Rainers kleiner Weltausschnitt

Reisebeschreibung

Lodgesafari und Sansibar (Tansania) Sonderschriftart im Downloadbereich. Landesfahne
vom 20. September 2011 bis 4. Oktober 2011
Inhaltsverzeichnis

Dienstag, 20. September 2011 Hainstadt - Frankfurt Airport - Bole International Airport (Addis Abbeba) - Kilimanjaro International Airport
Mittwoch, 21. September 2011 Ankommen in Afrika - Vom Kilimanjaro International Airport zur Meru View Lodge bei Usa River.
Donnerstag, 22. September 2011 Fußpirsch im Arusha Nationalpark - Aug in Aug mit einer Büffelherde und Pirschfahrt zu den Momella-Seen.
Freitag, 23. September 2011 Pirschfahrt im Tarangire Nationalpark - Abends das erste Zeltcamp im Maramboi Tented Camp.
Samstag, 24. September 2011 Erst ein Blick vom Kraterrand, dann endlose staubige Weite der Serengeti.
Sonntag, 25. September 2011 Mit Zebras aufwachen in der Serengeti.
Montag 26. September 2011 Ngorongoro-Krater.
Dienstag, 27. September 2011 Auf den Spuren von "Hatari" im Lake Manyara Nationalpark - Auf Augenhöhe mit ruhenden Flusspferden an Land.
Mittwoch, 28. September 2011 Meru View Lodge - Kilimanjaro International Airport - Kisauni Airport (Sansibar) - Bahari View Lodge am Indischen Ozean.
Donnerstag, 29. September 2011 Mit allen Sinnen den Gewürzen Sansibars auf der Spur.
Freitag, 30. September 2011 Seele baumeln lassen am Indischen Ozean.
Samstag, 1. Oktober 2011 Stonetown - Weltkulturerbe auf Sansibar.
Sonntag, 2. Oktober 2011 Noch viel mehr Seele baumeln lassen am Indischen Ozean.
Montag, 3. Oktober 2011 Abreise aus Tansania - Bahari View Lodge - Kisauni Airport (Sansibar) - Bole International Airport (Addis Abbeba).
Dienstag, 4. Oktober 2011 Bole International Airport (Addis Abbeba) - Frankfurt Airport - Hainstadt.
Literatur und Medien Tipps 


Dienstag, 20. September 2011, Hainstadt - Frankfurt Airport - Bole International Airport (Addis Abbeba) - Kilimanjaro International Airport.

Nachdem wir am Montag in aller Ruhe,fast ohne Stau nach Hessen gefahren und heute einigermassen ausgeschlafen sind, wird es heute in Richtung Flughafen Frankfurt weitergehen.

Um 19:45 Uhr holt uns der Fahrdienst ab. Bis dahin lassen wir die Seele Baumeln und packen unsere Tasche mit den Dingen, die zurückbleiben fertig.

Noch ein Gang zur Apotheke um Pflaster und Gehörschutzstopfen zu kaufen. Kleiner Spaziergang durch die Streuobstwiesen am Ort. Diese stehen wohl unter Naturschutz. Kinder sind zusammen mit einem älteren Mann beim Ernten der Äpfel. Die alten Sorten der Äpfel werden auf einer Schautafel erklärt. Dann zurück. Noch ein Kaffee und leckeren gedeckten Apfelkuchen. Weiter warten. Das Gepäck steht komplett zur Abfahrt im Flur bereit. Und unsere Reservebekleidung für die Rückreise ist gepackt und bleibt zurück.

Der Abholdienst scheint sich zu verspäten. Oder wir sind zu übersensibel, weil wir es bisher immer Perfekt gewohnt sind aus München. Knappe 5 bis 10 Minuten später ist der Abholservice dann da. Alles klappt bis zum Flughafen Frankfurt problemlos. Kein Stau auf den Zubringerstraßen oder der Autobahn. Wir hatten ja extra noch eine Stunde zusätzlich eingeplant.

Im Flughafengebäude erst mal fragen, wo der Schalter der Ethiopian Airline ist. Gepäck aufgeben. 39,5 Kilogramm. Das Hin- und Herpacken zuhause hat sich gelohnt. Punktlandung.

So, nun sind wir unser Gepäck erst mal los. Es ist durch gecheckt bis JRO – Kilimanjaro International Airport. Nun muss es nur noch dort ankommen.

Wir laufen durch das Terminal. So richtig Lust uns in einem Café niederzulassen haben wir nicht. Also durch die Sicherheitskontrolle. Kein Problem. Die Wanderstiefel bleiben an. Aber ein Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle möchte das grosse Objektiv ansehen. Auch kein Problem und alles in bester Ordnung.

Boarding. Der Flug bis Addis Abbeba verläuft ohne bemerkenswerte Ereignisse. In Äthiopien drei Stunden warten auf den Weiterflug bis JRO. Auch ohne nennenswerte Ereignisse. Doch, etwas muss ich anmerken. Die Durchsagen der Flugbegleiter im Flugzeug waren durchweg akustisch unverständlich. Hauptsache den Vorschriften wird genüge getan. Ob es die Menschen verstehen, scheint nicht zu interessieren.

Die Transitzone im Bole International Airport (Addis Abbeba) ist wenig einladend. Sie hat den Charme einer heruntergekommenen Bushaltestelle. Das soll ein moderner Flughafen sein? So hatte ich im Internet recherchiert. Ob das der Flughafen ist, der dort beschreiben wurde?



Mittwoch, 21. September 2011, Ankommen in Afrika - Vom Kilimanjaro International Airport zur Meru View Lodge bei Usa River.

Angekommen am Kilimanjaro International Airport wird unser Gepäck von Hand an der Gepäckausgabe verteilt. Hier gibt es kein Gepäckförderband. Nach der Einreise, mit Scan der Fingerabdrücke aller Finger, tauschen wir noch Bargeld in Tansanische Schilling. Von einem Mitreisenden fehlt ein Koffer. Wir werden von einem Kleinbus abgeholt. Für das Gepäck sind einige Träger da. Nach dem Einladen möchten die Kofferträger Euromünzen gegen Papiergeld tauschen, da sie die Münzen in den Banken nicht getauscht bekommen. Welcher Tourist ist denn so unwissend und gibt diesen Menschen Euromünzen als Trinkgeld?

Nach gut einer Stunde Fahrt kommen wir in der Meru View Lodge an. Nun erst mal teilweise auspacken und Duschen. Ankommen ist angesagt, nach gut 16 Stunden Anreise. Wir gönnen uns den ersten Kaffee auf afrikanischem Boden. Etwas Trinkwasser kaufen wir auch gleich in der Lodge mit ein. Seele am Pool bei Kaffee baumeln lassen bis in den Abend hinein.

>Unterkunft in der Meru View Lodge.

Unterkunft in der Meru View Lodge.
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>Und der erste afrikanische Kaffee.

Und der erste afrikanische Kaffee.
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Donnerstag, 22. September 2011, Fußpirsch im Arusha Nationalpark - Aug in Aug mit einer Büffelherde und Pirschfahrt zu den Momella-Seen.

>Das Safarifahrzeug - Landstrassenkonfiguration.

Das Safarifahrzeug - Landstrassenkonfiguration.
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Am Ngongongare Gate zum Arusha Nationalpark packe ich einen Teil meiner Fotoausrüstung um. Während dieser Zeit erledigt unser Fahrer und Guide die Formalitäten für den Besuch des Nationalparks.

>Diademmeerkatze.

Diademmeerkatze.
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>Mantelaffe.

Mantelaffe.
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>Zu Fuß auf Augenhöhe mit Büffeln.

Zu Fuß auf Augenhöhe mit Büffeln.
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>Tululusia Wasserfall.

Tululusia Wasserfall.
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Nach dem Besuch des Tululusia Wasserfalles geht es zu Fuß weiter durch den Nationalpark. Zurück bis zu unserem Ausgangspunkt. Da dann Verabschiedung von Christina, unserer Rangerin, die uns mit Erklärungen zu Flora und Fauna auf Englisch und Kalaschnikow zum Schutz begleitet hat. Einzige Raubtiere hier sollen Hyänen sein. Von denen haben wir nicht ein Haar gesehen.

>Giraffe von vorn.

Giraffe von vorn.
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>Giraffe von rechts.

Giraffe von rechts.
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>Zwergflamingos an einem der Momella Seen.

Zwergflamingos an einem der Momella Seen.
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Unmittelbar am Ufer des Big Momella Lake unser Picknick. Dieser See ist stark mineralienhaltig oder salzhaltig. Gut zu erkennen, an dem Schaum an der Uferlinie. Gesellschaft leisten uns unzählige Zwergflamingos im See und ein Art Mauersegler in grosser Zahl in der Luft. Ja, und auch andere Reisende, die sich an diesen abgelegenen Picknickplatz verirren.

>Uferlinie des Big Momella Sees.

Uferlinie des Big Momella Sees
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>Das Safarifahrzeug in Geländekonfiguration am Picnickplatz.

Das Safarifahrzeug in Geländekonfiguration am Picnickplatz.
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Auf dem Rückweg noch ein kleiner Abstecher zum Mikindu Observation Point. Von dort ist der Mount Meru und die Momella Seen zu sehen. Die Seen sind tatsächlich zu sehen, aber der Berg hüllt sich beständig, seit unser Ankunft hier, in Wolken. Hier auf dem Aussichtspunkt ist die Sonneneinstrahlung schon sehr heftig.

Giraffe - ganz nah.

Giraffe - ganz nah.
Nikon D60, Objektiv: Sigma 50-500 1:4 - 6,3 APO DC HSM, 500mm, ISO 200, 1/800s, Blende: 6,3
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Zurück in der Meru View Lodes ein wenig Umpacken. Auf Safari kommt nur eine Tasche mit. Im Safarifahrzeug ist nicht genug Platz für das gesamte Gepäck. Der neue Koffer bleibt zurück in der Meru View Lodge. Die haben einen Kofferraum. Dorthin bringe ich den grossen, neuen Koffer.



Freitag, 23. September 2011, Pirschfahrt im Tarangire Nationalpark - Abends das erste Zeltcamp im Maramboi Tented Camp.

Auf dem Weg zum Tarangire Nationalpark müssen wird Arusha durchqueren. Dichter, sehr dichter Verkehr in dieser Grossstadt. Der Liter unverbleites Benzin ist heute für umgerechnet 95 Cent zu haben. Der Liter Diesel für etwa 91 Cent.

Fahrt durch Arusha.

Fahrt durch Arusha.
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Tankstelle in Arusha.

Tankstelle in Aruscha.
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Einfahrt zum Tarangire Nationalpark.

Einfahrt zum Tarangire Nationalpark.
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Am Eingang zum Tarangire Nationalpark wieder die üblichen Formalitäten, die unser Fahrer und Guide erledigt.

Elenantilope.

Elenantilope.
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Kleiner Elefant.

Kleiner Elefant.
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Angedockt bei Mama.

Angedockt bei Mama.
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Die ersten beiden grossen Katzen.

Die ersten beiden grossen Katzen.
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Kirk-Dikdik - eine Zwergantilopenart.

Kirk-Dikdik - eine Zwergantilopenart.
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Wasserbockmädchen.

Wasserbockmädchen.
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Der Wachposten der Zwergmangusten auf ihrem Bau.

Der Wachposten der Zwergmangusten auf ihrem Bau.
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Der Rest der Bande beim Futter suchen.

Der Rest der Bande beim Futter suchen.
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Die grösseren Verwandten - Eine Streifenmanguste.

Die grösseren Verwandten - Eine Streifenmanguste.
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Nach der Safari geht es ins Maramboi Tented Camp. Beim gemeinsamen Abendessen fehlt unser Guide. Schade. Nach dem Abendessen werden wir in der Dunkelheit zum Zelt begleitet. Bewaffnete Wachen sind im halbdunkel der Taschenlampe zu erkennen. Pfeil und Bogen oder Speere sind zu erkennen.



Samstag, 24. September 2011, Erst ein Blick vom Kraterrand, dann endlose staubige Weite der Serengeti.

Aufwachen im Maramboi Tented Camp mit Fototapetenpanorama.

Aufwachen im Maramboi Tented Camp mit Fototapetenpanorama.
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Ja, das ist ein Zelt.

Ja, das ist ein Zelt.
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Tor zum Ngorongoro Nationalpark und einziger Weg in die Serengeti.

Tor zum Ngorongoro Nationalpark und einziger Weg in die Serengeti.
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Nach Passieren des Tores geht es stetig bergauf zum Kraterrand bis auf etwa 2000 Höhenmeter. An einen Aussichtspunkt halten wir an. Ein grandioser Blick in den Krater tut sich auf. Ich bin zutiefst beeindruckt. Wie klein doch wir Menschen im Angesicht dieser Naturwunder sind. Den Krater wird es wahrscheinlich noch geben, wenn wir Menschen nicht mehr sind.

Atemberaubender Blick in den Krater.

Atemberaubender Blick in den Krater.
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Gedenkkstätte für Prof. Dr. Grimzek und seinen Sohn Michael.

Gedenkstätte für Prof. Dr. Grimzek und seinen Sohn Michael.
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Eine etwas andere Perspektive in den Krater.

Eine etwas andere Perspektive in den Krater.
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Der staubige Weg über den Kraterrand führt an einem grossen Massai Dorf vorbei. Später sehen wir weitere dieser Art kleiner Siedlungen links und rechts des Weges in die Serengeti.

Ein Massai Dorf am Weg.

Ein Massai Dorf am Weg.
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Der Weg durch die Serengeti.

Der Weg durch die Serengeti.
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Gegenverkehr.

Gegenverkehr.
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Baustelle zur Fahrbahnerneuerung mit einspuriger Verkehrsführung.

Baustelle zur Fahrbahnerneuerung mit einspuriger Verkehrsführung.
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Tor zum Serengeti Nationalpark mitten im Nichts.

Tor zum Serengeti Nationalpark mitten im Nichts.
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Das Tor stellt die Grenze für die Massai dar. Bis hierhin dürfen Sie ihr Vieh treiben und Siedlungen errichten. Hinter dem Tor dürfen sie das nicht mehr.

Etwa 19 Kilometer weiter mitten im Nichts der Naabi Hill. Die Mautstation für die Serengeti auf einem grossen Kopje.

Da wollen wir hin.

Da wollen wir hin.
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Da kommen wir her.

Da kommen wir her.
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Und doch ist die Serengeti eines der sieben Wunder unserer Erde.

Quelle: Bernhard und Michael Grzimek - Serengeti darf nicht sterben.

Elefantenbulle im Abendlicht.

Elefantenbulle im Abendlicht.
Nikon D40, Objektiv: Nikkor VR 18-200mm/3,5-5,6G, ISO 400, 200mm, 1/500s, Blende: 6,3
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Kleine Steppenzebrafamilie.

Kleine Steppenzebrafamilie.
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Das Überleben unserer Wildtiere ist ein wichtiges Anliegen von uns allen in Afrika. Diese freien Kreaturen in ihrer unberührten Umwelt sind nicht nur eine Quelle des Erstaunens und Bewunderns, sondern auch ein unverzichtbarer Teil unserer Naturschätze und unserer zukünftigen Lebensqualität.
Wir nehmen diese Verantwortung an und erklären uns bereit, alles zu tun, was in unserer Macht steht, dass sich auch noch die Großkinder unserer Kinder an dieser großartigen und wertvollen Erbschaft erfreuen können.
In dieser wichtigen Aufgabe suchen wir die Zusammenarbeit mit anderen Nationen - denn der Erfolg oder Misserfolg betrifft nicht nur den afrikanischen Kontinent, sondern die ganze Welt.

Quelle: Dr. Julius K. Nyerere, "Arusha Manifesto", September 1961

Büffelbulle.

Büffelbulle.
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Leopard am frühen Abend.

Leopard am frühen Abend.
Nikon D60, Objektiv: Sigma 50-500 1:4 - 6,3 APO DC HSM, 500mm, ISO 800, 1/400s, Blende: 6,3
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Elefantenbulle. Ein Einzelgänger.

Elefantenbulle. Ein Einzelgänger.
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Ein ganz kleiner Anubispavian.

Ein ganz kleiner Anubispavian.
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Denn es ist viel schwieriger und gefährlicher, ein gutes Bild von einem kapitalen Elefantenbullen zu machen, als ihn totzuschiessen, das weiss jeder Fachmann.

Quelle: Dr. Bernhard und Michael Grzimek - Serengeti darf nicht sterben.

In der Dämmerung kommen wir im Serengeti Kati Kati Tented Camp an. Ein Lagerfeuer ist bereits am brennen. Eine kurze Einweisung zu den Gepflogenheiten hier in der afrikanischen Wildnis. Wie der bestellte Weckruf (wörtlich) funktioniert. Oder wie das Duschen organisiert ist. Mit dem Ruf "Shower is ready" ist warmes Wasser in der Duschvorrichtung. Wenn mehr Wasser benötigt wird, kann dies mit "More Water, please." angefordert werden. Klingt erst mal merkwürdig. Das wird ja sehr spannend werden. Mittlerweile ist es fast dunkel und wir beziehen in Begleitung unsere Zelte. Wir wohnen im zweitletzten Zelt der langen Zeltreihe. Über Solarzellen wird ein Akku für die recht schummrige LED-Beleuchtung im Zelt tagsüber aufgeladen. Keine Steckdose im Zelt für Rasierapparat oder Akkuladegerät. Für die Akkus gibt es eine Lösung am Essenszelt.

Um 01:19 Uhr, ich hab auf die Uhr geschaut, höre ich einen Löwen brüllen. Wie nah oder wie weit der wohl weg ist?



Sonntag, 25. September 2011, Mit Zebras aufwachen in der Serengeti.

Am frühen Morgen ist eine Hyäne zu hören. Ein wenig später auch ein Zebra. Dann der Weckruf. Und heisses Wasser vor dem Zelt. Dazu eine Art Waschtrog aus Zeltstoff auf einem Dreibein. Erst mal Gesicht mal waschen, um den Schlaf aus den Augen zu reiben und Zähne putzen. Vor dem Zelt, in wenigen hundert Metern Entfernung ziehen Gnus und dann Zebras vorbei. Wenig später der Ruf: "Shower is ready". Der Hammer. Das klappt. Ich bin begeistert. Etwas frisch, fast im Freien hinter einer Zeltwand zu Duschen. Erfrischend. Später entdecken wir auch noch Elefantendung neben unserem Zelt.

Blick aus dem Zelt nach dem aufstehen. Mitten in der Serengeti.

Blick aus dem Zelt nach dem aufstehen. Mitten in der Serengeti.
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Das Vorletzte wars.

Das Vorletzte wars.
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So sah es innen aus.

So sah es innen aus.
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Erst Einer, dann Zwei, dann Drei. Aber keine Vier. Sensationell. Eine Sichtung von einem Leopardenmuttertier mit zwei Jungtieren, die miteinander Spielen, um dann in den Weiten der Serengeti zu verschwinden. Lange bleiben wir bei den Raubtieren, um ihrem Treiben zuzusehen.

Ein Leopard beim Sprung auf einen Baum.

Ein Leopard beim Sprung auf einen Baum.
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Zwei Leoparden beim Spielen.

Zwei Leoparden beim Spielen.
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Drei Leoparden auf dem Weg in die Weite der Serengeti.

Drei Leoparden auf dem Weg in die Weite der Serengeti.
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Gepardenkater - ganz nah.

Gepardenkater - ganz nah.
Nikon D60, Objektiv: Sigma 50-500 1:4 - 6,3 APO DC HSM, 500mm, ISO 200, 1/800s, Blende: 8
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Löwenmädchen.

Löwenmädchen.
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Zusätzlich zu dem einen gut sichtbaren Gepardenkater ist ein zweites Tier mit viel Mühe im hohem Gras zu entdecken. Der Kater kommt ganz nah an die Fahrzeuge heran. Fast scheint es, als würde er auf eine der Motorhauben springen. Aber dann geht er wieder zurück ins hohe Grass.

Eine grosse Elefantenherde um uns herum.

Eine grosse Elefantenherde um uns herum.
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Los. Hoch da.

Los. Hoch da.
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Elefantenbulle. Ein Einzelgänger.

Elefantenbulle. Ein Einzelgänger.
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Später stehen wir mit unserem Fahrzeug mitten in einer grossen Elefantenherde. Es stört die Tiere überhaupt nicht. Toll, diese interessanten Tiere so nah beobachten zu können. Näher, viel näher als im Zoo sind wir an den Tieren dran.

Zwei Löwinen im Schatten unter einem Baum.

Zwei Löwinen im Schatten unter einem Baum.
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Flusspferde hat es auch in der Serengeti.

Flusspferde hat es auch in der Serengeti.
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Hey da. Das ist mein Revier.

Hey da. Das ist mein Revier.
Nikon D60, Objektiv: Sigma 50-500 1:4 - 6,3 APO DC HSM, 500mm, ca. ISO 3600, 1/1000s, Blende: 6,3
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Durch das intensive Markieren ihrer Reviere schwimmt viel Dung der Flusspferde im Wasser. Abfließen kann es nicht. Der Wasserstand ist wegen der Trockenzeit recht niedrig. Der Geruch beleidigt unsere Nasen ganz erheblich. Leider wird das Licht zum Fotografieren immer schlechter. Die Abenddämmerung kommt mit Riesenschritten näher.



Montag, 26. September 2011, Ngorongoro-Krater.

Heute verabschieden wir uns aus dem Zeltcamp in der Serengeti. Den Ruf "Shower is ready" am Morgen oder am Abend nach der Safari werden wir sehr vermissen. Gelernt haben wir, mit wie wenig Wasser zwei Personen komplett duschen können. Inklusive Haare waschen.

Blick aus dem Zelteingang am Morgen in die Serengeti.

Blick aus dem Zelteingang am Morgen in die Serengeti.
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Dusche und solarbasierende Energieversorgung.

Dusche und solarbasierende Energieversorgung.
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Heute geht es weiter in den Ngorongoro-Krater. Nach den üblichen Formalitäten an einem Gate auf dem Kraterrand geht es steil bergab in den Krater.

Der steile Weg in den Ngorongoro-Krater hinunter.

Der steile Weg in den Ngorongoro-Krater hinunter.
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Weissbart Gnus im Ngorongoro Krater auf dem Weg weg von einer Wasserstelle.

Streifengnus im Ngorongoro Krater auf dem Weg weg von einer Wasserstelle.
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Der aufgewirbelte feine Staub lässt die Tiere fast verschwinden.

Der aufgewirbelte feine Staub lässt die Tiere fast verschwinden.
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Weissbart Gnus im Ngorongoro Krater auf dem Weg weg von einer Wasserstelle.

Streifengnus im Ngorongoro Krater auf dem Weg weg von einer Wasserstelle.
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Wer krabbelt mir meinen Bauch?

Wer krabbelt mir meinen Bauch?
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Gegen Mittag fahren wir zu einem Picknick Platz mit einem See, um dort unsere Lunchpakete zu verspeisen. Wir müssen im Auto essen, da die Schwarzmilane hier herausgefunden haben, wie man im Sturzflug die Nahrung der Menschen erbeuten kann. Sie sind dabei nicht zimperlich. Da kann es schon mal zu Verletzungen bei den Menschen kommen. Deswegen bleiben wir doch lieber im Auto.

Nach dem Essen entdecke ich einen Menschen, der im Rollstuhl sitzt. Den spreche ich mal an denke ich mir. Also hin und ihn auf Englisch angesprochen. Es stellt sich heraus, dass Michael Deutscher ist und wir plaudern eine Weile über seine Verletzung und übers Fotografieren. Hat er doch Ausrüstung des gleichen Herstellers wie ich. Das bietet Gesprächsstoff.

Ein Schwarzmilan im Überflug am Picknickplatz.

Ein Schwarzmilan im Überflug am Picknickplatz.
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Ein heiliger Ibis an einem Picnickplatz.

Ein heiliger Ibis an einem Picnickplatz.
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Portrait. Schlafende Löwin. Ganz nah.

Portrait. Schlafende Löwin. Ganz nah.
Nikon D60, Objektiv: Sigma 50-500 1:4 - 6,3 APO DC HSM, 420mm, ISO 400, 1/1000s, Blende: 8
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Nach unserer Pause finden wir eine schlafende Löwin. Sie liegt keine zwei Meter neben dem Weg. Die Fahrzeuge, die recht dicht an ihr vorbeifahren oder stehenbleiben um die Gelegenheit für ein Foto zu nutzen, stören sie überhaupt nicht. Weder die Ohren, noch die Augenlider bewegen sich.

Tüpfelhyäne. Jungtier.

Tüpfelhyäne. Jungtier.
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Ein sehr seltenes Spitzmaulnashorn.

Ein sehr seltenes Spitzmaulnashorn.
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Spitzmaulnashorn mit Flamingos.

Spitzmaulnashorn mit Flamingos.
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...und dessen viele Beobachter.

...und dessen viele Beobachter.
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Die genaue Anzahl der Spitzmaulnashörner halten die Ranger geheim. So wollen sie die Gefahr durch Wilderer reduzieren. Leider kommt es in Afrika immer wieder vor, dass diese herrlichen Tiere wegen ihres Horns (Und nur deswegen, der Kadaver bleibt liegen.) getötet werden. Der Gewinn, der für so ein Horn erziehlt wird, ist ungeheuer.

Zuvor hatten wir in grosser Entfernung zwei andere dieser Tiere ausmachen können.

Fressen und gefressen werden.

Fressen und gefressen werden.
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Das Gesetz der Natur. Beeindruckend und Kompromisslos.

Das Gesetz der Natur. Beeindruckend und Kompromisslos.
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In unmittelbarer Näher der Fressszene hält sich eine Zebraherde auf. Diese schauen der Löwin beim Fressen zu. Wir sind geneigt zu glauben, dass sie um Ihren toten Gefährten trauern.

Abschied. Der letzte Panoramablick in den Ngorongoro Krater.

Abschied. Der letzte Panoramablick in den Ngorongoro Krater.
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Ein in gewisser Weise unwirklicher Ausflug in den Ngorogoro Krater ist vorbei. Beeindruckend. Eine Art Arche Noah. Hoffentlich bleibt das lange erhalten.

Unterkunft bei Karatau.

Unterkunft bei Karatau.
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Ein Teil des Gartens dort.

Ein Teil des Gartens dort.
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Fürs Abendessen habe ich mich viel zu warm angezogen. Ich will in die Unterkunft, um mich umzuziehen. Beim Weg zur Unterkunft werde ich im Dunklen von einem Mitarbeiter der Lodge mit Tasschenlampe, der Kleidung nach eigentlich ein Gärtner, begleitet. Meine Kisuaheli Kenntnisse machen ihm sichtlich großen Spass. Und ich lernen was dazu.



Dienstag, 27. September 2011, Auf den Spuren von "Hatari!" im Lake Manyara Nationalpark - Auf Augenhöhe mit ruhenden Flusspferden an Land.

Blick auf den Lake Manyara.

Blick auf den Lake Manyara.
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Auf dem Weg zum Lake Manyara Nationalpark ein kurzer Stop an einem grossen Andenkenladen. Hier gib es nix was uns interessiert. Nun auf den Spuren von "Hatari!" in Afrika unterwegs. Dieser Film wurde zum grossen Teil hier im Lake Manyara Nationalpark gedreht. So berichtet eine Informationstafel im Besucherzentrum des Parks.

Diademmeerkatze im Besucherzentrum des Lake Manyara Nationalparks.

Diademmeerkatze im Besucherzentrum des Lake Manyara Nationalparks.
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Das Gate zum Lake Manyara Nationalpark.

Das Gate zum Lake Manyara Nationalpark.
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Meerkatzenmama mit Jungtier im Park.

Meerkatzenmama mit Jungtier im Park.
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Flusspferde - ohne Netz und doppelten Boden.

Flusspferde - ohne Netz und doppelten Boden.
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Der Flusspferd-Bulle ist sauer.

Der Flusspferd-Bulle ist sauer.
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Eine Russin umgeht die Absperrung vor den Flusspferden. Sie riskiert mit Ihrem Leichtsinn Ihr und das Leben der anderen Menschen an dieser Beobachtungstelle dieser Tiere. Flusspferde sind sehr gefährlich. Fühlen sie sich bedroht greifen sie komporomisslos an. Durch Unfälle mit diesen Tieren kommen in Afrika die meisten Menschen ums Leben.

Das ist mein Futter.

Das ist mein Futter.
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Die Rückfahrt zur Meru View Lode führt wieder durch Arusha. Diese Fahrt verläuft ohne Besonderheiten. Zurück in der Lodge Verabschiedung unseres Guides. Schade. Die Safari ist nun vorbei. Meinetwegen hätte es noch ein wenig weiter gehen können.

Unterwegs ein buntes Treiben auf einem Massai Markt.

Unterwegs ein buntes Treiben auf einem Massai Markt.
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Stau in Arusha.

Stau in Arusha.
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Mittwoch, 28. September 2011, Meru View Lodge - Kilimanjaro International Airport - Kisauni Airport (Sansibar) - Bahari View Lodge am Indischen Ozean.

Heute geht es auf die Insel Sansibar im indischen Ozean. Unser Gepäck ist bereitgestellt. Der Abholer erscheint mit einem Kleinbus und es geht zum Kilimanjaro International Airport. Das Gepäck wird eingecheckt und die üblichen Formalitäten erfolgen ohne berichtenswerte Vorkommnisse. Wir steigen in eine Bombardier Dash 8Q-400 der Ethiopian Airlines ein. Dieses zweimotorige Turboprop Flugzeug bringt uns nach Sansibar auf den Kisauni Airport.

Angekommen steigen wir aus dem Flugzeug aus und laufen direkt über das Flugfeld zum Flughafengebäude. Einreisen tun wir ja nicht, da es ja quasi ein inländischer Flug war. Die Gepäckausgabe verläuft von Hand. Die Wagen mit den Gepäckstücken werden an eine Rampe im Inneren des Flughafengebäudes gefahren und die Koffer, Taschen, Kisten und was da sonst noch so alles mit kam, wird von Hand durch zwei Mitarbeiter des Flughafens an die Fluggäste ausgegeben. Das hat was. Jeder Gast wird persönlich bedient.

Nach der Gepäckausgabe werden wir in Empfang genommen und zu einem Kleinbus gebracht. Unser Gepäck wir von Gepäckträgern zum Fahrzeug transportiert. Verladen, Einsteigen kurze Einweisung. Ein Träger fragt mich, ob ich ihm Euromünzen in Banknoten wechseln kann. Nein, kann ich nicht. Hier werde ich meine Geldbörse nicht auspacken. Es tut mir leid, nicht zu helfen, aber es ist mir zu gefährlich. Ich frage mich, welcher Tourist so gedankenlos ist und den Menschen hier Münzen als Trinkgeld gibt. Wissen die nicht, dass die Banken Münzen fremder Währungen nicht tauschen?

Dann geht es los, nach etwa einer Stunde sind wir dann an der Bahari View Lodge. Es geht quer über die Insel. Durch Stonetown. Kreuz und Quer. Bloss keine Panne hier denke ich mir. Hier findest Du nicht alleine wieder raus. Nach der urbanen Landschaft geht es weiter durch grünes Land.

Unterkunft auf Sansibar.

Unterkunft auf Sansibar.
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Spiel mit Licht und Farben.

Spiel mit Licht und Farben.
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Einchecken. Auspacken. An den indischen Ozean.



Donnerstag, 29. September 2011, mit allen Sinnen den Gewürzen Sansibars auf der Spur.

Am Morgen meldet ein Hahn den kommenden Sonnenaufgang. Meine Kopfschmerzen sind weg. Was ein Glück. Noch ist es dunkel draussen. Der Wecker meldet sich um 6 Uhr, denn ich wollte früher aufstehen um die Kameras und Objektive zu reinigen. So gut es hier mit Wattestäbchen, Pinsel und Mikrofasertuch geht. Der Staub der Serengeti beeinträchtigt schon den Sucher und andere Teile der Kameras.

Nach dem Duschen setze ich mich auf die kleine Terrasse vor dem Zimmer auf das Sofa und reinige die Fotoapparate zusammen mit den Objektiven.

Heute geht es zur Gewürztour. Ich bin sehr gespannt auf das, was uns hier auf der Insel gezeigt wird. Viele Hände sind morgens schon dabei die Anlage hier auf Vordermann zu bringen.

Ab 7 Uhr soll es Frühstück geben. Und um 9 Uhr werden wir abgeholt.

Die Hitze hier ist unbeschreiblich. Nach dem Duschen ist wie vor den Duschen.

Heute früh hat es leicht geregnet. Eigentlich nicht der Rede wert, aber das hat die Mücken hervorgelockt. Die schwirren herum und wir wissen leider nicht welche davon die Bösewichter sind und welche nicht. Jede die im Zimmer erwischt wird, haucht ihr Leben aus.

Pünktlich werden wir um 9 Uhr mit einem Kleinbus abgeholt. Ein Fahrer und ein Fremdenführer. Etwa eine Stunde Fahrtzeit bis zu den Gewürzplantagen. Unterwegs einige kurze tropische Regenschauer.

Angekommen geht es durch Wald und Feld mit Geruchs- und Geschmackserlebnissen. Zerriebene Blätter unterschiedlicher Pflanzen, ausgegrabene und geschälte Wurzelstücke, Rindenstücke. All das kennen wir, aber nur als Endprodukte in den Läden zuhause.

Jeweils 2 Teilnehmer der Führung bekommen ein Behältnis aus einem grossen Blatt in dem die einzelnen Gewürze in ihrer Urform gesammelt werden.

So zwischendurch formt der örtliche Führer durch die Plantagen aus Teilen von Palmblättern kleine Kunstwerke. Armbänder und Ringe für die anwesenden Damen. Später kommen noch kleine Körbe, Kronen, Blumenkränze, Frösche und sogar Krawatten aus Palmblättern hinzu.

Nicht nur Gewürze stehen auf den Plan. Auch Obst unterschiedlicher Varianten bekommen wir zu Gesicht. Wir lernen, dass es acht unterschiedliche Sorten von Mangos auf Sansibar gibt. Wir sehen Ess- und Kochbananen. Gegen Ende der Führung noch eine kleine Verkostung unterschiedlicher Früchte. Eine Geschmacksexplosion aus Bananen, Zuckerapfel, Mandarinen, Papaya, zwischen drin eine Gurke, Pampelmuse, Orange, Bitterorange und Pomelo. Ausgereifte Früchte voller Aromen. Dann natürlich noch Gewürze einkaufen. Direkt von Erzeuger quasi. Wir lassen einiges an US Dollar dort.

Muskatnuss.

Muskatnuss.
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Kaffee.

Kaffee.
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Grüner Pfeffer.

Grüner Pfeffer.
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Nelken.

Nelken.
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Chili.

Chili.
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Zinnober.

Zinnober.
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Kakao.

Kakao.
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Degustation von Früchten.

Degustation von Früchten.
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Nach etwa zwei bis drei Stunden Führung geht es zurück zur Unterkunft. Wieder ungefähr eine Stunde Fahrt quer über die Insel. Auf mich macht das hier einen unwirklichen Eindruck. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch die Eindrücke aus der trockenen, aber tierreichen, Serengeti verarbeiten muss. Hier ist alles unglaublich Grün. Der Unterschied ist enorm.

Angekommen in der Unterkunft erst mal ans Meer. Noch ist Ebbe, jedoch steigt die Flut schnell und bis wir mit Badesachen ans Wasser kommen, ist der Normalpegel erreicht. Zugegeben wir haben getrödelt.

Erstmal eine Weile ablegen. Dann ins Wasser. Wieder seit Jahren im Indischen Ozean. Badewannentemperatur. Ich schätze mal so 30 Grad Celsius. Die Sonne sinkt hier sehr schnell. Der Äquator ist ja nicht weit weg. Also wechseln wir über den Pool unter die Dusche.

Leider kein gutes Licht mehr für Fotos. Mal sehen ob es morgen früh mit ein paar Bildern vom Sonnenaufgang klappt.

Hoffentlich schaffe ich die Tage unserer Safari in Tanganjika noch zu Papier zu bringen. Unterwegs zwischen den Tierbeobachtungen, den Camps und Lodges, dem Ein- und Auschecken, den holprigen Strecken war leider keine Zeit und Möglichkeit die Erlebnisse aufzuschreiben.

Indischer Ozean.

Indischer Ozean.
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Die Strandbar.

Die Strandbar.
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Wir haben uns um 18:30 zum Abendessen verabredet. Nach und nach Trudeln die Reisegefährten an der Strandbar ein um einen Aperitif zu nehmen. Ich beschränke mich auf was Alkoholfreies. Der Barmann hat die Ruhe weg. „Bloß net Hetze.“ oder „PolePole“. Im Restaurant bestelle ich Soup of the Day (Spinatsuppe), Sansibar Chicken Tikka (Hühnchen) und Desert of the Day (Flambierte Bananen mit Schokoladensauce). Alles durchweg lecker. Auf die Schokoladensauce zu den Bananen hätte ich verzichten können.

Nach dem Essen zurück an die Strandbar für einen Absacker. Ich bleibe bei einem alkoholfreien Getränk. Ein paar mal hatte ich mir am Safarifahrzeug den Kopf heftig gestoßen, so dass ich Kopfweh habe. Mal mehr, mal weniger. Da bleibe ich lieber ohne Alkoholgenuss.

So um 22 Uhr sind wir auf dem Zimmer.

Heute abend hatten wir auf das Mückenschutzspray verzichtet im Glauben, dass es hier auf der Insel mit dem stetigen Wind wenig bis keine Mücken oder Moskitos gibt. Weit gefehlt. Ich bin mehrfach gestochen worden.

Irgendwann in der Nacht doch noch mit dem Mückenschutzspray einsprühen, um trotz Moskitonetzen Ruhe vor den Plagegeistern zu haben.



Freitag, 30. September 2011, Seele baumeln lassen am Indischen Ozean.

Ausschlafen. Die Stadtbesichtigung von Stonetown soll erst um 14 Uhr beginnen. So soll die Zeit des Freitagsgebetes der Muslime überbrückt werden. Sansibar ist eine muslimisch geprägte Insel. Auf dem Festland, in den Parks, ist es christlich orientiert.

Nach dem Frühstück ein Gang zur Rezeption, um unsere Bargeldvorräte aus dem Safe der Anlage aufzufüllen. Den Nachschub deponieren wir auf dem Zimmer. Dann an den Strand. Ebbe. Das Meer hat sich weit zurückgezogen. So etwas drei bis vier Meter Tidenhub ließ sich noch zuhause recherchieren. Im realen Erleben erscheint mir das aber viel mehr hier.

Nach einem kleinen Spaziergang ruhen auf ein paar Liegen am Strand unter schattenspendendem Sonnenschirm.

Eine kleine Aufregung verschafft ein Mantelaffe (hier auch Colobusaffe genannt), eine endemische Art wie sie so nur auf Sansibar vorkommt. Der Kerl springt quer durch die Anlage und ist dann zwischen den Palmen verschwunden.

In Stonetown soll es stark regnen. So berichtet die Managerin der Anlage. Aus unserem Ausflug heute wird also nix. Das Wasser kann bis zu kniehoch in den Strassen stehen erzählt sie. Wir verschieben also auf Morgen um 12 Uhr als geplante Startzeit. Das gibt dann ein langer Tag bis zum geplanten Sundowner in der Stadt.

Die Ebbe geht weit zurück. Wir machen eine Art Wattwanderung. Der Schlaps ist zäh und ich sinke zum Teil bis zur halben Wade ein. In den zurückgebleibenden Pfützen tummelt sich kleines Leben. Kleine Schnecken, kleine Einsiedlerkrebse, Fischchen. Sogar einen kleinen Seestern entdecken wird. Die Einheimischen nutzen die Gelegenheit, um aus dem Meer einzusammeln, was einzusammeln geht. Mit dem Fernglas kann ich entdecken, dass einige sogar bis auf das vorgelagerte Riff vorgedrungen sind. Die Brecher in der Ferne lassen eine beachtliche Höhe der Wellen vermuten.

Das Wattwandern hat müde gemacht. Auf der Couch auf der kleinen Terrasse vor den Zimmer döse ich so vor mich hin. Ein tropischer Regenguss prasselt hernieder. Ganz schön viel Wasser. Nach einer Weile gehe ich nochmal für eine Stunde ins Bett ruhen.

Beim Duschen stellen wir fest, dass wir uns einen kräftigen Sonnenbrand geholt haben. Da waren wir wohl unvorsichtig. Zum Glück hatte ich Shorts und ein T-Shirt an. Aber die Füsse, die Unterschenkel und den Nacken hat es ziemlich erwischt.

Wir gehen zum Mittagessen. Zwei andere Reisegefährten sind auch schon da und warten auf ihr bestelltes Essen. Wir bestellen auch und bekommen unser Essen als erstes. Das Essen für die beiden anderen ist falsch und geht zurück. Lange schon haben wir unsere Portion aufgegessen. Dann kommen die beiden bestellten Salate für die anderen. Am Geschmack des Essen gibt es nichts auszusetzen. Beim Service gibt es Optimierungspotential. Die Freundlichkeit der Menschen hier ist herausragend. Das macht vieles irgendwie wieder wett. Auch die Bereitschaft zu lernen ist mehr als bemerkenswert. Davon können sich einige unserer jungen Leute zuhause eine dicke Scheibe abschneiden.

Um 18:30 Uhr gehen wir zum Abendessen. Wieder treffen wir auf zwei andere Reisegefährten und unser Sechsertisch ist bald voll besetzt. Zum Abendessen habe ich Huhn mit Kartoffelchips und Salat. Lecker. Das Trinken bleibt bei mir Alkoholfrei. Die Cola schmeckt mir hier nicht. Das mag am Wasser liegen. Nach dem Abendessen noch einen Absacker an der Strandbar. Für mich weiter alkoholfrei. Alle sind müde heute, so gehen wir zwischen 21:30 und 22:00 Uhr zurück auf unsere Zimmer um zu schlafen.

Die Wärme im Zimmer macht es schwer gut zu schlafen. Der Sonnenbrand tut sein übriges dazu. Und meine Verdauung zwingt mich dreimal auf die Toilette in der Nacht.



Samstag, 1. Oktober 2011, Stonetown - Weltkulturerbe auf Sansibar.

Irgendwann so um 6:30 Uhr stehen wir auf.

Ab ins Meer schwimmen, bevor die Ebbe einsetzt und das Wasser weg ist. Das Wasser ist kühl am Morgen, aber doch erfrischend.

Nach dem Duschen zum Frühstück. In aller Ruhe. „PolePole“.

Um 12 Uhr werden wir pünktlich für die Stadtführung durch Stonetown oder auch Sansibar Stadt abgeholt. Etwa eine Stunde Fahrt bis in die Stadt. Rechts und Links der Strasse armselige Unterkünfte der Menschen, die dort Leben.

Je näher wir der Stadt kommen, um so emsiger wird das Treiben zu beiden Seiten der Strasse. Kleinste Läden mit unterscheidlichstem Angebot reihen sich aneinander. Gemüse, Kühlschränke, Reifen, Fahrradfelgen, Obst, Haushaltswaren, gebrauchte Autoersatzteile, Fahrradreifenflickwerstätten, Backwaren, Eisenwaren, Tischler und vieles andere mehr reiht sich bunt durcheinander auf. Das zieht sich so hin bis zum Zentrum. Ein Gewimmel von Fussgängern, Fahrrädern, Rollern, Motorrädern, Autos, Kleinbussen, Lastwagen und auch grösseren Bussen.

Linksverkehr, aber das muss man nicht so genau nehmen. Fussgänger haben keine Vorfahrt! Mitten in der Stadt links ran und im Gewimmel aussteigen. Wir sind beim historischen Markt gelandet.

Einige erklärende Worte, dann hinein ins Getümmel. Der Geruch aus der Fischhalle des Marktes schlägt uns mit voller Wucht entgegen. Nicht jedermanns Sache. Kann ich verstehen. Die Halle mit den Fleischern vermeiden wir. Einmal durch den Markt mit Obst und Gemüse. Ein vielfältiges Angebot. Aber der Schmutz und die Unordnung fallen mir schon sehr auf. Andere Märkte dieser Art, die ich auf dieser Welt schon gesehen habe hinterließen bei mir einen vertrauenswürdigeren Eindruck.

Weiter zum Ort des Sklavenhandels mit Gedenkstätte, Kirche und den Lagerorten der Ware Mensch. Ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte der Insel. Die letzten Sklaven sollen noch bis 1902, 1903 oder 1907 gehandelt worden sein. Hier sind die Informationen sehr unterschiedlich. Der illegale Handel wurde ausserhalb von Stonetown weiter betreiben. Da wird es sicher nicht einfach sein zuverlässige Jahreszahlen zu bekommen. Durch diese Gedenkstätte führt uns ein anderer Fremdenführer.

Denkmal für die Sklaven am ehemaligen Sklavenmarkt von Sansibar.

Denkmal für die Sklaven am ehemaligen Sklavenmarkt von Sansibar.
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Für die Stadtführung haben wir das bekannte Gesicht von Salem, der uns auf der Gewürztour begleitet hatte, wieder bekommen.

Wir gehen weiter durch die zum Teil sehr engen und verwinkelten Gassen von Stonetown. Und ist die Strasse oder die Gasse noch so eng, Fahrräder und Roller kommen trotzdem hindurch und zwingen uns Fussgänger zur Seite.

Ein Andenkenladen reiht sich an den anderen. Meinst uninteressant. Viel Ramsch, der uns nicht gefällt. Die Häuser verfallen. Langsam, aber sicher. Müll jeglicher Art in den Strassen. Dieser scheint von niemandem weggeschafft zu werden. Wenn der Verfall hier so weiter geht ist die Weltkulturerbestadt Sansibar bald nur noch ein Gerippe bestehend aus den wenigen besseren Hotels und einzelnen historischen Gebäuden, die ein wenig erhalten werden. Schade drum. Ob ich mal die UNESCO anschreibe?

Ladeneingang in der Altstadt von Stonetown.

Ladeneingang in der Altstadt von Stonetown..
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Markt in Stonetown - Spiel mit Farben.

Markt in Stonetown - Spiel mit Farben.
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Markt in Stonetown - Spiel mit Farben.

Markt in Stonetown - Spiel mit Farben.
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Wir schlendern weiter durch die schmalen Strassen und Gassen. Vorbei an weiteren Geschäften. Ich habe den Eindruck, dass das Angebot qualitativ in diesem Teil der Stadt besser wird. Vorbei am Geburtshaus von Freddie Mercury.

Gefängnisinsel.

Gefängnisinsel.
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Am Hafen von Stonetown.

Am Hafen von Stonetown.
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Im The Africa House, einem Hotel mit ****, machen wir auf der Terassse eine Pause. Etwas Trinken. Das soll hier ein „must have“ sein, den Sonnenuntergang anzusehen. Noch ist die Sonnenterasse um diese Zeit fast leer.

Eingang vom The Africa House.

Eingang vom The Africa House.
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Im The Africa House.

Im The Africa House.
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Nach der Rast im "The Africa House" gehen wir nochmal los. Zum "Haus der Wunder". Wir erwarten ein Museum. Das Haus der Wunder hat seinen Namen erhalten, weil es das erste Haus hier war, das fließendes Wasser mit Wasserhähnen hatte, einen Fahrstuhl, elektrisches Licht und Telefon.

Um den Sonnenuntergang anzusehen kommen wir zum "The Africa House" zurück. Die Terasse hat sich gefüllt. Fast überfüllt. Die Sonne sinkt und läßt ein Naturspektakel erwarten. Dann jedoch ziehen Wolken auf und die Sonne versteckt sich erfolgreich hinter einer Wolkenbank.

In stockdunkler Nacht, es ist etwa 18 Uhr geworden, fahren wir zurück zur Unterkunft. Noch vor der Stadtgrenze von Stonetown steigt unser Guide aus. Der Fahrer bringt uns alleine zurück.

Eine Dau bei Sonnenuntergang.

Eine Dau bei Sonnenuntergang.
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Sonntag, 2. Oktober 2011, Noch viel mehr Seele baumeln lassen am Indischen Ozean.



Montag, 3. Oktober 2011, Abreise aus Tansania - Bahari View Lodge - Kisauni Airport (Sansibar) - Bole International Airport (Addis Abbeba).

Heimreisetag. Am Morgen nochmal Baden im indischen Ozean. Abschied vom Meer. Packen. Umpacken. Mirbringsel sicher verpacken. Unsere pinkfarbende Riesetasche wird zusammen mit dem Schmutzwäschesack für den Schmutzwäschetransport gepackt. Im Laufe des Tages dann noch die Rechnung der Lodge für Speisen und Getränke bezahlen. Noch einen Strandspaziergang bei Ebbe.

Am Nachmittag gönnen wir uns einen Sansibar Kaffee in der Strandbar. Dieser Kaffee wird nicht exportiert, da es ihn nur in kleinen Mengen gibt. Es gibt ihn nur hier auf der Insel. Mein Geschmack ist es nicht. Zuviel Säure finde ich.

Abschied vom Indischen Ozean bei Ebbe.

Abschied vom Indischen Ozean bei Ebbe.
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Am Abend versuchen noch etwas zu schlafen. Vorsichthalber haben wir uns den Wecker sehr zeitig gestellt, um vor der Abreise nochmal Duschen zu können. Gegen Mitternacht werden wir abgeholt, um zum Flughafen gebracht zu werden. Das Gepäck wird fast unter freiem Himmel eingecheckt. Die Gepäckanhänger werden noch mit der Hand ausgefüllt. Die kontrolliere ich genau. Die elektronischen Waagen sind ausser Funktion. So kommen klassische Waagen zum Einsatz. Mich erinnern sie an die Waagen, wie sie früher bei uns zuhause in den Apotheken standen. Anschließend die Sicherheitkontrolle. Die Wasserflasche, die ich mitführe interessiert niemanden. Die Wartezone ist extrem Warm. Die Luft ist zum Schneiden. Zum Glück kann man eine Tür aufmachen. Die kleinen Geschäfte haben natürlich mitten in der Nacht geschlossen. So ist es nicht einfach etwas zum Trinken zu organisieren. Aber auch dafür gibt es eine unkonventionelle Lösung. Eine Dame vom Sicherheitscheck hat einen Schlüssel zu einem Einkaufsstand ausserhalb dieser Zone. Man muss zusammen mit ihr über das Vorfeld laufen umd kommt dann mit einem Getränk zurück.

Wieder sind wir mit einer Bombardier Dash 8Q-400 der Ethiopian Airlines unterwegs. Zumindest bis Addis Abbeba.



Dienstag, 4. Oktober 2011, Bole International Airport (Addis Abbeba) - Frankfurt Airport - Hainstadt.

Der Zwischenhalt in Addis Abbeba dauert etwa drei Stunden. Diesmal warten wir in der Transitzone im modernen Teil des Flughafens. Es gibt Geschäfte und Cafe's. Was fürs Auge. Äthiopischer Kaffee wird eingekauft als Mitbringsel. Nach dem erneuten Sicherheitscheck warten wir in einen extra Teil des Terminals für Langstreckenflüge. Auf unseren Bordkarten wurden farbige Markierungen angebracht. Beim Boarding hält ein Mitarbeiter des Flughafen jeweils unterschiedliche Tafeln mit dieser den unterschiedlichen Farben hoch, um das Einsteigen in den Flieger zu organisieren. Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode. Wenn denn die Farben auf den Tafeln stimmen.

Nach etwa 16 Stunden unterwegs sein sind wir am Flughafen Frankfurt. Die Wasserflasche habe ich immer noch. Wir verabschieden uns von unseren Mitreisenden. Unsere Wege trennen sich hier. Die einen müssen zur Eisenbahn, die anderen zu Ihrem Anschlussflug. Wir nehmen unser Gepäck an dem Gepäckband in Empfang. Nun kann ich nicht mehr. Ich muss mal das stille Örtchen aufsuchen. Welch Erlösung. Hinter der Zollkontrolle warten unsere Abholer schon. Nun mit dem ganzen Gepäck den Parkplatz suchen. Eine Herausforderung hier an diesem grossen Flughafen. Im "Basislager" angekommen, erstmal ausgiebig Duschen. In Gedanken sind wir bei dem Ruf "Shower is ready". Welch eine Wohltat. Die Reserveklamotten, die wir dort gelassen haben werden angezogen. Alt werden wir heute nicht. Wir sind Müde und gehen früh schlafen. Morgen geht es in aller Ruhe zurück nachhause.



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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