Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Madeira (Portugal) Sonderschriftart im Downloadbereich. LandesfahneLandesfahne
vom 2. Oktober 2003 bis 15. Oktober 2003
Inhaltsverzeichnis

Donnerstag, 2.Oktober 2003 Ankunft.
Freitag, 3.Oktober 2003 Eröffnungswanderung in der näheren Umgebung.
Samstag, 4.Oktober 2003 Funchal - die Hauptstadt der Insel.
Sonntag, 5.Oktober 2003 Entspannen, lesen und Schuhpflege.
Montag, 5.Oktober 2003 Die Nordlevada - die längste der Insel.
Dienstag, 6.Oktober 2003 Die westlichste Levada.
Mittwoch, 7.Oktober 2003 Das älteste Levadanetz der Insel.
Donnerstag, 8.Oktober 2003 zur freien Verfügung.
Freitag, 9.Oktober 2003 Die Maurenlevada.
Samstag, 10.Oktober 2003 Ostkap Ponta Sao Lourenco.
Sonntag, 11.Oktober 2003 Wallfahrtsort Monte.
Montag, 12.Oktober 2003 Vom Kraftwerk Calheta zurück bis zur Quinta.
Dienstag, 13.Oktober 2003 Die drei höchsten Gipfel der Insel.
Mittwoch, 14.Oktober 2003 Noch einmal nach Porto Moniz ins Meeresschwimmbad Piscinas Naturais.
Donnerstag, 15.Oktober 2003 Abreise.
Literatur und Medien Tipps


Donnerstag: 02.10.

Ankunft mit Charterflügen aus Deutschland und Transfer zur Quinta do Alto Sao Joao. 19:00 Uhr Begrüßung und Abendessen.

Diesmal habe wir eine andere Premiere. Wir lassen unser Auto bei einem Parkservice (Parkservice Bauer) in der Nähe des Münchner Flughafens. Buchung, Anreise und Transport zum Flughafen klappt reibungslos. Der Flug nach Madeira verläuft ohne bemerkenswerte Ereignisse. Die Landung auf dem Flughafen in Madeira ist da schon viel spannender. Der Pilot muß erst noch eine Schleife fliegen. Dann sehen wir aus dem Fenster den kleine Flughafen der Insel. Er steht auf Stelzen. Das soll halten ?

Es hält und wir verlassen nach einer einwandfreien Landung den Flieger und betreten den neuen Flughafen von Funchal. Nach kurzen Fußweg über den Beton der Parkposition des Fliegers sind wir im Flughafengebäude. Die Architektur und die Ausstattung gefällt uns sehr. Es ist super sauber. Wir werden von einem Mitarbeiter des Reiseveranstalters in Empfang genommen.

Nach einer hektischen Fahrt mit einem Kleinbus landen wir in unserer Unterkunft: Quinta do Alto Sao Joao. Ein Herrenhaus, zum Hotel umgebaut und die Besitzerfamilie wohnt mit in diesem Anwesen. Das nennt sich dann Hotel Rural.

Das Türschild der Quinta do Alto Sao Joao

Das Türschild der Quinta do Alto Sao Joao

Nun erst mal raus aus den Bergschuhen, die hatten wir wegen dem Gewicht angezogen, dann in aller Ruhe auspacken und ein wenig umschauen.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh super lecker.



Freitag: 03.10.

09:00 Uhr Erstes Treffen mit dem Reiseleiter. Danach Eröffnungswanderung zum Kennenlernen der näheren Umgebung. >19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Um 09:00 Uhr wollen wir los. Es regnet. Wir ziehen alle unseren Regenschutz an und laufen bei leichten Regen los. Unser Reiseleiter ist der Chef des Unternehmens vor Ort. Sein Mitarbeiter hat einen Krankheitsfall in der Familie.

Es regnet stärker. Wir treffen auf die erste Levada.

Es regnet noch stärker. Noch ist der Unterschied zwischen dem Wasser in der Levada und dem Weg daneben zu sehen. Eigentlich laufen wir durch eine Wasserwand. Ein Unterschied zwischen der Levada und dem Weg ist eigentlich nur noch zu ertasten. Langsam läuft mir das Wasser in den ersten Bergschuh. Nach einer Weile auch in den Zweiten. Sch...

In der Ellbogenbeuge der Regenjacke sammelt sich innen das Wasser. Wenn ich den Ärmel nach unten halten kommt ein kleines Rinnsal zum Vorschein. Wie sollen wir das alles jemals wieder trocken bekommen ?

Wir brechen diese Wanderung ab und gehen auf dem schnellstem Weg zur Quinta. Wie sich später herausstellen wird, haben wir auf dieser Strecke mächtig Glück gehabt.

In der Qinta ziehen wir zuerst mal die Bergschuhe aus und schütten das Regenwasser aus. Ich hab keine einzige trockene Faser mehr am Leib. Selbst Evas Rucksack hat nicht dicht gehalten, der Inhalt ist auch völlig durchgeweicht. Unser Zimmer wird zum Trockenraum für die gesamte nasse Ausrüstung umfunktioniert. Alte Zeitungen haben Hochkonjunktur um die pitschnassen Schuhe irgendwie trocken zu bekommen.

Trockenstation für die nassen Sachen im Bad

Trockenstation für die nassen Sachen im Bad

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Samstag: 04.1O.

Fakultativ: Kennenlernen der Stadt Funchal. Inklusive: Markthalle. Kathedrale, Botanischer Garten. Weinkompanie. Mittags 2 Stunden zur freien Verfügung. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Unser Wanderprogramm wird von Reiseleiter, nun der Vertreter, Marco, umgeplant. Aber - wie Marco zu sagen pflegte - "es gibt immerrrrr ein Alterrrrrnativv". Unsere Ausrüstung, vor allem die Bergschuhe sind noch nass. Wir fahren in die Hauptstadt Funchal um uns dort umzusehen. Zuerst geht es zur Stickereimanufakur und Weinkellerei. Ich find's nich' so prickelnd. Eva kauft Madeira ein. Für uns und als Mitbringsel.

Anschließend geht es in die Markthalle.

Funchal - Markthalle

Funchal - Markthalle

Irre Farben, Geschmäcke und Gerüche. Obst, Gemüse, Blumen, Fisch und Fleisch was immer das Herz begehrt. Und alles frisch auf den Verkaufstisch. Leider kann man diese Atmosphäre und die Gerüche nicht mitnehmen und online präsentieren.

Funchal - vor der Kathedrale

Funchal - vor der Kathedrale

Bevor es weitergeht zum Botanischen Garten suchen wir noch eine Apotheke und einen Laden wo es Schuhcreme gibt. Die Apotheke ist kein Problem, die gibt fast an jeder Ecke in Funchal. Aber dann. Nachdem wir in diversen Schuhläden erfolglos waren, bekommen wir den Tipp in ein Sportgeschäft zu gehen. Wir halten Ausschau. Das kann es doch nicht sein, oder ? Doch das ist es. Winzig klein. Die beiden älteren Herrschaften sprechen kein Englisch. Na, dann was es doch der falsche Laden. Nach ein wenig Weitersuchen und Fragen landen wir wieder dort. Mit der Fingermethode kommen wir doch zum Ziel und erstehen eine englisches Schuhfett.

Nun gehen wir noch einmal durch die Altstadt von Funchal und nehmen noch einen kleinen Haps zu uns. Anschließend noch einen kleinen Verdauungsspaziergang an der Wasserlinie.

Nun geht's zum Botanischen Garten - Jardim Botanico. Der liegt ein wenig ausserhalb. Marco ist voll in seinem Element und erklärt uns viele Pflanzen. Besonderen Wert scheint er auf die lateinischen Bezeichnungen zu legen. Keine einzige habe ich mir merken können. Glaube keiner aus der Reisegruppe.

Funchal - im Botanischen Garten

Funchal - im Botanischen Garten

Was bei uns zuhause als Zimmerpflanze wächst ist hier als Baum zu sehen. Drachenbäume, Bambus Kakteen, was auch immer.

Funchal - Orginalgetreuer Nachbau der Santa Maria beim Auslaufen

Funchal - Orginalgetreuer Nachbau der Santa Maria beim Auslaufen

Leider habe wir nur noch eine halbe Stunde Zeit selbstständig den weiteren botanischen Garten alleine zu erkunden. So sehen wir nur etwa ein Drittel der ganzen Anlage. Schade. Obwohl ich persönlich sonst nix mit Pflanzen am Hut habe, beeindruckt mich dieser Garten, besonders wegen dem Umgang mit Wasser.

Aus der Ferne kann ich ein Segelschiff ausmachen. Es verläßt den Hafen in Richtung Westen. Es ist der originalgetreue Nachbau der Santa Maria mit der Christof Columbus nach Amerika segelte.

Funchal - Orginalgetreuer Nachbau der Santa Maria beim Auslaufen

Funchal - Orginalgetreuer Nachbau der Santa Maria beim Auslaufen

Mit der Nussschale über den Atlantik nach Amerika - Respekt für den Mut dieser Seeleute.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Sonntag: 05.10

Zur freien Verfügung. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Es regnet wieder. Bindfäden.

Die Bergschuhe sind endlich wieder trocken. Nachdem sie durch das viele Wasser völlig entfettet sind widme ich mich der Schuhpflege unserer Bergschuhe. Das englische Schuhfett aus Funchal ist spitze.

Mal was lesen, das Ambiente in dem Hotel lädt sehr zum zurückziehen und entspannen ein.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Montag: 06.10.

09:00 Uhr Abfahrt zur Levada do Norte. Vom Cabo Girao bis nach Ribeira Brava. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Hier hab ich mit meiner Digitalkamera nicht ein Bild gemacht ! Außerdem kann ich mich nicht an ein herausragendes Ereignis während dieser Wanderung erinnern. Mal sehen ob mir was einfällt wenn die Bilder von Eva da sind.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Dienstag: 07.10.

09:00 Uhr Abfahrt nach Prazeres. Die westlichste Levada bis Ponta do Pargo. Danach Weiterfahrt bis zum Leuchtturm. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Auch hier hab ich mit meiner Digitalkamera nicht ein Bild gemacht. Aber Eva !

Irgendwie gings mir an dem Tag auch nicht so besonders gut, glaub ich.

Hoch über dem Meer an der Steilküste sitzen, beim Leuchtturm Ponta do Pargo und den Wellen weit unter uns zuschauen, wie sie sich an dem Westzipfel von Madeira brechen. Gigantische Aussicht auf die Steilküste. Leider müssen wie hier auch schon wieder zeitig weiter. Unser Hausherr wünscht pünktliches Erscheinen zum Abendessen.

Der Leuchtturm von Ponta do Pargo

Der Leuchtturm von Ponta do Pargo

Steilküste - Blick nach Osten

Steilküste - Blick nach Osten

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Mittwoch: 08.10.

09:00 Uhr Abfahrt zur Hochebene Paul da Serra. Vom ehemaligem Hochmoor bis hinunter in den Lorbeerwald Rabacal. Das älteste Levadanetz der Insel. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Und wieder werden wir morgens pünktlich mit dem Bus abgeholt. Unser Weg zum Start der Wanderung führt uns zuerst zum "Jungle Rain Cafe" im Estalagem Pico da Urze, dort machen wir enen kleinen "Boxenstop", denn der eine oder andere muß einem menschlichen Bedürfnis nachgehen. Dieses Lokal ist eingerichtet eine Dschungel darzustellen. Viel künstliches. Ein gewisses Schmunzeln über den Geschmack können wir uns nicht verkneifen. Es geht noch ein Stückchen weiter mit dem Bus. Dann sind wir am Start unserer Wanderung. Die Aussicht ist grandios und soll eine der am meisten fotografierten Aussichten von Madeira sein. Na dann urteilt mal selbst.

Ausblick von der Hochebene Paul da Serra nach Westen

Ausblick von der Hochebene Paul da Serra nach Westen

Zunächst geht es einen Asphalt weg sanft bergab in die grüne Berglandschaft. Immer im Blick das Tal des Ribeira da Jalena, allerdings ohne den Fluß zu sehen. Unser erstes Zwischenziel ist eine Naturschutzhütte, hier der nächste Boxenstop. Dann kommen wir endlich zu einer Levada. Die Wege entlang dieser Levada sind herrlich. Sanfte Waldwege charakterisieren diese Wanderung. Es ist ein wunderbares Genusswandern. An jeder Biegung neue Eindrücke. Immer wieder interessante Wasserzuläufe zu der Levada. Diese ist sehr alt, aber erstklassig in Schuß gehalten. Das Wasser fließt langsam und ruhig.

Eine uralte Levada...

Eine uralte Levada...

...und dazu uralte besondere Bäume.

...und dazu uralte besondere Bäume.

Nachdem wir dann doch noch einen Weg gegangen sind der weitaus abenteuerlicher war, steile Abhänge, schmaler Steig, keine Sicherungseinrichtung nur eine Hand am Rand der Levada das 25 Fontes. Kommen wir zu einem wundervollen Wasserfall. Es scheint aus dem Himmel zu kommen...

Wasserfall aus dem Himmel...

Wasserfall aus dem Himmel...

Den gleichen Weg geht es nun zurück, diesmal mit der anderen Hand an der Levada. Dann kommen wir zu einem Tunnel. Kurze Rast für die Raucher. Dann geht's los. Taschenlampen raus und 800 Meter entlang einer Levada durch den Tunnel. Das Taschenlampengeflackere nervt mich, ich schalte meine aus. Siehe da, es geht auch Prima. Dachte ich. Rumms. Mächtige Beule am Kopf. Aua. Nun erst recht ohne Licht ! Das muß doch gehen. Es geht.

Nachdem wir durch den Tunnel sind würden Eva und ich am liebsten nochmal durchgehen, aber unsere Reisegefährten, besonders die Reisegefährtinnen, mögen doch lieber nicht. Nun erst mal wieder Boxenstop. Der Blick zurück zu den Bergen zeigt uns, daß wir viel Glück mit dem Wetter hatten. Es zieht sich mit dicken Wolken zu. Bei diesen Bedingungen hätten wir auf der Hochebene nicht Starten können. Nach kurzer leichter Wanderung auf Waldwegen im Eukalyptuswald sind wir am Treffpunkt, an welchem wir den Bus treffen sollten. Der ist leider noch nicht da. Also ein bisschen warten. Pause. Hier sind wir in der Nähe von Rabacal auf etwa 1070 Meter.

Mit dem Bus geht es nun nach Calheta. Dort besuchen wir den Engenhos da Calheta. Eine Zuckermühle. Dort wird noch Zuckerrohrschnaps und Zuckersirup hergestellt. Das ist allerdings Saisonarbeit. Die Maschinen stehen bei unserem Besuch still. Es sind Dampfmaschinen. Das scheint wohl eher ein Museum zu sein wie ein Betrieb zur Produktion. Es hat aber was. Nun geht es zum verkosten der hiesigen Köstlichkeiten. Kekse, Honigkuchen - Bolo de Mel (da ist kein Honig drin sondern Zuckersirup) und dann Poncha. Das Nationalgetränk. Es besteht aus, wie soll es anders sein, Zuckerrohrschnaps mit Honig und Zitronen- oder Orangensaft. Hui, was e' Stöffche.

Nach kurzen Spaziergang am Wasserkraftwerk des Ortes vorbei, entlang der Wasserlinie sind wir am Bus. Der bringt uns wieder sicher in die Quinta.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - wie immer, mmmmh superlecker.



Donnerstag: 09.10.

Zur freien Verfügung. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Freitag: 10.10.

09:00 Uhr Fahrt über die Hochebene. Aufstieg zur Felsformation "Pinaculo". Danach laufen wir an der Maurenlevada bis Estanquinhos. Weiterfahrt nach Porto Moniz. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Wie immer werden wir morgens um 09:00 Uhr pünktlich mit dem Bus abgeholt. Nach spannender Serpentinenfahrt halten wir auf freier Strecke und steigen aus, um an der Maurenlevada entlang zu gehen. Entlang der Levada ergeben sich nach jeder Biegung wieder tolle Aussichten auf die Strecke, die wir mit dem Bus gefahren sind und auf die höchsten Gipfel, die östlich von uns in der Ferne im leichten Dunst zu sehen sind.

Die höchsten Gipfel der Insel

Die höchsten Gipfel der Insel - da werden wir noch rumkrabbeln...

Die Wege entlang der Levada sind leicht zu gehen, aber zum Teil recht zugewachsen. Die Levada selbst ist voll funktionsfähig und macht einen gepflegten Eindruck. Nach einer schönen Wanderung werden wir bei Estanquinhos vom Bus wieder eingesammelt und es geht nach Porto Moniz.

Die Maurenlevada - ziemlich verwunschen

Die Maurenlevada - ziemlich verwunschen

Baden in Atlantik bei 4-5 Meter hohen Wellen im natürlich geschützten Meeresschwimmbad Piscinas Naturais. Irre. Da müssen wir während dieser Reise unbedingt noch einmal hin. Um dem ein bisschen vor zugreifen, wir waren nochmal da und es war nochmal Spitzenklasse im Atlantik zu schwimmen, zumal das Wasser des Meeres wärmer war wie das des Swimmingpools im Hotel.

Porto Moniz - Meeresschwimmbad

Porto Moniz - Meeresschwimmbad

Auf der Fahrt von Porto Moniz zurück zum Hotel machen wir eine Zwischenstation in der Nähe eines besonderen Wasserfalls von Madeira. Der Brautschleier - Veu da noiva bei Miradouro do Seixal. Viel interessanter fanden wir die beiden Hunde. Mama mit Ihrem Sprößling - Leon der Löwe heißt der Kleine. die waren lustig. Der Wasserfall - na ja. Baden wäre besser gewesen.

Brautschleier - so heißt dieser Wasserfall nun mal

Der Brautschleier - so heißt dieser Wasserfall nun mal

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Samstag: 11.10.

Fakultativ: Ostkap Ponta Sao Lourenco. Basalt und Tuffgestein von der Erosion geprägt. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Wie immer werden wir morgens um 09:00 Uhr pünktlich mit dem Bus abgeholt. Nach längerer Fahrt an Funchal vorbei halten wir das erste Mal in Machico am Pico do Facho, einem Aussichtspunkt 322 Meter über dem Meer. Die drei vorgelagerten, unbewohnten Inseln, die Desertes und auch Porto Santo sehr gut zu sehen. Auch hier wieder ein Boxenstop, für die es nötig haben.

Dann geht es weiter über Canica zum Parkplatz in der Region Ponta de Sao Lourenco. Nun geht es wieder los mit Wandern. Pralle Sonne, kein bisschen Schatten auf dem Weg. Aber die Aussichten auf faszinierende Felsformationen und deren Farben entschädigen für den zum Teil anstrengenden Weg.

Rast an einer Naturschutzhütte. Schatten. Brotzeit mit Bananen, Tomaten, Hühnchenfleischsandwich und Keksen, dazu lekker Wasser. Eidechsen, ganze Horden von diesen netten Kerlchen. Grüne Smaragdeidechsen und schwarze Eidechsen. Die lassen sich sogar füttern. Bananenstückchen, ja sogar Hühnchenfleisch wird wild verspeist. Jurassic Park im kleinen.

Ostkap  - Basalt und Tuffgestein vor der Ponta de Sao Lorenco

Ostkap - Basalt und Tuffgestein vor der Ponta de Sao Lorenco

Ostkap - Ausblick in Richtung der Ortschaft Santana rechts im Hintergrund

Ostkap - Ausblick in Richtung der Ortschaft Santana rechts im Hintergrund

Zurück am Parkplatz geht es mit dem Bus zum Baden an einem der wenigen Sandstränden der Insel bei Prainha. Eine ganze Weile geht es auf Treppen nach unten. Dann sind wir an Wasser. Schwarzer Sand. Sanfte Wellen. Entspannen. Nach gut einer Stunde geht es weiter. Zurück zur Quinta.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Sonntag: 12.10.

09:00 Uhr Abfahrt nach Camacha und Kennenlernen des Korbflechterzentrums. Danach laufen wir bis zum Wallfahrtsort Monte - entlang der Levada. Grabmal des letzten österreichischen Kaisers und freiwillige Korbschlittenfahrt. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Mit unserem Bus fahren wir nach Camacha. Das Korbflechterzentrum ist eine massentouristische Attraktion. Das erinnert mich an einen alten Musiktitel von Bill Ramsey "Souveniers, Souveniers..." Im Untergeschoss des Gebäudes finden wir einen Arbeiter der am Flechten ist.

Wir steigen wieder in den Bus um nach kurzer Fahrt wieder entlang einer Levada spazieren zu gehen. Diesmal ist der Weg und die Aussicht nicht so prickelnd. Oft begegnen uns große Gruppen von Reisenden, die für einen leichten Spaziergang gerüstet sind. Ob das so das richtige ist ?

Nach einer Weile verlassen wir diese Levada, um zu einer anderen zu wechseln. Noch eine kurze Rast auf einer Steinbrücke. Dann kommen wir nach Monte.

Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte mit dem Grab von Karl von Habsburg, dem letzten österreichischen Kaiser. Wir erleben eine Dame bei der Wallfahrt. Auf Knien steigt sie die vielen Treppen zu Kirche hinauf. Eva schaut sich die Kirche an, ich nicht.

Korbschlittenfahrt ? Nein, danke ! Heftig teuer, finden wir.

Rast in Monte in einem Lokal mit guten Kaffee. Diesmal sind wir der Empfehlung unseren Reiseleiters nicht gefolgt. Und gut so. Es hat auch hier geschmeckt. Wir erleben am Tisch nebenan eine Familie bei dem Verspeisen eines Nationalgerichtes: Espetadas - Fleischpieße. Über Holzfeuer gegrillt, mit Knoblauch und Lorbeer gewürzt und noch blutig serviert. Der Duft steigt uns doch sehr in die Nase und dem einen oder anderen unserer Reisegefährten scheint es aus den Mundwinkeln zu tropfen. Nach einer Weile geht es dann mit dem Bus wieder zur Quinta.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Montag: 13.10.

09:00 Uhr Vom Kraftwerk Calheta zurück bis zur Quinta. 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen.

Blick nach Süden zum Meer

Blick nach Süden zum Meer

Hier waren wir doch schon mal. Ach ja, bei der Eröffnungswanderung im Regen. Bei trockenem Wetter ist es viel angenehmer. Wir kommen an einer Stelle vorbei an der gearbeitet wird. Levaderos sind dabei die Levada freizubuddeln und instandzusetzen. Bei dem Regen ist eine Geröllawine abgegangen und hat die Levada etwa Mannshoch mit Erde und Gestein zugeschüttet. Wenn die uns erwischt hätte. Nicht auszudenken. Diese Arbeiter haben als Werkzeug Schubkarre, Hacke und Schaufel zur Verfügung. Bagger ist nich' ! Handarbeit ist angesagt. Die werden wohl Wochen brauchen bis hier wieder alles in Ordnung ist.

Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh



Dienstag: 14.10.

Fakultativ: Die drei Höchsten Gipfel der Insel. Vom Pico do Aneiro (1810 Meter) bis zum Pico Ruivo de Santana(1861 Meter). 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen

Die Gipfeltour, endlich, es klappt, das Wetter spielt mit. Am Startpunkt, beim Pico do Aneiro meint unser Busfahrer, daß das Wetter, so wie es heute ist wohl nur 3 bis 4 mal im Jahr so gut ist und eine solche Fernsicht möglich ist. Glück muß man haben. leider laufen nicht alle mit, wegen Problemen mit der Schwindelfreiheit. Die machen dann halt einen Ausflug mit dem Bus. Es ist windig und kühl. Ich hätte doch meine Stormlock-Jacke mitnehmen sollen. Nun muß es halt so gehen.

Pico do Aneiro

Pico do Aneiro

Über einen Grat geht es los. Unangenehm ausgetretene Treppenstufen hindern den Wandergenuss. Aber noch geht es. Gut daß wir nach einer Weile im Windschatten weitergehen können. Bald geht es steil bergab. Östlich vorbei am Pico das Torres (1851 Meter).Und wie sollte es anders sein geht es dann wieder steil bergauf, so ca. 30%. Nach dieser langen Steigung erst mal eine kleine Pause. Die Berghütte des Pico Ruivo de Santana ist in Sicht. Wir gehen weiter. Langsam steigen Wolken auf.

Zwischen Pico do Aneiro und Pico Ruivo de Santana -  Blick nach unten - Wolken steigen auf

Zwischen Pico do Aneiro und Pico Ruivo de Santana - Blick nach unten - Wolken steigen auf

Plötzlich ist die Sichtweite weniger wie 150 Meter. Die Wolken ziehen durch alte Bäume am Weg. Tolle Stimmung. Dann sind wir nach, noch einem kurzen steilen Stück, an der Berghütte.

Wolken ziehen durch die alten Bäume vor dem Pico Ruivo de Santana

Wolken ziehen durch die alten Bäume vor dem Pico Ruivo de Santana

Am Pico de Ruivo de Santana bleiben Eva und ich bei der Berghütte. Wegen der aufgezogenen Wolken ist die Sicht am Gipfel des Pico Ruivo de Santana schlecht. Die 150 Höhenmeter sparen wir uns und machen Rast. Trinken einen Kaffee und Essen ein paar Kekse, zusammen mit ein paar frechen Piepmätzen.

Am Parkplatz am A. do Teixeira sammelt uns unser Bus wieder ein und bringt uns eilig zurück in die Quinta. Die Zeit ist knapp, so daß Marco in der Quinta anruft und unsere Ankunft etwas später anvisiert. Heute gibt es schließlich das Abschiedsessen.

Abschieds-Abendessen in der Quinta do Alto Sao Joao: Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Salat, Suppe, Hauptgang und hausgemachter Pudding - mmmmh - Spitze !



Mittwoch: 15.10.

Zur freien Verfügung.

Nochmal baden in Atlantik. Wir chartern einen Kleinbus und fahren noch einmal nach Porto Moniz. Ins Meeresschwimmbad Piscinas Naturais. Herrlich. Ein richtiger Genusstag ! Jedes weitere Wort wäre zuviel.

Meeresschwimmbad - morgens halb 11 in Porto Moniz

Meeresschwimmbad - morgens halb 11 in Porto Moniz



Donnerstag: 16.10.

Abreise.

Die Fahrt zum Flughafen wird von unserem "Stammfahrer" durchgeführt. Er holt uns pünktlich an der Quinta ab.

Abschied von Joao dem Stammfahrer, unseren Reisegefährten, von Madeira und dem Repräsentant des Reiseveranstalters.

Die Sicherheitskontrollen am Flughafen in Madeira bei der Ausreise lassen mich ziemlich breit grinsen. Ganz offensichtlich bauen die örtlichen Sicherheitskräfte darauf, daß die äußerst niedrige Kriminalitätsrate auf der Insel sich auch auf die abfliegenden Bösewichter auswirkt. Naja.

Der Rückflug nach Deutschland verläuft ohne Besonderheiten. Nach Ankunft im München holen wir unser Gepäck. Der Parkservice wartet schon am Ausgang des Terminals und sammelt uns ein. Wieder klappt hier alles reibungslos. Prima. Noch ungefähr eine Stunde mit dem Auto nach Rosenheim, dann sind wir wieder zuhause.



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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