Rainers kleiner Weltausschnitt

Ausflug

"Expedition Wilder Kaiser"
vom 27. August 2004 bis 28. August 2004


Inhaltsverzeichnis

1. Tag, 27. August 2004 Anreise und erster Kontakt mit dem Berg.
2. Tag, 28. August 2004 Zum Ellmauer Halt und nach Hause.


1.Tag:

Anreise und erster Kontakt mit dem Berg

Während einer Projektarbeit in 2002 kamen wir drei auf die Idee mal zusammen einen Klettersteig begehen zu wollen. Markus hat da zwar schon Erfahrungen, aber er erklärte sich bereit diese "Expedition" zu organisieren. Für Jörg und mich wird es dann einen Premiere sein.

In 2004 war es dann endlich soweit.

Am Freitag treffen wir uns zum gemeinsamen Frühstück in Rosenheim bei mir zuhause. Nach gemütlichen, ausgiebigen Frühstück geht es los nach Ellmau in Österreich.

Wir fahren in Ellmau von der Bundesstrasse ab, vorbei an einem Golfplatz, durch den Wald bis zur Wochenbrunner Alm. Dort stellen wir das Auto ab.

Nun geht es zu Fuß mit Gepäck für 2 Übernachtungen zur Gruttenhütte. Diese liegt auf 1640 Metern am Wilden Kaiser.

Die Gruttenhütte

Die Gruttenhütte
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Dort angekommen, beziehen wir als erstes unser Matratzenlager und lassen Teile unserer Ausrüstung, wie z.B. meinen Schlafsack, dort zurück. Wir essen in Ruhe eine Kleinigkeit zu Mittag. In der Gaststube sind schon einige Tagesausflugsgäste am essen.

Nun geht es zum Schnuppern auf den ersten Klettersteig - den Jubiläumssteig. Den Hinweg bestreiten wir noch ohne Seilsicherung.

Der erste Klettersteig

Der erste Klettersteig
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Wir gehen durch einen kleine Herde von Gemsen. Es geht recht steil über einen lockeres Geröllweg nach oben.

Eine Rast machen wir kurz unterhalb des Ellmauer Tores in einer Senke. Ich empfinde es recht kalt hier. Ich bin froh meine winddichte Jacke dabei zu haben. Wir essen eine Kleinigkeit und trinken etwas. Für die Zukunft werde ich anstelle von 2 Trinkflaschen lieber eine Thermosflasche mit einigen Teebeuteln und eine Trinkflasche mitnehmen. Heisses Wasser wird es wohl auf jeder Hütte geben. Die Berg-Dohlen sind ruckzuck da und versuchen frech Beute zu machen. Den Abstieg kürzen wir quer durch ein großes Geröllfeld ab.

Am Beginn der Klettersteigseilen legen wir erstmalig Gurte und Y-Sicherung an. Nun geht es alles etwas langsamer. Einhaken, aushaken, immer einen Haken am Sicherungsseil lassen, am Stahlseil festhalten. Handschuhe werden zu einem wichtigen Utensil, denn die Stahlseile sind zum Teil rostig oder aufgesplissen.

Abendstimung auf dem Rückweg zur Hütte

Abendstimmung auf dem Rückweg zur Hütte
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Wie gut daß ich die Fahrradhandschuhe dabei habe. Das ist mit den Dingern schon recht gut. Auf dem Rückweg treffen wir nochmal auf die Gemsen die wir auf dem Hinweg schon gesehen haben.

Am Abend sind meine Badelatschen verschwunden. Ich bin sauer. Markus hat Vollpension für uns drei gebucht. Der Spass kostet 21 EUR pro Nase. Diejenigen die einen Mitgliedsausweis vom Deutschen Alpenverein haben, bekommen die Übernachtung billiger. 1 Liter heisses Wasser kostet 1 EUR. Das Abendessen ist einfach und deftig. Suppe, Hauptgericht und Dessert - hausgemachter Apfelstrudel - sensationell. Im Laufe des Abend tauchen meine Badelatschen wieder auf. Ein Bergführer hatte diese sich versehentlich geschnappt, wohl im glauben, diese Badelatschen gehören zur Ausstattung der Berghütte.

Am Samstag soll es zum Ellmauer Halt gehen, danach zum Stripsenjochhaus und am Sonntag zurück über die Gruttenhütte zum Auto.



2.Tag: Zum Ellmauer Halt

Kaiserwetter !

Heute nutze ich meinen alten Bundeswehr-Lederhandschuhe. Damit geht es am den z.T. aufgesplissenen und rostigen Stahlseilen am besten. Jörg bekommt meinen anderen Handschuhe. Er stellt fest dass es damit viel besser geht.

Etwa 150 Höhenmeter unterhalb des Ellmauer Halt beschließen wir nicht weiter zugehen. Jörg und ich wollen es nicht weiter "riskieren". Wir machen ausgiebig Rast - Essen und Trinken. Es macht sich bemerkbar, daß wir reichlich Gepäck dabei haben, alle anderen Klettersteiggeher haben kleinstes oder gar kein Gepäck dabei. Markus legt sein Gepäck bei uns ab, zieht seinen Joggingschuhe an und "jettet" mal eben auf den Gipfel. "Ich bin in ner halben Stunde wieder da." sagt er noch und ist weg. Na ja, ob die Zeitberechnung stimmt rätseln Jörg und ich. Und doch - nach der halbe Stunde ist Markus wieder da und wir beginnen den Abstieg.

Zurück auf der Hütte setzen wir uns auf die Terrasse um was zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen - wir entschließen und zu - - - Apfelstrudel - Hmmmm.

Ausblick auf die Gruttenhütte von oben

Ausblick auf die Gruttenhütte von oben
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Blick zurück zum Ellmauer Halt

...da warn wir...
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Ein Hubschrauber der Bergwacht holt einen verunglückten Kletterer aus dem Berg. Ein Bergretter und der Verunglückte hängen unter dem Heli an einen 10 bis 20 Meter langen Seil. Es ist die Show für die Gäste auf der Gruttenhütte.

Nachdem wir unsere Apfelschorle und den Radler ausgetrunken haben, den Apfelstudel verspeist und bezahlt haben, brechen wir auf. Wir wandern von der Gruttenhütte bergab in Richtung des Autos.

Blick zurück zur Gruttenhütte

Blick zurück zur Gruttenhütte
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Auf halber Strecke zur Wochenbrunner Alm machen wir noch eine kleine Trinkpause (eigentlich zittern mir die Knie etwas) und betrachten die Berglandschaft, die Kühe und deren Kuhfladen.

ein letzter Blick zurück

ein letzter Blick zurück
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Zurück am Parkplatz sucht Jörg das stille Örtchen auf. Markus geht zum nahegelegenen Bergbach um sich frisch zu machen. Ich passe derweil auf unsere Sachen auf. Wir fahren zurück nach Rosenheim um bei mir zu Hause zu duschen und den Tag zu beschließen. Das hat tatsächlich bei mir Sonnenbrand gegeben, stelle ich nach dem Duschen fest. Nach etwas Pause ziehen die beiden gemeinsam los in Richtung München und unsere Expedition ist nun endgültig beendet.



Impressum letzte Aktualisierung: 30. März 2015

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