Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Limpopo - mystisches Südafrika Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne
vom 16. September 2007 bis 30. September 2007

"Der aufregendste Ort, an dem ich jemals gewesen bin, ist Afrika. Weil dort eine andere Welt ist. Es sind nicht nur die Kulturen und die Menschen. Die sind großartig, aber es ist die Luft, das Farbenspiel von der Morgen- bis zur Abenddämmerung, und es ist etwas Anfassbares an dem Ganzen." Clint Eastwood


Inhaltsverzeichnis

Sonntag, 16. September 2007 Flug nach Johannesburg.
Montag, 17. September 2007 Ankunft in Johannesburg - Pretoria und Soweto.
Dienstag, 18. September 2007 Wir besuchen Sarah und Finias.
Mittwoch, 19. September 2007 Unser Ziel heute: Der Mapungubwe Nationalpark.
Donnerstag, 20. September 2007 Auf den Spuren von Tieren und vergangenen Kulturen im Sand.
Freitag, 21. September 2007 Giraffe am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen - Abschied vom Mapungubwe-Nationalpark.
Samstag, 22. September 2007 König Kennedy Midyauhasthu Tschivaase beim Dorffest in Ngulumbi.
Sonntag, 23. September 2007 Punta Maria Camp im Krüger Nationalpark.
Montag, 24. September 2007 Pirschfahrt am Morgen mit Edward - Parfuri Picknic Spot - Crooks Corner.
Dienstag, 25. September 2007 Weiter zum Olifants Camp - Elefant als Hinderniss.
Mittwoch, 26. September 2007 Den ganzen Tag Pirschfahrt - Ein Riss - Weiter zum Satara Camp.
Donnerstag, 27. September 2007 Abschied vom Krüger Nationalpark - Big Five ! - Misty Mountain.
Freitag, 28. September 2007 Wandern bei den Three Rondavels - Bourke's Luck Potholes.
Samstag, 29. September 2007 Abschied von Afrika - Rückflug.
Sonntag, 30. September 2007 Ankunft in München.
Literatur und Medien Tipps


Sonntag, 16. September 2007

Obwohl ich nix vorbereitet habe, packen wir in aller Ruhe. Ich hatte einfach keine Lust zu packen und habe es quasi bis zum letzten Moment hinausgezögert.

Ganz anders Eva, sie hat schon einige Tage zuvor begonnen, ihre Sachen bereit zu legen. Aus der Erfahrung der Indienreise heraus packen wir auch etwas wärmere Sachen mit ein. Frieren wie in Indien bei der Pirschfahrt wollen wir nicht noch noch einmal. Dann verstauen wir unsere Sachen in unsere pinkfarbene Tasche und den grossen Rollkoffer.

Anschließend wiegen. Zu viel. Etwa 3 kg wieder ausgepackt. Ein paar leichte Sommersachen bleiben zurück.

Nachdem wir im letzten Jahr mit Verspätung beim Parkservice angekommen sind, da wir von einem Stau in den nächsten fuhren , starten wir heute sehr viel füher. Nur diesmal gibt es keinen Stau und wir sind etwa eine Stunde zu früh dran.

So früh, dass wir dann am Flughafen nicht mal den Schalter der Fluglinie finden, da dort noch alles verwaist ist und noch nicht angezeigt wird.

Dann geht alles ganz schnell wir immer. Wie immer muss ich meine Bergschuhe bei der Sicherheitsüberprüfung ausziehen. Dann noch auf das Aufrufen des Fluges warten, einsteigen und los geht es.

Im Flieger bekommen wir einen kleinen, wasserdichten Beutel mit Schlafbrille, Schlafsocken, kleiner Zahnbürste und Zahnpasta gereicht. Lustig. Den wasserdichten Beutel kann ich bestimmt beim Motorradfahren gut gebrauchen.



Montag, 17. September 2007

Ankunft in Johannesburg. Pünktlich. Zehn Stunden Flug sind vorrüber. Der Flughafen ist blitzsauber. Die Toiletten sind supersauber und incl. Erklärung des Seifenspenders und Händetrockners durch eine Reinigungskraft. Die Passkontrolle ist problemlos. Ruckzuck ist ein Aufkleber für das Visum in den Reisepass geklebt. Die Kontrolle beim Zoll ist genauso problemlos. Es dürfen keine "agriculture products" eingeführt werden. So was haben wir nicht dabei. Dann direkt raus in die Ankunftshalle, denn das zuvor zu holende Gepäck war auch blitzschnell da. Zwischen den Fluggästen ein Dame mit Suchhund der im Handgepäck nach irgendwas schnüffelt. Wir erfahren später, dass er nicht nach Rauschgift oder dergleichen sucht, sondern nach Nahrungsmitteln die im Handgepäck sein könnten.

In der Ankunftshalle nimmt uns Traugott, unser Reiseleiter in Empfang. Er hat auf gut Glück auf uns gewartet, da er wusste, dass noch ein Flieger aus München kommt. Vom Reiseveranstalter ist er nicht über unseren Flug aus München informiert worden, sagt er. Dann noch schnell etwas Geld am Flughafen getauscht. Euros gegen Rand.

Direkt im Anschluss gleich eine Stadtrundfahrt durch Johannesburg.

Es geht dann zum Voortrecker Denkmal mit Besichtigung des Denkmals und der Anlage. Der Bau befindet sich rund 6 Kilometer südwestlich von Pretoria. Das Gebäude ist ein Quader mit 40 x 40 x 40 Meter in den Abmessungen. Das Vorbild für diesen Bau werden wir später noch zu sehen bekommen.

Voortrecker Denkmal

Voortrecker Denkmal bei Pretoria.
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Mittagspause bei Babsi und Albert, unsere Gastgeber in unserer ersten Unterkunft in Afrika. 2 Münchner in Afrika. Salat, Hühnchen und Brot, dazu wenn gewünscht frisch gepressten Ananassaft.

die erste Unterkunft

Unsere erste Unterkunft bei Babsi und Albert.
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Stadtrundfahrt durch Pretoria mit Unterbrechung vor dem Parlament. Der Park davor ist ein beliebter Ausflugsort für junge Paare.

In Soweto zeigt uns Traugott die Villa von Winni Mandela mitten in Soweto. Ein Bau mit hohen Mauern und massivem Stahltor. Dort soll es zu ein Vorfall gekommen sein, bei dem ein Jugendlicher zu Tode kommen ist. Die Wachmannschaft soll hier beteiligt gewesen sein. So ganz genau weiß das aber niemand. Dieses Vorkommnis wird wohl mit ein Auslöser für den Bruch der Beziehung von Nelson Mandela zu Winni Mandela gewesen sein, sagt man.

Soweto − Besuch des "The Hector Pieterson Memorial" Das Museum präsentiert beeindruckend die Geschehnisse und Hintergründe, die zu dem Aufstand der Schüler in Soweto führten, sowie den Aufstand selbst. Ausgestellt sind Fotografien, Texte, akustische Installationen, Videoinstallationen und unterschiedliche Objekte. Das Fotografieren im Memorial ist leider verboten. Ich halte mich auch daran.

Das Mahnmal vor dem Gebäude trägt die Inschrift:

"Honour the youth who gave their lives in the struggle for freedom and democracy."

"In memory of Hector Peterson and all other young heroes and heroines of our struggle who laid down their lives for freedom, peace and democracy."

Als Abschluss des Besuchs in Soweto besuchen wir noch ein Guesthouse mitten in Soweto - Robbys Place, direkt neben einem Golfplatz, auf dem auch Kinder aus Soweto Golf spielen. Traugott ist hier wohl bekannt.

Zum Abendessen bei Albert und Babsi gibt es reichlich gegrilltes Steak, Salat, Gemüse, Kartoffeln und eine Pilzsauce dazu.

Zum Nachtisch versuchen die Mädels ihren ersten Amarula. Ich nippe auch mal dran. Der Geschmack kommt mir bekannt vor.

Dann erleben wir noch das "Gassi gehen" mit den Hunden von Babsi und Albert. Nicht einer, nicht zwei, nicht drei − Nein, 9 in Worten "Neun" Hunde haben die beiden. Darunter ein junger Bernhardiner. Zu unserer Unterhaltung gesellt sich die kleine Tochter von Babsi und Albert zu uns. Sie ist nicht auf den Mund gefallen. Um 21:00 Uhr muss sie dann aber ins Bett verschwinden. Nicht so ganz ohne ein gewisses Murren. Wir halten es aber auch nicht viel länger aus. Der lange Flug steckt uns allen noch in den Knochen.



Dienstag, 18. September 2007

06:45 Wecken.

Johannesburg, Stadtrundfahrt in Pretoria, wir sehen den Bahnhof in viktorianischem Stil und das ehemals erste Hotel am Platz in gleichem Stil gegenüber. Wir fahren in Pretoria durch Jakaranda-Alleen, diese sind kurz vor der Blüte, aber leider noch nicht aufgeblüht. Noch ein Abstecher durch das Diplomatenviertel mit diversen Botschaften anderer Staaten. Am auffälligsten war die der USA.

Wir fahren über Hammanskral (ein Township), Warmbad/Bela Bela, dort gibt es heiße Quellen. Unterwegs auf einer Tankstelle noch eine Toilettenpause.

Nationalstrasse 1

Nationalstrasse 1, fast immer geradeaus Richtung Norden.
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Dann weiter über Neilstrom/Modimolle − Der Ortsname Neilstrom kommt daher, das Voortrecker annahmen hier würde der Nil entspringen, der Name Modimolle bezieht sich auf einen Berg in Stufenpyramidenform in der Nähe. Weiter über Potgietersrus/Mokopane, Pietersburg/Poloquane − Poloquane bedeutet "ein sicherer Ort".

Die Doppelnamen beziehen sich auf den Namen der Stadt der zuerst unter der Apartheit vergeben wurde. Der zweite Namen wurde der Stadt nach Ende der Apartheit verpasst. Auch ein Politikum, das politischen Streit ausgelöst hat, um eine Namensgebung von vielen Städten in Südafrika. Ich habe mich daran gehalten den älteren Namen an die erste Stelle zu schreiben, den neueren Namen an die zweite Stelle.

Unterwegs dann Monolithen bei Mattocks, diese bestehen aus Granit und haben ihren Ursprung aus vulkanischer Tätigkeit in diesem Gebiet.

Wir überschreiten den Wendekreis des Steinbocks (der Breitenkreis bei 23,5° südl. Breite ) und wechseln damit in die subtropische Region der Erde. Die hier in der Landschaft gesetzte Landmarke ist möglicherweise falsch, da durch GPS-Satelliten genauer gemessen werden kann. Das ganze soll etwas weiter im Norden sein, als hier in der Landschaft gebaut.

Die Landschaft sieht im Querschnitt wie ein Käsekuchen aus. Die Ränder sind zerklüftet, in der Mitte ist die Landschaft eingesunken. Wie ein Käsekuchen halt

.

Wir fahren an Louis Trichardt/Makhado vorbei. Louis Trichardt ist der Name eines Voortreckers, Makhado der eines Häuplings aus dieser Gegend. Beide sind nicht zimperlich mir der anderen Menschenrasse umgegangen.

Wir fahren erst mal an unserer Unterkunft vorbei, das Lalapanzi Hotel & Conference Centre (Latitude: 23° 17' 1.56'' S Longitude: 29° 49' 57.67'' E ) mit Skirmishes Museum (das Gemetzel Museum).

Wir fahren über Elim weiter in ein Dorf in dem Sarah, eine ungefähr 80 bis 85 Jahre alte Frau, ein Projekt mit 45 anderen Frauen leitet. Sie stellen traditionelle Töpferwaren der Venda her. Das besondere daran ist, dass diese ohne Töpferscheibe hergestellt und in einem Loch in der Erde gebrannt werden. Auf dem Weg vor der Hofstatt ist die Stelle zu sehen, wo die Töpferwaren gebrannt werden. Trotzdem sind die Krüge rund und glatt. Einen moderneren Brennofen hatten die Frauen von einem Projekt zur Verfügung gestellt bekommen. Aber mit dem Ergebnis waren die Frauen nicht zufrieden und machen es nun wieder traditionell. Sarah als Oma versorgt ihre Enkel, da die Eltern der Kinder nicht mehr leben.

Staub- und Wellblechpiste.

Staub- und Wellblechpiste.
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Wenige 100 Meter weiter lernen wir Finias (der Vorname des Künstlers) kennen. Er ist ein Meister der Holzbearbeitung. Er ist eine Trommel am Herstellen. Eine andere Trommel ist bereits fertig. Deren Wert taxiert er auf umgerechnet 2500 EUR. Auf den ersten Blick sehen diese Trommeln wie ein sehr großer Holztrog aus. Aber wenn diese dann mit einer Kuhhaut bespannt ist, wird sie zu einer Trommel. Finias hofft dass eine seiner Trommeln bei der Fussball-WM in Südafrika bei der Eröffnungszeremonie mit dabei ist.

Trommel von Finias.

Trommel von Finias.
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Menü zum Abendessen. Zu kosten gibt es auch Ingwer-Bier. Hört sich nach Alkohol an, ist aber so was wie eine Limonade ohne Kohlensäure. Ein neuer Geschmack, aber durchaus gefällig. Für Eva ein paar Knuddelhunde: Hündin und Tochter. Roxi heißt die Tochter.

Nach dem Abendessen roter Sekt von Haus. Und noch ein Herrengetränk, einen Brandy als Absacker.



Mittwoch, 19. September 2007

06:15 Wecken.

Tröpfeldusche, British Breakfast.

08:30 Abfahrt, Abschied von Roxi und ihrer Mama. Während wir unser Gepäck zum Bus bringen werden neue Matratzen für das Hotel geliefert. Wobei unsere Betten völlig in Ordnung waren.

Das Wetter ist durchwachsen. Die Berge sind in Wolken gehüllt und es ist kühl.

Unterwegs halten wir zum einkaufen in Louis Trichardt/Makhado.

Mit dem Leiter des Tourismuszentrums von Louis Trichardt komme ich ins Gespräch und er fragt mich zur Politik unserer Bundeskanzlerin und der des US-Präsidenten. Ein heißes Thema, besonders da mein Englisch ja nicht perfekt ist.

Im Tourismuszentrums bekommen wir eine Broschüre der Provinz Limpopo.

Näherinnen, die hier einen Verkaufsstand betreiben, versuchen derweil Eva in ein traditionelles Gewand zu stecken. Dies mißlingt. Das Gewand ist viel zu groß. Als Mitbringsel kaufen die Mädels dann aber doch noch was ein. Armreifen. Handarbeit. Der eine oder andere vielleicht dann doch für sie selbst.

Nun geht es noch Vorräte für den Aufenthalt im Nationalpark einkaufen.

Das Einkaufszentrum heißt "makhado crossing". Traugott kauft Lebensmittel ein, um für uns heute Abend und die kommenden Tage zu kochen. Ein ganzer Einkaufswagen voller Gemüse, Fleisch, Brot und vieles andere für uns sieben.

Wir kaufen nur noch Wasser, Mango- und Guave-Saft ein.

Ich erstehe in eine Outdoorladen einen Hut, wie ich ihn schon lange gesucht habe, umgerechnet für ca. 18,50 EUR. In Deutschland hätte der bestimmt das fünf- bis zehnfache gekostet.

Zum "Nachtisch" besorgen Eva und ich noch eine Flasche guten Brandy und eine Flasche Amarula für alle. Der Amarula darf dann auch in die Kühlbox des Busses zum Gemüse.

Traugott geht noch Wein und Bier einkaufen. Derweil bewache ich unseren Bus mit all unseren Sachen. Abschließend noch ein Gang aufs Örtchen. Auf dem Rückweg zum Bus erlebe ich einen Geldtransport. Die Sicherheitsleute sind mit fertig geladener, gespannter und entsicherter Pistole und dem Finger am Abzug unterwegs. Hui. Später berichtet Traugott von häufigen, brutalen Überfällen auf Banken und Geldtransporte.

Wir überqueren die Soutpansberge (Salzpfannenberge).

Über Musina (der Verfaulte) - der Name kommt von den Kupfervorkommen, das Kupfer sah hier so wie verfaultes Gold aus - geht es weiter.

Unterwegs sehen wir riesige Bewässerungsanlagen die im Kreis fahren. Angetrieben werden diese mit der Wasserkraft. Eine tolle Ingenieurleistung, denn die Geräte sind groß und biegen sich nicht durch, da sie irgendwie gleichmäßig angetrieben werden. Grüne runde Flächen in der staubtrockenen Natur.

Wir durchfahren die Hendrik Verwoerd Tunnels.

Wenn wir der Straße von Musina aus weiter folgen würden, kommen wir nach Zimbabwe. Beitbridge ist der Grenzübergang. Dorthin fährt der ganze Schwerlastverkehr den wir hier auf der Straße sehen. Vor allem Kupfer wird transportiert. Leider nicht mit der Eisenbahn, da diese in Zimbabwe zusammengebrochen ist und kein Güterverkehr möglich ist.

Auf dem Weg zu unserem ersten Nationalpark in Afrika macht uns Traugott auf eine Felsenfeige aufmerksam. Dieser Nationalpark - der Mapungubwe Nationalpark - ist der jüngste in Südafrika und auch Weltkulturerbe.

Die Luft flimmert über der schier endlos langen und geraden Straße.

Eine Felsenfeige in exponierter Lage kurz vor der Einfahrt zum Park.

Einen Felsenfeige in exponierter Lage kurz vor der Einfahrt zum Park.
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Die schier endlos lange und gerade Straße.

Die schier endlos lange und gerade Straße.
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Mapungubwe "zerkleinerte Steine" ist eine mögliche Interpretation in der Sprache der Venda. Ein möglicher Hinweis darauf, dass Steine zum Bau von Gebäuden verwendet wurden.

Wir sind tatsächlich die ersten Reiseteilnehmer für diese Pilotreise, so berichtet Traugott. Und wenig stäter stehen wir am Gate zum Mapungubwe-Nationalpark

Mapungubwe-Nationalpark.

Die grosse Begrüssungstafel des Mapungubwe-Nationalparks.

Plan des Leokwe-Camp

Der Plan des Leokwe-Camps, wir wohnen in Nummer 11.
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Nach dem Einchecken und Ab- und Ausladen sehen wir bei unserer ersten Pirschfahrt als erstes im Park:

Unglaublich viele Tierspuren, vor allem von Huftieren. Kot von Elefanten, nicht zu übersehen.

"Treetop Hide" eine Art Aussichtsweg und -plattform auf Stelzen. So hoch, dass Elefanten drunter durch gehen können. Dort sehen wir Kuduantiloppen und Paviane.

So gegen 18 Uhr ein Sundowner auf einer Aussichtsplattform hoch über dem Limpopo. Dort nehmen wir unsere Drinks mit Eiswürfeln aus einer Thermosflasche. Anschließend schnell zurück ins Leokwe-Camp, denn um 18 Uhr sollen alle Besucher in den Camps sein.

Sundowner oberhalb des Limpopo.

Sundowner oberhalb des fast ausgetrockneten Limpopo.
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Um 19:30 Uhr gibt es Abendessen. Traugott kocht. Spagetti, Hackfleischsauce und Salat.

Zuvor in der Freiluftdusche duschen − irre. Toll.

Die Freiluftdusche.

Die grosse Freiluftdusche unserer Hütte Nummer 11.
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Hütte Nummer 11

Unsere Hütte Nummer 11 inclusive Carport auf Afrikanisch.
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Gegen 21 Uhr gehen wir zu unserer Hütte zurück. Schon ein komisches Gefühl in der Wildnis Afrikas in der Dunkelheit der Nacht herumzulaufen. Wobei, der Mond scheint so hell, dass Taschenlampen eigentlich unnötig sind. Dann in der Hütte schnell ins Bett.



Donnerstag, 20. September 2007

04:45 Uhr wecken.

Um 6 Uhr soll die Wanderung durch den Busch losgehen. Etwa 4 Stunden Gehzeit sind geplant. Anschließend soll es Frühstück geben. Ich habe diese Nacht nicht geschlafen. Mein Tinnitus nervt mich. Bei der Wanderung droht eine gewisse Gefahr, die ich nicht einschätzen kann. Beim Motorrad fahren weiß ich auf was ich mich einlasse − hier nicht.

Kurz nach 6 Uhr sind die beiden Guides da. Noch Begrüßung und Vorstellung. Simon und Postman heißen die beiden. Simon ein Sohn eines Häuptlings der Venda. Noch einige einführende Worte zum Verhalten in der Wildnis. Zuletzt noch mit deutlichen Hinweisen immer in einer Reihe zu gehen und dem Kommando "RUN" unbedingt folge zu leisten. Dann ist Rennen angesagt !

Dann marschieren wir im Gänsemarsch los. Als erstes entdeckt uns eine Horde Paviane. Sie nutzen die Morgensonne auf den Felsen um sich aufzuwärmen. Ziel unserer Wanderung ist die Ausgrabungsstätte K2 und der Mapungubwe Hill. Die Atrefakte sind aus dem 9. Jahrhundert (Eisenzeit) und stammen von der Kultur der Ureinwohner hier, möglicherweise der Venda. Diese Ausgrabundstätte zeigt auch auf, dass dieses Volk auch mit sehr fernen anderen Ländern gehandelt hat. Auch ein Politikum. Schwarze Menschen die eine Hochultur entwickelt haben. Undenkbar für die vergangenen Politk der Apartheit.

Eine Horde Paviane.

Eine Horde Paviane in der Morgensonne ganz nah auf den Felsen.
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K2

Die Ausgrabungsstätte K2 aus dem 9. Jahrhundert (Eisenzeit).
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Auf dem Weg sehen wir Spuren von Hyäne, Elefant, Ginsterkatze und Löwe. Schon ein merkwürdiges Gefühl im Freien direkt neben einer frischen Löwenspur zu stehen.

Spuren von Hyäne und Ginsterkatze

Spuren von Hyäne, Ginsterkatze und Geländewagen.
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Ein Kothaufen von Nashörnern beweist, dass es auch diese Spezies hier gibt. Deutlich an den Kratzspuren in dem Kotaufen zu sehen ist, dass hier auch ein Bulle sein Revier markiert hat.

Ein Fußabdruck eines Elefanten ist größer als der Abdruck meiner beiden Füßen zusammen. Und davon hinterläßt ein Elefant vier Abdrücke.

Zu sehen bekommen wir noch Warzenschweine, Kudus und Paviane.

Wir bekommen die Reste dreier Königsgräber zu sehen. Auf diesem Berg auch noch einen Hirsespeicher mit Felsplattendeckel und ein Wasserspeicher. Viele Mörser die einfach in den Fels gearbeitet sind. Und ein Spiel, auch in den Fels gearbeitet.

Ein Spiel im Felsen.

Ein Spiel im Felsen.
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In Sicht ist ein Felsendom − Klein-Mapungubwe wird er genannt.

Wir wandern weiter zu dem Fundort des goldenen Nashorn, einem goldenen Zepter und anderer Artefakte. Der Fundort ist mit einer Stahlkonstruktion abgedeckt und geschützt. Diese muss zuerst von den beiden Wildhütern geöffnet werden, damit wir die Fundstätte besichtigen können.

Auf dem Rückweg zum Camp überfliegt uns mehrmals ein Hubschrauber. Tiere Zählen oder Touristen. Dann weiter querfeldein, die Zeit ist schon sehr weit fortgeschritten. Die beiden Guides haben noch eine Folgeveranstaltung. An einer Wasserstelle zwischen den Felsen liegt der Schädel eines Warzenschweines und andere Knochen. Die Landschaft unterwegs ist grandios. Unvorstellbar, wir sind mitten in der afrikanischen Wildnis. Rundherum ist nichts außer trockenen Sträuchern, Bäume, Steinen und Staub. Viel Staub. Und ab und zu auch ein Tier.

So gegen 10:00 Uhr oder 10:30 Uhr sind wir wieder im Leokwe-Camp. Traugott macht Frühstück und wir genießen erst mal unsere Freiluftdusche. Herrlich. Fehlt nur noch ein Elefantenrüssel.

Dann zum Frühstück in Traugotts Hütte. Rührei, Würstchen, Schinken, Toast, Tomaten, Brötchen, Tee, Kaffee, Käse, Joghurt. Im Prinzip alles was das Herz begehrt hier in der Wildnis. Sogar frische Ananas. Knackpunkt ist nur, es muss alles mitgebracht werden. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist in Musina, so ca. 70km weit in östlicher Richtung weg. Ich probiere Joghurt mit Milch 1:1 gemischt. Lecker.

Wir plaudern und plaudern beim Frühstücken, unter anderem über den weiteren Reiseverlauf.

Um 14:00 Uhr wollen wir uns wieder Treffen, um zu anderen Aussichtspunkten und wieder zum "Treetop Hide" zu fahren.

Eva nutzt die Stunde für ein Bad im Naturpool und ich hole sie wenig später nach meinem Geschäft dort ab.

Etwas Tagebuch schreiben.

Zu sehen bekommen wir heute:

Am "Treetop Hide" 5 Elefanten am Limpopo in der Dämmerung. Erst nur zu hören, weil die Tiere den einen oder anderen Baum mit lautem Krachen umlegen.

Auf den Spuren von Tieren und vergangenen Kulturen im Sand.

Zuvor noch 2 Kudus an einer Wasserstelle und noch zu einer Aussichtsplatzform bei dem Parkplatz an dem wir gestern abend schon mal für den Sundowner waren. Diesmal an der gegenüberliegenden Seite mit Blick über ein Tal.

Zwei Kudubullen an einer Wasserstelle.

Zwei Kudubullen an einer Wasserstelle. Einer trinkt, der andere passt auf.
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Kurz vor Sonnenuntergang an einer Aussichtsplattform.

Kurz vor Sonnenuntergang an einer Aussichtsplattform mit der untergehenden Sonne im Rücken.
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Auf dem Rückweg noch ein Zwischenstop am "Treetop Hide" am Ufer des Limpopo. Dort wieder Paviane, Impalas und ein Buschbock. Vom gegenüberliegenden Ufer des fast ausgetrockneten Flusses sind kurz vor 18:00 Uhr Elefanten zu hören. Wenig später sind 4 Elefantenkühe erst zu hören und dann auch zu sehen.

Ein Graureiher im Wasser des Limpopo in der Dämmerung.

Ein Graureiher im Wasser des Limpopo in der Dämmerung.
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Doch dann müssen wir aufbrechen, denn um 18:30 müssen wir zurück im Leokwe-Camp sein. Sonst gibt es großen Ärger mit der Parkleitung.

Im Camp gleich zur Unterkunft und schon mal teilweises Einpacken für die Weiterreise morgen.

Heute abend wird gegrillt.



Freitag, 21. September 2007

04:45 Wecken.

06:30 Frühstück.

07:30 Uhr Abfahrt.

Giraffe am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen - Unser Abschied vom Mabungubwe-Nationalpark. Wie entdecken auch noch einen Mangustenclan und einige Impalas auf dem weg zum Gate des Parks.

Giraffe am morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Eine Giraffe und ein Baobab-Baum am morgen vertreibt Kummer und Sorgen
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Wir fahren und fahren und fahren. Zwischendurch dann noch einkaufen und Tanken. Und wieder fahren und fahren und fahren.

Es geht über Wellblech- oder Staubpisten. Der Staub ist scheinbar knöcheltief.

Wir erreichen einen vermutlich 3000 bis 5000 Jahre alten Baobab-Baum. Ein Riese. Das genaue Alter kann nicht bestimmt werden, da diese Bäume keine Jahresringe ausbilden.

Großvater Baobab.

Großvater Baobab - 3000 bis 5000 Jahre alt.
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Hier mal ein erstes Gruppenfoto unter dem Baum. Leider bleiben wir hier nicht lange bei diesem interessanten Baum.

Und weiter geht es über Staub- und Wellblechpisten.

Dann plötzlich sind wir am Treffpunkt mit der Frau von Traugott und seiner kleinen Tochter. Umladen der Imbisssachen. Einsteigen von Traugotts Familie incl. Kindermädchen und deren kleinem Sohn. Fast ein Familienausflug. Ist das noch Urlaub ?

Wieder geht es über wilde Pisten weiter.

Unterwegs fahren wir an einigen Bananenplantagen vorbei. Traugotts Frau erklärt uns, dass zur produktion einer Banane 150 Liter Wasser notwendig sind. Und das in einem Land mit Wassermangel.

Wir kommen zu einem netten Plätzchen an einem Bach. Schnell sammeln sich Kinder um uns, die uns beim Picknick zuschauen. Sandwiches, Salat (ein Homelandrezept - Chakalaka) und Tee. Ich mache mir einen Roibuschtee. Leider wird es etwas hektisch und ich schaffe es nicht mal mehr meinen heissen Tee aus zutrinken. Ich schütte die halbe Tasse weg, Eva auch. Hmmm.

Am Morgen haben wir immer Zeit, die dann gegen Mittag aufgebraucht ist und immer knapper zu werden scheint.

Weiter über Bergpisten mit tiefen Löchern. Der Bus schaukelt heftig. Das Auto ächzt und stöhnt und das Geschirr klappert. Dann gelangen wir zu dem Dorf Tshilungi, wo wir unsere Wanderung beginnen. Schuhe wechseln, Hosenbeine anzippen. Schnell, schnell.

Gerade fertig geworden, ist die Gruppe schon einige 100 Meter weit weg. Hmmm.

Es geht zunächst über einen Pfad, der immer weiter zugewachsen ist. Das Gestrüpp wird immer dichter und die Steigung stetig steiler. Klettern ist zum Teil angesagt. Traugott hat wohl einen falschen Abzweig genommen. Zwei Reisekameradinnen helfe ich über die Felsen. Mir scheint der oder die eine oder andere ist nicht wirklich trittsicher. Ist ja nix schlimmes.

Angekommen auf einer Anhöhe nimmt Traugott Kontakt mit einer Gruppe einheimischer Kinder auf, die durch den Busch unterwegs sind, um wieder auf den rechten Weg zurück zu finden. Derweil machem wir eine Trinkelpause.

Nun wird der Weg einfacher. Fast eine Waldautobahn.

Noch eine kleine Trinkelpause an einem Bachlauf.

Ich bin froh, dass ich meine Kameratasche in den Rucksack verpackt habe. So war das durchkommen in dem Gestrüpp und das Klettern einfacher. Ebenso ist ein Hut für solch ein Gelände ungeeignet, das Dreieckstuch als Kopftuch ist viel besser. Es bleibt nicht mit der Krempe im Gestrüpp hängen.

Wir kommen zu einer Hofstatt. Diese ist blitzsauber. Hier wieder eine Trinkpause. Traugott hat Saft mit Wasser vorbereitet. Ich verzichte dankend. Ich traue der Wasserqualität nicht. Keine Experimente. Noch hat mich der "running stomach" verschont und ich möchte das es so bleibt.

Traugott fragt nach unserem Befinden. Mein Prioritäten sind klar: Trinken, Duschen, Essen, Schlafen. Dabei könnte ich noch auf das Essen verzichten, so platt bin ich.

Eine Oma in der Hofstatt bekommt mein Glas Saft ab. Sie hätte lieber was gegen ihre Zahnschmerzen. Ich krame in meinem Rucksack nach meinen Schmerztabletten und finde noch eine. Die gebe ich ihr. Sie scheint sehr schlecht zu sehen. Ich packe ihr die Tablette aus und gebe sie ihr direkt in die Hand. Ein Junge der Hofstatt bringt ihr noch schnell einen Becher mit Wasser.

Nach einer Weile verlassen wir die Hofstatt und es geht weiter über eine Anhöhe und dann immer bergab auf einem Weg an einem Dorf vorbei. Am Ende des Dorfes wartet Traugotts Frau mit Tochter und Kindermädchen auf uns. Nun geht es mit dem Bus weiter über Stock und Stein zu einem Dorf oder einer Hofstatt, in der für uns gekocht wird.

In der Dämmerung kommen wir an. Ohne Taschenlampen wären wir aufgeschmissen. Es gibt keinen Strom hier und damit auch kein Licht. Denn der Tag geht hier sehr viel schneller über in völlige Dunkelheit. Es gibt fast kein künstliches Licht in Afrika auf dem Land.

Ich bin hundemüde. Und nach etwas hin und her gehe ich in den Bus, um etwas zu schlafen. Das Essen verpasse ich. Es soll sehr schmackhaft gewesen sein, wird mir berichtet. Egal, ich bin einfach kaputt. Liegt wahrscheinlich daran, das ich die letzten Nächte nicht oder schlecht geschlafen habe. Kalt ist mir auch. Dummerweise habe ich kein T-Shirt zum Wechseln eingepackt und zum drüberziehen habe ich auch nichts dabei. Im Bus mache ich es mir so gut es geht gemütlich und kann auch etwas schlafen.

Künftig were ich meinen Rucksack wieder besser und vorausschauender packen um besser vorbereitet zu sein.

Irgendwann geht es dann los zu unserer Unterkunft. Zuvor noch Traugotts Frau und Tochter zuhause abliefern und die Imbissutensilien bei Traugotts Haus ausladen.

Später dann in der Unterkunft noch etwas Stress mit den Schlüsseln.

Dann sind wir endlich in unserer Hütte. Nun Duschen und ab ins Bett. Kein warmes Wasser in der Dusche. Also eiskalt (für afrikanische Verhältnisse) duschen. Brrrrr. Aber es geht auch. Eva braut sich noch einen Roibuschtee. Der Wasserkocher im Zimmer macht es möglich.

Die Unterkunft.

Die Unterkunft.
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Ich rufe in der Rezeption an, um zu erfahren, ab wann es morgen früh Frühstück geben wird. Im Zimmer liegt keine Information dazu aus. Ich frage nach den Zeiten und beschwere mich wegen der Dusche. Wenig später erscheint eine Dame zum nachschauen, aber sie kann auch nichts daran ändern und geht wieder.

Nun das Licht aus und schlafen. Schlafen − endlich. Ich bin so müde.

Resümee für diesen Tag: Das Programm war einfach zu dicht und voll.



Samstag, 22. September 2007

Ausschlafen bis 07:00 Uhr. Toll. ich habe die erste Nacht mal eine größere Mütze voll Schlaf ab bekommen. Um 09:00 Uhr herum soll es Frühstück geben. Wir sind alle eine halbe Stunde früher da und erleben eine lokale Fussballmannschaft beim Frühstück − die "Black Leopards". Traugott hat an der Rezeption angerufen und mitgeteilt, dass er einen Plattfuss am Bus hat und sich verspäten könnte. Um 10:00 Uhr soll es heute eigentlich los gehen zum König Kennedy Midyauhasthu Tschivaase nach Ngulumbi.

Traugott ist trotz allem pünktlich und wir starten wie geplant.

An einer Tankstelle noch etwas Getränke einkaufen und nochmal auf die Toilette. Dort treffen wir Traugotts Frau noch einmal. Sie ist auf dem Weg zu einer Reisegruppe die sie begleiten wird.

Dann weiter zum Festplatz nach Ngulumbi. Diese Veranstaltung ist so etwas wie der Tag des Dorfes. Also eine echte Veranstaltung und nicht eine Show-Vorführung für Touristen. Es werden Reden gehalten, verdiente Persönlichkeiten geehrt, gegessen und getanzt.

Beim Einparken noch ein kleines Misgeschick mit dem Bus. Der Besitzer des Geländewagens sieht es als Geschädigter sehr gelassen. Oh, wie anders wäre das in Deutschland abgelaufen.

Wir dürfen im Zelt der Häuplinge sitzen. Getrennt vom Zelt für die Frauen. Wasser wird auch gereicht. Ich verzichte wieder − kein Risiko.

Traugott ist hier gut bekannt, er ist ein weisser Häupling der Venda und wird zwischendurch auch vom Zeremonienmeister begrüßt.

Gegen Mittag fahren wir zu einem nahegelegenen Wasserfall für ein Picknick. 5 Rand Eintritt pro Nase. Ein nettes Fleckchen − die "Phiphidi Water-Falls". Traugott schickt uns zum Wasserfall, in der Zeit bereitet er das Picknick vor. Er warnt uns vor möglichen Krokodilen und Pythons. Wie sind hier schließlich in der Wildnis Afrikas !

Phiphidi Wasserfälle.

Phiphidi Wasserfälle.
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Wasserfall - kein Krokodil oder eine Python zu sehen.

Der Wasserfall - kein Krokodil oder eine Python zu sehen.
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Zu sehen bekommen wir keine Tiere. Zurück am Bus − Picknick. Prima. Dann wieder zurück zum König nach Ngulumbi. Er wird, wenn wir Glück haben, mit den Männern seines Volkes tanzen.

Wir haben genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst, denn der Tanz der Männer beginnt.

Es ist brüllend heiß und staubig. Feiner, roter Staub überall. 36 Grad zeigt meine Uhr am Handgelenk als Themperatur an.

Die Männer und Jungen tanzen. Dann eine Unterbrechung für eine Rede des Königs. Wir verstehen kein Wort. Er spricht in der Sprache der Venda. Zusammen mit dem Zeremonienmeister zelebrieren sie einen Dialog von der Tribüne.

Anschließend wieder Tanz. Der König kommt mit dazu und bringt seinen Hofstaat gleich mit zum Tanzen.

Der König tanzt mit seinen Männern − dann ändert sich die Aufstellung zum Kriegstanz.

König Kennedy Midyauhasthu Tschivaase

König Kennedy Midyauhasthu Tschivaase - der Herr in Blau mit schwarzem Stock.
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Insgesamt beeindruckt mich das sehr, was ich hier erlebe und sehe.

Da könnten sich unsere Politiker mal eine dicke Scheibe abschneiden was Bürgernähe angelangt. Und "Security" - weit und breit nicht zu sehen. Der König wird von seinem Volk beschützt !

Die Zeit ist schon weit fortgeschritten, so dass wir zur Unterkunft aufbrechen müssen. Schade − das war ein toller Tag. Obwohl ich ehrlich gesagt sehr skeptisch war. Aber in der Unterkunft rumhängen wollte ich auch nicht. Denn diese ist nicht so schön wie die vorhergehenden Unterkünfte.

Wir sind zeitig zurück und haben endlich mal Zeit zum erholen. Und dann keine Terasse wie in den anderen Unterkünften. Bedauerlich.

Wir sind gespannt ob der Handwerker, der heute früh nach dem Frühstück erschien, die Dusche repariert hat.

Ja − warmes Wasser. Fein. In aller Ruhe Körperpflege. Der feine, rote Staub ist überall. Auch nach zweimaligen Abseifen gibt es noch rote Streifen auf den weissen Handtüchern.

Dann eine erste Bildersichtung auf der Digitalkamera. Den König habe ich gut "erwischt". Ebenso die Bilder eines geehrten und ausgezeichneten Inders, der für das Dorf viel Gutes in Zeiten der Not getan hat.

Traugott muss uns unbedingt eine Kontaktanschrift für die Bilder geben.

19:15 Uhr Abendessen. Es gibt Buffet. Irgendwann um 21:00 Uhr plötzlich alles dunkel. Völliger Stromausfall und keine Taschenlampen dabei. Die Bedienung im Speiseraum bringt erst nach Aufforderung durch Traugott wenigstens eine Kerze. Ja, eine Kerze − doch so viele. Etwas Gutes hat dieser Stromausfall ja auch, denn Einheimische feiern eine Party mit sehr lauter Musik in der Anlage. Diese Party ist nun zu Ende, der Lärm auch und einem ruhigen Schlaf steht daher nichts mehr im Wege. In unserer Hütte angekommen geht dann wenig später doch wieder das Licht an. Wir werden in Zukunft immer unsere Taschenlampen am Mann oder Frau haben abends.



Sonntag, 23. September 2007

07:00 Uhr Wecken.

08:00 Uhr Frühstück.

09:00 Uhr pünktliche Abfahrt in den Krüger Nationalpark. Zuvor noch etwas Einkaufen in einem Supermarkt. Wir kaufen Kleinigkeiten zum Essen und Getränkeein, zusätzlich noch eine Wäscheleine und Putzlappen ein. Die Wäscheleine für kleine Wäsche und die Putzlappen, um die Koffer mal von dem feinen, roten Staub zu befreien. Und noch 2 emaillierte Blechtassen, da wir die Kunststoffbecher der Campinggeschirrs nicht mögen.

Es geht über Land und nach ungefähr einer Stunde sind wir am Krüger Nationalpark angelangt (Übersichtskarte des Parks). Traugott erledigt die Formalitäten am Punda Maria Gate. Wir stehen derweil in der rennend heißen Sonne zur Mittagszeit herum. Schnell suchen wir uns ein schattiges Plätzchen unter einem jungen Mopani-Baum, um der heißen Sonne zu entgehen.

Punta Maria Gate.

Punta Maria Gate.

Punta Maria Gate - unser Tor zum Krüger National-Park.

Punta Maria Gate - unser Tor aus der Wildnis in die Wildnis des Krüger National-Parks.
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Dann weiter durch den Park oder eigentlich besser gesagt durch die Wildnis.

Gleich zu Beginn sehen wir reichlich Wildtiere - Nyala-Antilopen, die recht selten sein sollen, Elefanten, Kudu-Antilopen und unzählige Impala-Antilopen.

Nyala-Antilopen

Nyala-Antilopen - ein Bock mit weiblichen Tieren.
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Im Punda Maria Camp beziehen wir unsere Hütte Nummer H6. Klein, einfach aber völlig o.k. Knuffig. Das Zimmer ist klein, so dass unsere Taschen und Koffer eigentlich immer im Weg stehen. Da wir diese nie auspacken, um den Inhalt in die Schränke der Unterkunft einzuräumen.

Kühlschrank und Klimaanlage sind vorhanden. Die bevorrateten Getränke, Wasser und Säfte, füllen den kleinen Kühlschrank fast aus.

Es gibt hier feste Unterkünfte und auch eine Campingplatz. Dieser ist heute gut besucht, meist durch Südafrikaner, da heute ein Feiertag in Südafrika ist. Heute ist Heritage Day, der Tag des kulturellen Erbes, dieser Tag hat jährlich ein anderes Thema. Dieses Jahr geht es um die Nationalparks und der Eintritt ist frei, um auch der ärmeren Bevölkerung die Schätze der Natur nahe zu bringen.

Das Punda Maria Camp ist das älteste Camp im Park. Teile der Gebäude stehen unter Denkmalschutz. So auch unsere Unterkunft.

Bei Ankunft klären wir, ob wir einen fakultativen Ausflug mit machen. Es stehen zur Auswahl:

Wir entscheiden uns alle für die Pirschfahrt morgens mit dem offenen Fahrzeug. Wandern wäre reizvoll, jedoch soll man da nicht so viele Tiere zu Gesicht bekommen. Was ja auch so bei unserer Wanderung im Mabungubwe-Nationalpark war.

Neben der Rezeption gibt es ein kleines Restaurant und einen Shop. Die Schließen eine halbe Stunden nach dem Schließen des Camp Tores. Im Shop erwerben wir eine Broschüre des Krüger-Nationalparks, leider auf Englisch, denn die deutsche Version ist ausverkauft. Traugott meint zwar in den anderen Camps, die wir noch besuchen werden, sollte es die deutsche Version noch geben. Aber wer weiss. Was wir haben, haben wir nun mal.

Im Camp ist nicht mit Raubtieren oder Großtieren zu rechnen. Es ist mit einem Elektrozaum umgeben.

Dann ein Imbiss mit Salat, gebackenen Auberginen und was sonst noch so alles da ist. Küche unter freiem Himmel. Und alles blitzsauber.

Die Open-Air Küche.

Die Open-Air Küche - Quadratisch, praktisch - gut.
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Daneben der Self-Service Waschsalon.

Daneben der Self-Service Waschsalon.
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Während wir den Imbiss vorbereiten klaut einen Meerkatze einige Stücke Brot, weil wir nicht aufgepasst haben.

Essen und dazu ein kühles Bier − herrlich.

Dann noch schnell eine Abkühlung in dem kleinen Pool des Camps. Abkühlung ? Bei ca. 27 Grad Wassertemperatur !

Dann wieder in die Klamotten, denn wir gehen noch mit unserem Bus auf Pirschfahrt.

Das Wild steht zum Teil unmittelbar neben dem Bus. Unzählige, unerschiedliche Antilopen und auch Elefanten. Sehr beeindruckend diese Dickhäuter in freier Wildbahn. Vom Bullen in den besten Jahren (50-60 Jahre alt.) bis zum kleinen Kalb war alles zu sehen.

Ein einzelner Elefantenbulle.

Ein einzelner Elefantenbulle in den besten Jahren.
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Abendrot.

Abendrot am Mahonie Loop.
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Nach Rückkehr von unserer Pirschfahrt gehen wir noch zur Observation Hut, einer Aussichtsplattform, um dort eventuell noch Tiere zu sehen. Gerade wollen wir gehen, da tauchen noch Kapbüffel auf. Schnell ist es zu dunkel um noch etwas zu sehen. Wir gehen zum Zimmer zurück.

Eva macht kleine Wäsche. Und ich schreibe Tagebuch vor der Tür bei dem Licht einer Petroleumlampe. Heimelig. Die Lampe wurde zuvor von einer Mitarbeiterin hier angezündet. Dann noch Postkarten schreiben. Nun warten wir darauf von Traugott bekocht zu werden.

Unsere Tafel bauen wir aus den Tischen vor den Zimmern auf der Strasse vor der Unterkunft zusammen.

Als Vorspeise gibt es einen kleinen, faustgrossen Kürbis mit Butter, Pfeffer und Salz. Lecker. Diesen Kürbis gibt es leider nur in Afrika. Dann Pasta mit Rindfleisch und Sahnesauce. Und zum Nachtisch Papaya.

Alles bei Petroleumlampenbeleuchtung und den Geräuschen der Wildnis. Die Büffel sind noch zu hören.



Montag, 24. September 2007

04:30 Uhr Wecken.

Die Nacht war sehr warm. Den Kühlschrank, der direkt neben meinem Bett steht, hatten wir abgeschaltet. Genauso wie die Klimaanlage, die direkt über Evas Kopf über dem Bett an der Wand angebracht ist. Draußen ist es scheinbar nicht kalt. Ich ziehe heute früh lieber meine Bergschuhe mit Socken an. Sandalen mag ich heute früh nicht.

Wir sind gut in der Zeit und um 05:30 Uhr sind wir pünktlich an der Rezeption. Edward, unser Guide und Fahrer begrüßt uns. Nach kurzer Einweisung, u.a. nicht Aufstehen im Fahrzeug, geht es los. Auf dem offenen Geländefahrzeug ist es recht zugig und mein Dreieckstuch kommt zum Einsatz um Hals, Mund und Nase zu schützen. Zu Beginn der Prischfahrt, die etwa drei Stunden dauern soll, sind erstmal sehr wenig Tiere zu sehen. Aber Edward kennt ja die interessanten Stellen. Er zeigt uns Vögel und Säugetiere, er erklärt auch einiges zu bestimmten Bäumen, wie z.B. den Amarula-Baum. Aus den Früchten wird ein traditionelles Bier gebraut. Wir kenne es mittlerweile als einen Likör. Geschmacklich einer bekannten anderen Marke B* ähnlich.

Dann etwas weiter eine Herde Elefanten. Edward fummelt an seinem Gewehr. Ein Kalb trinkt bei der Mutter. Die Tiere sind teilweise wenige Armlängen vom Fahrzeug weg. Einen Elefantenkuh scheint sich gestört zu fühlen und kommt auf unser fahrzeug zu.

Gegen Mitte der Pirschfahrt dann die ersten Löwen. Einige weibliche Tiere und zwei junge Männchen. Wir beobachten sie eine ganze Weile. Sie sind etwa 100 bis 200 Meter von uns entfernt. Sie schauen schon aufmerksam in unsere Richtung.

Elefantenkuh.

Eine Elefantenkuh - wenige Armlängen entfernt vom offenen Geländefahrzeug.
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Löwen.

Ein Löwenrudel - Mädels und 2 junge Jungs.
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Am Ende der Fahrt sind wir durchgefroren, denn es war sehr zugig und kalt. Ich bin froh ein T-Shirt unter meinem Hemd angezogen zu haben. Zusätzlich habe ich die langen Beine meiner Zip-Hose angezogen und noch ein langärmeliges Hemd darüber. Leider waren die Sachen nass. Irgendwas ist ausgelaufen oder der Kühlschrank im Zimmer hat Wasser abgelassen, da wir diesen ja über Nacht ausgeschaltet hatten. Egal. Mit den zusätzlichen Bekleidungsstücken konnte der frische Wind nicht mehr direkt "angreifen".

Zurück von der Pirschfahrt mit Edward, raus aus den feuchten Klamotten. Ich ziehe meine Fleecejacke an. Eva geht heiß duschen. Danach fühlen wir uns beide wohler und wärmer.

Nach unserer Rückkehr dann um 09:00 Uhr Frühstück. Traugott hat wieder was auf den Herdplatten gezaubert. Rührei mit Schinken und gebackenen Nudeln. Wieder Frühstück unter freiem Himmel. Sabine hat zuviel gegessen und braucht Medizin − ein "Willi" am Morgen.

Nach dem Frühstück aufräumen und noch etwas Zeit bis wir mit unserem Bus auch auf Pirschfahrt gehen.

Mit dem Bus fahren wir den ganzen Tag durch den Krüger-Nationalpark und bekommen unzählige Tiere zu Gesicht. Adler, Paviane, Warzenschweine, Elefanten, Kap-Büffel und Antilopen in großer Zahl und Artenvielfalt. Auch Giraffen, diese sollen angeblich immer in einer ungraden Anzahl anzutreffen sein, wir sehen diese Tiere immer entgegen dieser Aussage in gerader Anzahl.

Wir machen irgendwann gegen Mittag Pause am Parfuri Picknic Spot. Hier bekommen wir die erste Schlange zu Gesicht, ein grüne Baumschlange. Die soll sehr giftig sein. Wenn uns ein Wildhüter nicht auf diese Aufmerksam gemacht hätte hätten wir sie nicht gesehen.

Parfuri Picknic Spot.

Parfuri Picknic Spot.
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Grüne Baumschlange.

Eine grüne Baumschlange - zuvor sind wir mehrmals drunter durch gelaufen.
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Auf dem Rückweg paradiesische Ausblicke, unter anderem wegen des Wildreichtums hier im nödlichen Teil des Nationalparks.

Am Zusammenfluß des Limpopo mit dem Luvuvhu an Crooks Corner machen wir einen kurzen Halt. Aussteigen ist nicht. Das ist hier ein Dreiländereck der Staaten Mosambique, Zimbabwe und Südafrika. Crooks Corner war so was ein Piraten- oder Schmugglernest.

Zusammenfluß des Limpopo mit dem Luvuvhu an Crooks Corner

Am Zusammenfluß des Limpopo mit dem Luvuvhu an Crooks Corner.
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Zurück im Punda Maria Camp kurz vor 18:00 Uhr. Noch schnell einkaufen im Shop. Bier und Wasser. Hier gibt es sogar Wasser mit Kohlesäure.

Wir gehen noch schnell zu der Observation Hut. Wieder die Büffelherde, aber dieses mal sehr viel mehr Tiere.

Um 19:30 Uhr ist das Abendessen geplant. Wieder unter freiem Himmel. Ich schnibble noch etwas Salat und rühre einen kalten Schokoladenpudding für den Nachtisch an. Dabei wieder in der Dunkelheit die Geräusche der Wildnis. Heute abend sind es Elefanten. Tröööt.

Wieder stellen wir unsere Tische auf der Straße fürs Abendessen zusammen. Heute abend sind wir fast alleine in diesem Teil des Camps.

Abendstimmung vor unserer Unterkunft.

Abendstimmung vor unserer Unterkunft Nummer H6 mit Petroleumlampen.
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Beim Essen dann weiter die Geräusche der Wildniss − Elefanten machen sich trompetend deutlich bemerkbar. Dazu Mondschein und das warme Licht der Petroleumlampen auf den Tischen.

So gegen 21:30 Uhr gehen wir zu Bett.

Mitten in der Nacht habe ich heftiges anhaltendes Nasenbluten und einseitige Kopfschmerzen. Na, hoffentlich ist das morgen wieder weg.



Dienstag, 25. September 2007

04:30 Uhr Wecken. Plötzlich Stromausfall. Duschen bei Taschenlampenbeleuchtung. Ohne Strom ist der Elektrozaun auch unwirksam. Immer noch ohne Strom Packen, denn heute geht es weiter zum nächsten Camp. Dann ist der Strom wieder da.

Es hat geregnet. Nicht viel, aber die Luft ist frisch und kühl. Kleines Frühstück mit trockenen, harten Bisquits und Tee. Um 06:00 Uhr ist ja schon Abfahrt. Heute geht es weiter durch den Krüger-Nationalpark Richtung Süden.

Regennasser Weg vor unserer Unterkunft.

Regennasser Weg vor unserer Unterkunft Nummer H6.
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07:45 Uhr immer noch Nieselregen auf der Fahrt.

Kurz nach Verlassen von Punta Maria sehen wir ein junges Löwenmännchen ganz nah. Interessant ist dabei, dass das helle Fell des Tieres sich von der verbrannten Erde hier besonders gut abhebt. Ganz im Gegensatz dazu wenn der Boden mit dürrem Gras bewachsen ist. Dann funktioniert die Tarnfarbe der Löwen prächtig und man muss schon genauer hinschauen um diese Tiere zu sehen.

Wenig später entdecken wir eine Leopard-Schildkröte auf der Straße, die aus den kleinen Pfützen trinkt.

Wir sichten heute:

Ein einzelner Elefantenbulle hält uns um 12:00 Uhr fast eine Stunde auf, da er sehr dicht an der Straße steht und er etwas unleidig zu sein scheint. Einen anderen Weg zu nehmen hieße, einen sehr großen Umweg machen zu müssen. Also warten wir, bis sich eine Gelegenheit bietet, an diesem Bullen ohne Gefahr vorbei zu kommen.

Ein einzelner Elefantenbulle

Der Wartezeitverursacher. - Ein einzelner Elefantenbulle am Straßenrand.
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Wir überqueren wieder den Wendekreis des Steinbocks (der Breitenkreis bei 23,5° südl. Breite ) diesmal irgendwo zwischen dem Shingwedezi Camp und dem Mopani Camp in südlicher Richtung (Übersichtskarte des Parks).

Zwei Wasserböcke.

Zwei Wasserböcke am Fluß.
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Eine Gruppe Impala Antilopen.

Eine Gruppe Impala Antilopen direkt neben dem Weg.
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Wir überqueren den Fluss Lebata und sind dann wenig später im Camp Olifants mit Blick auf den Olifants Fluss. Leider sind wir so spät, dass wir den Ausblick über den Fluß nicht mehr sehen, da es sehr schnell dunkel wird und dann ist aber auch garnichts mehr zu sehen.

Wieder Abendessen im Freien, wieder auf der Terasse von Traugotts Hütte. Traugott kocht wieder. Ich mache ein "Lagerfeuer" in einem Grill vor der Hütte, so für die Atmosphäre.

Die Einfahrt zum Olifants Camp.

Die Einfahrt zum Olifants Camp.
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Mittwoch, 26. September 2007

05:00 Uhr aufstehen.

06:00 Uhr Pirschfahrt mit Traugott und unserem Bus.

Anschließend Terassenfrühstück. Danach noch schnell vor der Abfahrt aus dem Camp den Blick auf den Olifants Fluss am Observation Point genießen.

Hoch oben ein Blick über den Olifants Fluß.

Hoch oben ein Blick über den Olifants Fluß.
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11:00 Uhr Abfahrt ins nächste Camp.

Es geht durch eine Flusslandschaft.

Wir sichten heute:

Zwei Wasserbock Männchen.

Zwei ruhende Wasserbock Männchen.
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Giraffen und eine Gruppe Impalas.

Drei Giraffen beim trinken an einer Wasserstelle und eine Gruppe Impalas.
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Ein Breitmaulnashorn.

Ein Breitmaulnashorn ganz dicht am Weg.
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Zwei Löwenmännchen.

Zwei ausgewachsene Löwenmännchen beim Dösen unter Bäumen.
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Wenige Kilometer vor dem nächsten Camp bekommen wir einen Riss zu sehen, der von einem Löwen bewacht wird. Die Reste der Giraffe locken auch andere Raubtiere an. 2 Schakale und 3 Hyänen warten bis sie dran sind und dazu unzählige Geier in dem umliegenden Bäumen.

Ein junger Löwe bewacht einen Riss.

Ein junger Löwe bewacht einen Riss vor anderen Tieren die auch Hunger haben.
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Eine Tüpfelhyäne.

Eine Tüpfelhyäne kann warten bis sie an der Reihe ist.
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Geier in dem Bäumen.

Und die Geier warten auch schon. Unzählige dieser Vögel in dem umliegenden Bäumen.
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Kurz vor 18:00 Uhr dann im Satara Camp. Die letzte Übernachtung im Krüger Nationalpark (Übersichtskarte des Parks). Hier kaufen wir noch ein paar T-Shirts und ein Abschiedsgeschnek für traugott ein.

Unsere Hütte im Satara Camp.

Unsere Hütte im Satara Camp.
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Abendessen, wieder im Freien, mit gegrilltem Imlapasteak und Kuduspießen. Die Kuduspieße schmecken toll. Das Impalasteak ist gewöhnungsbedürftig. Trotz des häufigen Vorkommens dieser Tiere ist es eher selten dieses Fleisch zu bekommen. Also was besonderes hier. Traugott ist etwas enttäuscht darüber dass wir nicht alle von dem Geschmack begeistert sind.



Donnerstag, 27. September 2007

Heute verlassen wir den Krüger Nationalpark.

Vom Satara Camp geht es vorbei an Tshokwane und am "Orpen Dam" Richtung Süden. An einer Wasserstelle beim Orpen Dam (Zwei Web-Cams des Krüger Nationalparks) sehen wir das eine oder andere Stück Wild.

Ein Krokodil.

Ein Krokodil.
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Pause im Sukuza Camp, dem größten Camp im Krüger Nationalpark (Übersichtskarte des Parks).

"Big Five" an einem Tag ! 12 Kilometer vor Verlassen des Krüger Nationalparks bekommen wir noch einen Leopard zu sehen. Wie ein Schatten zwischen dem Gebüsch ist er leider nur sehr kurz zu sehen und ein Foto leider unmöglich. So schaffen wir es heute an einem Tag die "Big Five" zu sehen. Ein Begriff der aus der Großwildjagd stammt und die Tiere Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard meint.

Wir verlassen den Krüger Nationalpark am Paul Krüger Gate. Dort steht auch eine Statue von Paul Krüger. Die Ursprünge des Parks gehen auf Ihn zurück. Er hatte den ersten Anteil bereits 1898 als Nationalpark ausgewiesen. Im Mai 1926 wurde der Krüger Nationalpark per Gesetz gegründet.

Paul Krüger Gate.

Wir verlassen den Park am Paul Krüger Gate.

Nun müssen wir uns vom Park verabschieden. Einige aussergewöhnliche Tage gehen zu Ende. Schade. Aber wir haben das Glück gehabt, dass dieser Aufenthalt deutlich länger war, wie für die andern europäischen Reisenden, die üblicherweise einen oder maximal zwei Tage im Krüger Nationalpark verbringen.

Unser Weg führt nun ausserhalb des Parks weiter über Hazyview, über den "Bergvleitpass" (960 Meter über Meereshöhe) nach Sabie und weiter zum Long Tom Pass (2149 Meter über Meereshöhe). Die Strecke ist kurvenreich, ein echter Pass eben. Die Landschaft ist gezeichnet durch Monokulturen an Nadelbäumen für den Untertagebau in Südafrika oder für Papierproduktion in den USA. Unglaublich grosse Flächen sind bewachsen. Und wenig später verbrannte Erde. Ein Grossfeuer hat eine genauso unglaublich grosse Flächen des Waldes vernichtet. Ein sehr trauriger Anblick. Nach etwa 24 Kilometern kommen wir zu unserer letzten Unterkunft in Afrika. Diese liegt unterhalb des Passes auf etwa 1700 Höhenmeter. Misty Mountain. Das Anwesen ist 280 Hektar gross. Aufgrund der Höhe ist es hier recht kalt, war doch der Krüger Nationalpark meist auf etwa 300 Höhenmetern und viel wärmer.

Bei Ankunft in unserer Behausung stellen wir fest, dass wir einen Kamin haben. Alles ist vorbereitet, ich muss nur noch ein Streichholz dranhalten und wenig später knistert und prasselt es in dem Kamin fröhlich vor sich hin. Ein heimelige Wärme breitet sich in dem Raum aus. Das Holz brennt leider sehr schnell ab, so dass ich oft Holz nachlegen muss, damit das Feuer nicht ausgeht. Das liegt wahrscheinlich an dem einfachen, schnell nachwachsendem Nadelholz, das es hier in rauhen Mengen gibt.

Innenansicht der Unterkunft.

Der Kamin in unserer Unterkunft, mitten im Raum, ist angeheizt.
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Im Restaurant nehmen wir Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch und dann noch einen Kaluha-Kaffee hinten drauf zu uns. Exzellente Speisen. Was für eine Völlerei.



Freitag, 28. September 2007

Nach dem Aufstehen heize ich erst mal den Kamin an. Clevererweise hatte ich den gestern abend noch vorbereitet.

Der Gasboiler für das warme Wasser im Bad ist aus. Also kein warmes Wasser. Gas ist aber da. Hmmm. Mit einem Streichholz läßt sich das Gas im Boiler anzünden und dann haben wir warmes Wasser. Der Boiler ist sowas wie ein Durchlauferhitzer. Also doch kein Problem.

Der Blick vor die Tür offenbart den Ausblick, der für den Namen der Unterkunft Pate stand. Es ist neblig und es regnet. Ob wir da heute wandern wollen ? So kurz vor dem Rückflug sich noch durchnässen zu lassen ?

Misty Mountain.

Misty Mountain bei Regen und Nebel am Morgen.
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Bis zum Frühstück packen wir unser Gepäck für die Rückreise um. Die Schmutzwäsche wird in einen Wäschesack verpackt.

07:00 Uhr Frühstück. Der erste trinkbare Kaffee seit Tagen. Ein tolles Frühstück wird hier geboten. Wow ! Die Anlage hier ist sehr schön. Zwei Swimming Pools, davon einer mit Panorama Blick.

Um 08:15 geht es mit dem Bus los. Ab und zu reisst die Wolkendecke oder der Nebel auf und die Sonne kommt durch. In Sabie einen kurze Pinkelpause. Wir kommen am "Treuer" dem Fluß der Trauer vorbei. Seinen Namen hat er von den Voortrekkern. Die Männer eines Trecks hatten ihre Frauen verlassen um das Land zu erkunden, dabei kamen sie nicht zum verabredeten Tag zurück. So trauerten die Frauen um ihre Männer.

Wir kommen zum Blyde River Canyon. Der Fluß der Freude, dort haben die Voortrekker Frauen ihre Männer wiedergefunden.

Von Graskop aus, geht es in Richtung Ohrigstad.

Wandern bei den "Three Rondavels". Unseren Bus stellen wir in einem Ressort hier unter. Nun geht es auf den "Leopard trail". Zu sehen bekommen wir auf diesem Weg leider keine Tiere. Dafür aber eine Lianenart, die kräftige Dornen ausgebildet hat. Fast schon als Morgenstern zu benutzen.

Three Rondavels

Blick auf die "Three Rondavels".
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Wir sehen von den Hängen aus einen Stausee der zur Wasserversorgung der Obstplantagen in der Ebene genutzt wird. Auf dem Stausee fährt auch ein "Ausflugsdampfer".

Während der Wanderung entdecken wir unter anderem Stachelschweinlosung und einen Stachels des Tieres, quasi als Beweis, das das Bestimmungsbuch für Losung, dass Traugott dabei hat, stimmt.

Wir haben mittlerweile bestes Wanderwetter. Trocken, nicht zu kalt und nicht zu sonnig. Unterwegs dann ein Kameldornbusch. Die Stacheln sind extrem spitz und hart. Diese wurden früher sogar als nähnadeln genutzt. Trotzdem sind diese auch in Elefantendung zu finden, berichtet Traugott.

Nach der Wanderung geht es zum Blyde River Canyon um dort die Bourke's Luck Potholes anzuschauen. Zuvor noch in ein Naturkundemuseum. An einem Modell in dem Museum erklärt uns Traugott nochmal die Sache mit dem Käsekuchenquerschnitt der Landschaft.

Käsekuchenquerschnitt.

Mit etwas Phantasie ist der Käsekuchenquerschnitt erkennbar.
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Bourke's Luck Potholes.

Ein Teil von Bourke's Luck Potholes. Leider etwas wenig Wasser.
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Ein Halt in Graskop ermöglicht noch das Einkaufen von Mitbringseln. Wir entdecken einen Laden in dem Waren aus afrikanischer Seide hergestellt und verkauft werden. Hier keufen wir einige Sachen aus Seide ein, unter anderen zwei Kissenbezüge mit Leoparden- und Zebramuster.

Auf dem Rückweg noch ein Abstecher nach Pilgrims Rest, eine ehemalige Goldgräberstadt, deren Häuser aus Wellblech erbaut wurden. Heute eine Art Museumsdorf. nicht so spannend. Der Abstecher zum örtlichen Friedhof offenbart, dass die Bewohner hier durchschnittlich nur um die 40 Jahre alt wurden.

Um 19:30 Uhr Abendessen. Heute abend wird nicht so viel gegessen. Wieder exzellente Speisen.



Samstag, 29. September 2007

Heute verabschieden wir uns von Afrika. Wir stehen auf, ohne das ein Wecker uns aufweckt. Gemütlich, sehr gemütlich beginnen wir den Tag, um dann ausgiebig das opulente Frühstück zu genießen.

Panoramablick über den Pool.

Abschied von Afrika mit einem Panoramablick über den Pool.
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Um 10:00 Uhr müssen wir das Zimmer räumen. Und um 11:00 Uhr soll es Richtung Johannesburg losgehen. Zuvor noch einige Gruppenfotos.

Dann geht es los über den Long Tom Pass. Wir überqueren die Passhöhe bei 2150 Meter.

In Dullstroom machen wir um etwa 12:30 eine Kaffeepause. Ich trinke eine heisse Schokolade. Die Gegend hier soll ein Anglerparadies sein. Uns gefällt das Land hier nicht. Endlose Weite. Kaum ein Baum und keine Tiere weit und breit zu sehen. Wir fahren und fahren, weiter auf der mautpflichtigen Nationalstrasse. Unterwegs noch eine Pause auf einer Raststätte. Plötzlich rumort es in meinen Gedärmen und ich muss blitzartig die sanitären Einrichtungen aufsuchen. Hoffentlich habe ich bis zum Flughafen Ruhe davon.

Am Flughafen in Johannesburg leider ein schneller Abschied von Traugott. Er muss weiter und möchte nach Hause, außerdem darf er hier nicht länger parken, wo er uns aus dem Bus raus lässt.

Dann in das Flughafengebäude und erst mal den Schalter für die Erstattung der Südafrikanischen Mehrwertsteuer suchen. Unsere Strategie die Waren ganz nach oben zu packen geht voll auf und wir sind schnell fertig.

Unser Flug nach München geht etwa eine Stunde später als von den anderen Mitreisenden. So treiben wir uns nach Auszahlung der Mehrwertsteuer-Rückerstattung direkt hinter den Security Checks noch im Flughafengebäude herum.

Wieder muss ich meine Bergschuhe im Ausland nicht ausziehen. Wie immer bei einer Rückreise. Ausziehen muss ich diese immer nur in München am Flughafen.

Wir kaufen noch einige Andenken ein. Essen eine Kleinigkeit. Mein Magen hat sich wieder beruhigt. Was ein Glück.

Dann Einchecken ohne Ansage. Komisch.

Im Flieger bekommen wir wieder einen kleinen, wasserdichten Beutel mit gleichem Inhalt wie beim Hinflug gereicht.

Der Flug verläuft ohne besondere Vorkommnisse. So richtig schlafen kann ich nicht.



Sonntag, 30. September 2007

Auch in München verläuft alles planmässig. Der Flug kommt pünktlich an. Ein wenig Warten auf unser Gepäck. Dann zum Abholdienst des Parkservice Bauer.

Nun mit dem Auto nach Hause. Wir gehen erst mal Frühstücken ins Café Dinzler.

Später um 18:00 Uhr noch die beiden Stubentiger aus dem Tierheim abholen, dort haben sie zusammen Urlaub gemacht, während wir weg waren.

Nun das Ende unseres Urlaubes erreicht, der Normalbetrieb beginnt wieder. Eine Woche haben wir noch frei, dann hat uns die Arbeit auch wieder eingeholt.



Verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten ist: letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2008

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