zudem auch nicht schwer. Bei mir ist ein Toilettengang nicht mehr weiter aufzuschieben. Die sanitären Einrichtungen sind für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Trittplatten über einem Loch. Festhalten ? Aufpassen sich die eigenen Klamotten nicht zu beschmutzen. Irgendwie an das Toilettenpapier rankommen ? Nicht Umfallen beim ... ! Naja, irgendwie gehts doch.

Die berühmteste Stelle der Samaria-Schlucht

Die berühmteste Stelle der Samaria-Schlucht

Am Endepunkt der Wanderung in Agia Romeli übernachten wir in einem kleinen Gasthaus. Wir legen unsere Ausrüstung ab und schnappen uns unsere Badeutensilien. Es geht zum Stand. Schwarzer feiner warmer Steinstrand. Baden im Mittelmeer am Abend. So richtig Lust hat eigentlich keiner, aber erst mal im Wasser merken wir alle, daß dies die reinste Therapie für die angestrengten Muskeln ist. Super !

Marc kennt auch diesen Wirt wohl gut. Der versucht mit Ihm einen Schnaps zu trinken. Marc trinkt aber grundsätzlich keinen Alkohol. Das ist schon spaßig wie Marc sich daherum drückt.



6.Tag Samstag: Georgiopolis und Kournas-See - Samaria Teil 2

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

Nach dem Frühstück Überfahrt mit dem Schiff nach Chora Sfakion. Busfahrt zur Nordküste mit Besuch des Koumas-Sees, dem einzigen Süßwassersee der Insel. Nach einem traditionellem Mittagessen in Argyroupolis Weiterfahrt nach Heraklion. Übernachtung.

Am Morgen wachen wir auf und hören den Wind in den Vorhängen, das Rauschen des Meeres und die Glocken der Ziegen - sonst nix.

Es gibt ein leckeres lokales Früstück. Süsse Pfannkuchen, Griechischer Joghurt mit Nüssen und Honig, dazu frisch gepressten Orangensaft.

Abschied von Agia Romeli

Abschied von Agia Romeli

Wir werden heute von dem geplanten Verlauf des Reiseveranstaltes ein wenig abweichen. Es geht mit der Fähre nach Luthro. Eine nette Schiffahrt - wir müssen noch nicht laufen. In Loutro steigen wir aus und gehen zu Fuß an der Küste entlang in Richtung Chora Sfakion. Es ist heiß an diesm Tag und am Weg entlang der Küste gibt es keinen Schatten. Leider hat YYY keine angemessenen Schuhe und läuft sich heftige Blasen. Wir machen häufige kleine Pausen und helfen Ihr über die Felsen. Gegen Ende der Wanderung sind deutliche Kennzeichen von Ermüdung bei allen festzustellen. Sicherlich hat die heiß brenneden Sonne ihren Anteil dazu beigetragen.

Blick zurück nach Louthro

Blick zurück nach Louthro

Ausblick an der Steilküste

Ausblick an der Steilküste

Ausblick an der Steilküste

Ausblick an der Steilküste

Theo holt uns in der Nähe von Chora Sfakion ab und bringt uns sicher in unsere Unterkunft.



7.Tag Sonntag: Sarakina Crossing

Aus der Tourbeschreibung des Veranstalters:

An der Südostküste Kretas, in der Nähe von Ierapetra, befindet sich die Sarakina Schlucht. Schmale Pfade, enge Schluchten, lichter Pinienwald, herrliche Blicke auf die Lybische See und zum Abschluß ein erfrischedes Bad im Meer erwarten Sie bei dieser Tour. Rückfahrt nach Heraklion. Übernachtung.

Diese Tour führt uns in den Südosten Kretas.

Unsere Wanderung startet in der Nähe von Mithi, oberhalb von Mirtos bei Ierapetra, in den Ausläufern des Dikti-Gebirges gelegen. Die Schlucht ist ein tief eingekerbtes Flußtal, welches sogar im Hochsommer Wasser führt. Wir folgen dem Lauf des Mirtos-Baches. Es wird ab und zu feucht, wenn wir den Bach durchqueren. Das Wasser reicht bis zu den Knien. Vor allem im Sommer eine willkommene Erfrischung.

Auf der ca. l,5 Stunden langen Wanderung (reine Laufzeit) überqueren wir auch einige Felsblöcke, die uns die Natur in den Weg gelegt hat.

Am Mittag machen wir dann auf halber Strecke einen Halt in der Schlucht und genießen unser mitgebrachtes Picknick in dieser fantastischen Kulisse. Frisch gestärkt machen wir uns dann auf den Weiterweg.

Es handelt sich um eine kurze, aber imponierende Schluchtwanderung Mit ihren engen, hohen Schluchtwänden ist sie der Samaria Schlucht (an ihrer engsten Stelle) bestimmt ebenbürtig. Bei dieser Tour gilt es ein Höhenunterschied von nur 50 Metern zu bewältigen.

Am Nachmittag fahren ans Libysche Meer nach Mirtos wo zum Abschluß Gelegenheit zum Baden und Relaxen besteht. Danach verlassen wir die Südküste und machen uns mit dem Bus wieder auf den Weg nach Norden.

Hinfallen auf den Steiß am Schluchtbeginn - hat ganz schön weh getan - blöde Stelle. Abschied von Jan, seine Reise endet heute.

...in der Sarakina-Schlucht

...in der Sarakina-Schlucht

...immer noch in der Sarakina-Schlucht

...immer noch in der Sarakina-Schlucht



8. bis 14. Tag: Creta Star Hotel

Nach der aufregenden und abenteuerlichen Woche verbringen wir die zweite Woche des Urlaubes im Hotel Creta Star (****) in der Nähe von Rethminon in der Ortschaft Aghios Nikolaos. Wir haben "all-inclusive" gebucht. Schon jetzt muß ich sagen - nie wieder !

So viele Menschen und Verhaltensweisen, die genau bestimmten negativen Klischees entsprechen, möchten wir nicht wieder erleben.

Das Hotel und der Service waren aus unserer Sicht erstklassig. Da gibt es nix zu meckern - sondern nur zu loben. So manches Haus in Deutschland kann sich da eine dicke Scheibe abschneiden.

Creta Star Hotel (Quelle: Reiseprospekt

Creta Star Hotel (Quelle: Reiseprospekt)

Wir erfahren, daß am Strand einer der wenigen Plätze im Mittelmeer ist, an dem die Meeresschildkröte (Caretta caretta) ihre Eier ablegt. Diese Gelege werden geschützt und die Beleuchtung des Strandes am Abend ausgeschaltet, um den kleinen Schildkröten den Weg zum Meer leichter finden zu lassen. Leider haben von den kleinen Kerlchen nichts gesehen. Schade, schade.

Ein Ausflug nach Rethminon war leider nicht so besonders schön. Der Park in der Mitte des Ortes hat uns auf äußerste geschockt, denn die Tiere die dort im "Verließ" gehalten und gezeigt werden, taten uns sehr leid. Schreckliche Bilder. Ansonsten gab der Ort, außer einem leckeren frisch gepressten Orangensaft, nichts her.

Impressionen aus Rethminon

Impressionen aus Rethminon



14. Tag Montag: Abreise

Die Fahrt zum Flughafen findet ohne Zwischenfälle statt. Wir werden pünktlich mit einem Bus abgeholt.

Der Rückflug nach Deutschland verläuft ohne Besonderheiten. Nach Ankunft im Frankfurt holen wir unser Gepäck.

Unser persönlicher Abholdienst wartet schon am Ausgang. Prima. Noch ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto nach Kleinauheim, dann sind wir wieder zuhause.

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Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel

Abschied vom Creta Star Hotel



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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